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Ausstellung "Just Light and Colour" in der Galerie "Opdahl Munich" vom 07.08.-26.09.2020
Künstlerin und Galeristin Simone Opdahl bei der Eröffnung der Ausstellung "Just Light and Colour" @ „GOM Galerie Opdahl Munich“ in der Münchner Blütenstraße in Schwabing (©Foto: Martin Schmitz)
Künstlerin und Galeristin Simone Opdahl bei der Eröffnung der Ausstellung "Just Light and Colour" @ „GOM Galerie Opdahl Munich“ in der Münchner Blütenstraße in Schwabing
 „Galerie Opdahl Munich“ in der Münchner Blütenstraße in Schwabing (©Foto: Martin Schmitz)
„GOM Galerie Opdahl Munich“ in der Münchner Blütenstraße in Schwabing

Ausstellungs-Besucher mit Mundschutzmarken
 „Galerie Opdahl Munich“ in der Münchner Blütenstraße in Schwabing (©Foto: Martin Schmitz)

 „Galerie Opdahl Munich“ in der Münchner Blütenstraße in Schwabing (©Foto: Martin Schmitz)
Die erste Käuferin am Abend wählte ein Bild von Ena Oppenheimer

©Fotos: Martin Schmitz

Am Abend des 06.08.2020 eröffnete in der „Galerie Opdahl Munich“ in der Münchner Blütenstraße in Schwabing die Ausstellung JUST LIGHT AND COLOUR.

Malerin und Galerie-Inhaberin Simone Opdahl (die selbst auch einige Ihrer Werke ausstellt), begrüßte zusammen mit Kunsthistorikerin Florentine Rosemeyer und den anwesenden Künstlern Alexander Deubl & Ena Oppenheimer zahlreiche Gäste. 

Auch einige Werke des 2010 verstorbenen Künstlers Rupprecht Geiger sind in der Ausstellung vertreten. Die Enkelin von Rupprecht Geiger, Julia Geiger - welche seit 2010 die Leitung und Geschäftsführung des „Archiv Geiger“ betreut, freute sich über diese wunderbare Ausstellungseröffnung und erzählte im Schlagabtausch mit Florentine Rosemeyer und den anwesenden Künstlern, einige Ausschnitte aus dem Leben Ihres Großvaters.

Das Thema „JUST LIGHT AND COLOUR“ war ein passendes, denn wir alle erleben eine Zeit tiefgreifender Wandlung, die uns neue Chancen gibt und uns einen anderen Blickwinkel ermöglicht.

Dank des herrlichen Wetters konnten sich die geladenen Gäste draußen und drinnen aufhalten und dank aller getroffenen hygienischen Maßnahmen, konnte man die Kunst in vollen Zügen bewundern. Unter den anwesenden Gästen waren u.a. Moritz von Crailsheim (PIN Freunde der Pinakothek) mit Isabelle Winter (PR Mandarin Oriental Munich), Christiane Wolff (Crafty), Autorin Isabelle Liegl, Prinz Adalbert und Prinzessin Eva-Maria von Preussen, die Schweizer Fotokünstlerin Natascha Küderli uvm.

Lichtkünstler Alexander Deubl, Künslerin Ena Oppenheimer, Künstlerin & Galeristin Simone Opdahl, Kunsthistorikerin Florentine Rosemeyer: Eröffnugn der Ausstellung "Just Light and Colour" in der Galerie "Opdahl Munich" am 06.08.2020 (©Foto. Martin Schmitz)
Lichtkünstler Alexander Deubl, Künslerin Ena Oppenheimer, Künstlerin & Galeristin Simone Opdahl, Kunsthistorikerin Florentine Rosemeyer: Eröffnung der Ausstellung "Just Light and Colour" in der Galerie "Opdahl Munich" am 06.08.2020

Kleine Einführung zu den Künstlern und deren Werken:

Zu Simone Opdahl

Die Werke von Simone Opdahl sind Impulse aus der Natur, die Sie berühren und welche Sie im Malprozess verarbeitet. Die ständige Neugierde, die Sie treibt, veranlasst Sie, Spannung in den Malprozess zu vertiefen, denn ein Gedanke provoziert den Nächsten. Während Sie malt, überarbeitet Sie Korrekturen, Übermalungen, Zerstörung und Erneuerung, denn nur so bleibt Sie als Zeuge im Bild erhalten.

