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Musikalische Majestät - „Die Zirkusprinzessin“ ist 2026 zurück im Gärtnerplatztheater„Csardasfürstin“, „Gräfin Mariza“ und „die Zirkusprinzessin“ heißen die berühmten musikalischen Majestäten aus dem Schaffen des Operettenkomponisten Emmerich Kálmán. Im Jahr 2026 jährt sich die Uraufführung der letzt genannten Dame zum 100. Mal - und wird mit der Wiederaufnahme in den Spielplan des Gärtnerplatztheaters gefeiert. In den Hauptpartien brilliert erneut die Besetzung aus der letzten Aufführungsserie (2022). Nur der vierbeinige Begleiter des „Prinzen“ wurde altersbedingt durch ein neues Hunderl ersetzt. Darf ein Hotel-Erbe eine Hunde-Dompteuse heiraten? Und kann eine steinreiche Fürstin dem mysteriösen Akrobaten „Mister X“ über den Weg trauen? Das waren die Fragen, die im Wien und im St. Petersburg der Zarenzeit (das Stück spielt 1912) die Menschen beschäftigten. Fürstin Feodora (Andreja Zidaric) wickelt alle Männer um den Finger - „Toujours L’amour" ist ihr Motto. Auch der geheimnisvolle „Mister X“ (Daniel Prohaska) ist hin und weg und besingt ihre Schönheit: „Zwei Märchenaugen - wie die Sterne so schön“ - einer der Hits aus der Operette und zum Dahinschmelzen schön vorgetragen.
Die Handlung in der Zirkus-Kulisse gibt der Kostümabteilung, den Sängern und Tänzern reichlich Gelegenheit, für herrliche Unterhaltung zu sorgen. Hereinspaziert zu Kálmáns Meisterwerk zwischen Sägespäne und Walzerklängen. Kein Geheimnis - es gibt ein Happy End. Bis es soweit ist, hat Regisseur Josef E. Köpplinger viele Details in die Handlung eingebaut. Den Jongleur. Die tanzenden Schneeflocken. Die Eisläufer. Den Eisbären auf zwei Beinen. Viel Wodka. Das wandernde Ballon-Herz. Das beleuchtete Prater-Riesenrad. Und da sind dann auch noch zehn tanzende Clowns, die Ballettdirektor Karl Alfred Schreiner zum Dauereinsatz eingeteilt hat. Harlekin, Pierrot und Bajazzo sind stets mittendrin, statt nur dabei. Schon beim Einlass tummeln sie sich an der Kartenkontrolle und im Zuschauerraum. Und balancieren sogar auf den Stuhlreihen.
Besonders leichtfüßig (und dabei ist’s so schwer!) kommt das Buffo-Paar daher. „Erst heiraten, dann naschen“ verlangt „Miss Mabel“, köstlich gespielt von Nadine Zeintl, als der fesche Hotelierssohn „Toni“ (Peter Neustifter) auf Busserl-Jagd geht. Der erste „Krach“ zwischen den Verliebten endet mit dem Charleston-Ohrwurm „Wenn du mich sitzen lässt, fahre ich sofort nach Budapest“. Erwin Windegger ist wieder „Prinz Sergius Wladimir“. Von Eifersucht getrieben fädelt der Prinz eine Intrige ein. Am Ende hat die Fürstin die Wahl zwischen Stolz oder Liebe. Dank der Charme-Offensive des singenden Mister X und seinen tiefen Blicken in „zwei Märchenaugen“ fällt ihr die Entscheidung letztendlich leicht.
Herrliche Melodien hält die Operette bereit - mit ganz viel Zuckerguß à la Kálmán: “Die kleinen Mäderln im Trikot“ „Leise schwebt das Glück vorüber“ und „Wo ist der Himmel so blau wie in Wien“, gesungen von der resoluten Hotelchefin (Sigrid Hauser) und dem schon so viele Jahre lang schwer in sie verliebten Oberkellner (Robert Meyer) berühren die beiden besonders mit diesem Duett über verpasste Gelegenheiten. Oleg Ptashnikov dirigiert den Abend in der Manege am Gärtnerplatz. Den Zuschauern hat’s gefallen und immer noch gibt es Applaus, auch wenn alle Künstler bereits abgegangen sind und nur noch die Clowns vor dem Vorhang winkend und Luftküsse werfend das Publikum nach Hause verabschieden. Gaby Hildenbrandt
„Die Zirkusprinzessin“ Staatstheater am Gärtnerplatz Gärtnerplatz 3 80469 München Nächste Termine: 29. Januar und 5. Februar 2026
Staatstheater am Gärtnerplatz U-Bahn: U1/U2/U7/U8, Station Fraunhoferstraße Im Internet: www.gaertnerplatztheater.de. - Special: Staatstheater am Gärtnerplatz München (mehr) |
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