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Münchner Brauchtum zum Aschermittwoch (13.02.2013) Geldbeutel waschen am Fischbrunnen vor dem Rathaus |
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![]() Ude ist in Vilshofen: doch im Fischbrunnen reinigt man auch ohne ihn am 13.02.2013 vor dem Rathaus das Stadtsäckl ![]() ![]() ![]() Lola Paltinger ©Fotos: Ingrid Grossmann. Film: Martin Schmitz 2012 |
Einem schon im 15. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnten Münchner Brauch folgend, nehmen Bürgermeisterin Christine Strobl und Verwaltungsdirektor Sebastian Dusch in Vertretung von Stadtkämmerer Dr. Ernst Wolowicz am Aschermittwoch (13.02.2013) um 11.30 Uhr zum traditionellen Geldbeutelwaschen auf dem Marienplatz teil, zu dem auch heuer wieder die Hacker- Pschorr-Brauerei eingeladen hatte.
Oberbürgermeister Christian Ude war dieses Jahr nicht dabei, auf ihn warten zeitgleich um 11.00 Uhr stattdessen 5.000 Zuhörer beim politischen Aschermittwoch auf dem Volksfestplatz in Vilshofen, wo er 20 Kilometer von der CSU-Aschermittwochs-Bastion Passau als Hauptredner seiner Bayern-SPD einen Motivations-Schub bringen sollte (spd.de übertrug den politischen Aschermittwoch aus Vilshofen live ab 10 Uhr.).
Vor zahlreichen Zuschauern und unterstützt durch den Hacker-Pschorr-Durstlöschzug tauchen dann die Stadtpolitiker das Stadtsäckel in das Wasser des Fischbrunnens und verwies auf die lange Tradition des Geldbeutelwaschens. Damit habe das Dienstpersonal schon vor Jahrhunderten seine Herrschaften darauf aufmerksam gemacht, dass nach dem närrischen Faschingstreiben die Börsen leer waren und wieder aufgefüllt werden müssten. Mit dem Waschen des Stadtsäckels setze er darauf, dass ein Bad im Fischbrunnen nicht nur privaten Kassen zuträglich ist, sondern auch den kommunalen „damit es in der Stadtkasse sprudelt und wir viel Gutes für die Bürgerinnen und Bürger tun können.“ In den 50-er Jahren hatte der damalige Oberbürgermeister Thomas Wimmer diesen Brauch auch für das Stadtsäckel eingeführt. Schnaps und Bier dürfen nach alter Sitte am Aschermittwoch nochmals getrunken werden, meldet die Hacker-Pschorr Brauerei: das Bier soll für gutes Gedeihen der Gerste sorgen, der Schnaps die Mücken vertreiben. Das traditionelle Fischessen an Aschermittwoch läutet dann die vierzig Tage dauernde Fastenzeit ein. Bürgermeisterin Strobl: „Und anscheinend nutzt das Waschen des Stadtsäckels auch etwas zumindest haben wir in München jetzt die niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung seit 1987. Wir haben in den vergangenen Jahren massiv Schulden abgebaut und das, ohne das Tafelsilber wie etwa unsere Stadtwerke verkauft zu haben. Das kann sich doch sehen lassen!“ Neben Bürgermeisterin Strobl und Sebastian Dusch, der den erkrankten Stadtkämmerer vertrat, nahmen am traditionellen Geldbeutelwaschen aus dem Stadtrat teil: Hans Dieter Kaplan, Alexander Reissl, Helmut Schmid (alle SPD), Marian Offman, Manuel Pretzl (beide CSU), Gülseren Demirel, Sabine Nallinger und Dr. Florian Roth (alle Bündnis 90/Die Grünen) sowie Professor Dr. Jörg Hoffmann und Gabriele Neff (beide FDP).
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12.02.2013, Faschingsdienstag |
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