Christkindlmarkt 2026 am Münchner Marienplatz und Kripperlmarkt - Altbairischer Charme in großstädtischem Flair
Der Münchner Christkindlmarkt rund um den Marienplatz – der älteste in der Stadt – beginnt 2026 früher als gewohnt: Erstmals öffnet er bereits am Freitag vor dem Totensonntag, am 20. November 2026, und läuft bis Heiligabend, 24. Dezember. Am Totensonntag, 22. November, bleibt der Markt als sogenannter Stiller Tag geschlossen.
Traditionell eröffnet der Münchner Oberbürgermeister den Christkindlmarkt vom Rathausbalkon aus und bringt gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern sowie Vertretern der Christbaum-Spendergemeinde mit dem Countdown „Drei – zwei – eins – Licht!“ den Christbaum zum Leuchten. Für Dominik Krause, seit 1. Mai 2026 Oberbürgermeister der Stadt, ist es der erste Christkindlmarkt im Amt. Das Begleitprogramm 2026 wird von der Stadt derzeit noch ausgearbeitet.
Bis einschließlich 24. Dezember gibt es hier wieder ein großes Angebot an Kunsthandwerk, Weihnachtsschmuck und natürlich Spezialitäten. Rund 140 Stände verteilen sich über das Marktgelände, etwa die Hälfte davon bietet Waren an.
Der Christbaum am Marienplatz
Seit 1977 spendet jedes Jahr eine Gemeinde aus Bayern oder dem Alpenraum der Landeshauptstadt den großen Christbaum vor dem Neuen Rathaus. Als Dankeschön darf sich die Spendergemeinde während des Christkindlmarkts im Prunkhof des Rathauses präsentieren. Woher der Christbaum 2026 kommt, hat die Stadt bislang noch nicht bekanntgegeben. Üblicherweise wird der Baum zwei bis drei Wochen vor Marktbeginn geschlagen, nach München gebracht und von der Berufsfeuerwehr vor dem Rathaus aufgerichtet.
Zuletzt, vom 24. November 2025 bis 6. Januar 2026, schmückte ein stattlicher Christbaum direkt aus dem Kaisergebirge den Marienplatz: eine 75 Jahre alte, rund 25 Meter hohe Fichte von der Wochenbrunner Alm in Ellmau am Wilden Kaiser (mehr).
Lichterglanz in der Innenstadt
Seit 2023 präsentiert sich der Christkindlmarkt mit einem eigenen Lichtkonzept, das seither Jahr für Jahr fortgeführt und ausgebaut wird. Auf den Laternen funkeln Sterne, die Frauenkirche, Herzen und das „C“ des Christkindlmarkt-Logos, viele Masten sind mit leuchtenden Rautennetzen ummantelt. Eine Lichtprojektion auf dem Karlstor greift die Punktestruktur aus dem Designsystem des Christkindlmarkts in den weihnachtlichen Farben Rot, Gold und Grün auf.
Beliebte Fotomotive waren in den vergangenen Jahren die beiden leuchtenden Schäffler-Tänzer auf Höhe der Michaelskirche und Sterneninseln zum Verweilen. Eingesetzt werden ausschließlich energiesparende LEDs; die Beleuchtung wird erst mit Einbruch der Dämmerung eingeschaltet.
Die Anfänge des Münchner Christkindlmarkts liegen im 14. Jahrhundert, als auf den sogenannten „Nikolaimärkten“ Nützliches, Schönes und Nahrhaftes eingekauft wurde. Er gilt als das Original unter den Münchner Weihnachtsmärkten.
XXL-Auswahl an Weihnachtsgeschenken
Wie in früheren Zeiten ist der Christkindlmarkt ein Warenmarkt, auf dem es eine große Auswahl an Weihnachtsgeschenken gibt. Die Marktkaufleute bieten handbemalte Glasbilder, selbstentwickelte Denk- und Geduldsspiele, Wollhausschuhe, Honig und Imkereiprodukte aus eigener Herstellung und vieles mehr.
Ergänzt wird das Angebot durch originellen und handgefertigten Christbaumschmuck, Töpferwaren oder Plätzchenausstecher. Wachsmodeln, Leuchtsterne, Engelshaar und Strohsterne gehören zu den Angebots-Klassikern.