Fragmente persönlicher Eindrücke aus Allem was Sie umgibt nützt Sie als Inspiration. Ob Fotos, Zeitungen, alte Gemälde – all dies Inspiriert Sie, wobei dann das Spannende erst auf der Leinwand entsteht, denn so kann Sie sich los lösen von der Wirklichkeit. Simone Opdahl bevorzuge eine spontane Malweise, sie hinterlässt absichtlich Spuren, die wie Zitate eines permanenten Prozesses sichtbar bleiben. Das Entfernen vom Figürlichen, in der Fläche sich verlierend, abstrahierend und plötzlich wiederkonkretisierend.

Für Sie ist die Malerei ein permanentes Suchen, ein „sich Verlieren“ und „sich Wiederfinden“.

Nach dem Zitat von Car Schuch „Selbst sehen und selbst finden“ findet Sie sich selbst. In ihren Bildern findet Sie ein ideales Experimentierfeld für malerische Untersuchungen zur Farbe und Form. Die materielle Beschaffenheit der Farbe- vorzugsweise Ölfarbe interessiert Sie sehr, denn Sie setzt sie dünn und durchsichtig ein oder dick und opak. Oft variiert Sie auch gern ihren Auftrag mal mit einfachem Prinselstrich, mal durch grobe Spachtelarbeit,

Ohne Licht kein Schatten, keine Form, keine Farbe- kein Leben. Bei ‚Junglelight‘ verläuft ein Lichtstrahl vertikal durchs ganze Bild, wobei sich am rechten Bildrand die Fläche wie ein Vorhang öffnet um den Blick des Betrachters in einen mystischen, unbekannten Raum zu ziehen. Fasziniert vom Selbstbildnis mit schwarzem Hund von Gustave Courbet, seiner Figur und die des Hundes eingetaucht in tiefes Schwarz, wobei nur durch die geringe Neigung des Gesichts, dem Betrachter mit direktem Blick zugewandt, das Sonnenlicht auch auf Knie und Hand einfließt.

Zu Alexander Deubl:

Bei der Ausstellung JUST LIGHT AND COLOUR präsentiert Alexander Deubl Arbeiten die formalästhetisch auf Lichtelemente aus modernen Stripteaselokalen und Nachtclubs rekurieren und inhaltlich von dem zwischen 1954 - 1956 entstandenen Essay „Strip-tease“ von Roland Barthes aus dem Sammelband Mythen des Alltags inspiriert sind. In seinem Aufsatz beschäftigt sich der französische Theoretiker mit der Dekonstruktion des Striptease, das er als bloßes „Mystifikationsverfahren“ sieht, „das zum Ziel hat, das Publikum mit einer Prise des Bösen zu impfen, um es dann in ein immunisiertes moralisches
Befinden zu versetzen“.

Lichtkünstler Alexander Deubl: Eröffnung der Ausstellung "Just Light and Colour" in der Galerie "Opdahl Munich" am 06.08.2020 (©Foto. Martin Schmitz)
Lichtkünstler Alexander Deubl: Eröffnung der Ausstellung "Just Light and Colour" in der Galerie "Opdahl Munich" am 06.08.2020

Dabei entsteht ein weit, weit verzweigten Assoziationsnetz, welcher sich inhaltlich permanent erweitert und stetig neue Querbezüge schafft, wie z.B. in der Arbeit (S)TRIPTYCHON wo die ehemals sakrale Bildform in einem (Post)modernen Kontext, der sich im Rahmen der globalisierten Symbole für Geld (Dollarzeichen), Liebe (Herz) und für die Unvorhersehbarkeit einer sicheren Zukunft (Stern) bewegt – das klassische „Triptychon“ mutiert zum schillernden „(S)triptychon“.

Bei den Arbeiten aus der Serie I AM YOUR PRIVATE DANCER „Samplet" der Künstler Textpassagen aus Tina Turners gleichnamigen Lied. Durch das Isolieren einzelner Sätze präsentieren sich diese in einen neuen Kontext und werden dadurch zu eigenständigen SDtatements!

Zu Ena Oppenheimer:

Ena Oppenheimers künstlerischer Arbeitsansatz befindet sich am Schnittpunkt zwischen Kunst und Wissenschaft. Sie interessiert sich für die Bereiche, die der Mensch durch die Wissenschaft erforscht, die aber durch die Sinne nicht erreicht werden können. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Frage, wie die Malerei die unsichtbaren Bereiche von Wirklichkeit berühren kann.

Künstlerin Ena Oppenheimer: Eröffnung der Ausstellung "Just Light and Colour" in der Galerie "Opdahl Munich" am 06.08.2020 (©Foto. Martin Schmitz)
Künstlerin Ena Oppenheimer: Eröffnung der Ausstellung "Just Light and Colour" in der Galerie "Opdahl Munich" am 06.08.2020

In Gesprächen mit Naturwissenschaftlern sucht Ena Oppenheimer nach Möglichkeiten, die Gesetze der Evolution und der Natur kennenzulernen, um sie dann auf künstlerischer Ebene zu durchdenken. Zentrales Thema ist das Verhältnis der Wahrnehmung zu Form und Materie.

