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Oktoberfest Vergnügungen: Von Amerika auf die Wiesn - über 30 Jahre Hoffotograph |
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![]() Foto: Martin Schmitz |
Die Idee brachte der Tscheche Ludwig Deyl aus Amerika mit. Er schnitt sie auf bayrische Verhältnisse zurecht und präsentiere erstmals 1978 seinen Fotowagen "Zum Hoffotographen" auf dem Münchner Oktoberfest.
Der Grundstock der Ausrüstung kam ebenfalls aus Übersee, dazu kaufte er historische Kostüme auf Flohmärkten, aus dem Fundus zahlreicher Theater oder ließ prächtige Roben direkt beim Schneider anfertigen. Als Deyl 1990 wieder zurück nach Prag ging, konnte Stephan Bastian, der damals im Hofbräuzelt fotografierte, das Geschäft übernehmen. Er ließ den Wagen generalüberholen, setzte auf neueste Fototechnik und kann heute der Nachfrage seitens der Wiesnbesucher auch mit zwei Profifotografen kaum mehr Herr werden. "Die Kombination von Nostalgie, schönen Kostümen, dem Verkleiden und der Möglichkeit ein außergewöhnliches Portrait zu bekommen", meint Fotograf Bastian, "macht die Attraktivität dieses Fotosalons aus. So kommen viele Stammkunden jedes Jahr für ein neues Bild". Stolz ist Bastian auf seine "Bürgermeister-Galerie" - auf Volksfesten im In- und Ausland porträtiert er das Oberhaupt der jeweiligen Stadt. Seit circa 1880 haben sich Berufsfotografen auf das Volksfestgeschäft spezialisiert. 1886 standen auf dem Oktoberfest zwölf Fotografenbuden. |
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