![]() |
|||
|
|||
|
|
|||
Wie Sie Bremsrost bei Ihrem Elektroauto entfernenBremsrost bei Elektroautos lässt sich in den meisten Fällen mit einfachen Mitteln selbst entfernen: durch gezieltes Freibremsen, durch das bewusste Umgehen der Rekuperation oder bei hartnäckigeren Stellen mit einer Drahtbürste. Nur wenn der Rost bereits tief in die Scheibe eingedrungen ist, reicht Eigenarbeit nicht mehr aus. Der Grund für den Rost liegt im Antriebskonzept: Die Rekuperation übernimmt bei einem E-Auto einen Großteil der Verzögerung im Alltag, sodass Scheibe und Bremsbeläge Auto deutlich seltener zusammenarbeiten als bei einem Verbrenner. Genau das begünstigt Feuchtigkeit auf der Reibfläche und damit Rost, besonders im Winter, bei Regen oder nach der Waschanlage. Wie Sie diesen Rost wieder loswerden, hängt vor allem davon ab, wie tief er bereits sitzt. Rostgrad erkennen und die passende Methode wählenBevor Sie zu einer Methode greifen, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Bremsscheibe, denn nicht jeder Rost ist gleich schlimm. Die folgende Übersicht zeigt, welcher Zustand welches Vorgehen erfordert:
Fallen Sie in eine der ersten beiden Kategorien, können Sie diesen Abschnitt getrost überspringen hier ist kein Handeln nötig. Erst ab der dritten Zeile lohnt sich ein aktiver Eingriff, den die folgenden Abschnitte im Detail erklären. Leichten Flugrost durch Freibremsen entfernenBei dünnem, oberflächlichem Flugrost reicht gezieltes Freibremsen völlig aus. Suchen Sie sich eine ruhige, trockene Straße, beschleunigen Sie auf etwa 50 bis 60 km/h und bremsen Sie mehrmals spürbar, aber nicht extrem, bis auf etwa 10 bis 20 km/h ab. Die entstehende Reibungswärme poliert die dünne Rostschicht praktisch von selbst weg zusätzliches Werkzeug brauchen Sie dafür nicht. Achten Sie dabei immer auf ausreichend Abstand und darauf, niemanden zu gefährden. Rekuperation gezielt umgehenWeil die Rekuperation im Alltag oft die gesamte Bremsarbeit übernimmt, bekommt die mechanische Bremse manchmal wochenlang kaum Kontakt mit der Scheibe. Ein einfacher Trick schafft Abhilfe: kurz anbremsen, das Pedal loslassen und sofort wieder treten. Dadurch wird die Rekuperation kurz unterbrochen und die mechanische Bremse aktiv genutzt. Bei Fahrzeugen mit einem Kriechmodus als Alternative zum Einpedalfahren führt schon das bewusste Nutzen dieses Modus dazu, dass die Bremse öfter beansprucht wird. Besonders nach der Waschanlage oder bei nassem, salzigem Winterwetter lohnt sich dieser gezielte Bremsvorgang, da hier Rost schneller entsteht. Hartnäckigen Rost mechanisch entfernen in fünf SchrittenReicht reines Freibremsen nicht aus, lässt sich Rost bei zugänglichen Scheibenbremsen auch mechanisch behandeln. Die folgende Übersicht zeigt den Ablauf auf einen Blick, bevor wir jeden Schritt im Detail erklären:
Im Detail sieht der Ablauf so aus: 1. Fahrzeug sichern und Rad abnehmen Fahrzeug gegen Wegrollen sichern, anheben und das betroffene Rad demontieren. 2. Groben Rost mit der Drahtbürste lösen Reibfläche vorsichtig mit einer Drahtbürste oder einem passenden Bohrmaschinenaufsatz bearbeiten, ohne zu viel Druck auszuüben. 3. Auf Verfärbungen achten läuft die Scheibe blau an, wird bereits zu stark geschliffen. Dann sofort stoppen. 4. Mit Bremsenreiniger nachbehandeln gereinigte Fläche absprühen, damit keine Rost- oder Schmutzreste bleiben, und gut trocknen lassen. 