Der ganz-muenchen.de - Reisetipp: Dresden
Semperoper Dresden (Foto: Alex Slobodkin)
Semperoper Dresden
Brühlsche Terrassen am Abend (Foto: Katherine_Matthews)
Brühlsche Terrassen am Abend
Frauenkirche in der Abenddämmerung (Foto: Marian Todd)
Frauenkirche in der Abenddämmerung
Historisches Grünes Gewölbe: Silbervergoldetes Zimmer (Foto: David Brandt/Staatl. Kunstsammlung Dresden)
Historisches Grünes Gewölbe: Silbervergoldetes Zimmer
Historisches Grünes Gewölbe: Pretiosensaal (Foto: David Brandt/Staatl. Kunstsammlung Dresden)
Historisches Grünes Gewölbe: Pretiosensaal
Kronentor am Zwinger in Dresden (Foto: Christoph Münch)
Kronentor am Zwinger in Dresden
Dresden Zwinger (Foto: Christoph Münch)
Dresden Zwinger
Elbufer Altstadtblick (Foto: Christoph Münch)
Elbufer Altstadtblick

Dresden bei Nacht

©Fotos: David Brandt/Staatl. Kunstsammlung Dresden (2), Christoph Münch (3), Marian Todd (1), Alex Slobodkin (1), Katherine Matthews (1)

Dresden, auch schwärmerisch „Elbflorenz“ genannt. So ist es eigentlich kein Wunder, dass  sich Besucher aus München, der immerhin nördlichsten Stadt Italiens, in der faszinierenden Stadt an der Elbe schnell besonders wohl fühlen. Auch hier gibt es Cafés (rund um den Neumarkt) und Terrassenrestaurants (am Elbufer), die zum Verweilen einladen. Sehen und gesehen werden gehört auf den Brühlschen Terrassen dazu.

Die Atmosphäre zwischen den ehrwürdigen und sorgfältig restaurierten Gebäuden rund um den Theaterplatz (Semperoper, Zwinger und Hofkirche) ist entspannt und vor allem in den Sommermonaten liegt das gewisse Etwas in der Luft.

Last but not least hat auch Dresden eine Frauenkirche. Nicht, dass wir Münchens Wahrzeichen schmälern wollen, doch die Dresdner Frauenkirche hat eine noch stärkere Geschichte als ihre Namensvetterin von der Isar.

Zwei Tage hatte das Gotteshaus (erbaut 1732 bis 1739) den Bombenangriffen der Nacht vom 13. Februar 1945 widerstanden. Doch am Vormittag des 15.2. gaben die ausgebrannten Pfeiler nach und die Kirche fiel in Schutt und Asche. Übrig blieb ein Mahnmal für den Frieden - und ein riesiger Trümmerberg.

Erst nach der Wende, 1993, fing man in mühevoller Kleinarbeit an, die erhaltenen Steine zu katalogisieren. Alle Teile des Altars, des Innenschiffs und der Kuppel, die noch zu verwenden waren, wurden in den Wiederaufbau übernommen.

Am 30. Oktober 2005 war von Kunsthistorikern, Steinmetzen, Stukkateuren und Goldschmieden das Wunder vollbracht: Die Frauenkirche - mit Platz für knapp 2.000 Menschen - erstrahlte in neuer Pracht an alter Stelle. Große symbolische Geste: Ein Londoner Kunstschmied, dessen Vater als einer der alliierten Bomberpiloten am Kriegseinsatz beteiligt war, schuf das neue Kuppelkreuz und schenkte es der Stadt Dresden und ihren Menschen.

Residenz, Zwinger, Alt- und Neumarkt und die berühmte Semperoper wurden in den letzten Jahren kunstvoll restauriert bzw. rekonstruiert. Die Rekonstruktion des gesamten Residenzschlosses wird sich auf ca. 337 Mio. Euro belaufen. Die Arbeiten im Stadtzentrum dauern immer noch an. Das alte Dresden, Machtzentrum der sächsischen Kurfürsten, kommt Stein für Stein zurück.

Im Herbst 2006 konnte ein weiteres Kleinod der Stadt zurückgegeben werden: Das Historische Grüne Gewölbe. Zehn prächtige Räume, in denen die feinsten Kunstschätze präsentiert werden. Elfenbeinschnitzereien, Perlmutt-, Gold- und Silberarbeiten, Edelsteine, Bernsteinschränke, Porzellanfiguren und Messingwappen - gezeigt in Zimmern mit Marmorboden, Kristallspiegeln, Deckengemälden, aufwändigen Verzierungen und auf Prunktischen. Die barocke Schatzkammer, einst von August dem Starken angelegt, enthält weit über 2.000 Kunstwerke und zählt zu den großartigsten europäischen Sammlungen.

