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Marienplatz München: Geschäfte, Cafés und Restaurants Haus für Haus


Marienplatz München (Foto: Martin Schmitz)

Marienplatz München (Foto: Martin Schmitz)

Marienplatz München (Foto: Martin Schmitz)
©alle Fotos: Martin Schmitz

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Marienplatz Zwischengeschoss, Wiedereröffnung am 26.10.2015 (Foto: Martin Schmitz)
Wiedereröffnung des Zwischengeschosses am 26.10.2015

Der Puls Münchens schlägt auf dem Marienplatz. Hier treffen sich die Münchner, wenn es Großes zu feiern gibt, aber auch, wenn es um exklusiven Schmuck, ein gutes Buch oder ein Stück Kuchen mit Blick aufs Glockenspiel geht.

Seit 1158 ist der Platz der Mittelpunkt der Stadt. Lange hieß er Schrannenplatz, weil hier der Getreidemarkt stattfand, seit 1854 trägt er den Namen Marienplatz. Die Nordseite beherrscht das Neue Rathaus, erbaut zwischen 1867 und 1908, mit dem berühmten Glockenspiel im Turm. Im Erdgeschoss des Rathauses reihen sich alteingesessene Läden aneinander, vom Bernsteinladen über die Parfümerie Brückner bis zur Buchhandlung Lentner. Im Osten schließt das Alte Rathaus mit dem Spielzeugmuseum den Platz ab.

Die meisten Geschäfte am Platz haben montags bis samstags von 10 bis 20 Uhr geöffnet, manche bereits ab 9 Uhr. Die kleineren Läden im Rathaus schließen teils schon um 18 oder 19 Uhr. Im Zwischengeschoss unter dem Platz, zwischen Straße und S-Bahn, haben einige Bäckereien und Imbisse auch sonntags geöffnet.

Viele Einkaufsstraßen beginnen am Marienplatz: Kaufinger Straße, Rindermarkt, Rosenstraße, Weinstraße, Tal und Dienerstraße.


Der Marienplatz Haus für Haus (Stand Oktober 2026)

Mode
Marienplatz 8/Rathaus Carl Raiser Blusen und Damenmode
Marienplatz 8/Rathaus Mode by Hartl
Marienplatz 8/Rathaus J.G. Mayer Herrenausstatter
Marienplatz 8/Rathaus Stadtkind, Kindermode und Spielzeug
Marienplatz 11 Ludwig Beck Kaufhaus der Sinne
Marienplatz 28 Wormland Männermode

Schuhe, Accessoires
Marienplatz 8/Rathaus Pia rennt italienische Schuhe
Marienplatz 16 Bijou Brigitte Modeschmuck, Accessoires

Uhren, Schmuck, Optiker
Marienplatz 1 Carl Thomass Hofjuwelier und Goldschmiede
Marienplatz 8/Rathaus Bernsteinladen im Rathaus Bernsteinschmuck
Marienplatz 8/Rathaus Nicolodi Juwelier und Goldschmiede
Marienplatz 8/Rathaus Optik Hörtkorn Brillen und Reparaturen
Marienplatz 20 Swarovski Store Kristallschmuck

Einrichtung, Geschenke, Souvenirs
Marienplatz 1 Lotto Aubele Lotto-Annahmestelle und Tabak
Marienplatz 8/Rathaus Blumen Bahlmann (Eingang Weinstraße)
Marienplatz 8/Rathaus Geschenke Kaiser im Rathaus, Souvenirs und Nussknacker
Marienplatz 8/Rathaus Peter Vogt Fayence, Steinzeug und alte Krüge (Zugang Landschaftstraße)
Marienplatz 26 IQOS Store
Marienplatz 28 Presse- und Souvenirshop Malescha

Parfümerie, Drogerie, Apotheken, Gesundheit
Marienplatz 8/Rathaus Parfümerie Brückner Nischendüfte
Marienplatz 8/Rathaus Drogerie Wittelsbach traditionelle Drogerie und Parfümerie
Marienplatz 8/Rathaus Rathaus Apotheke
Marienplatz 18/19 Augenklinik Dr. Neuhann, Augentagesklinik Marienplatz

Buchhandlungen
Marienplatz 8/Rathaus Bücher Lentner, älteste Buchhandlung Münchens
Marienplatz 22 Hugendubel Bücher, Spiele, Schreibwaren, mit Café

