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Oktoberfest 2008: die Jubilare
Fahrgeschäfte
mittlere und kleine Wiesnzelte
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Alljährlich werden langjährige Beschicker der Wiesn zu ihren runden Jubilaren von Tourismusdirektorin Gabriele Weishäupl ausgezeichnet.


Norbert Radlinger (Mitte) nahm die Urkunde entgegen

Münchner Schausteller Verein e.V. seit 50 Jahren im Dienste der Schaustellerei

1958 taten sich 50 namhafte Münchner Schausteller zusammen und gründeten den Münchner Schaustellerverein e.V.. Damit nahmen sie wieder die rege Vereinstätigkeit einer Vorgängerorganisation auf, die durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen wurde. Berufsinteressenarbeit, Vermittlung zwischen Schaustellern und Behörden, Rechtsberatung sowie Berufsvorbereitung für die Schaustellerjugend gehören zu den Aufgaben und Tätigkeitsfeldern in der Vereinsarbeit.

Bereits im Jahr 1897 hatte der legendäre Münchner Schausteller Carl Gabriel die Idee, einen Verein zu gründen, um die Interessen der Schausteller besser zu vertreten. Es dauerte ein Jahr, bis er seine Kollegen nach langen Gesprächen davon überzeugte und seine Idee in die Tat umsetzte.

Im Frühjahr 1899 wurde in München eine Sektion des "Internationalen Vereins reisender Schausteller und Berufsgenossen" mit Sitz in Hamburg in das Vereinsregister eingeschrieben. 1904 wurde im Hippodrom auf dem Oktoberfest die Fahne der Sektion München, dessen erster Vorsitzender Carl Gabriel war, geweiht. Die Fahne des Münchner Schaustellervereins e.V. , 1960 anlässlich des 150. Oktoberfests feierlich geweiht, nimmt mit der Jahreszahl "1904" Bezug auf den "Internationalen Verein".

Der amtierende Vorsitzende des Münchner Schaustellervereins ist Edmund Radlinger, der dieses Ehrenamt seit 25 Jahre bekleidet und sich mit großem Einsatz um die Belange und Interessen der Münchner Schausteller verdient gemacht hat.

Eckl's Nostalgie Geisterbahn - mit lebenden Geistern!
zum 75. erhielt Robert Eckl (Mitte) eine Urkunde von Wiesnchefin Gabriele Weishäupl (Foto: Martin Schmitz)
Robert Eckl (Mi.)
da fürchtet sich auch Münchens Bürgermeisterin Christine Strobl (li.) mal gern (Foto. Ingrid Griossmann)
75 Jahre Nostalgie --Geisterbahn auf dem Oktoberfest
Gruseln wie im letzten Jahrhundert*

Die "Mutter der Geisterbahnen" steht auf dem Münchner Oktoberfest. Die "Nostalgie-Geisterbahn" von Robert Eckl, seit 1968 in Besitz der Münchner Schaustellerfamilie, ist eine echte Antiquität. 1903 als Geisterpanoptikum erbaut und nach 1930 zur Geisterbahn von der Firma Mack umgebaut, stand dieser Gruselklassiker, der damals der Familie Stahlmann aus Nürnberg gehörte, 1933 zum ersten Mal auf dem Oktoberfest.

75 Jahre später hat dieses familientaugliche Geschäft eine große Fan-Gemeinde, die jedes Jahr wieder zur gemütlichen Fahrt mit 2 m/sek durch die stockdunkle Geisterwelt auf die Wiesn pilgert.

Mechanische Effekte erschrecken die Passagiere und in der Bahn riecht es nach Moder -- Gruselspaß mit allen Sinnen!

An der aufwändig instandgehaltenen Frontfassade lassen sich immer wieder neue Detail entdecken: Der Dracula bewegt sich in 22 Varianten und Frankenstein geht seinem Metier nach. Alt, aber oho -- technisch ist die Geisterbahn auf dem neuesten Stand.

Robert Eckl ist von Kindheit an mit der Bahn vertraut, er kennt jede Schraube und jede Latte.

Als seine Mutter, Gertrud Eckl -- eine Wiesn-Legende, 2001 starb, übernahm er die Familiengeisterbahn. Mit Robert, Melissa und Stefan ist die fünfte Generation bereit, weiter den Wiesn-Besuchern gepflegtes Gruseln zu lehren (mehr)



Astrid Konrad vom Toboggan (Mi.)

75 Jahre Toboggan der Familie Konrad auf der Wiesn

Rutschbahnen gab es seit dem frühen 19. Jahrhundert. 1906 baute der Badener Anton Bausch nach Pariser Vorbild den wahrscheinlich ersten deutschen Toboggan, eine ursprünglich amerikanische Turmrutschbahn. "Toboggan" stammt aus der Sprache der kanadischen Algonkin-Indianer, und bezeichnet einen leichten Schneeschlitten.

