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Oberanger München: die Neugestaltung wurde abgeschlossen - Vorstellung und Einweihung am 17.06.2008



OB Christian Ude, Baurferentin Rosemarie Hingerl, Wöhr+Bau GF Wolfgang Roeck

Blick auf den neuen Angerhof









Das Gyoia hat endlich eine adäquate Terrasse vor dem Restaurant


©Fotos: Martin Schmitz

Flanieren oder gemütlich im Freien sitzen: nach längerem Umbau ist der sonnige Münchner Oberanger jetzt wieder als attraktiver öffentlicher Raum erlebbar.

Die Neugestaltung ist dabei vor allem auch dem großen Engagement einiger Anlieger, wie dem Bayerischen Bauindustrieverband (www.bauindustrie-bayern.de) und der Firma Wöhr + Bauer GmbH (www.woehrbauer.de) , zurückzuführen. Beide hatten konkret mit eigenen Gestaltungsvorschlägen "den Stein ins Rollen gebracht".

Zwei Entwürfe standen zur Auswahl, wobei der Entwurf der Münchner realgrün Landschaftsarchitekten (www.realgruenlandschaftsarchitekten.de), hervorgegangen aus dem Investorenwettbewerb der Firma Wöhr + Bauer für den neuen Angerhof, schließlich die Zustimmung des Bezirksausschusses 1 Altstadt-Lehel erlangen konnte.

Der Neubau des "Angerhofes" (Wohn- und Geschäftshaus mit Parkgarage, www.derangerhof.de) anstelle des alten BP-Parkhauses aus den sechziger Jahren erforderte eine Verschwenkung der Fahrbahn.

Die Chance, den Oberanger stadtgestalterisch neu zu ordnen und durch die Anlage einer großzügigen Angerfläche die Attraktivität und Aufenthaltsqualität zu erhöhen, wurde ergriffen, im August 2007 beauftragte der Münchner Stadtrat das Baureferat mit der Umsetzung dieser Maßnahmen, seitdem investierte die Stadt rund 1,23 Mio. Euro in die Aufwertung des Straßenraums am Oberanger.

Vor allem der Verzicht auf die Anliegerstraße im nordwestlichen Bereich und die damit neu gewonnenen Flächen tragen nun zur Aufwertung dieses Straßenabschnitts bei. Wo vorher eine Fahrbahn und Parkplätze waren, sind heute bis zu fünf Meter breite Fußgängerbereiche und großzügige Rasenflächen.

Der Asphalt wich Münchner Gehwegplatten. Neue Spitzahorne ergänzen die großen Altbäume und betonen den Angercharakter.

Ein "Wahrzeichen" des Oberangers, der 1971 errichtete Brunnen "Mädchen auf Schildkröte" des Künstlers Jean Henninger aus Straßburg wurde vom Rand näher zur Angermitte direkt vor das Restaurant Gyoia versetzt und bildet mit einem neu gepflanztem Baum, einem japanischen Schnurbaum mit zukünftig breiterer runder Krone, sowie den Sitzelementen ein kleines Ensemble.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite wurden entlang des Angerhofes Längsparkbuchten angelegt, die Einzelbäume gliedern.

Wenige Wochen zuvor erst entblättert der Bauherr Wöhr + Bauer am 5.5.2008 entlang des Oberangers das Kernstück der Terrakotta-Fassade des Angerhofes: Eine aufwendig gestaltete Terrakotta-Fassade, das Etikett der neuen Vorzeige-Adresse in Münchens Zentrum.

Bis im Sommer der große Innenhof und das exklusive Innere fertig gestellt sind und Anfang 2009 die noblen Penthouse-Wohnungen bezugsfertig sein sollen, gibt die mediterrane Fassade einen Vorgeschmack auf die künftige Atmosphäre des Viertels.

Einschließlich der exklusiven Penthouse-Residenzen über den Dächern, entstehen rund 23.000 Quadratmeter für Büros, Gastronomie und Wohnen. Überzeugt von der besonderen Ausstrahlung des Standorts verlegt die Linde Group (www.linde.com) Mitte August 2008 ihre Firmenzentrale in das neue Gebäude.

