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"bel air" - Initiative für gute Luft in Münchner Lokalen: Schutz aller Gäste vor Tabakrauch (Archiv)
Tabakrauch in Gaststätten, gilt zunehmend als unerwünscht, da die Mehrzahl der Gäste in der Regel Nichtraucher sind und sich belästigt fühlen vom Qualm der anderen. Gut gemeint sind verbesserte Klima- und Lüftungsanlagen vieler Gastronomen gerade auch nach Umbauten oder Wirtewechsel, aber sie beseitigen nur einen Teil des Problemes.

Gesetzliche Regelungen im Ausland sind den Absichtserklärungen in Deutschland weit voraus, selbst in Italien darf in Gaststätten nicht mehr geraucht werden.

Hier in München dagegen hört man, daß selbst in dem geplanten "Zerwirk", Deutschlands erstem Veganischen Restaurant, das Ende Mai 2005 eröffnet werden soll, Raucher ihr Vergnügen haben sollen.

Auf Nachfrage war zu hören, das vielleicht einer von 4 Räumen Nichtraucherbereich werden könnte. Reichlich inkonsequent bei der ansonsten doch sehr gesunden Konzeption eines solchen Restaurants, das besser gänzlich rauchfrei sein sollte.

Aber was will man erwarten beim "Zerwirk"? Wirt und Wirtin rauchen selbst. Sicherlich nicht nur im Zerwirk einer der Gründe, derentwegen Gäste widerwillig noch länger "mitrauchen dürfen".

Die private Bürgerinitiative bel air wartet nicht auf ein gesetzliches Rauchverbot sondern handelt jetzt: am 1. April 2005 erhielten zahlreiche Münchner Gastwirte ein Anschreiben mit Fragebogen von der Initiative bel air - für gute, rauchfreie Luft in Münchner Lokalen.

Das Projekt BEL AIR soll die Gastwirte dazu motivieren, in ihren Lokalen für gute, rauchfreie Luft zu sorgen, um eine Belastung mit dem Passivrauch bei Gästen und Personal zu verhindern.

Nach dem Motto „Gelegenheit macht Raucher", werden auch die Raucher von einem Aufenthalt in rauchfreien Lokalen profitieren, insbesondere wenn sie gerade versuchen, das Rauchen aufzuhören. Zudem werden Jugendliche nicht zum Rauchen verleitet.

Teilnehmende Gastronomien qualifizieren sich zugleich für den "bel air Preis", der denjenigen Münchner Lokalen werbewirksam verliehen wirde, die sich für tabakrauchfreie Luft stark machen.

Gaststätten, die beim Projekt BEL AIR mitmachen und die Kriterien erfüllen, werden im Juli 2005 auf einer medienwirksamen Veranstaltung mit der BEL AIR-Plakette ausgezeichnet, die im Eingangsbereich ihres Lokals als Gütesiegel aufgehängt werden kann.

Durch stichprobenartige Luftmessung in Lokalen ohne Nichtraucherschutz sollen die Unterschiede der Schadstoffkonzentrationen zwischen diesen und den ausgezeichneten BEL AIR-Lokalen deutlich gemacht werden.

Dies ist in Deutschland das erste Mal, dass eine Auszeichnung der Gaststätten für gute, tabakfreie Luft erfolgt. Das Ziel der nahrungs-kette ist es, dass die Gäste in Münchner Lokalen „aufatmen" können und durch baldige gesetzliche Maßnahmen dauerhaft vor Passivrauch geschützt werden.

In den ersten zwei Wochen nach Start der Befragungs-Aktion von bel air zum Nichtraucherschutz in Gaststätten sind zahlreiche Rückmeldungen von Münchner Gastronomen eingegangen und ausgewertet.

51 dieser Lokale verfügen laut Angaben bereits über Innenbereiche mit guter, rauchfreier Luft, beziehungsweise stellen ab sofort oder spätestens bis Ende Mai Nichtraucherbereiche zur Verfügung.