"Dunkelheit ist die Abwesenheit von Licht." Dunkelheit und Licht sind Beschreibungen einer Erfahrung, die der Mensch mithilfe seiner Sehwahrnehmung macht und dann für die Realität hält. Aber in Wirklichkeit ist Licht nur ein Bereich im gesamten elektromagnetischen Wellenspektrum, den der Mensch wahrnehmen kann. Die anderen "unsichtbaren" Bereiche – Infrarot und Radiowellen auf der roten Seite des Spektrums zum Beispiel und Ultraviolett, Röntgenstrahlen oder Y-Strahlen auf der anderen Seite können wir nicht mit unseren Sinnen wahrnehmen, und benötigen technische Hilfen, um sie empfangen zu können.

Vielleicht ist die Intensität unserer Wahrnehmung aber genau an diesen Grenzbereichen am größten. Da, wo unsere körperlichen Fähigkeiten enden. Was ist Wirklichkeit und wann kann ich sie am intensivsten spüren? Die von Ena Oppenheimer häufig verwendeten Leuchtpigmente wandeln unsichtbares UV-Licht in sichtbares Tageslicht um – machen also Energie sichtbar, die sonst unsichtbar wäre.

DARK MATTER (Kunst im öffentlichen Raum) ist ein Projekt, wo 2018-2019 im Großraum München ein Jahr lang auf 1800 Billboards in unregelmäßigen Abständen und an unterschiedlichen Orten Arbeiten aus der Serie DARK MATTER gezeigt wurden. Es ist der Versuch, der unsichtbaren "dunklen" Materie eine sichtbare spekulative Form zu geben und dieser Wirklichkeit Ausdruck zu geben.

Zu Rupprecht Geiger:

“Die Serigrafie, die Geiger bereits ab Anfang der fünfziger Jahre für sich entdeckt, ermöglicht äußerst subtile Farbmodulationen – das wichtigste gestalterische Prinzip seines Gesamtoeuvre.

Durch die feinen Farbabstufungen innerhalb eines Farbtons entfaltet die Farbe alle Möglichkeiten ihrer Helligkeitswerte sowie Intensitätsstufen. Die Idee dieser Farbmodulationen hat bei ihm ihren Ursprung in der meditativen Betrachtung der russischen Landschaft und deren beeindruckender Farbenspiele, die der
Künstler während des Kriegseinsatzes 1941/42 in seinen allerersten Aquarellen und Gemälden als Gegenwelten zur bedrückenden Realität festhielt.

Ruppert Geigers Engelin Julia Geiger, die seit 2010  die Leitung und Geschäftsführung des „Archiv Geiger“ betreut: Eröffnung der Ausstellung "Just Light and Colour" in der Galerie "Opdahl Munich" am 06.08.2020 (©Foto: Martin Schmitz)
Ruppert Geigers Engelin Julia Geiger, die seit 2010 die Leitung und Geschäftsführung des „Archiv Geiger“ betreut: Eröffnung der Ausstellung "Just Light and Colour" in der Galerie "Opdahl Munich" am 06.08.2020

Auch bei seinen letzten Editionen Gelb zu Orange, Rot aktiv oder Rot zu Gelb, erweckt die sich über die Bildfläche ausdehnende Farbmodulation immer noch eine Assoziation an Sonnenauf- bzw. -untergang.”

Die künstlerische Umsetzung der Landschaftseindrücke findet sowohl auf der Ebene der Farbe als auch der Form statt. Um diese von ihrer Gegenstandsbezogenheit zu befreien, erfolgt eine immer stärkere formale Abstrahierung und Vereinfachung, damit sich der Betrachter allein auf die Wahrnehmung der Farbe konzentrieren könne.

Die extreme Reduktion seines Formenvokabulars auf elementare, archetypische Formen – Rechteck, Kreis und Oval – geht auf die Bestrebung des Künstlers zurück, die Farbe unbeeinflusst wirken zu lassen, um die Abstraktion zu steigern. Die formale Reduktion und die damit verbundene strenge und klare Komposition steigert Geiger im Laufe seines künstlerischen Schaffens immer mehr.”


Weitere Infos unter www.simone-opdahl.de

07.08.-26.09.2020 "Just Light and Colour" in der Galerie G O M Blütenstraße in der Maxvorstadt. Am D0nnerstag, 06.08.2020 ladenbereit die Galeristin Simone Opdahl und die Kuratorin Florentine Rosemeyer um 19.00 Uhr zur Vernissage.

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