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Bayerns Katholiken feiern das Hochfest „Mariä Himmelfahrt“
Weihe der Kräuterbuschen drückt Achtung vor der Schöpfung aus - Mehr als 100 Patroziniumsfeste in Pfarr- und Wallfahrtskirchen

Die 4.000 katholischen Pfarreien in Bayern feiern am Samstag, 15. August 2020, das Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel, im allgemeinen Sprachgebrauch „Mariä Himmelfahrt“ oder „Frauentag“ genannt.

Mit feierlichen Gottesdiensten und den traditionellen Kräutersegnungen begehen Katholiken normalerweise das Hochfest Mariä Himmelfahrt. 2020 wird alles in kleinem Rahmen stattfinden,

Traditionell werden zu Sträußen gebundene Kräuter gesegnet, die Gläubige zu den Gottesdiensten mitbringen. Mehr als 100 Kirchen im Erzbistum München und Freising feiern an diesem Tag auch ihr Patrozinium.

Anlässlich des Patroziniums der Wallfahrtskirche Maria Eich in Planegg feiert der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, um 11 Uhr einen festlichen Gottesdienst mit Segnung der Kräuterbuschen, bei schönem Wetter am Freialtar. In der Messe spielt die Blasmusik Schöngeising. Für den Gottesdienst stehen unabhängig von der Witterung nur begrenzt Plätze zur Verfügung, daher ist eine Anmeldung erforderlich am Freitag, 14. August, von 10 bis 12 und von 14 bis 18 Uhr unter Telefon 089/895623-15.

Im Münchner Liebfrauendom feiert Domdekan Lorenz Wolf um 10 Uhr einen Festgottesdienst. Solisten der Capella Cathedralis singen die Messe und die Motette „Assumpta est Maria“ von Giovanni Pierluigi da Palestrina. Einlass ist mit begrenzter Platzzahl ab 9.30 Uhr. Der Gottesdienst wird unter www.erzbistum-muenchen.de/stream sowie auf dem Facebook-Kanal der Erzdiözese live übertragen.

In den Pfarr- und Wallfahrtskirchen Maria Ramersdorf im Münchner Südosten und in St. Maria Thalkirchen nahe dem Münchner Tierpark wird jeweils um 10 Uhr mit einem Gottesdienst der traditionelle Frauendreißiger eröffnet. Bis zum Fest Kreuzerhöhung am 14. September finden dann täglich Wallfahrtsandachten und Pilgermessen statt.

Für die Feiern in Thalkirchen ist eine Anmeldung über das Pfarrbüro unter Telefon 089/742844-0 erforderlich. In Ramersdorf findet vor Ort jeweils ein Einlass entsprechend der noch freien Plätze statt.

In Bayern ist Mariä Himmelfahrt in Gegenden mit überwiegend katholischer Bevölkerung ein gesetzlicher Feiertag, so in Oberbayern, das im Wesentlichen das Gebiet der Erzdiözese umfasst. Bei diesem Hauptfest unter den Marienfeiertagen werden traditionell die Kräuterbuschen geweiht, die Gläubige zu den Gottesdiensten mitbringen. Gerade in Bayern hat die Kräuterweihe eine lange Tradition.

Im Erzbistum wird in mehr als 100 Marienkirchen an Mariä Himmelfahrt auch das Patrozinium, der Tag des Schutzpatrons oder der Schutzpatronin einer Kirche, gefeiert.

Zu diesen Marienkirchen zählen viele Pfarrkirchen, zum Beispiel in Dachau, Bad Tölz, Partenkirchen und Prien am Chiemsee, aber auch zahlreiche Wallfahrts- und Klosterkirchen wie Tuntenhausen, Hohenpeißenberg, Birkenstein, Ettal und Fürstenfeld.

Bekräftigung des christlichen Auferstehungsglaubens

Das Brauchtum orientiert sich an einer Marienlegende, wonach die Apostel im Grab der Gottesmutter statt des Leichnams Blumen gefunden haben.

Es wird vermutet, dass diese Legende auf eine Äußerung des Bischofs Juvenalis von Jerusalem zurückgeht, der im 5. Jahrhundert lebte und dem Kaiser Marcianus gesagt haben soll, die Grabtücher, in die der Leichnam Marias gewickelt worden sei, hätten „einen unbeschreiblichen Wohlgeruch verbreitet“. Das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel verbindet die katholische Kirche mit den orthodoxen und altorientalischen Kirchen.

Bereits Mitte des 5. Jahrhunderts ist das Fest Mariä Himmelfahrt in der armenischen Kirche bezeugt und wird zunächst als Gedenktag des „Entschlafens“ von Maria begangen. In einer Predigt beim Ökumenischen Konzil von Ephesus heißt es 431 über Maria: „Durch dich wird die gefallene Kreatur zum Himmel erhoben“.

In diesem Sinne ist auch das von Papst Pius XII. 1950 verkündete Dogma zu verstehen, dass die „Gottesmutter Maria nach Vollendung ihres irdischen Lebenslaufes mit Leib und Seele zur himmlischen Herrlichkeit aufgenommen worden ist“.