Von den Lokalen sind vierundzwanzig reine Nichtraucherlokale. Dazu gehören:

- Starbucks Coffee, Leopoldstraße 56,
- Turmstüberl Valentin Museum, im Tal 50
- Imbiss Sindbad, Margot-Kalinke-Str. 4
- Restaurant Da Pino, Ladehofstrasse 10/12 in Haar
- Restaurant Degustini, Kapuzinerstr. 25B
- Restaurant Zauberberg, Hedwigstr. 14
- Antalya Imbiss, Rosenheimerstr. 117.
- Backspielhaus GmbH, Weltenburgerstraße 6 mit 16 Filialen
- Café Ignaz, Georgenstr. 67

Petra Perle stellte das Turmstüberl, das vor ihr 40 Jahre lang als Raucherlokal betrieben wurde, vor einem Jahr auf "rauchfrei" um und machte damit sehr gute Erfahrungen.

Für die Auszeichnung der Gastronomie mit guter, tabakrauchfreier Luft haben die Beurteilungstests begonnen. Für eine Auszeichnung genügt die formelle Ausweisung eines Nichtraucherbereichs innerhalb desselben Raums nicht aus, so die Initiatorin Dr. Inci Sieber von der nahrungs-kette.

Es kommt vielmehr darauf an, ob die Luft tatsächlich rauchfrei ist.

Dies ist in der Regel nur dann der Fall, wenn wie bei Prinz Myshkin - ein vegetarisches Restaurant - der Raucherbereich räumlich getrennt wurde. Unter den Lokalen mit Nichtraucherbereichen befinden sich zum Beispiel:

- Café am Dom, Marienplatz 1
- Unionsbräu Haidhausen, Einsteinstr. 42
- Piazza Veneto Bistro Ristorante, Domagkstr. 34
- Café am Isartor im Hotel Torbräu im Tal 41
- Ryles Café-Bar-Restaurant, Franz-Josef-Strauß-Ring 4
- Eiscafé Adamello, Preysingstr. 29
- il Cenacolo, Zehentbauernstr. 20
- Hansahaus Gaststätte, Briennerstr. 39
- Prinz Myshkin, Hackenstr. 12 (s.o.)
- Forum Café.Bar.Restaurant, Corneliusstr. 2

12 Lokale haben sich sogar bereit erklärt, ab sofort eine Nichtraucherzone im Außenbereich einzurichten. Hierzu gehören:

- Restaurant am Chinesischen Turm
- Hochäckerhof, Hochäckerstr. 106
- Ristorante Alta Marea, Schönfeldstr. 15
- Ristorante Degli Artisti, Rotdornstr. 2
- Weißes Bräuhaus, Würmtalstr. 113
- Big Easy, Frundsbergstr. 46.

Nach dem Abschluss des Umbaus Ende Mai wird auch der Neuhauser Augustiner in der Hübnerstr. 23 ein Drittel der Biergartenplätze für ihre Nichtrauchergäste ausweisen.

Eins der zentralen Anliegen von bel air ist es, auch die Nichtraucherzonen im Außenbereich von Lokalen voranzutreiben. "Wir sind sehr froh, dass so viele Lokale nun angefangen haben umzudenken.

Bisher herrscht vorwiegend die Meinung, dass es in der frischen Luft nicht stört, wenn jemand am Nachbartisch, im Biergarten sogar oft am selben Biertisch, raucht", so Dr. Inci Sieber. "Von frischer Luft kann jedoch überhaupt nicht mehr die Rede sein, sobald man Tabakrauch einatmen muss.

Gäste trauen sich oft nicht, nach einem Außen-Nichtraucherbereich nachzufragen, da sie sogar vom Personal belächelt werden, oder mit Aussagen wie "Sie werden es wohl in der frischen Luft vertragen können!" zurechtgewiesen werden“, erläutert Dr. Inci Sieber weiter.

