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München im Winter: Rodeln und Schlitten fahren in und in Ausflugsreichweite rund um München, Ausflugstipps |
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![]() Teresa (vorn) macht das Rodeln am Maxlberg viel Spaß ![]() Der Schlittenberg am Monopteros ![]() Rodeln am Olympiaberg ![]() Rodeln entlang der Isar Foto: Marikka-Laila Maisel (2), Martin Schmitz (2) |
Am Münchner Monopteros ist nicht nur während lauer Sommernächte die Hölle los. Selbst bei Minustemperaturen gehts im Englischen Garten heiß her. Denn der kleine Hügel, auf dem das berühmte weiße Tempelchen thront, gilt als Favorit unter den Rodelpisten der bayerischen Landeshauptstadt. Zu Füßen eines anderen Wahrzeichens saust die Großstadtjugend bei guter Schneelage ebenfalls bergab. Ausreichend Gefälle bietet nämlich auch die Hangkante nördlich der Bavaria. Die längsten und schnellsten Abfahrten der Stadt bietet der Olympiaberg, der sich rund 56 Meter über den Olympiasee erhebt was im Vergleich zu XXL-Abfahrten am Wall- oder Blomberg zwar eher bescheiden klingt, für ein rasantes Nachmittags- oder Wochenendvergnügen ohne lange Anfahrt aber goldrichtig ist. Schlittenfahren in München - der Überblick
Ausflugstipp: - Wallberg: Sie hat bei Rodelfans längst Kultstatus, die Naturrodelbahn am Tegernseer Wallberg bei Rottach-Egern. Mit 6,5 Kilometern Länge und 825 Höhenmetern gehört sie zu den längsten und sportlichsten Rodelbahnen Deutschlands. Die Strecke bietet herrliche Weitblicke auf den See und die verschneite Bergwelt des Tegernseer Tals und führt mit etlichen Kurven und Waldpassagen von der Bergstation der Wallbergbahn auf 1.620 Metern über die Wallbergmoosalm hinab zur Talstation. Rund eine halbe Stunde dauert die Abfahrt. Hinauf geht es am bequemsten mit der Wallbergbahn (Bergfahrt bei Rodelbetrieb täglich ab 8.45 Uhr, letzte Talfahrt 16.30 Uhr), die Benutzung der Rodelbahn selbst ist kostenlos. Schlitten gibt es nur an der Talstation zu leihen, bei Rodelbetrieb täglich von 8.45 bis 15.30 Uhr, für 7 Euro pro Tag zuzüglich Pfand (Personalausweis oder Führerschein). Zurückgegeben werden die Rodel bis 17 Uhr. Die temporeiche Strecke ist eher etwas für Geübte, für Kleinkinder ist sie nicht geeignet. Empfohlen werden Helm, Schneebrille und festes Schuhwerk mit gutem Profil, Hunde und Airboards sind auf der Rodelbahn nicht erlaubt. Zwischen 17 Uhr abends und 9 Uhr morgens ist die Bahn wegen der Präparierung gesperrt. Weitere Infos unter: www.wallbergbahn.de - Eine lange Rodeltradition hat der Blomberg bei Bad Tölz: Schon seit 1906 gibt es hier eine Winterrodelbahn, auf der früher sogar Deutsche Meisterschaften ausgetragen wurden. Heute stehen drei Winterrodelbahnen in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen zur Verfügung. Ganz Ungeübte und Familien mit kleinen Kindern starten am kleinen Übungshang direkt an der Talstation. Etwas mehr Strecke bietet der Rodelhang am Berggasthof Blomberghaus, rund zehn Minuten Fußweg von der Bergstation entfernt: etwa einen Kilometer lang, mit eigenem Rodelschlepplift und Zipfelbob-Verleih. Für geübte Rodler ist die Winterrodelbahn von der Mittelstation ins Tal gedacht, rund zwei Kilometer lang und mittel bis schwer. Sie ist mit Schutzzäunen und Prallmatten gesichert, wird bei Bedarf mit Maschinenschnee präpariert und jede Nacht frisch hergerichtet. Der