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Happy Birthday, lieber „Vetter aus Dingsda“! Neuinszenierung der Operette von Eduard Künneke im Gärtnerplatztheater (Premiere 3. Juni 2021)


Zum Hundertsten des Operettenklassikers holt Regisseur Lukas Wachernig die beliebte Operette „Der Vetter aus Dingsda“ wieder auf die Bühne, pustet tüchtig den Staub raus und lässt die fröhliche Melodienparade in den Swinging Sixties spielen. Das gibt Kostüm- und Bühnenbildnern (Karl Fehringer, Judith Leikauf, Dagmar Morell) reichlich Gelegenheit, sich auszutoben.

Judith Spießer und Maximilian Mayer   Fotos: Christian POGO Zach
Judith Spießer und Maximilian Mayer

Bunte Mini-Kleidchen wippen an den Solistinnen, toupierte Haare sind ein Must, Rüschen-Hemden und Schlaghosen dürfen Männer-Körper schmücken.

Die Geschichte spielt im Garten der reichen de Weerts und deshalb gehört ein Swimmingpool als Status-Symbol unbedingt dazu (und wird auch fleißig in die Handlung eingebaut).

Selbst wenn dem Stück der Ton abgedreht wäre, würde man allein durchs Zuschauen und Entdecken der vielen Details zwei Stunden lang gut unterhalten. Schon optisch echte Highlights sind die Publikumslieblinge Dagmar Hellberg und Erwin Windegger - beide im wohl dicksten Fatsuit ihrer Karriere

Erwin Windegger und Dagmar Hellberg (mit viel "Kostüm" am Körper)  Fotos: Christian POGO Zach
Erwin Windegger und Dagmar Hellberg (mit viel "Kostüm" am Körper)

Aber ganz ohne die Musik wär’s natürlich fad! 100 Jahre hat das Meisterwerk des Komponisten Eduard Künneke inzwischen auf dem Operetten-Buckel, doch Lieder wie „Ich bin nur ein armer Wandergesell“, der romantische Langsame Walzer „Strahlender Mond“ und das flott-freche „Onkel und Tante - ja das sind Verwandte (die man am liebsten nur von hinten sieht“) haben sich bis heute als Ohrwürmer fest beim Publikum eingenistet.

Daniel Gutmann (Blumenkavalier) und Julia Sturzlbaum Fotos: Christian POGO Zach
Daniel Gutmann (Blumenkavalier) und Julia Sturzlbaum

Das Orchester des Staatstheaters (Leitung: Andreas Kowalewitz) darf pandemiebedingt nur in reduzierter Mannschaft aufspielen, auch die Zuschauer sind mit nur 220 „Zugelassenen“ fast schon handverlesen und müssen Maske tragen, die Theatergastronomie bleibt geschlossen - das sind eben die Kompromisse eines Theaterabends in Corona-Zeiten. Man nimmt dies gerne in Kauf, weiß man doch um die Qualität eines Besuchs in Josef E. Köpplingers Staatstheater.

Worum geht’s beim Verwandtschaftsbesuch am Gärtnerplatz eigentlich? Julia (Judith Spießer) ist jung (klar), schön (natürlich) und reich (aha!), eine sehr gute Partie würde man sagen. Ihr Onkel Josef (Erwin Windegger) und die Tante Wilhelmine (Dagmar Hellberg) haben spezielle Pläne für die Zukunft ihrer Nichte, das Geld soll doch bitteschön in der Familie bleiben.

Julia Sturzlbaum und Stefan Bischoff (mit Auto)  Fotos: Christian POGO Zach
Julia Sturzlbaum und Stefan Bischoff

Aber Fräulein Julia schwärmt noch immer für den Vetter aus „Dingsda“ (gemeint ist die Stadt Batavia in der holländischen Kolonie Java - zur Entstehungszeit der Operette war das ferne Indonesien der Inbegriff von Exotik), auf den sie seit Jahren wartet und den Mond anschmachted („Strahlender Mond, der am Himmelszelt thront“).

Ein Fremder (Maximilian Mayer) taucht auf - der sieht sogar im quietschgrünen Frosch-Outfit gut aus, ist charmant und kann wunderbar singen („Kindchen, du musst doch nicht gar so viel denken“) - und verdreht Julia den Kopf. Ob er gegen den Vetter aus diesem, na, aus Dingsda eben, eine Chance hat? Blöd ist nämlich, dass er „nur ein armer Wandergesell“ ist.

So kommt es zu schönen Verwechslungen und Verirrungen, an denen auch Julias Freundin Hannchen (wunderbar vielseitig: Julia Sturzlbaum) und ein weiterer „Fremder“ (Stefan Bischoff) samt schickem Rennwagen nicht unschuldig sind. An dieser Stelle sei einmal das Programmheft empfohlen, in dem die Leichtigkeit der Handlung in den gesellschaftlichen Kontext der damaligen Zeit gesetzt wird.

Nach zwei Stunden gibt es den wohlverdienten großen Applaus der Zuschauer, die immer noch klatschen, als die Bühne bereits leer ist. Das hören wohl auch die Sänger hinter der Bühne, wo die Mikroports schon abgenommen werden, und laufen noch einmal zum Verbeugen heraus. Fast alle: Maximilian Mayer fehlt, der war schon unterwegs nach „Dingsda“…

Gaby Hildenbrandt

Nächste Termine: 26. und 27. Juni 2021

Tickets/ Infos: www.gaertnerplatztheater.de

Fotos: Christian POGO Zach

Dagmar Hellberg  Fotos: Christian POGO Zach
Dagmar Hellberg

Detaillierte Informationen zu dem Spielplan und Preisen sind auf der Website des Theaters unter www.gaertnerplatztheater.de zu finden. Tickets sind telefonisch und online erhältlich unter Tel 089 2185 1960 oder www.gaertnerplatztheater.de.

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Staatstheater am Gärtnerplatz
Gärtnerplatz 3
80469 München
Infos: 089/20241-1

U-Bahn: U1/U2/U7/U8, Station Fraunhoferstraße
Tram: Linien 17 und 18, Haltestelle Reichenbachstraße, Linie 27, Haltestelle Fraunhoferstraße
Bus: Linie 52 und 152, Haltestelle Gärtnerplatz, Linie 131, Haltestelle Fraunhoferstraße

Im Internet: www.gaertnerplatztheater.de.

Tickets:
Bearbeitung der schriftlichen Bestellungen
ab 3 Monate vor der Vorstellung
Tageskasse des Staatstheaters
am Gärtnerplatz
Postfach 14 05 69
80455 München
Fax +49 89 20 23 86 84
Tickets: www.staatstheater-tickets.bayern.de

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