Kripperlmarkt
Auf dem Spezialmarkt für Weihnachtskrippen vor der Kirche St. Peter, dem wohl größten in Deutschland, findet man vom Laternchen über Brunnen, Figuren und Engel bis zu Moos, Heu und den Gaben der Heiligen Drei Könige alles, was für eine echte Krippe benötigt wird, darunter auch Krippenställe in allen Größen. Gerade bei jungen Familien setzt sich der Trend zur Hauskrippe fort, die jedes Jahr um ein Schäfchen oder einen Hirten ergänzt wird. Die Krippen-Profis reparieren auch und führen Restaurierungen und Sonderanfertigungen aus.
Bereits 1757 fand in München zum ersten Mal ein eigenständiger Krippenmarkt statt.
Münchner Christkindlmarkt – Kulinarisches Angebot
Wer rund um den Marienplatz nach essbaren Weihnachtsgeschenken oder einem wärmenden Snack sucht, wird schnell fündig. Auch wer sich vegan ernährt, Diabetes hat oder Gluten und Laktose meidet, bekommt passende Speisen und Getränke serviert. Glühwein, Punsch und Co. sorgen mit den Aromen von Orange, Zimt und Nelken für vorweihnachtliche Stimmung.
Wilde Gesellen – der Krampuslauf am 13. Dezember 2026
Am Sonntag, 13. Dezember 2026, ziehen von 15 bis 17 Uhr wieder Krampusse, Perchten und Klause durch die Innenstadt. Vor den zotteligen Gestalten muss sich niemand fürchten, auch wenn sie mit ihren geschnitzten Masken etwas gruselig anmuten. Aufstellung ist in der Augustinerstraße, von dort führt der Lauf über die Fußgängerzone, Färbergraben, Rosental, Sendlinger Straße, Dultstraße, Oberanger, Rindermarkt und Petersplatz zum Viktualienmarkt und endet vor dem Alten Rathaus. Organisiert wird der Lauf vom Referat für Arbeit und Wirtschaft gemeinsam mit der ersten Münchner Krampusgruppe Sparifankerl-Pass; rund 25 Gruppen aus dem Alpenraum sind dabei. Seit etwa 500 Jahren gibt es die Krampus-Tradition im Alpenraum, der Brauch geht auf den Bischof Nikolaus und seinen Begleiter Krampus zurück (mehr).
Himmelswerkstatt im Rathaus
In der weihnachtlich geschmückten Ratstrinkstube dürfen sich Kinder von sechs bis zwölf Jahren mit goldenen Flügeln und schimmernden Gewändern in kleine Himmelswesen verwandeln, bevor sie ihre eigenen Weihnachtsgeschenke basteln. Die Himmelswerkstatt gehört seit 1994 zum Christkindlmarkt, jedes Jahr machen mehr als 1.000 Kinder mit. Die Termine 2026 gibt die Stadt noch bekannt.
Weihnachtszauber – Führungen über den Christkindlmarkt
Beim Spaziergang über den Marienplatz erzählen die offiziellen Guides der Stadt Wissenswertes über Geschichte und Gegenwart des Christkindlmarkts, erklären weihnachtliche Bräuche und stellen ausgewählte Stände vor. Am Ende der Tour warten Glühwein und gebrannte Mandeln. Informationen und Buchung unter www.christkindlmarkt-muenchen.de oder in der Tourist Information im Rathaus am Marienplatz.
Allgemeine Information
Der Markt erstreckt sich vom Marienplatz zum Alten Peter, in die Fußgängerzone (Kaufingerstraße und Neuhauser Straße) sowie in die Sendlinger Straße und auf den Rindermarkt.
Die Stände sind von Montag bis Samstag von 10 bis 21 Uhr und an den Sonntagen von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Am Totensonntag, 22. November, bleibt der Markt geschlossen. An Heiligabend, 24. Dezember, läuft der Betrieb von 10 bis 14 Uhr.
Alles zum Christkindlmarkt: Plan, Programm und Spezialitäten im Internet unter www.christkindlmarkt-muenchen.de.
Christkindlmarkt 2026: 20. November bis 24. Dezember
(am Totensonntag, 22. November, geschlossen)
Verkaufszeiten:
Mo bis Sa 10 – 21 Uhr
So 10 – 20 Uhr
Heiligabend, 24.12. 10 – 14 Uhr
Veranstalter: Landeshauptstadt München, Referat für Arbeit und Wirtschaft
www.christkindlmarkt-muenchen.de
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