Bereits vor 100 Jahren konnten sich die Besucher auf dem Oktoberfest 1908 in drei dieser personalaufwendigen Toboggans vergnügen - Zuschauer wie die Rutschenden, denn die Turmauffahrt der Kunden mittels Förderband entbehrte nicht der Komik und die sanfte Rutschfahrt machte Spaß. Dem ist noch heute so auf der Wiesn.

Seit 75 Jahren steht die Familie Konrad mit ihrem Toboggan auf dem Oktoberfest. Hans Konrad, Konditormeister seines Zeichens, ehelichte die Schaustellertochter Hedwig Klapp und beide schafften sich 1920 den heute bekannten Toboggan an, der damals als "Trottoir Roil -- and Canadian Elektro-Toboggan -- H. Konrad" mit noch zwei Rutschbahnen und einem "Hexenkessel" auch im Ausland Furore machte. 1933 bekamen die Konrads eine erste Zulassung zum Münchner Oktoberfest und seither prägt das Traditionsgeschäft das Gesicht der Wiesn. Rudolf Konrad, Kinobesitzer in Schongau, übernahm 1967 das Geschäft von seinem Vater. Nach seinem Ableben 1988 übernahm seine Frau Astrid die Geschäfte zusammen mit Sohn Claus, der als Bundeswehrsoldat seinen Jahresurlaub für das Oktoberfest aufspart.

Seit 1959 wird der Toboggan nur noch auf dem Oktoberfest aufgebaut. Das personalintensive Geschäft, bei dem zu Hochzeiten ca. 12 Personen u.a. als Läufer und Teppichträger mitarbeiten, lohnt sich nicht mehr für die Reise. Dafür ist es den Konrads eine Herzensangelegenheit, das Prachtstück trotzdem weiter am Laufen zu halten.

Astrid Konrad ist für Kassa und Büroarbeit zuständig und Sohn Claus für die Technik und die Pflege, in die er auch während des Jahres viel Freizeit investiert. Lohn der Arbeit ist die Begeisterung vieler Stammkunden und etlicher prominenter Gäste, die wie zum Beispiel der britischen Prinzessin Ann, die sich in den 1970er Jahren im Toboggan amüsierte. "Tobogganfahren ist wie Skifahren", meint Astrid Konrad, "Einmal erlernt, vergisst man es nie. Der Trick dabei ist, ein bisschen Schwung zu nehmen, den Oberkörper vorzubeugen und sich nicht am Geländer festzuhalten!" Enkel Fabio (4) hat den Rat der Oma befolgt und fährt schon fleißig das Förderband hinauf -- mit größter Begeisterung wie alle in der Familie Konrad! (mehr)

www..toboggan-konrad.de


Familie Guderley
100 Jahre Wiener Eispalast der Familie Guderley auf der Wiesn

Der gelernte Speditionskaufmann Werner Guderley liebt Speiseeis. Da können noch so frostige Temperaturen herrschen, er genießt die eisigen Köstlichkeiten, die er auch selbst zubereitet.

Ob es daran liegt, dass Speiseeis seit 170 Jahren die Existenzgrundlage seiner Familie bildet? Neben Wandertheater, Passionstheater und anderen Schaustellergeschäften - selbsthergestelltes Speiseeis war immer dabei.

Mit dem Wiener Eispalast, einer Verkaufsbude für Eis und Süßwaren, wurde sein Großvater Hans Strössner erstmals auf dem Oktoberfest 1908 zugelassen. Das Fruchteis wurde damals noch mit der Hand gespachtelt und am Abend waren die zwei Bottiche Speiseeis ausverkauft.

Also mussten noch Süßwaren ins Sortiment -- gebrannte Mandeln, Liebesäpfel und -- als Neuheit - "Schneeflocken" wie das Popcorn damals genannt wurde. Auch Fischsemmeln und selbstgebraute Limonade gingen über die Theke -- dank der Eiskühlung, die für das Speiseeis notwendig war, durften und konnten diese Waren verkauft werden.

1924 übernahm Strössners Witwe Lisbeth das Geschäft und ab 1938 half Tochter Liselotte, die Mutter von Werner Guderley, mit. Eine Sensation in der Branche war damals der von der Firma Mack gebaute Verkaufswagen, der die Eispalastbude ablöste. Nach Entwürfen des Malers Hilpert schuf ein Passauer Kirchenmaler die kunstvolle Fassade des Wagens, der heute im Münchner Schaustellermuseum als Schatz gehütet wird.