Mit der Verbindung eines Geschäfts- und Wohngebäudes in der City verwirklicht Wöhr + Bauer die städtebauliche Vision einer europäischen Metropole mit Zukunft: die historische Innenstadt als Raum zum Leben, Arbeiten und Wohlfühlen.

Der Obere Anger ist bis ins 19. Jahrhundert durch den Angerbach gekennzeichnet, der schon den Stadtgraben des 1. Mauerringes aus dem 12. Jhd.
speiste. Deutlich ist der Geländesprung der Terrassenkante vom Oberanger hinauf zur Sendlingerstraße zu erkennen.

Der Platzraum bezog sich früher im Westen räumlich nicht auf das Sendlinger-Tor, sondern auf den Bereich der Altkatholischen Kirche. Dort zweigte der namengebende Angerbach aus dem heute noch wasserführenden Glockenbach ab.

Bereits vor der Stadterweiterung des 13./14. Jh. war dieses Areal bebaut, damals noch außerhalb der ersten Stadtmauer von 1158–1280. 1310 fand hier erstmals die Jakobidult, statt, die der Versorgung Münchens mit Fernhandelgütern diente. Die einzige der drei Dulte, bei der auch auswärtige Händler ihre Waren anbieten durften übrigens.

Mit zunehmendem Wachstum Münchens entstanden hier später der zudem der Großviehmarkt und der Heumarkt. Ein Ort also, an dem sich ein Großteil des geschäftlichen Lebens des Mittelalters abspielte.

In dessen Nachbarschaft kamen dann städtische Einrichtungen hinzu wie das Stadthaus mit dem städtischen Marstall, das Zeughaus, das Eichhaus, der Stadtbaustadl oder auch das Feuerhaus. All dies machten den Oberanger zu einer Art Zentrum der Stadt München.

Im Zuge der folgenden Jahrhunderte wurde der Oberanger dann immer dichter besiedelt und kleinteiliger bebaut. Es lebten hier einfache Handwerker, Metzger, Bierbrauer, Handschuhmacher, Schuster, Mehlhändler, Seiler und Zinngießer.

Als die Dulten und der Viehmarkt später verlegt wurden, verlor der Anger seine Bedeutung und die Gegend wurde immer kleinbürgerlicher, was sich auch in einem dann malerischen Stadtbild niedergeschlagen hatte: verträumte Altstadtwinkel prägten das Bild, überliefert in Stichen und Abbildungen, bis die Luftangriffe des 2. Weltkrieges dieser Altstadtidylle ein Ende setzten.

So gut ist nichts ist hier unbeschädigt stehen geblieben, die heutigen Gebäude stammen überwiegend aus der Zeit der 50er bis 60er Jahre, ergänzt um einige architektonisch anspruchvoller Neu- oder Umbauten aus den letzten Jahren.

In der Nachkriegszeit baute man den Oberanger zu einer Stadtautobahn ähnlich breiten Straße aus, welche dann unvermittelt als enge Straßen weiter führte.

Bei der Einweihung des neuen Oberangers am 17.06.2008 hob Oberbürgermeister Christian Ude einige Beispiele der Verschönerung des Oberangers und seiner angrenzenden Umgebung hervor, wie z.B. das Bekleidungshaus Konen, das umgebaut und neugestaltet wurde, der Rindermarkt wurde, was den Platz angeht, ebenfalls neu gestaltet, und auch der Löwenturm tritt wieder deutlicher hervor als je zuvor, wo er ziemlich rücksichtslos eingebaut war in die umgebende Architektur.

Auf vormals mit Autos verparkten Kiesflächen wurde die Schrannenhalle wiedererrichtet, am Jakobsplatz das Jüdische Zentrum, aber zugleich auch einen Platz mit neuen Qualitäten, wenn man an Brunnen, Spielplatz und Bäume denkt. Das Stadtmuseum wurde saniert und seit kurzem mit der Ausstellungseröffnung "Typisch München!" wieder eine Entdeckung Wert.