Gastronomie und Lebensmittel
Marienplatz 1 Woerner's Konditorei und Café
Marienplatz 8/Rathaus Clasen Wurstspezialitäten
Marienplatz 8/Rathaus Ratskeller bayerisches Restaurant (gm)
Marienplatz 8/Rathaus Vinzenzmurr Metzgerei
Marienplatz 16 Alis Superfood, Döner und Wraps
Marienplatz 16 Cheese & More by Henri Willig, holländischer Käse
Marienplatz 17 Venchi, italienische Schokolade und Eis
Marienplatz 18 Café Rischart Backwaren, Torten, Eis
Marienplatz 22 Wildmosers Restaurant-Café am Marienplatz (gm)
Marienplatz 28 Café Glockenspiel, im 5. Stock mit Blick auf das Rathaus
Marienplatz 28 Sasou asiatische Küche (gm)
Weinstraße 3 / Ecke Marienplatz Zum Stiftl, bayerisches Wirtshaus
Marienplatz Zwischengeschoss Brezelina
Marienplatz Zwischengeschoss Café Rischart, seit 16.10.2025 als festes Geschäft anstelle des früheren Containers
Marienplatz Zwischengeschoss Chocolaterie Beluga
Marienplatz Zwischengeschoss dean&david
Marienplatz Zwischengeschoss scoom, Bäckerei und Snacks, rund um die Uhr
Marienplatz Zwischengeschoss Vinzenzmurr Imbiss

Telekommunikation
Marienplatz 19 O2 Shop
Marienplatz 22 Telekom Shop
Marienplatz 25 Vodafone Shop
Marienplatz Zwischengeschoss M-net Shop

Banken, Geldwechsel
Marienplatz 28 Ria Money Transfer & Currency Exchange
Marienplatz 22 Geldautomat der Stadtsparkasse München (im Untergeschoss, Zugang S-Bahn)

Außerdem am Marienplatz
Marienplatz 8/Rathaus Tourist Information im Neuen Rathaus
Marienplatz 15/Altes Rathaus Spielzeugmuseum im Turm des Alten Rathauses
Marienplatz 22 BEYOND by Geisel, Boutique-Hotel mit Blick auf den Platz
Marienplatz Zwischengeschoss MVG Kundencenter
Marienplatz Zwischengeschoss SWM Kundencenter der Stadtwerke München
Marienplatz Zwischengeschoss Toilettenanlage

Ausführliche Einträge zu vielen Geschäften der Münchner Innenstadt gibt es auf shops-muenchen.de.


Anfahrt
U-Bahn, Bus, TramS-Bahn
Alle S-Bahnen sowie U3 und U6: Haltestelle Marienplatz, direkt unter dem Platz.

Nicht mehr am Marienplatz
Einige langjährige Adressen gibt es am Marienplatz nicht mehr: Das Traditionsgeschäft Biebl Solinger Schneidwaren in der Nr. 1 schloss im Juni 2021. Die Münchner Geschenke Stuben haben das Rathaus nach rund 40 Jahren verlassen. Ebenfalls geschlossen sind Roeckl, Resi Friedel und F. X. Riederer im Rathaus, die Vorverkaufsstelle von München Ticket im Rathaus, Benetton und Orsay in der Nr. 25, Runners Point in der Nr. 16, schmuckrausch im Zwischengeschoss und die Kranich Apotheke im Zwischengeschoss, die am 25.07.2024 schloss. Roeckl ist in der Innenstadt weiterhin mit dem Roeckl-Eck in der Theatinerstraße 44 vertreten, Benetton in der Kaufinger Straße 15.

Aus dem Archiv
- Marienplatz Zwischengeschoss: Wiedereröffnung am 26.10.2015 mit Fest, zugleich eröffneten zahlreiche Shops (mehr)
- Moderne WC-Anlage eröffnete am 26.10.2015 im Zwischengeschoss: gelebte Inklusion im Herzen Münchens (mehr)
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- Ludwig Beck eröffnete 2008 seine neue Musiketage (mehr)


Die Mariensäule

Kurfürst Maximilian I. erhob Maria zur himmlischen Schutzherrin Bayerns
Die Verehrung und Proklamation Mariens als Patronin Bayerns geht auf den Anfang des 17. Jahrhunderts zurück.