Unbedingt anschauen, doch Achtung! Einen Blick auf Smaragde, Silberpokale und Diamant besetzte Schwerter wollen alle werfen und die Besucheranzahl ist aus Sicherheitsgründen streng limitiert. Kartenreservierung (z.B. im Internet) wird dringend empfohlen (www.skd-dresden.de).

Zur Zeit sind Karten leider erst wieder ab Januar 2008 erhältlich, mit viel Glück und wenn man flexibel ist, erwischt man Resttickets für den gleichen Tag (Kasse im Residenzschloss, Eingang Sophienstraße, 10 bis 19 Uhr, dienstags geschlossen).

Genauso blitzt und blinkt es übrigens im Neuen Historischen Gewölbe, ebenfalls im Residenzschloss. Hierfür sind Karten (8 €) frei erhältlich. Sehenswert ist der mit 185 Gesichtern beschnitzte „Kirschkern“, das „Goldene Kaffeezeug“ und „der Hofstaat des Großmoguls“ - Meisterwerke der Juwelier- und Goldschmiedekunst von unschätzbarem Wert.

Schier geblendet ist man am Ende des Rundgangs beim Betrachten des „Grünen Diamanten“ (41 Karat), der - auf schwarzen Samt gebettet - von einem Spot ins perfekte Licht gesetzt wird.

Wer sich an all dieser Pracht immer noch nicht satt gesehen hat, der sollte am besten gleich gegenüber in den Zwinger gehen.

Hier befindet sich die Gemäldegalerie Alte Meister mit so berühmten Bildern wie dem „Schokolademädchen“, Canaletto‘s Dresden-Ansichten, „Rembrandt und Saskia“, die „schlummernde Venus“ und Raffael‘s „Sixtinische Madonna“.

Unten am Rahmenrand lugen zwei Engelchen hervor, sie sind die Markenzeichen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, die zu den bedeutendsten Museen der Welt gehören. 

Die Engel sind zwar namenlos, doch wahrscheinlich die berühmtesten Dresdner. Ihre Köpfe zieren Tassen, Schirme, Konfekt und T-Shirts - nicht nur zur Weihnachtszeit. Ganz so, als wollten sie aller Welt verkünden, wie himmlisch wohl man sich in Dresden fühlen kann...

Weitere Tipps für einen Dresdenbesuch:

Die Semperoper mit ihren Künstlern von Weltruf, das Blaue Wunder (eigentlich „Loschwitzbrücke“), einen „Nabucco“ (Apfelstrudel mit Vanilleeis und Sahne) im „Italienischen Dörfchen“ (Theaterplatz) bestellen, einen Abend im „Pulverturm“ (an der Frauenkirche) bei Grenadieren, Mägden, Gauklern und deftiger Dresdner Hausmannskost verbringen, ein Bier im „Waldschlösschen“ (Am Brauhaus) genießen, im Winter den „Strietzelmarkt“ (= Dresdner Stollen) besuchen.

Zum Shoppen in die „Altmarktgalerie“ oder zur „Prager Straße“, ein Konzert des berühmten Kreuzchores anhören (Kreuzkirche, Vesperandacht mit Konzert Samstag nachmittag - falls sich des Ensemble nicht auf Tournee befindet...), Standseilbahn vom Körnerplatz zum Luisenhof (einmaliges Panorama), Elberundfahrt zu den Schlössern, z.B. Schloss Pillnitz.

Fürs erste Kennenlernen der Stadt reichen zwei oder drei Tage. Sehr empfehlenswert: das Hotel Elbflorenz (perfekte Lage und Service, faires Preis-Leistungsverhältnis, www.hotel-elbflorenz.de).

Wer nach der Stadtbesichtigung noch fit ist, kann sich aufs Fahrrad schwingen. Dresden und seine Umgebung sind ein Paradies für alle Pedalfans.

Weitere Informationen: www.dresden.de , www.dresden-tourist.de ,

Gaby Hildenbrandt

Tipp: Stadtfest Dresden vom 17. bis 19. August 2007 mit einer Vielzahl festlicher, sportlicher und kulinarischer Highlights

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Anreise ab München:

Mit dem Auto: Über die Autobahn München-Nürnberg-Hof-Chemnitz-Dresden, rund 460 km oder etwas über 4 Stunden im Auto
Mit der Bahn: mit dem ICE in rund 5 1/2 Stunden, je nach Verbindung muss man dabei 1 bis 2 x umsteigen (in Nürnberg, und dann ggflls Leipzig). Kosten 2. Klasse einfache Fahrt : 92 € (Stand 08.2007)
Mit der Flugzeug: es gibt Direktverbindungen mit der Lufthansa, dba oder Air Berlin zwischen München und Dresden. Flugpreise Air Berlin z.B. ab 29€ einfach.

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