5. Rad montieren und testen Rad aufsetzen, Radschrauben über Kreuz festziehen und die Bremswirkung bei einer vorsichtigen Testfahrt prüfen. Vor dem Arbeiten unbedingt die Mindestdicke der Bremsscheibe prüfen, die auf der Scheibe selbst oder im Fahrzeughandbuch angegeben ist. Eine zu dünn geschliffene Scheibe darf nicht weiterverwendet werden. Das brauchen Sie dafür: Wagenheber und Unterstellböcke, Drahtbürste oder Bohrmaschinenaufsatz, Bremsenreiniger, Schutzhandschuhe und idealerweise eine Schutzbrille sowie einen Messschieber zur Kontrolle der Scheibendicke. Warum chemische Rostentferner tabu sindSo praktisch ein Rostlöser klingen mag auf der Bremsscheibe hat er nichts zu suchen. Die meisten chemischen Rostentferner und Anti-Rost-Sprays hinterlassen einen leicht öligen Film, der den Reibwert zwischen Belag und Scheibe stark verringert und im schlimmsten Fall die Bremswirkung fast vollständig aufheben kann. Auch Produkte, die eigentlich für andere Zwecke gedacht sind, etwa für Fahrradketten, gehören niemals an die Bremse. Erlaubt sind ausschließlich mechanische Methoden wie Freibremsen oder Drahtbürste sowie speziell für Bremsen entwickelter Bremsenreiniger. Besonderheit bei TrommelbremsenManche Elektroautos setzen an der Hinterachse auf Trommelbremsen, weil diese weniger rostanfällig sind. Der Nachteil: Die entscheidende innere Reibfläche lässt sich nicht durch die Felge hindurch begutachten und auch nicht ohne Weiteres mechanisch bearbeiten. Um den Zustand zu prüfen, muss entweder die Trommel abgenommen oder durch eine dafür vorgesehene Kontrollöffnung geschaut werden. Bei Verdacht auf tieferen Rost im Inneren gehört diese Prüfung in die Hände einer Fachwerkstatt. Wenn Rostentfernung nicht mehr reichtLiegt bereits ein unrundes Tragbild oder tieferer Rost vor, der sich weder durch Freibremsen noch durch die Drahtbürste beseitigen lässt, ist die Bremsscheibe an dieser Stelle strukturell angegriffen. Ein Vibrieren im Bremspedal oder ein schwammiges Pedalgefühl sind weitere Warnzeichen. In diesem Fall führt an einem Werkstattbesuch kein Weg vorbei teils genügt professionelles Abdrehen der Scheibe, teils sind neue Bremsscheiben nötig. Wer sich schon jetzt informieren möchte: Bremsscheiben für Elektroautos im Shop entdecken. Was die Rostentfernung kostetWie hoch der Aufwand ausfällt, hängt direkt davon ab, welche der oben beschriebenen Methoden bei Ihnen zum Einsatz kommt. Ein Überblick zur Einordnung:
Der Sprung zwischen den ersten beiden Zeilen und den letzten beiden ist deutlich: Wer den Rost frühzeitig selbst behandelt, zahlt nichts oder nur wenige Euro für Werkzeug. Wartet man dagegen, bis nur noch Abdrehen oder Austausch helfen, steigen die Kosten schnell auf das Zehnfache und mehr. Leichter Bremsrost bei Elektroautos ist meist kein Grund zur Sorge: Freibremsen, das gezielte Umgehen der Rekuperation und im hartnäckigen Fall eine Drahtbürste reichen in den allermeisten Fällen aus. Nur wenn der Rost bereits tief sitzt oder sich das Tragbild spürbar verändert hat, führt der Weg in die Werkstatt. Wer die passende Methode für den eigenen Rostgrad wählt, spart sich unnötige Kosten und sorgt gleichzeitig für eine zuverlässige Bremswirkung.
ms260721 Parken direkt unter dem Münchner Altstadtring - Eröffnung der Hofbräuhaus Parkgarage: Deutschlands wohl modernster Tiefgarage (mehr) |
Anzeige
|
||||||||||||||||||||
|
- Heute, Morgen, Übermorgen: die aktuellen München Termine (mehr) - Mobilität in München - die Autothemen (mehr) - München rein geschäftlich: Das Shopping Special (weiter) - München fährt weg: die schönsten Reiseziele (weiter) - Übernachten in München: die Hotel Rubrik (weiter) | Startseite | Kontakt | Haftungsausschluss | AGB | Impressum/Datenschutz | | Ihre Werbung auf ganz-muenchen.de | Copyright www.ganz-muenchen.de 2002-2026
|