Der bayerische Herzog und Kurfürst Maximilian I. hatte zu dieser Zeit eine von Hans Krumper modellierte und von Bartholomäus Wenglein in Bronze gegossene Marienstatue mit dem Kind auf dem Arm an seiner neuen Residenz in München aufstellen und auf dem Sockel die Inschrift formulieren lassen: „Patrona Boiariae“.

Damit wollte der Herzog, ein Schüler der Jesuiten in Ingolstadt und engagiertes Mitglied der Marianischen Männerkongregation, Maria als Schutzherrin seines Hauses und als himmlische Herrscherin über Volk und Land von Bayern proklamieren. Bei der Skulptur befindet sich eine Ampel mit einem immer brennenden Licht.

Wenn bei der Münchner Fronleichnamsprozession die Menschen an dieser Darstellung der Muttergottes vorbeiziehen, bleiben viele Fahnenabordnungen stehen und senken ihre Banner zum Zeichen des Grußes.

Bekannter ist die Mariensäule mit dem Bildnis der Patrona Bavariae auf dem Marienplatz der Landeshauptstadt. Zum Dank für die Rettung der Städte München und Landshut vor der Zerstörung durch schwedische Soldaten im Dreißigjährigen Krieg hatte Bayerns großer Kurfürst Maximilian die Errichtung der Mariensäule auf dem Hauptplatz seiner Residenzstadt München gelobt.

1638 war die berühmte Säule mit der überlebensgroßen vergoldeten, ursprünglich von Hubert Gerhard für die Liebfrauenkirche geschaffenen Figur, auf dem Säulenmonument errichtet und durch den Freisinger Fürstbischof Veit Adam von Gepeckh geweiht worden. In seinem Weihegebet empfahl Maximilian erneut Volk und Land dem Schutz und Schirm der Gottesmutter.

Bei der Enthüllung soll der Kurfürst den lateinischen Zweizeiler gesprochen haben:

Rem, Regem, Regimen, Regionem, Religionem/
Conserva Bavaris Virgo Maria tuis!

(Die Sach' und den Herrn, die Ordnung, das Land und die Religion
erhalte deinen Bayern, Jungfrau Maria!)

Neben dem bayerischen Nationalheiligtum Altötting ist die Mariensäule in München Sinnbild marianischer Frömmigkeit in Altbayern, die sich als ein entschiedenes Christusbekenntnis versteht.

Die Mariensäule auf dem seit 1854 Marienplatz genannten Münchner Hauptplatz war der Mittelpunkt des Landes, der als metrischer Nullpunkt aller von hier ausgehenden Straßen diente. Sie wurde zum Vorbild vieler ähnlich gestalteter Mariensäulen, so auch in Wien, Prag und in der alten Bischofsstadt Freising.

Münchens Mariensäule: Mittelpunkt des Landes

Wallfahrer aus dem Volk, aber auch Päpste und Fürsten haben vor der Münchner Mariensäule gebetet. Während der ganzen Barockzeit blieb sie Schauplatz wichtiger Staatsakte.

1683 zog Kurfürst Max Emanuel demonstrativ von hier aus in den Kampf gegen die Armeen des Osmanischen Reiches, die das christliche Europa bedrohten. Geschart um ihre Kurfürstin versammelten sich die Münchner während des Spanischen Erbfolgekrieges an diesem Ort. Aus der Zeit der Napoleonischen Kriege wird eine rührende Geschichte um eine Frau erzählt. Die „stille Beterin“ habe Tag für Tag für den im russischen Feldzug rekrutierten Mann gebetet, der dann doch wie 30.000 andere Bayern auf den Schlachtfeldern des korsischen Eroberers fiel.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde das stille Beten vor der Madonna zum stummen Protest gegen das Regime.

Das 300-jährige Jubiläum der Errichtung der Säule durfte 1938 wegen strengen Verbots der nationalsozialistischen Stadtverwaltung nicht an dem Monument, sondern nur in der benachbarten Pfarrkirche St. Peter gefeiert werden. In den Jahren des Zweiten Weltkrieges war das Standbild in der Frauenkirche untergebracht. 1945 wurde die Mariensäule durch Kardinal Michael Faulhaber mitten in den Trümmern Münchens wiedererrichtet.

