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Rock me Amadeus! - Abschluss-Show der Theaterakademie August Everding mit dem Musical-Hit „Mozart“ (noch bis 22. November 2024)
Große Ehre für alle Mitwirkenden an diesem besonderen Abend im Prinzregententheater. Michael Kunze und Sylvester Levay, zwei Giganten der Musikbranche mit unzähligen Nummer 1-Hits weltweit, über 600 Chart-Erfolgen, umfangreichen Grammy-und ECHO-Sammlungen, 79 Gold- und Platinplatten) und außerdem die Macher des Musical-Hits „Mozart“ waren zur Premiere der neuen Inszenierung von Andreas Gergen gekommen. „Wir sehen uns jede neue Produktion unseres Stücks an“, so die very special VIP-Gäste. Die Aufführung von den Absolventen der Theaterakademie August Everding, zauberte den „Mozart-Vätern“ ein Lächeln ins Gesicht, war das Stück doch diesmal behutsam „modernisiert“ worden.
„Ich bin hergekommen, weil ich mich berühren lassen wollte“, so Komponist Sylvester Levay mit strahlenden Augen. „Und ja, diese tolle junge Cast und das Münchner Rundfunkorchester haben voll in mein Herz getroffen!“. Kunze (Buch und Liedtexte) und Levay (Musik, Chorsatz, Orchestrierung) hatten bereits bei der Uraufführung 1999 in Wien dem Mozart seinen Zopf abgeschnitten. Nichts da mit Perücken und Reifröcken, Puderschichten und Schönheitspunkt im Gesicht. Sie zeigen in ihrem Stück vor allem den Menschen, dessen Leben ein einziger Kampf um Anerkennung war, ein Spielball der Mächtigen, ein Genie mit vielen falschen Freunden, ausgenutzt und nur oberflächlich geliebt. Zunächst ein Wunderkind am Klavier, dann der verehrte Musiker. Ein Leben kurz und turbulent. Der Rockstar des Rokoko - mit viel Gitarrenriffs in den Songs. Wunderbar die „Hits“ wie „Wie wird man seinen Schatten los“, „In Wien“ und natürlich „Gold von den Sternen“.
Regisseur Andreas Gergen sorgte mit dieser „Mozart!“-Version gleich für noch mehr frischen Wind, konnte der Spezialist für große Musik-Produktionen („Ich war noch niemals in New York“, „Sister Act“, „Carmen“, „La Traviata“, „I am from Austria) doch aus dem riesigen Talent-Topf der Bayerischen Theaterakademie August Everding schöpfen. Nach drei Jahren verabschiedeten sich die Absolventen mit einem Master-Titel in der Tasche und starten bestens gerüstet in die Profi-Theaterszene . Gergen inszenierte das Stück in einer Arena (Bühne: Stephan Prattes). Mittendrin: die Titelfigur, stets begleitet von seinem „Genius“, Fluch und Segen zugleich. Im Original wird diese Rolle von einem Kind gespielt, Gergen liess von Richard Panzenböck hierfür eine Puppe bauen, die - von drei Schauspielern bewegt - mit dem lebendigen Mozart interagiert, Symbol für den meist fremdbestimmten Künstler. In der Arena kommt es dann buchstäblich zum Kampf zwischen dem rebellischen Musiker und seinem einflussreichen Gönner Colloredo.
Die Kostüme von Conny Lüders erinnern - bei den Boxstiefeln angefangen - an Sportoutfits, die Hauptfigur trägt einen pink-glitzernden Bademantel, der jedem Box-Champ gefallen könnte, alles passend zum Arena-Ambiente, in das ein roter Flügel aus dem Bühnenhimmel herabschwebt. Das Münchner Rundfunkorchester (Leitung: Andreas Kowalewitz) sorgt für den perfekten Sound. Prof. Marianne Larsen, die Leiterin des Studiengangs Musical, hatte große Überzeugungsarbeit geleistet und das Stück für die Abschlussproduktion ihrer Schüler gewinnen können. Und die gaben auf der Bühne ihr Allerbestes, um sich erstmals vor großem Publikum vorzustellen: Mit Christian Sattler, Jens Emmert und Raphael Binde teilten sich drei Sänger die Titelrolle, in unterschiedlichen Lebensphasen, mit unterschiedlichen Charakteren. Und natürlich dürfen sie auch ein paar der schönsten Titel singen: „Schließ dein Herz in Eisen ein“, Ich bin Musik“ (mit anspruchsvollen hohen Tönen am Ende). Madleen Dederding besingt als „Baronin Waldstätten“ das „Gold von den Sternen“ und schwebt dabei über der Szenerie. Ehab Eissa spielt den dominanten Vater Mozarts, Laura Oswald kämpft als „Constanze“ um das Herz des Musikers (ihr Motto: „Irgendwo wird immer getanzt“,) während ihre Mutter (stimmlich eine Wucht: Melanie Maderegger) es nur auf das Geld des berühmten Künstlers abgesehen hat. Für Gänsehaut durch sein energisches Auftreten wie auch durch seine Rockstimme sorgt Teodor Pop als „Fürsterzbischof Colloredo“. Als zwielichtiger „Graf Arco“ überzeugt Bjarne Rentz, Immer an Wolferl’s Seite ist Schwester „Nannerl“, bezaubernd gesungen von Alida Will. Den Showstopper „A bissl fürs Hirn und a bissl fürs Herz“ hat Brandon Miller („Emanuel Schikaneder“) „gewonnen“ und legt einen schmissigen Auftritt samt Mega-Feder-Boa hin.
Nach 2 1/2 Stunden: Standing Ovations für alle auf und hinter der Bühne. „Mozart“ hat das Prinze gerockt! Nur wenige Aufführungen sind für diesen „Mozart!“ angesetzt, schließlich wartet die Theaterwelt bereits auf die vielen neuen Gesichter und Stimmen. Aber vielleicht gibt es irgendwo/ irgendwann ein da capo - diverse Intendanten haben schon mal zugeschaut… Bei der Premiere gesehen: die Musical-Stars Armin Kahl (begeistert aktuell am Gärtnerplatz in „Les Misérables“), Erwin Windegger und Felix Martin, Thomas Linsmayr (Deutsches Theater), Regisseur und Leiter Festspielhaus Neuschwanstein Benjamin Sahler, Filmproduzentin Susanne Porsche, Sängerin Penny McLean (Sylvester Levay und Michael Kunze gewannen mit ihrer „Silver Convention“ und „Fly Robin Fly“ einen Grammy). Gaby Hildenbrandt ©Fotos: Lioba Schöneck
Mozart! Musical von Michael Kunze und Sylvester Levay Großes Haus Prinzregententheater 17.11. + 19.11.+ 22.11.2024 Prinzregententheater München Infos: www.theaterakademie.de
Eine Produktion des Studiengangs Musical (Leitung Prof. Marianne Larsen) an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater.
- Rückblick: Eine Extra-Portion Schwäne - Im Prinzregententheater wurde der größte „Schwanensee“ aller Zeiten gezeigt bis 27.12.2023 und vom 4. bis 7. Januar 2024 (mehr) - Weitere Kulturtipps in der Rubrik Art+Culture (mehr)
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