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Maibaum Special - Spielregeln beim Maibaumklau - was gilt es beim Maibaumstehlen zu beachten


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Maibaum Wiener Platz
Maibaum Riem 2018 (Foto: Martin Schmitz)
Maibaum Riem
Maibaum in Untergiesing Hans-Mielich Platz (Foto: Martin schmitz)
Maibaum 2018 in Untergiesing Hans-Mielich Platz
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©Fotos: Martin Schmitz, Ingrid Grossmann

Maibaumstehlen

Maibäume wurden früher in der Walpurgisnacht (30. April) geschlagen, an manchen Orten aber auch erst am Morgen des 1. Mai. Heute geschieht dies meist früher, um sie in Ruhe herzurichten, zu streichen und zusätzlich mit allerlei Dekoration und Ständesymbolen aufputzen zu können.

Daraus folgt, dass sie in dieser Zeit streng bewacht werden müssen: Maibaumdiebe, die keine Mühe scheuen, lauern hinter jeder Ecke, und ist er erst geklaut, wird eine Auslöse fällig. Wie z.B. der Maibaum auf der Zugspitze, der erst in letzter Minute gegen Brotzeit und Freibier wieder herausgegeben werden konnte am 1. Mai.

Der Maibaum Diebstahl unterliegt Regeln, zu denen ganz sicher auch gehört, dass die Polizei sehr kulant ist in der Verfolgung der "Straftat". Wer von sich aus als Bestohlener die Polizei einschaltet, hat Respekt und Achtung in den Nachbargemeinden schnell verloren, das gehört sich einfach nicht.

Wann und wie darf nun geklaut werden? Zunächst muss das Objekt der Maibaumdiebesbegierde bereits gefällt sein. Ein noch fest verwurzelter Baum, von dem nur bekannt ist, dass er als Maibaum gewählt wurde, darf deshalb nicht entwendet werden. Liegt der Baum nach dem fällen, darf er dennoch nicht schon aus dem Wald gestohlen werden, das wäre immer noch Holzdiebstahl!

Nach der Tradition dürfte er eigentlich nur in der Walpurgisnacht selbst geraubt werden, und nur, wenn er sich innerhalb des Ortes befindet, in dem er aufgestellt werden soll. Denn erst jetzt besitzt er die Kraft eines Fruchtbarkeitssymbols.

Legt schließlich während des Klauversuches ein irgendwie doch noch aufgeweckter / aufgetauchter Maibaumwächter seine Hand auf den Baum und ruft "der bleibt do" ("da" gilt zur Not auch), darf der so geschützte Maibaum von Maibaumdieben nicht mehr angerührt werden. Das spart nebenbei dem Maibaumverein Geld und bringt der/dem mutigen Retter(in) daheim ewigen Ruhm...

Auch wenn der Diebstahl noch während des Abtransportes innerhalb der Gemeindegrenzen entdeckt wird, muss der Baum zurückgegeben werden. Bereits aufgestellte Maibäume können ebenfalls nicht mehr gestohlen werden.

Übrigens: Scheitern die Verhandlungen und wird der Maibaum nicht ausgelöst, stellen ihn die neuen "Besitzer" als Schandmal für das Nachbardorf / den Nachbarstadtteil und als zusätzlichen Segensbringer für ihren eigenen Ort auf. Nach einigen Wochen wird die Beute dann zersägt und versteigert. Oft wird an diesem "Schandbaum" dann eine Tafel befestigt, auf der die Maibaumdiebe ihre Enttäuschung durch Spottverse zum Ausdruck bringen.

Grundsätzlich:

Es gilt der Vertrauensgrundsatz: Maibaumdiebe halten sich an die lokalen oder regionalen Gepflogenheiten, machen sich ggflls mit ihnen bekannt. Solche Gepflogenheiten sind in der Regel mündlich überliefert.

Sorgfalt bein Stehlen: Beschädigungen an Baum, Kranz, Schildern sind zu vermeiden. Beschädigt man dennoch etwas am Baum, ist Ersatz zu leisten.

