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Ausstellung "Gärten: Ordnung - Inspiration - Glück"
vom 05.04.-08.07.2007 im Kunstbau des Lenbachhaus München

John Frederick Lewis (1805 – 1876). Im Garten des Beis, 1865 . Öl auf Holz, 106,5 x 68,5 cm, Harris Museum and Art Gallery Preston
John Frederick Lewis (1805 – 1876). Im Garten des Beis, 1865 . Öl auf Holz, 106,5 x 68,5 cm, Harris Museum and Art Gallery Preston
Ausstellung "Gärten: Ordnung - Inspiration - Glück" (Foto: MartiN Schmitz)
Ausstellung "Gärten: Ordnung - Inspiration - Glück"
Ausstellung "Gärten: Ordnung - Inspiration - Glück" (Foto: MartiN Schmitz)

Ausstellung "Gärten: Ordnung - Inspiration - Glück" (Foto: MartiN Schmitz)

Ausstellung "Gärten: Ordnung - Inspiration - Glück" (Foto: MartiN Schmitz)

Ausstellung "Gärten: Ordnung - Inspiration - Glück" (Foto: MartiN Schmitz)

Ausstellung "Gärten: Ordnung - Inspiration - Glück" (Foto: MartiN Schmitz)

©Fotos aus der Ausstellung: Martin Schmitz

Gärten sind Natur im Kleinen. Ohne menschliche Arbeit kann es sie nicht geben. Wenn Maler sich aber diesem Thema nähern, dann sind sie nicht in erster Linie an dem Ergebnis dieser Arbeit interessiert, das ein genaues topographisches Abbild erfordern würde.

Vielmehr stellt sich im Garten für sie die Widersprüchlichkeit des Lebens dar, seine nur scheinbare Dauer und Festigkeit: Fülle und Vergänglichkeit, physische Enge und Sehnsucht nach der Weite, heimische Nähe und exotische Ferne, Realität und Traum, Wissenschaft und Alptraum sind Gegensatzpaare, die in ihren Darstellungen sinnlichen Ausdruck finden. Ihre Bilder sprechen nicht nur unsere Sehnsüchte aus, sie berühren auch die Labilität unserer Existenz.

Gärten gehören zur Geschichte der sesshaften Menschheit. Zunächst dem physischen Bedarf dienend, erfüllten sie bald das Bedürfnis nach dekorativer Schönheit. In ihrer Farben- und Formenpracht stellte sich die Fülle irdischen Lebens und irdischen Reichtums dar. Dass diese Fülle das Ergebnis hingebungsvoller Pflege  und eines dauerhaften Kampfes mit den natürlichen Widersachern ist, kommt in den Bildern nur selten zum Ausdruck. Sie vermitteln dagegen den Eindruck flüchtiger, aber überirdischer poetischer Schönheit.

Ein wesentliches Element des Gartens ist die Begrenzung, die Einzäunung oder Mauer. In dem dadurch erzeugten Kleinklima und Schutz vor der Außenwelt kann sich die Fülle der kultivierten Pflanzen entfalten und ihren Besitzer erfreuen. In seiner Abgeschlossenheit ist der Garten immer auch ein Gegenbild zur Weite und Unendlichkeit der Landschaft. Der in seiner Üppigkeit geborgene Mensch kann dies auch als Beengung empfinden. Die Mauer wird ihm zur Grenze zwischen seinem realen Dasein und der geistigen Freiheit, die ihn in die Ferne lockt.

Ausgrenzender Besitz durch die höheren Stände ist bis zum Ende des 18. Jahrhunderts ein wesentlicher Bestandteil des Gartens. Erst mit der Aufklärung wird der Garten zur Landschaft und damit auch für die Allgemeinheit geöffnet. Er wird zur Essenz der Landschaft, zu ihrem Idealbild. Vorher stellte sich in ihm dagegen die Essenz der Natur als schaffender Kraft des Lebens dar.

Seit dem Mittelalter waren die Gärten Sammelbecken der Erinnerungen an Reisen in die Ferne. Schon früh wurden manche Nelken- und Rosenarten, später im 17. Jahrhundert die Tulpen aus exotischen Fernen eingeführt und fanden in den europäischen Gärten eine Stätte ihres Kultes. Auch darin umfasste der begrenzte Ort des Gartens schon immer die Weite der Welt. Er war das Ergebnis des Bestrebens, die Ferne in die heimische Natur hereinzuholen.

Das Flüchtige, Ephemere des Gartens gibt Anlass zu melancholischen Betrachtungen. Die Fülle kann im Gegensatz zum persönlichen Erleben stehen und ein Gefühl der Einsamkeit und Ausgeschlossenheit erzeugen. Besonders der Herbst, am Übergang zwischen vergehender Fülle und beginnender Leere, kann eine magische Wirkung des Raumes erzeugen. Auch der Übergang vom hellen Tageslicht zur Dämmerung und Dunkelheit hat gegenständliche Entleerung des Raumes zur Folge, der sich aber gleichzeitig verschließt und die Ferne vernichtet.

