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Bayerns Katholiken feiern das Hochfest „Mariä Himmelfahrt“
Weihe der Kräuterbuschen drückt Achtung vor der Schöpfung aus - Mehr als 100 Patroziniumsfeste in Pfarr- und Wallfahrtskirchen

Die 4.000 katholischen Pfarreien in Bayern feiern am Donnerstag, 15. August 2019, das Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel, im allgemeinen Sprachgebrauch „Mariä Himmelfahrt“ oder „Frauentag“ genannt.

Mit feierlichen Gottesdiensten und den traditionellen Kräutersegnungen begehen Katholiken das Hochfest Mariä Himmelfahrt. Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, feiert im Münchner Liebfrauendom um 10 Uhr einen Festgottesdienst. Das Vokalensemble des Domchors, das Domorchester und Solisten gestalten den Gottesdienst unter der Leitung von Domkapellmeisterin Lucia Hilz mit der Missa brevis in C-Dur, der „Spatzenmesse“, von Wolfgang Amadeus Mozart.

Beim Hochamt in der Jesuitenkirche St. Michael um 9 Uhr erklingt Musik für Sopran, Alt und Orgel. Es predigt Pater Andreas Batlogg SJ.

Das Pfarr- und Konventamt in St. Bonifaz beginnt um 11.30 Uhr. In der Bürgersaalkirche werden um 9.30 Uhr und um 11.30 Uhr Gottesdienste gefeiert. Bei der Festmesse um 11.30 Uhr erklingt Musik von Luigi Cherubini und Max Reger.

Der Pfarrgottesdienst wird in der Heilig-Geist-Kirche um 10 Uhr gefeiert, in St. Maximilian um 10.30 Uhr. Beim lateinischen Hochamt um 10.30 Uhr in der Theatinerkirche St. Kajetan erklingt die Missa La Minore von Pompeo Cannicciari. Es predigt Pater Martin Staszak OP.

Die Pfarrei St. Peter beginnt um 9.30 Uhr den Gottesdienst mit der Kräutersegnung, bei schönem Wetter an der Mariensäule am Marienplatz, bei ungünstigem Wetter am Maria-Hilf-Altar in der Kirche. Anschließend wird ein lateinisches Festamt in der Pfarrkirche gefeiert, bei dem die Mariazeller Messe von Joseph Haydn erklingt.

Der Pfarrverband München-Westend feiert um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche Maria Heimsuchung einen Festgottesdienst. Um 10 Uhr wird in St. Ludwig ein Hochamt gefeiert.

Die Pfarrei St. Anna feiert aufgrund der Renovierungsarbeiten an der Pfarrkirche die Messe im Senioren- und Pflegeheim Vincentinum um 10 Uhr.

In St. Sylvester beginnt eine Eucharistiefeier um 9 Uhr, in St. Ursula um 10.15 Uhr.

Der Festgottesdienst um 10 Uhr in St. Joseph wird vom Hachingertaler Dreigesang gestaltet.

Für den Pfarrverband Isarvorstadt beginnt in St. Andreas um 10 Uhr die Messe.

Das Hochamt in Herz Jesu wird um 10.30 Uhr gefeiert.

In Bayern ist Mariä Himmelfahrt in Gegenden mit überwiegend katholischer Bevölkerung ein gesetzlicher Feiertag, so in Oberbayern, das im Wesentlichen das Gebiet der Erzdiözese umfasst. Bei diesem Hauptfest unter den Marienfeiertagen werden traditionell die Kräuterbuschen geweiht, die Gläubige zu den Gottesdiensten mitbringen. Gerade in Bayern hat die Kräuterweihe eine lange Tradition.

Im Erzbistum wird in mehr als 100 Marienkirchen an Mariä Himmelfahrt auch das Patrozinium, der Tag des Schutzpatrons oder der Schutzpatronin einer Kirche, gefeiert.

Zu diesen Marienkirchen zählen viele Pfarrkirchen, zum Beispiel in Dachau, Bad Tölz, Partenkirchen und Prien am Chiemsee, aber auch zahlreiche Wallfahrts- und Klosterkirchen wie Tuntenhausen, Hohenpeißenberg, Birkenstein, Ettal und Fürstenfeld.