Abschnitt von der Bergstation bis zur Mittelstation ist seit 2018 für Rodler gesperrt und heute Winterwanderweg. Auf der Rodelbahn selbst ist Wandern Tag und Nacht verboten, für den Aufstieg gibt es zwei eigene Wanderwege. Hinauf geht es mit der Doppelsesselbahn, die je nach Wetterlage von 9 bis 16 Uhr in Betrieb ist. Die Benutzung der Rodelbahnen ist kostenlos, bezahlt werden nur Lift und Leihmaterial. Laut aktueller Preisliste kostet die Berg- und Talfahrt im Winter 16 Euro (Kinder von 3 bis 13 Jahren 10 Euro), die Tageskarte 32 Euro (Kinder 19 Euro). An der Talstation stehen über 300 Leihrodel bereit, ganztags für 8 Euro plus 25 Euro Pfand. Nachtrodeln gibt es samstags von 19 bis 22 Uhr auf der Winterrodelbahn ab der Mittelstation, die Flatrate kostet 26 Euro. Einkehren kann man im Berggasthof Blomberghaus oder im Restaurant DaLuca an der Talstation. Aktuelle Infos über die Schnee- und Streckenverhältnisse unter www.der-blomberg.de oder Info-Tel. 08041-3726. Die Talstation (Am Blomberg 2, Wackersberg) liegt direkt an der B472 bei Bad Tölz, der Parkplatz mit rund 1.000 Plätzen kostet 5 Euro pro Tag. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt man mit dem Zug nach Bad Tölz und von dort mit den Buslinien 391 oder 392 bis zur Haltestelle "Blombergbahn". Mit der Tölzer Gästekarte ist der Bus kostenlos. - Bad Feilnbach: Im Winter führt eine rund 2,3 Kilometer lange Rodelstrecke von der Tregleralm hinunter nach Bad Feilnbach, familienfreundlicher ist die kürzere Strecke am Thalhäusl. Tregleralm, Tel.: (08066) 1420 Die Bequeme: Naturrodelbahn ins Reit im Winkler Tal Die meisten Rodelbahnen werden nicht von einem Lift bedient. Die Schlitten müssen also erst einmal hinaufgeschleppt werden. Einen Lift hat die Hindenburghütte in Reit im Winkl auch nicht. Aber sie hat einen Kleinbusservice: Von der Tourist-Info Reit im Winkl und vom Parkplatz im Ortsteil Blindau pendeln kostenpflichtige Kleinbusse hinauf zum Alpengasthof der Familie Dirnhofer auf der Hemmersuppenalm. Gut drei Kilometer Aufstieg spart man sich damit, die man von oben auf einer kurvenreichen Strecke über rund 480 Höhenmeter wieder hinabrutscht. Leihschlitten gibt es auf der Hindenburghütte. Weitere Infos unter: www.hindenburghuette.de, www.reitimwinkl.de - Kufenspaß für Kenner - Rodel-Events in Oberbayern Schlittenfahren macht nur Kleinen Spaß? Von wegen. In Oberbayern begeistert der Kufensport auch Große. Und das auf Profi-Niveau. Jedes Jahr eine Riesengaudi für Zuschauer und Teilnehmer ist das Gaißacher Schnablerrennen. Je nach Schneelage wagen sich Ende Januar, Anfang Februar Zweierteams auf traditionellen Hornschlitten, den Schnablern, die rund 1,5 Kilometer lange Strecke hinab und müssen dabei eine Naturschanze überwinden. Den genauen Termin gibt der Veranstalter je nach Schneelage bekannt - www.schnabler.de - Schlitten kaufen Inzwischen gibt es neben dem herkömmlichen Holzschlitten auch exklusivere Varianten, wie z.B. einen Schlitten im Porsche Design, lenkbare flache Kunststoffbobs oder praktische Exemplare wie den flach zusammenlegbaren Klapprodel. Der Snow Rocket (Typ "Air Sledge") in Neonfarben ist aufblasbar wie eine Luftmatratze, dazu kommen Schneebretter aus Plastik mit Haltegriff oder noch simpler der Typ "Snow Twister", der ausschaut wie eine fliegende Untertasse. |
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