Kardinal Friedrich Wetter hatte 1988, zum 350-jährigen Jubiläum der Errichtung der Mariensäule, in seinem Mariengebet an den Holocaust erinnert: „Hehre Tochter Sions, in Demut neigen wir uns vor dir und gedenken deines Volkes, das . . . auch in unserer Stadt in blindem Hass verfolgt und in die Lager der Vernichtung getrieben wurde. Vom Schwert des Leidens durchbohrte Mutter, heile die Wunden, die deinem Volk durch unser Volk geschlagen wurden.“

Als das Marienbild wegen des U-Bahn-Baus für einige Zeit weichen musste, wurde es 1970 durch Kardinal Julius Döpfner wieder an seinen angestammten Platz zurückgegeben. „Lass die Vielen, die hier vorübergehen, in Hoffnung aufschauen zu ihrem Kind, das der Welt den Frieden gebracht hat“, betete Kardinal Döpfner damals.

Papst Johannes Paul II. betete 1980 bei seinem ersten Besuch in München zusammen mit Kardinal Ratzinger den Engel des Herrn vor der Mariensäule. Hier betete auch Papst Pius VI. bei seinem München-Besuch im Jahre 1782.

In einem feierlichen, eigens formulierten Gebet hatte sich Kardinal Wetter im Mai des Heiligen Jahres 2000 an die Patrona Bavariae gewandt und am Beginn des neuen Jahrhunderts in marianisch geprägter Tradition erneut Land und Volk von Bayern unter den Schutz Mariens gestellt: „Führe alle zu deinem Sohne, dass alle eins werden, die auf deinen Namen getauft sind“, lautete die ökumenische Fürbitte des Kardinals.

Mitten in der Zeit des Ersten Weltkrieges hatte König Ludwig III. von Bayern zusammen mit Königin Maria Theresia Papst Benedikt XV. gebeten, Maria ganz offiziell zur Patronin Bayerns zu erklären. Durch Dekret erhob der Papst 1916 Maria zur Patronin des ganzen Königreiches Bayern. In dem Dokument wird das Land „Reich Mariens“ genannt. Zugleich bewilligte der Papst zu Ehren der Patrona Bavariae ein eigenes Fest mit liturgischen Texten. Das Fest wurde 1917 erstmals in allen bayerischen Diözesen feierlich begangen.

Die Freisinger Bischofskonferenz verlegte das Hochfest 1970 auf den 1. Mai und damit auf den Beginn des traditionellen Marienmonats. Zum 90-jährigen Jubiläum des Festes machte eine Abordnung der Bayerischen Gebirgsschützen-Kompanien zusammen mit Kardinal Wetter dem Heiligen Vater am 13. Mai 2006 in Rom ihre Aufwartung. Das Hochfest Patrona Bavariae ist der Patronatstag des Bundes der Bayerischen Gebirgsschützen-Kompanien.

Lebendige Marienverehrung auch heute in allen Generationen

Marienwallfahrten und Marienverehrung in Bayern haben über Jahrhunderte hinweg den Menschen immer wieder gläubige Zuversicht gegeben.

Jedes Jahr nehmen in den sieben bayerischen Diözesen Millionen Frauen und Männer, darunter auch sehr viele junge Menschen, an Maiandachten und Wallfahrten zu Marienheiligtümern teil. Allein nach Altötting im Bistum Passau wallfahrten jedes Jahr mehr als eine Million Menschen.

Im Erzbistum München und Freising tragen fast 300 Kirchen ein Marienpatrozinium, darunter auch der Liebfrauendom in München, die Kathedrale der Erzbischöfe, und der zur Konkathedrale erhobene Freisinger Dom. 98 Marienwallfahrten werden in der Erzdiözese gezählt.

Sie gelten als Orte des Gebetes und der Andacht, der Ermutigung im Glauben aber auch der Begegnung von Menschen und der Versöhnung. Sie bezeugen eine oft fröhliche und vitale Glaubenskraft.

Der in Kunst, Brauchtum und Volksfrömmigkeit ausgedrückte Reichtum der Verehrung der Gottesmutter ist im Kern immer ein Christusbekenntnis.

Winfried Röhmel


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