| Das Schrobenhausener Anbaugebiet, im Städtedreieck - München - Augsburg - Ingolstadt gelegen, stellt über ein Drittel der bayerischen Spargelanbaufläche.
Seit dem 19. Jahrhundert wird im Schrobenhausener Land Spargel angebaut. Bereits im Jahre 1856 lieferte der Graf von Sandizell Spargel an die herrschaftliche Küche nach München. 1913 pflanzte Christian Schadt eine erste Anlage im großräumigen Feldanbau.
Von der Nachbarschaft wurde der aus Groß-Gerau (Rheinhessen) stammende Bauernsohn zunächst wenig beachtet. So blieb er 10 Jahre alleiniger Spargelanbauer im Schrobenhausener Land.
Heute wird die gesamte Spargelfläche im Schrobenhausener Anbaugebiet auf ca. 800 ha geschätzt und hat zunehmende Tendenz, 300 Betriebe unterschiedlicher Größe bauen Spargel an.
Der sandige Boden von Aichach, Schrobenhausen bis in die Hallertau eignet sich bestens für das königliche Gemüse. Die Flugsandböden, mit einem gewissen Schluff- und Lehmanteil, verleihen dem Schrobenhausener Spargel den kräftigen, etwas nussartigen Geschmack.
Des weiteren zeichnet sich der Schrobenhausener Spargel durch seine Frische und einer guten Qualität aus. Mit einer Fülle von Vitaminen, Mineralstoffen sowie ätherischen Ölen bietet Spargel zudem die ideale Möglichkeit, in wohlschmeckender Form etwas für die Gesundheit zu tun.
Frischen Spargel können Sie direkt vom Spargelerzeugerbetrieb im Schrobenhausener Anbaugebiet kaufen. Die Direktvermarktungsbetriebe sind ausgeschildert.
Um die regionale Herkunft und höchste Qualität sicherzustellen, wurde das Anbaugebiet Schrobenhausen abgegrenzt, außerdem wurden Qualitäts- und Prüfrichtlinien eingeführt.
Die Spargelerzeugerbetriebe, die dieses Logo führen, verpflichten sich auf freiwilliger Basis, sich von einer unabhängigen Stelle, dem Landeskuratorium für Pflanzliche Erzeugung (LKP) Bayern, überprüfen zu lassen.
Als Orientierungshilfe und zum Schutz des Missbrauchs für die Verbraucher stellte der Spargelerzeugerverband Südbayern e.V. für den Schrobenhausener Spargel beim Deutschen Patent- und Markenamt Antrag zur Eintragung als geschützte geographische Angabe (g.g.A) nach EG VO 2081/92. Damit zählt der Schrobenhausener Spargel mit zu den bayerischen Spezialitäten.
Sollten Sie nicht die Möglichkeit haben, den Schrobenhausener Spargel frisch direkt ab Hof beim Erzeuger zu kaufen, so bestellen Sie einfach im Internet »www.spargel.de« kostengünstig Ihren Schrobenhausener Spargel.
Wer sich noch näher mit dem Spargel befassen will, der sollte jedoch einmal das Schrobenhausener Anbaugebiet besuchen.
Dort kann man in gepflegten Lokalen einheimische Spargelgerichte genießen, man kann den Spargelbauern bei der Ernte zusehen oder man kann das saftige Grün der Spargelfelder im Sommer oder das goldgelbe Herbstlaub auf sich wirken lassen.
Der Spargelerzeugerverband lädt Sie alle zu einem derartigen Besuch ein. Um Ihnen Orientierung zu geben, wurde im letzten Jahr speziell für diesen Zweck ein Ausflugsatlas durch das Spargelland Schrobenhausen erstellt.
Ob mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß, sie finden leicht Zugang zu bekannten und weniger bekannten Sehenswürdigkeiten des Gebietes. Ein Erlebnis besonderer Art ist der Spargelwanderweg im Herzen des Anbaugebietes..
An den jetzt wärmer gewordenen Tagen setzt die Ernte ein, so daß am 16.04.2009 (Donnerstag) die Spargelsaison 2009 ganz offiziell eröffnet werden konnte mit einem symbolischen Spargelstechen, als dann um 10.30 Uhr gemeinsam mit der 34. Schrobenhausener Spargelkönigin Sabrina Kaierle aus Langenmosen zu Messer und Kelle griff (mehr).
Doch schon vorher konnte man den Schrobenhausener Spargel in vielen Wirtschaften und auch schon im Handel begegnen: die Preise lagen zu Beginn der Saison, in der Anfang April 2009 schon begonnen wurde, zu ernten, bei rund 16 bis 23€ das Kilo, gehen jetzt aber zunehmend nach unten.
Zum Auftakt der Spargelsaison lagen die Preise für Schrobenhausener Spargel am 16.04.2009 auf dem Viktialienmarkt je nach Qualitäten zwischen 11 und 13 € für die I. Klasse, und 7-8 € für ein Kilo der Qualitätsklasse II.).
"9 € weniger noch als in der Vorwoche", meinte dazu eine Standbetreiberin auf dem Viktualienmarkt, das gute Wetter lässt den Spargel jetzt so richtig austreiben und damit die Preise in für einen breiteren Geniesserkreis attraktivere Regionen gelangen.
Ein Ausflug zum Spargelessen macht sich zu Saisonbeginn so schon bezahlt nach nur einer Portion, wenn man jetzt mal nur das Benzingeld rechnet...
Einige Tipps:
Spargel , Paartaler Schinken und mehr: Gasthof - Metzgerei Jakob Stief "Zum Schimmelwirt" in Schrobenhausen (mehr)
Ausflugsziel im Schrobenhausener Spargelland: Gasthof Bogenrieder in Waidhofen ist nicht nur kinderfreudlich hervorragend (mehr)
Spargel und mehr: Gasthof "Zur Post" in Schrobenhausen (mehr)
Ausflugsziel im Schrobenhausener Spargelland: Gasthof Metzgerbräu in Hohenwart (mehr)
Video: Spargelanstich auf dem Münchner Viktualienmarkt am 16.04.2009
Eine Besonderheit in ganz Europa stellt das im Jahre 1983 gegründete Deutsche Spargelmuseum und seit 1991 Europäisches Spargelmuseum in Schrobenhausen dar. Es weist eine Zahl von jährlich über 10.000 Besuchern auf.
Am Samstag, 15. Mai 2010, findet im Museumsviertel Schrobenhausen der alljährliche Spargelmarkt statt. Von 10 bis 22 Uhr gibt es in gepflegter Atmosphäre alles rund um den Spargel und Beilagen, die bei einem schönen Spargelessen nicht fehlen dürfen: Schinken, Kartoffeln, schönes Geschirr und der passende Wein. Spargelliebhaber und Gäste können auf dem Markt das edle Gemüse in unterschiedlichen Zubereitungen und Kombinationen gleich noch vor Ort genießen.
Fotogalerie A: Spargelmarkt Schrobenhausen am 09.05.2009, Teil 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, (Fotos: Martin Schmitz)
Fotogalerie B: Spargelmarkt Schrobenhausen am 09.05.2009, Teil 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, (Fotos: Ingrid Grossmann)
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