Eine Jahrhunderte lange Überlieferung wurde damit bestätigt und ist als Bekräftigung des christlichen Glaubens an die Auferstehung zu verstehen. 

Traditionelle Buschen mit 77 Kräutern

In Bayern ist Maria Himmelfahrt trotz der Ferien ein beliebtes Fest, das im Brauchtum fest verwurzelt ist. In vielen Pfarrgemeinden binden Frauen des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) und der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) Kräuterbuschen.

Diese werden an die Gläubigen ausgeteilt und bei den Gottesdiensten gesegnet. In der Kräuterweihe wird auf die Fürsprache Mariens Gottes Heil erbeten. Darin drückt sich nicht nur die Achtung vor der Schöpfung aus, sondern die Heilkraft der Kräuter symbolisiert auch die liebende Zuwendung Gottes zu den Menschen. Im Münchner Dom wird seit einigen Jahren die mittelalterliche Marienfigur am Eingang des Chorraums mit Kräuter- und Blumenbouquets geschmückt.

Nach einer Überlieferung aus dem 19. Jahrhundert wurden einst 77 verschiedene Kräuter in die Buschen eingebunden.

Den Mittelpunkt bildet in der Regel eine Königskerze, auch Wetterkerze genannt. Hinzu kommen Rohrkolben und Rainfarn, sowie heimische Heilkräutern gehören etwa Johanniskraut, Schafgarbe, Kamille, Frauenmantel, Mariendistel, Baldrian und Lavendel.

Bei den Würzkräutern werden vor allem Liebstöckl, Dill, Majoran, Pfefferminze, Knoblauch oder Salbei aber auch Petersilie, Thymian, Rosmarin und Melisse für die Buschen verwendet. Nicht fehlen dürfen Getreideähren wie Weizen, Gerste und Hafer.

Oft wird der Kräuterbuschen auch mit Blumen aus dem sommerlichen Garten und einer Rose, dem Symbol für Maria, geschmückt. Gerade in bäuerlichen Familien werden die Kräuterbuschen kopfüber an einem schattigen Ort aufhängt, getrocknet und später im Herrgottswinkel aufgesteckt.

Die Tradition der Kräuterweihe ist seit dem 10. Jahrhundert überliefert. In Anlehnung an einen Text im Hohenlied Salomons im Alten Testament wird Maria in der Liturgie der Kirche als „Blume des Feldes und Lilie der Täler“ bezeichnet. In der Kräuterweihe wird auf die Fürsprache Mariens Gottes Heil erbeten.

Darin drückt sich nicht nur die Achtung vor der Schöpfung aus, sondern die Heilkraft der Kräuter symbolisiert auch die liebende Zuwendung Gottes zu den Menschen. Im Münchner Dom wird die mittelalterliche Marienfigur am Eingang des Chorraums mit einer Kräutersäule geschmückt, die mit verschiedenen Heil- und Würzkräuter und Blumen aus heimischen Gärten und Feldern gestaltet wird.

In bayerischen Regionen werden die Kräuterbuschen sehr unterschiedlich gestaltet. Während in München und Umgebung die Kräuter und Blumen zu einem bunten Strauß gebunden werden, bilden im Werdenfelser Land lange Wetterkerzen den Mittelpunkt des Buschens. Bei Gewitter und Unwetter werden diese Kerzen zum fürbittenden Gebet angezündet, um Menschen, Tiere, Häuser und Felder vor Schaden zu bewahren.

In Berchtesgadener Land werden nach Auskunft des Katholischen Deutschen Frauenbundes besonders Königskerzen und auch Rosen, ein altes Symbol für Maria, in die Buschen eingebunden. In der Pfarrei St. Nikolaus in Bad Reichenhall sind am Tag vor Maria Himmelfahrt die Kinder eingeladen, die Kräuter am Wegrand selbst zu sammeln und gemeinsam die Buschen zu binden.

Zahlreiche Patroziniumsfeste und „Frauendreißiger“

Mehr als 100 Kirchen allein im Erzbistum München und Freising feiern normalerweise an diesem Tag ihr Patrozinium „Maria Himmelfahrt“, darunter viele Wallfahrtskirchen. In Maria Thalkirchen beginnt der Festgottesdienst mit einer Lichterprozession zur Eröffnung des Frauendreißigers um 19 Uhr. Es erklingt die „Thalkirchner Muttergottesmesse“ von Evermod Groll und Augustin Kessler. In Maria Ramersdorf eröffnet Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg mit einem Festgottesdienst um 10 Uhr den Frauendreißiger. Dabei erklingt die Missa brevis in C-Dur, die „Spaur Messe“, von Mozart. In Maria Eich werden um 9 Uhr und um 11 Uhr Festgottesdienste mit Blasmusik gefeiert.


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Für alle, die sich am kommenden Feiertag (Samstag, 15. August) in den Freibädern, Hallenbädern und den Saunen der SWM erholen möchten: Die M-Bäder und M-Saunen können an Mariä Himmelfahrt (Samstag 15. August) zu den für Mittwoch üblichen Öffnungszeiten genutzt werden. An den Reerrvierungsbedingungen für Freibäder ändert sich nichts.

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