Werner Guderley arbeitet seit 1970 im elterlichen Betrieb mit, der seit 1972 als Guderley und Sohn oHG firmiert. Der Name "Wiener Eispalast" prangt heute noch am schmucken Verkaufswagen mit der nostalgischen Fassade. Heute wird das Eis aber nicht mehr in Bottichen von Hand gemacht, sondern mit modernster Technik in überliefert guter Qualität. Wie damals sind gebrannte Mandeln, Lebkuchenherzen und Schokofrüchte im Sortiment und für Stammkunden wird extra "Waffelplattenbruch" angeboten.

Tochter Corinna, ausgebildete Modedesignerin, hält die Familientradition hoch und wird den Wiener Eispalast weiterführen.


Familie Lettner
100 Jahre Wiesn-Arbeit der Familie Lettner

In der "SZ im Bild" vom 23. September 1950 ist im Rahmen einer Wiesn-Berichterstattung zu lesen, "Die Lettners kommen seit 1908 nach München". Mit einer Schießbude begann die Wiesn-Tradition dieser alten Schaustellerfamilie. Bereits 1920 konnte Rudi Lettner mit einer Novität aufwarten: Eine kinematographische Schießhalle. Die Münchner Neuesten Nachrichten schrieben darüber: "Es ist hier mit Erfolg der Versuch gemacht, den Schießsport auf Volksfesten aus dem Kreis des Gewohnten und Hergebrachten herauszuholen und ihn mit modernen technischen Fortschritten in Verbindung zu bringen. Das Wesen der Neuerung ... beruht darin, dass ein Lichtbildapparat Aufnahmen von zahmen und wilden Tieren auf eine Holzwand wirft, auf der sechs Scheiben angebracht sind. Wenn die Tiere je nach ihrer Bewegung in eines der geschlossenen Scheibenbilder treten, fällt selbsttätig auf elektromagnetischem Wege eine Klappe und es erscheint das freie Scheibenbild mit rotem punkt. Geht das Lichtbild des Tieres an der Scheibe weg, schließt sich die Klappe wieder. Es erfordert also rasches Zielen und ein sicheres Auge, wenn der kurze Augenblick, in dem das Scheibenbild frei ist, mit Erfolg genutzt werden soll. Mit einer elektrischen Nummerntafel kann jeder Schütze das Schußergebnis feststellen. Sportfreunde haben bereits herausgefunden, das das bewegte Lichtbild eine gute Vorschule für die Praxis. Ist. Die Ausführung der ganzen Anlage, die patentiert ist und die auch bereits ausländische Interessenten angezogen hat, zeugt von hoher technischer Geschicklichkeit."

Nach dem Zweiten Weltkrieg gastierte Rudi Lettner mit einer Waffelbäckerei auf der Wiesn. Sohn Walter musste im Wohnwagen die Waffeln backen, da kein Bäcker in München zum Liefern bereit war; die Waffeln gab es auf Lebensmittelkarten.

In den 1950er Jahren standen die Lettners mit der "Libelle", einer Berg-und Tal-Bahn auf dem Oktoberfest. Dieses spektakuläre Rundfahrgeschäft mit einem Durchmesser von 36 Metern war eine Mischung aus Achterbahn und Karussell. Mit der Libelle gastierte man sogar in Finnland, Dänemark und Italien. Das von der Münchner Firma Rupprecht erbaute Fahrgeschäft war aber zu groß, um Standplätze auf vielen Volksfesten zu bekommen; deshalb wurde es aufgegeben.

Nach dem Tode des Vaters 1956 ließ Walter Lettner nach eigenen Entwürfen von der Firma Zierer eine Schießbude bauen, die sofort auf der Wiesn zugelassen wurde. "Globus" war und ist heute noch der Name dieses Geschäfts, das auf seine Weise damals einzigartig war: Ein riesiger Hänge-Globus, umkreist von Sputniks, diente als Zielscheibe, wo bei Treffern das jeweilige Land hell aufleuchtete. Im Laufe der Zeit rentierte sich die Geschäftsidee nicht mehr, da jeweils nur ein Kunde schießen konnte. So betreibt heute Walter Lettner mit seiner Tochter Jeanette eine klassische Schießbude, die in der Straße 4/Ost auf der Wiesn 2008 besucht werden kann.

Mit Belinda (20), Pierre (16), Loreen (14) und dem kleinen Lennart (3) steht die dritte Generation in den Startlöchern, um die Schaustellertradition fortzuführen. "Das ist unser Leben, damit sind wir aufgewachsen", so Walter Lettner, der zurecht auf seinen Familie stolz ist.



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