Vor allem freut es ihn natürlich, das hier mit der Linde AG in München ein 8. DAX Unternehmen ansiedelt, einzig die bevorstehende Absiedelung des Süddeutschen Verlages läßt ihn bedauern, das eine kulturelle Nutzung aus der Altstadt verschwindet und kommerzieller Nutzung Platz machen wird. "Das ist bedauerlich, aber dafür kann diese Zeitung dann künftig im Hochhaus in Steinhausen schreiben, dass der Kommerz in München erschreckend im Vormarsch ist.".

Noch ist der Platz nicht ganz vollständig: ein Denkmal für Kurt Eisner soll 2008 hier noch errichtet werden. OB Christian Ude: "Ich halte es für einen sehr sinnvollen und sehr korrekten Platz. Es ist in der Nähe des jüdischen Zentrums, denn der erste Bayerische Ministerpräsident Kurt Eisner war ein Jude, aber er war kein praktizierendes Mitglied der Gemeinschaft, insofern ist die Nähe ohne Vereinnahmung durchaus richtig.

Dasselbe gilt für die SPD Zentrale (am Oberanger): Kurt Eisner war Sozialist, er ist auch mal der SPD beigetreten, er ist allerdings auch wieder ausgetreten.um sich mit den Unabhängigen Sozialisten etwas entschlossener zu betätigen, als es die Mehrheits-Sozialdemokraten wollten. Er hat als USB Mitglied den Freistaat Bayern ausgerufen und er ist als USB Mitglied auch Ministerpräsident geworden.

Deshalb gilt auch hier: eine gewisse Nähe soll hier zum Ausdruck kommen, aber eine Vereinnahmung wäre nicht korrekt, schließlich ist er ja mal ausgetreten und hat die Revolution sogar zum Mißfallen der Mehrheits-Sozialdemokratie ausgerufen."

Wöhr+Bauer Geschäftsführer Dipl. Ing. Wolfgang Roeck erinnerte daran, das Christian Ude, kaum 2 Jahre nach seinem Amtsantritt das Vorhaben ankündigte, in der "städtebaulichen Gerümpelkammer entlang des Oberangers" aufzuräumen. Die Fußgänger waren den Autos zahlenmäßig so unterlegen, dass ein Vertreter des Baureferats seinerzeit gegenüber der Süddeutschen Zeitung erklärte "die Fußgänger am Oberanger werden gejagd wie die Hasen."

Damals kündigte Ude aber auch an, dass man sich auf eine umfassende Neugestaltung vor dem Jahr 2037 keine Hoffnungen machen brauche. Bis dahin bestehe nämlich das Erbbaurecht für das umstrittene BP-Parkhaus. "Heute also ein glücklicher Tag für München und auch für Sie, lieber Herr Oberbürgermeister, dass sie das vor ihrem 90. Geburtstag erleben dürfen."

Der eigentliche Schlüssel aber für die Umsetzung schon heute war ein neues Denken: "In den Köpfen der Anlieger hatte sich etwas verändert. Sie hatten nämlich die Tristesse satt, zumal ja auch nicht wenige von ihnen ihre Häuser umgebaut hatten. Wenn man das eigene Haus umbaut, hat man dann plötzlich auch ein Bedürfnis, auch vor der Haustür etwas Angenehmes zu zu haben."

Mit dem Erwerb des Parkhausareals 2002 durch die Wöhr+Bauer AG und der notwendigen Rechte, das Parkhaus letzten Endes abbrechen zu können, hatte man unbewußt die Situation zur Veränderung angestoßen "Der Oberanger war reif". Nachbarn, Bezirksausschuss und Stadtrat fanden zu raschem, gemeinsamen Handeln.

Nun ist der Oberanger einen Monat früher als geplant fertig, der Weg ist frei für Fußgänger und Radfahrer, und auch die gastronomischen Freischankflächen stehen bereit. Wenn Linde dann Mitte August 2008 einzieht, werde dies das Viertel noch einmal deutlich nach vorne bringen.

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