Die Lokale, die auf Nichtraucher umstellen, teilen die Meinung, dass verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und Auszeichnung für solche Lokale der richtige Weg ist. bel air soll die Lokale ermuntern, auch zeitweise für rauchfreie Luft zu sorgen. Dies setzt das Lokal "Big Easy" laut Angabe bereits um. Hier soll die Luft während dem Sonntagsbrunch von 10 bis 15.00 Uhr ganz rauchfrei sein.

Es ist interessant festzustellen, dass 70% der Raucherlokale, die nicht an eine Umstellung denken und auf gesetzliche Regelungen warten, einen Raucheranteil bei ihrem Personal von über 50% haben (z.T. 80-100%).

Manche von ihnen befürchten, dass die Gäste nicht bereit wären mitzumachen oder begründen ihre Entscheidung damit, dass sie nicht über geeignete Räumlichkeiten verfügen, um eine Trennung von Raucherzonen vorzunehmen.

Einige Lokale verlangen für die Gäste bessere Aufklärung über die Schäden des Rauchens und Passivrauchens, damit die Akzeptanz der Gäste für einen Nichtraucherschutz erhöht wird bevor sie umstellen. Einige Wirte bestehen sogar auf baldigen gesetzlichen Schutz.

Durch die Aktion bel air soll, was den Nichtraucherschutz angeht, ein Umdenkprozess bei den Gastwirten in Gang gesetzt und beschleunigt werden. Somit können immer mehr Gastwirte motiviert werden, auf Nichtraucherschutz umzustellen, aber auch diejenigen Gastwirte mit der bel air-Auszeichnung für ihren Pioniergeist belohnt werden, die sich bereits für den Nichtraucherschutz einsetzen.

Die Einsendefrist läuft noch bis Mitte Mai. Bis dahin können sich noch weitere Lokale bei den Initiatoren melden, um für ihr Engagement die bel air-Auszeichnung zu bekommen. (www.belair-muenchen.de).

Die Lokale mit der bel air-Auszeichnung werden in den bel air-guide aufgenommen, welcher über das breite bel air-Netzwerk veröffentlicht wird.

Zu diesem Netzwerk gehören neben der Initiative nahrungs-kette, die die Aktion gestartet hat, folgende Kooperationspartner: Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB), AOK München, Bund Naturschutz Bayern Kreisgruppe München, Kinderschutzbund München e.V., Bayerische Hotel und Gaststättenverband e.V. (BHG), Nichtraucherinitiative München, Ärztlicher Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit e.V. Die überregionalen Kooperationspartner sind: Deutsche Krebshilfe e.V., Netzwerk Kindergesundheit und Umwelt, Nichtraucher-Initiative Deutschland und das WHO Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle.

Durch kostenlose Werbung mit Hilfe dieses Netzwerks und durch eine medienwirksame Prämierung im Juli 2005, sollen die Lokale, die sich für den Nichtraucherschutz einsetzen, für ihr Engagement belohnt werden.

Die Gestaltung der bel-air-Plakette wird im Rahmen eines Wettbewerbs vorgenommen. Die Initiatoren laden kreativen Köpfe, Designschulen, Werbeunternehmen ein, die Plakette zu designen. Für die ausgewählte Plakette bekommt der/die Urheber/in und ihre Ausbildungsstätte bzw. Werbeunternehmen die bel air-Kreativitätsauszeichnung. Die Design-Entwürfe werden ebenfalls bei der Initiative eingereicht:

nahrungs-kette, Dr. Inci Sieber
Tel.: 089/300 11 22 - Fax: 089/300 31 38
E-Mail: info@nahrungs-kette.de
http://www.nahrungs-kette.de/

Die ausgefüllten Fragebögen können die Gastwirte bis 13. Mai 2005 auch per Fax unter der Nummer 300 31 38 einreichen bzw. anfragen.

Die Fragebögen und weitere Informationen zu der bel air Aktion und zu den Kooperationspartnern erhalten die Interessenten unter: www.belair-muenchen.de

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