Bekräftigung des christlichen Auferstehungsglaubens

Das Brauchtum orientiert sich an einer Marienlegende, wonach die Apostel im Grab der Gottesmutter statt des Leichnams Blumen gefunden haben.

Es wird vermutet, dass diese Legende auf eine Äußerung des Bischofs Juvenalis von Jerusalem zurückgeht, der im 5. Jahrhundert lebte und dem Kaiser Marcianus gesagt haben soll, die Grabtücher, in die der Leichnam Marias gewickelt worden sei, hätten „einen unbeschreiblichen Wohlgeruch verbreitet“. Das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel verbindet die katholische Kirche mit den orthodoxen und altorientalischen Kirchen.

Bereits Mitte des 5. Jahrhunderts ist das Fest Mariä Himmelfahrt in der armenischen Kirche bezeugt und wird zunächst als Gedenktag des „Entschlafens“ von Maria begangen. In einer Predigt beim Ökumenischen Konzil von Ephesus heißt es 431 über Maria: „Durch dich wird die gefallene Kreatur zum Himmel erhoben“.

In diesem Sinne ist auch das von Papst Pius XII. 1950 verkündete Dogma zu verstehen, dass die „Gottesmutter Maria nach Vollendung ihres irdischen Lebenslaufes mit Leib und Seele zur himmlischen Herrlichkeit aufgenommen worden ist“.

Eine Jahrhunderte lange Überlieferung wurde damit bestätigt und ist als Bekräftigung des christlichen Glaubens an die Auferstehung zu verstehen. 

Traditionelle Buschen mit 77 Kräutern

In Bayern ist Maria Himmelfahrt trotz der Ferien ein beliebtes Fest, das im Brauchtum fest verwurzelt ist. In vielen Pfarrgemeinden binden Frauen des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) und der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) Kräuterbuschen.

Diese werden an die Gläubigen ausgeteilt und bei den Gottesdiensten gesegnet. In der Kräuterweihe wird auf die Fürsprache Mariens Gottes Heil erbeten. Darin drückt sich nicht nur die Achtung vor der Schöpfung aus, sondern die Heilkraft der Kräuter symbolisiert auch die liebende Zuwendung Gottes zu den Menschen. Im Münchner Dom wird seit einigen Jahren die mittelalterliche Marienfigur am Eingang des Chorraums mit Kräuter- und Blumenbouquets geschmückt.

Nach einer Überlieferung aus dem 19. Jahrhundert wurden einst 77 verschiedene Kräuter in die Buschen eingebunden.

Den Mittelpunkt bildet in der Regel eine Königskerze, auch Wetterkerze genannt. Hinzu kommen Rohrkolben und Rainfarn, sowie heimische Heilkräutern gehören etwa Johanniskraut, Schafgarbe, Kamille, Frauenmantel, Mariendistel, Baldrian und Lavendel.

Bei den Würzkräutern werden vor allem Liebstöckl, Dill, Majoran, Pfefferminze, Knoblauch oder Salbei aber auch Petersilie, Thymian, Rosmarin und Melisse für die Buschen verwendet. Nicht fehlen dürfen Getreideähren wie Weizen, Gerste und Hafer.

Oft wird der Kräuterbuschen auch mit Blumen aus dem sommerlichen Garten und einer Rose, dem Symbol für Maria, geschmückt. Gerade in bäuerlichen Familien werden die Kräuterbuschen kopfüber an einem schattigen Ort aufhängt, getrocknet und später im Herrgottswinkel aufgesteckt.

Die Tradition der Kräuterweihe ist seit dem 10. Jahrhundert überliefert. In Anlehnung an einen Text im Hohenlied Salomons im Alten Testament wird Maria in der Liturgie der Kirche als „Blume des Feldes und Lilie der Täler“ bezeichnet. In der Kräuterweihe wird auf die Fürsprache Mariens Gottes Heil erbeten.

Darin drückt sich nicht nur die Achtung vor der Schöpfung aus, sondern die Heilkraft der Kräuter symbolisiert auch die liebende Zuwendung Gottes zu den Menschen. Im Münchner Dom wird die mittelalterliche Marienfigur am Eingang des Chorraums mit einer Kräutersäule geschmückt, die mit verschiedenen Heil- und Würzkräuter und Blumen aus heimischen Gärten und Feldern gestaltet wird.