Wenn im Garten wie in der Natur die Fülle der Einzelwesen überhand nimmt, kann daraus beängstigende, alptraumhafte Bedrängnis werden. Auf der anderen Seite kann die gegenständliche Entleerung des Raumes dem Betrachter den Halt unter den Füßen entziehen und ihn mit einer Dimension konfrontieren, der er mit seiner physischen Existenz nicht gewachsen ist.

Ausgehend vom Frankfurter Paradiesgärtlein zeigt die Ausstellung Gemälde und Zeichnungen aus allen Regionen Europas bis zur Gegenwart. Rubens, Watteau, Blechen, Lessing, Carus, Böcklin, Manet, Renoir, van Gogh, Max Ernst, Klee, Beuys oder Fischli / Weiss gehören zu den ausgestellten Künstlern.

Die Ausstellung wurde von Sabine Schulze für das Städel Museum in Frankfurt erarbeitet, wo sie vom 24. November 2006 bis zum 11. März 2007 zu sehen war.

Das Lenbachhaus zeigt sie vom 5. April bis zum 8. Juli 2007 im Kunstbau.

Publikation
Zur Ausstellung ist ein Katalog im Hatje Cantz Verlag erschienen, herausgegeben von Sabine Schulze.

PROGRAMM

Kuratorenführungen
Durch Mitarbeiter der Städtischen Galerie im Lenbachhaus
Freitag, 13. April, 16 Uhr: Prof. Dr. Helmut Friedel, Direktor
Freitag, 11. Mai, 16 Uhr: Dr. Matthias Mühling, Kurator für
zeitgenössische Kunst
Freitag, 8. Juni, 16 Uhr: Dr. Barbara Eschenburg, ehem. Kuratorin für
Münchner Malerei des 19. Jahrhunderts
Freitag, 29. Juni, 16 Uhr: Dr. Matthias Mühling, Kurator für
zeitgenössische Kunst

Führungen zur Ausstellung
Öffentliche Führungen durch die MVHS
: Freitag und Samstag, 16 Uhr
Anmeldung zu Privat- und Sonderführungen:
T +49 - 89 - 233 32029 F +49 – 89 - 233 320 03

Führungen im Lenbachhaus durch Mitarbeiter des Botanischen Gartens München – Nymphenburg „Der Garten als Kosmos: Exotische und heimische Pflanzenwelt auf den Bildern“
Freitag, 27. April, 16 Uhr: PD Dr. Ehrentraud Bayer, Stellvertretende Direktorin des Botanischen Gartens
Freitag, 4. Mai, 16 Uhr: Prof. Dr. Jürke Grau, ehem. Direktor des Botanischen Gartens
Freitag, 1. Juni, 16 Uhr: PD Dr. Ehrentraud Bayer
Freitag, 15. Juni, 16 Uhr: Prof. Dr. Jürke Grau

Führungen im Botanischen Garten München-Nymphenburg, Menzinger Str. 65 (Treffpunkt vor dem Gewächshauseingang)
„Realität und Kunst: Botanisches aus der im Lenbachhaus gezeigten Ausstellung „Gärten: Ordnung, Inspiration, Glück“ im Botanischen Garten“
Dienstag, 12. Juni, 17 Uhr: PD Dr. Ehrentraud Bayer
Dienstag, 19. Juni, 17 Uhr: Prof. Dr. Jürke Grau

Museumstag: Sonntag, 20. Mai 2007, 11 Uhr und 15 Uhr „Wildpflanzen im Garten des Lenbachhauses“ Führung durch Dr. Ludwig Beenken, Botanischer Garten

Filmmuseum Münchner Stadtmuseum, St. Jakobs- Platz 1
Donnerstag, 19. April, 19 Uhr
Filmabend zur Ausstellung. Genaues Programm ab Anfang April auf der Website des Filmmuseums: www.filmmuseum-muenchen
Telefonische Kartenreservierung: +49 (0) 89 233 24 150.

Öffnungszeiten: Di – So 10 – 18 Uhr
Eintrittspreise (inklusive Ständige Sammlung)
5 bis 10 EUR / ermäßigt 2,50 EUR
Familienkarte: 7,50 - 15 €
Keine Gruppenermäßigung
Die Eintrittspreise gelten für das Lenbachhaus und den Kunstbau
Sonderaktion M//Card: Jeden Mittwoch (außer an Feiertagen) erhalten M//Card-InhaberInnen 50% Ermäßigung auf den normalen Eintrittspreis.

Alle Infos: Lenbachhaus

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Luisenstr. 33
80333 München
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