Singender Lotus. Ein kulturelles Ritual - Hyon-Soo Kim und E. Byok-Song Woo
Projekt der Museum Villa Stuck (14.09.-29.10.2006) im Rahmen der Ausstellungsreihe 0606


108 Lotusblüten
2006, Hyon-Soo Kim
Foto : E. Byok-Song Woo
Zum ersten Mal seit der Wiedereröffnung der Villa Stuck im März 2005 wird der restaurierte historische Künstlergarten zum Ausstellungsort.

Im Rahmen der Ausstellungsreihe 0606 wird in ihm die Installation Singender Lotus der beiden in München lebenden koreanischen Künstler Hyon-Soo Kim und E. Byok-Song Woo gezeigt. In diesem Zusammenhang wird der Künstlergarten auch Schauplatz von insgesamt acht Performances sein.

Die eigens für den Künstlergarten konzipierte überdimensionale Lotusblüte ist künstlerischer Ausdruck einer interkulturellen Annäherung.

Die Lotusblüte steht im Buddhismus und Hinduismus als Symbol für Reinheit, für die Schöpfung und geistige Offenbarung. Im Unterschied zu den meisten Pflanzen, blüht die Lotusblüte, wenn ihre Früchte reif sind, Ursache und Wirkung spielen sich simultan ab. Die Buddhisten glauben deshalb, dass die Lotusblüte Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf einmal enthüllt. Sie ist als Sonnensymbol von den Griechen verehrt worden, in Ägypten stand sie für die Wiedergeburt und das ewige Leben.

Die riesige Skulptur von Hyon-Soo Kim mit einem Durchmesser von über 5 Metern und einer Höhe von mehr als 2 Metern lädt im Garten der Villa Stuck zur Meditation über diese Begriffe ein.

An acht Terminen während der Laufzeit der Ausstellung wird dieses meditative Moment zum Rahmen einer Performance, dem Ritual der 108 Verbeugungen – vollzogen von Hyon-Soo Kim und E. Byok-Song Woo gemeinsam mit den Besuchern.

Die Zahl 108 ist in Asien ein Symbol und steht für die 108 Leidenschaften und Qualen. Das Ritual wird – gemeinsam mit den Besuchern – schweigend ausgeführt und dauert zwischen 20 und 30 Minuten. Die Performance nimmt den Begriff der Reinheit auf und überträgt ihn auf die Teilnehmer des Lotusblüten-Rituals.

E. Byok-Song Woo durchbricht die Verinnerlichung des still vollzogenen Rituals zum Schluss der Performance, indem er Amfortas Arie aus Richard Wagners Parsifal oder Wolframs Arie aus dem Tannhäuser intoniert. Im Tannhäuser heißt es „Blick' ich umher in diesem edlen Kreise, welch hoher Anblick macht mein Herz erglühn! … Da blick' ich auf zu einem nur der Sterne, der an dem Himmel, der mich blendet, steht: es sammelt sich mein Geist aus jener Ferne, andächtig sinkt die Seele in Gebet.“

Andacht und Offenbarung stehen sich in der Skulptur und Performance von Hyon-Soo Kim und E. Byok-Song Woo gegenüber. Das Thema der Pilgerschaft in Wagners Tannhäuser und der heilige Gral in Parzival korrespondieren mit der Pilgerschaft, der inneren Reise, die wir während der 108 Verbeugungen erfahren. Die Künstler beschreiben das Ritual als “eine innere Reise in ein Land, in dem das Ego nicht mehr existiert.“

Weitere Termine für die Performances, jeweils sonntags, 16 Uhr:

8. Oktober 2006

15. Oktober 2006, 22. Oktober 2006, 29. Oktober 2006

Bequeme Kleidung ist bei der Performance von Vorteil!

Ein Projekt des Museums Villa Stuck, München
Kuratoren: Jo-Anne Birnie Danzker und Michael Buhrs

- Überblick: Ausstellungen in der Villa Stuck (mehr)

Biographien der Künstler

Hyon-Soo Kim           

1956 Geboren in Korea. 1975–1977 Studium an der Fachhochschule für angewandte Kunst in Korea. 1977–1984 Goldschmiedelehre in Seoul, Korea. Seit 1993 Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München. Lebt und arbeitet in München.

Einzelausstellungen

2006 Fondazione il Giradino di Daniel Spoerri, Seggiano, Italien. 2005 Chiesa di San Pietro, Reggio Emilia, Dispari & Dispari Project, Italien. 2005 Chiesa del Voto, Modena, Italien. 2003 Kunsthalle Erfurt. 2004 Coex Art Hall, Seoul, Korea. 2002 Planetarium, Jena. 2000 Vergebliche Form, Laboratorium Praterinsel München. 1998 Gefäß I Installation im Hof der Städtischen Künstlerwerkstatt Lothringer Str. 13, München 1998 Gefäß I Installation im Klinikum Innenstadt der LMU, München.1996 Ignaz-Günter-Haus Artothek, München.

Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)

2006 The annual peace event at "Passo Rombo” (2509 m/8200 feet) Meran, Italien. 2006 “Flucht” WhiteBOX, München.  2006 „Kreuz und Kruzifix“, Kloster Hegne, Bodensee. 2005 Abstraction “ordine e imaginazione”, Museo del Comune di Serra San Quirico, Ancona, Italia. 2005 “all about Korea…” whiteBOX, München.  2005 Pillows, Galerie Dispari & Dispari, Reggio Emilia, Italien. 2005 Kreuz und Kruzfix, Diözesanmuseum, Freising. 2004 Glück, ACC Galerie, Weimar. 2004 Living Litho, Kunst Pavillon, München. 2003 Madonna, Diözesanmuseum, Freising. 2003 Jahresausstellung im Kunstverein Ebersberg, Ebersberg. 2003 Engelprojekt Landshut. 2003 Glück, Luitpold Lounge, München. 2003 Wettbewerb, Marienbild für Heute, Ausstellung im Diözesanmuseum, Freising.  2002 Projekt Gefäß II Klangprojekt 11 Kultur Arena, Jena. 2002 Kokon Rhythmen der Nacht, Landshut. 2002 Galerie 561, Landshut. 2002 Romantik Art, Frauen Museum, Bonn. 2001 Surrender Aero plastics Damasquine Contemporary Art Galleries Brussels, Belgium. 2001 Lichtmarken 2001, Pasinger Fabrik, München.  2001 Zeitgleich, Galerie der Künstler, München. 2000 Komplementäre Raumvisionen, DGK Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst, München. 2000 Projekt Gefäß II, Klang Schatten Installationen aktueller Kunst in fünf Erfurter Kirchen. 2000 Lange Nacht der Museen – Kokon mit E. Byok-Song Woo im Hotel Mariandl, München. 2000 Lange Nacht der Museen Praterinsel, München. 2000 Kokon (eine Poetische Installation) mit E. Byok-Song Woo, Praterinsel, München. 1999 Die ersten Jahre der Professionalität, Galerie der Künstler, München. 1999 Lange Nacht der Museen, Praterinsel, München. 1995 Open Art, Praterinsel, München. 1993 Künstlerinnen für Krebshilfe, Galerie Lisi Hämmerle, Bregenz, Österreich. 1992 Große Sommerausstellung im Ganserhaus, Wasserburg.

E. Byok-Song Woo

Bariton. Geboren in Suwon, Korea. Gesangsstudium an der Hochschule für Musik und Theater. Opernschule München bis 1996. 1986 B.A. Philosophy – University of California at Berkeley.

Konzerte (Auswahl)

2005 Konzert Chiesa del Voto Modena, Italien.  2005 Konzert St. Pietro, Reggio Emilia, Italien. 2005 Konzert Serra San Quirico, Ancona, Italien.  2004 “To All Vanishing Forms” – Open-Air Solo Konzert, Union Square in San Francisco, California, USA. 2003 Konzert, Kunsthalle Erfurt. 2003 Open-Air Konzert, Stadtfest, Landshut.  2002 Konzert Rhythmen der Nacht, “Arien auf der Brücke“ Landshut.  2002  “Elijah“ (Oratorio, Mendelssohn) St. Lukas Kirche, München. 2001 “World Song“ Pop-Konzert, Flughafen München, Münchner Rückversicherung, München.

2001 “Nabucco“, Stadttheater Görlitz, Görlitz.  2000 “Yo Gang“ Pop-Konzert, Aktionsforum Praterinsel, München. 2000 Eine Poetische Installation im Hotel “Mariandl“ mit Hyon-Soo Kim, München. 1999 ”Rigoletto”, Apollo Opera, California, USA.  1998 An Epic Journey with Wagner, Apollo Opera, Oregon House, California, USA. 1997 “Il Trovatore“, West Bay Opera, Palo Alto, California, USA.  1995 “Faust“, Ina Chalis Opera Ensemble, San Francisco, California, USA.  1994 Konzert “Russian Arias and Songs”, Russian Center, San Francisco, California, USA.

1994 MacAllister Awards International Vocal Competition, Semi-Fianlist, Indianapolis, USA. 1994 ”Iolanthe”, Ina Chalis Opera Ensemble, San Francisco, California, USA.  1994 YWCA of New York Studio Club Annual Vocal Competition, Semi-Finalist, New York, USA.  1992 “Boris Godunov”, Oakland Opera, Oakland, California, USA. 1992 Opera San Jose Resident Artist Vocal Competition, Finalist, San Jose, California, USA.


Ausstellung „Haare. Herlinde Koelbl“ im Museum Villa Stuck vom 6. März bis 15. Juni 2008 (mehr)

Von der privaten Künstlerresidenz zur öffentlichen Kulturstätte (mehr)
Oktober 1998 – September 2000 Der erste Bauabschnitt – Ateliertrakt & Eingangshalle / Okto. 2001-März 2005 Der zweite Bauabschnitt – die historische Villa (mehr)

18.-20.03.2005
Mitte März 2005 wurde das Jahrhundertprojekt der Instandsetzung und Erweiterung des einmaligen Münchner Gesamtkunstwerks Villa Stuck abgeschlossen! Die Eröffnungsfeier erstreckt sich über drei Tage: Am 18., 19. und 20. März 2005 bietet sich dem Publikum die Möglichkeit, die Historischen Räume Franz von Stucks im Erdgeschoss der Villa Stuck sowie das ehemalige Maleratelier im ersten Obergeschoss zu besichtigen (mehr)

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Museum Villa Stuck
Prinzregentenstr. 60
81675 München
Tel.: 089 45 55 51 25
Fax: 089 45 55 51 24
email: villastuck@muenchen.de
Öffnung: Mi.-So. 11-18 Uhr
U Bahn, Bus, TramMVV/MVG:
Museumsbus 53 + Tram 18: Friedensengel, U-Bahn: Prinzregentenplatz oder Max-Weber-Platz



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