Gestohlen werden darf nur der Maibaum selbst, kein Zubehör wie Fahrzeuge, Anhänger etc. Auch ist ein "bearbeiten", kürzen etc. des Maibaums zum leichteren Stehlen nicht erlaubt. So etwas fällt nicht unter Brauchtum und kann zu einer Anzeige wegen Sachbeschädigung führen oder Diebstahl.

2019 sägten zum Beispiel in Illertissen (Landreis Neu-Ulm) junge Burschen einen Maibaum auf einem Firmengelände an, nichtahnend, dass sie von einer Überwachungskamea gefilmt wurden. Auch im unterfränkischen Oberaurach sägten fünf Männer einen Maibaum an, im oberfränkischen Rattelsdorf stürzte ein derart angesägter Baum sogar unkontrolliert um. Die Polizei ermittelt jetzt allen Fällen wegen Sachbeschädigung.

Abgesehen von solchen Sonderfällen wird keine Polizei eingeschaltet. Es sei denn, man möchte negative Berichterstatttung....

2007 hatte es wieder mal den Maibaum vom Wirtshaus Leiberheim erwischt: Die Maibaumdiebe des Perlacher Burschenvereins "Die Gmütlichen" hatten sich herangeschlichen und den 25m Maibaum entwendet. Schon den letzten Maibaum hatten die Perlacher dem Leiberheim gemopst, und so harrt man nun auf eine Brotzeit vom Wirt, die als Auslöse sicherlich fällig ist. Am 1. Mai wird der Maibaum dann im Leiberheim aufgestellt. Gestohlen wurde Anfang April 2007 auch der Ramersdorfer Maibaum, dieses Mal von den Putzbrunnern. Es gibt sogar ein Video und Fotos davon - zeitgemäß zu sehen bei google.video (mehr)

Im Wirtshaus und Biergarten Leiberheim hatte es 2004 schon einmal einen Entführungsfall gegeben, am Münchner Flughafen klauten den Airbräu Maibaum gar die Kollegen der Flughafen Polizeiwache selbst. Sie waren den Feuerwehrleuten zuvor gekommen, die sonst immer ihren Biergarten beraubten... Das gibt es nur in Bayern.

Der Michaeligarten Maibaum war 2003 ein Entführungsopfer: kaum war er nach dem Einholen am Donnerstag vor Ostern in Buch eingetroffen, klauten ihn schon in der ersten Nacht die Kollegen von der Freiwilligen Feuerwehr Baldham-Dorf (unterstützt vom Burschenverein Vaterstetten e.V.). Er wurde schnell ausgelöst und zurückgebracht, so daß dem Aufrichten im Michaeligarten nichts mehr entgegenstand.

Mit einem Schild am Traktor bedankten die sich bei dem unfreiwilligen "Spender" und erhielten schöne Tische im Michaeligarten, als dann der Maibaum aufgestellt wurde. Fotos vom Maibaumaufstellen Michaeligarten 2004: Teil 1, Teil 2, Teil 3

Nach dem Maibaum-Diebstahl durch die Burschenvereine Neufingsing, Unterföring und Ismaning, Auslöseverhandlungen und ein wenig traditionsbedingtem Nervenkitzel lief das Aufstellen des neuen Maibaums am Viktualienmarkt 2017 reibungslos ab: in den frühen Morgenstunden angeliefert und durch die Schlosserei Lemberger um die traditionellen Figurengruppen ergänzt, war der Maibaum gegen 12.00 Uhr zum Aufrichten mithilfe eines Feuerwehrkrans bereit.

Schon kurz nach 13.00 konnte Markus Hitzelsperger, der erste Vorsitzende des Burschenvereins Hohendilching-Sollach, den Maibaum an Andreas Steinfatt, den Vorsitzenden des Vereins Münchener Brauereien e.V. übergeben, der ihn sodann an Oberbürgermeister Dieter Reiter und das Münchner Kindl – und damit offiziell der Stadt München übergab (mehr)

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- Viele Bilder vom Maibaumaufstellen und Maitanz in Altperlach 2002

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