In bayerischen Regionen werden die Kräuterbuschen sehr unterschiedlich gestaltet. Während in München und Umgebung die Kräuter und Blumen zu einem bunten Strauß gebunden werden, bilden im Werdenfelser Land lange Wetterkerzen den Mittelpunkt des Buschens. Bei Gewitter und Unwetter werden diese Kerzen zum fürbittenden Gebet angezündet, um Menschen, Tiere, Häuser und Felder vor Schaden zu bewahren.

In Berchtesgadener Land werden nach Auskunft des Katholischen Deutschen Frauenbundes besonders Königskerzen und auch Rosen, ein altes Symbol für Maria, in die Buschen eingebunden. In der Pfarrei St. Nikolaus in Bad Reichenhall sind am Tag vor Maria Himmelfahrt die Kinder eingeladen, die Kräuter am Wegrand selbst zu sammeln und gemeinsam die Buschen zu binden.

Zahlreiche Patroziniumsfeste und „Frauendreißiger“

Mehr als 100 Kirchen allein im Erzbistum München und Freising feiern an diesem Tag ihr Patrozinium „Maria Himmelfahrt“, darunter viele Wallfahrtskirchen.

Auch die Münchner Wallfahrtskirchen Maria Ramersdorf, Maria Thalkirchen und Maria Eich tragen dieses Patrozinium.

In Maria Thalkirchen beginnt der Festgottesdienst mit einer Lichterprozession zur Eröffnung des Frauendreißigers um 19 Uhr. Es erklingt die „Thalkirchner Muttergottesmesse“ von Evermod Groll und Augustin Kessler. In Maria Ramersdorf eröffnet Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg mit einem Festgottesdienst um 10 Uhr den Frauendreißiger. Dabei erklingt die Missa brevis in C-Dur, die „Spaur Messe“, von Mozart. In Maria Eich werden um 9 Uhr und um 11 Uhr Festgottesdienste mit Blasmusik gefeiert.

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- M-Bäder: Entspanntes Schwimmen und Saunieren an Maria Himmelfahrt

Für alle, die sich am kommenden Feiertag (Donnerstag, 15. August) in den Freibädern, Hallenbädern und den Saunen der SWM erholen möchten: Die M-Bäder und M-Saunen können an Mariä Himmelfahrt (Mittwoch, 15. August) zu den für Mittwoch üblichen Öffnungszeiten genutzt werden.

- weit über Dachau´s Grenzen hinaus bekanntes Radsportereignis, das "Dachauer Bergkriterium" (mehr)
- 11:00 bis 17:00 Uhr Münchner Airport lädt Mitte August zum bunten Sommerfest in den Besucherpark in der heißesten Zeit des Jahres findet im Besucherpark des Münchner Flughafens am 15. August 2019 von 11:00 bis 17:00 Uhr ein buntes, ausgelassenes Familienfest statt. Der Münchner Airport setzt diesmal auf virtuose Artisten und Meister der Körperbeherrschung. Bei einem Slackline-Workshop wird die Balance trainiert und ein Profi wird seine Slackline-Künste präsentieren. Außerdem werden Jongleure ihr Können zeigen und auch hier sind Groß und Klein zum Mitmachen eingeladen. Riesige, schillernde Seifenblasen sind zu bewundern und es gibt natürlich auch vielfältige Spielestationen zum Austoben. Eine lange Wasserrutsche wird außerdem für Erfrischung sorgen. Kühle Getränke, leckeres Eis und Köstlichkeiten vom Grill bietet „Tante Ju´s Speisenwerkstatt“ den Besuchern. Bei der spannenden Kids-Airport-Tour auf dem Vorfeld sind alle Kinder herzlich eingeladen, hinter die Kulissen des Flughafens zu blicken und die großen Flugzeuge aus nächster Nähe zu bewundern. Die Tour ist für die kleinen Besucher kostenlos, Eltern fahren zu einem ermäßigten Preis von 5,00 Euro mit. Die 50-minütigen Rundfahrten starten halbstündlich ab 10:30 Uhr.
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