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Marabu- und Mascara-Show am Gärtnerplatz: Bühnen-Sternstunde bei der Wiederaufnahme des Musical-Klassikers „La Cage aux Folles“Endlich! Das „Cage aux Folles“ hat wieder geöffnet. Zwischendurch musste ja mal für Nachschub an Federn und falschen Wimpern gesorgt werden. Und davon wird im Musical-Hit jede Menge gebraucht. Alle „Cagelles“, die verrückten Vögel in diesem „Narrenkäfig“, in ihren glamourösen Outfits, sind - naturellement! - wieder mit von der Partie: Angeführt von „Chantal“ (Diego Federico) , dem Singvögelchen mit dem Mega-Triller, „Hanna aus Hamburg“ (Alexander Findewirth), die in Lederstiefeln die Peitsche schwingt. Mit dabei auch „Phädra, das Rätsel“ (Michael B. Sattler) und „Mercedes, die Bärtige“ (Peter Neustifter). In dieser Saison erstmals auf High Heels: Davide Venier als „Dermah“. Und last but not least: „Zaza“, der Star der Show. Klasse das trotzig-berührende „Ich bin, was ich bin“ - Armin Kahl spielt erneut eine (seiner vielen) Paraderollen.
Das Gärtnerplatztheater greift für die Neu-Inszenierung (Regie: Josef E. Köpplinger) von „La Cage aux Folles / Ein Käfig voller Narren“ optisch in die Vollen. Sogar das Programmheft kommt mit Gold-Glitter auf dem Cover daher. Voilà! Der Glanz des titelgebenden Nachtclubs im feinen Saint-Tropez hat Kostümdesigner Alfred Mayerhofer zu besonders aufwändigen Outfits inspiriert. Und besonders „Zaza“ soll beim größten Hit des Stücks strahlen: in einem extravaganten Outfit in Meeresblau, genäht und bestickt in rd. 100 Arbeitsstunden. Bühnenbildner Rainer Sinell hat für die Szenen auf der Strandpromenade die Farben der Riviera eingefangen.
Seit der Uraufführung 1983 am Broadway (über 2.400 Vorstellungen) hat das Publikum bis heute einen Narren am „Narrenkäfig“ mit seiner Botschaft gefressen: eine Liebeserklärung an das Showbusiness und an Diversität. Liebe und lebe, wie Du es willst. „Schuld“ an diesem Erfolg ist die Handlung des zunächst ernsten Themas einer damals verbotenen Liebe im Wechsel mit witzigen Dialogen (Christian Schleinzer als „Zofe Jacob“ ist für viele Lacher zuständig), garniert mit ins Ohr gehenden Songs (famos: das Orchester des Gärtnerplatztheaters). Berührend, wie verliebt Nachtclub-Besitzer Georges (starke Bühnenpräsenz wie immer: Daniel Prohaska) und sein Mann Albin/Zaza in Erinnerungen schwelgen. „Wir spazierten am Strand“ - die zärtliche Melodie, gespielt auf einem Akkordeon, und ein Pierrot mit Luftballon-Herz sorgen für den Zuckerguss auf diese romantische Szene.
Aber dann: Mon Dieu! Die Familie von Anne, der Braut von Georges Sohn („ein Fehltritt“ - wie Georges erklärt) kommt zum Kennenlern-Besuch. Der künftige Schwiegervater ist ausgerechnet ein erzkonservativer Politiker (Erwin Windegger). Schnell weg mit all dem Fummel und diesen Skulpturen vergoldeter Körperteile, offensichtlich nackten Männern nachempfunden. Oops! In der Hektik wurden die Teller nicht ausgetauscht. Die mit den anzüglichen Posen griechischer Helden. Politikergattin Marie (erstmals in dieser Rolle: Ulrike Dostal) setzt zur genauen Betrachtung gerade die Brille auf. Zofe Jacob hat bei der Deko auch etwas zu dick aufgetragen - ein knapp drei Meter-Kruzifix ist für ein Wohnzimmer definitiv zu groß. Zwei Welten rasen aufeinander zu, das kann nicht gut gehen. Oder doch? Zum umjubelten Happy End gibt’s den flotten Foxtrott „Heut’ ist ein schöner Tag“ und Georges und Albin stehen strahlend vor einer Art Triumphbogen im Konfettiregen - ob sie ahnen konnten, dass erst 2013, rd. vier Jahrzehnte später, die erste Homo-Ehe Frankreichs geschlossen werden sollte? Standing Ovations und minutenlanger Beifall. Ganz einfach „ein schöner Tag“. Nächste Termine am 30. und 31. Dezember 2025 und in 2026 am 2. und 3. Januar sowie am 12./13./14. und 16. Februar. Stöckeln Sie schnell los - die Tickets sind begehrt…
T.: Gaby Hildenbrandt ©Foto: Fotos: Markus Tordik La Cage aux Folles Musical ( Musik und Texte) von Jerry Herman Regie: Josef E. Köpplinger Nach der Komödie von Jean Poiret Deutsche Texte von Erika Gesell und Christian Severin Staatstheater am Gärtnerplatz Infos und Tickets (12 bis 98 Euro): www.gaertnerplatztheater.de
Staatstheater am Gärtnerplatz U-Bahn: U1/U2/U7/U8, Station Fraunhoferstraße Im Internet: www.gaertnerplatztheater.de. Singing in the Rain am Gärtnerplatz - Umjubelte Premiere der Operette „Waldmeister“ - mit besonderem Special Effect (mehr) - Special: Staatstheater am Gärtnerplatz München (mehr) |
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