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historische Ausstellung in der Luitpold Lounge: Nicht alles Schokolade....
Das Cafe Luitpold. Ein Stück Münchner Kulturgeschichte
(endete am 8.10.2003)

Café Luitpold Ausstellung (Foto:Marikka-Laila Maisel)
Ausstellung 2003: "Nicht alles Schokolade..."
Café Luitpold Ausstellung (Foto:Marikka-Laila Maisel)

Café Luitpold Ausstellung (Foto:Marikka-Laila Maisel)

Café Luitpold Ausstellung (Foto:Marikka-Laila Maisel)

Café Luitpold Ausstellung (Foto:Marikka-Laila Maisel)

Café Luitpold Ausstellung - Pralinen (Foto: Martin Schmitz)
Fotos: Marikka-Laila Maisel (4), Martin Schmitz (2)
Das Cafe Luitpold ist seit 1888 ein wichtiger Ort für kosmopolitische Lebenskultur, für sinnliche Genüsse und Treffpunkt des kulturellen und sozialen Lebens in München.

Um 1900 war es ein europaweit bekannter Treffpunkt für die Hautevolee, für Künstler und Freigeister, für internationale Salonlöwen und heimische Honoratioren.

In gigantischen Ausmaßen und prachtvoller historizistischer Ausstattung war es sprichwörtlich das "Kaffeeschloss Europas".

Die Ausstellung führt mit historischen Dokumenten aus dem von Paul und Marika Buchner aufgebauten Archiv des Luitpoldblocks in die Vergangenheit zurück. Der Großteil des kulturellen Lebens im Luitpoldblock an der Brienner Straße fand im Kaffeehaus statt.

1888 wurde in den zum "Kaffeeschloss" aufwändig umgewandelten ehemaligen Knorr-Häusern das Café Luitpold eröffnet.

Über die gesamte Fläche des heutigen Luitpoldblocks erstreckten sich auf zwei Etagen die prachtvollsten Säle, ausgestattet mit historizistischen Gemälden und üppigem plastischen Schmuck. Nachts war das Café erleuchtet von elektrischen Lampen, eine Sensation zur damaligen Zeit.

Der Prinzregent Luitpold gab dem neuen Szene-Lokal und Gourmet-Tempel höchstpersönlich seinen Namen und die Münchner Kultur hatte einen Treffpunkt, der es mit den berühmten Kaffeehäusern in Wien, Paris und Budapest aufnehmen konnte.

Seit Anfang 2003 knüpft der Luitpoldblock an seine reiche kulturelle Vergangenheit an und veranstaltet Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst und Kultur in der Luitpold Lounge. Interdisziplinarität und Dialog kennzeichnen das Programm der temporär in einem 300 Quadratmeter großen Ladengeschäft ansässigen privaten Institution.

Den Charakter der Luitpold Lounge prägen die Menschen der unterschiedlichen kulturellen Bereiche, die hier thematisiert werden. Grund genug, in einer Ausstellung der Geschichte auf die Spur zu kommen und die Zeit des Cafe Luitpold als kulturelles und gesellschaftliches Zentrum um 1900 anschaulich erlebbar zu machen.

Original-Dokumente aus dem Archiv der Eigentümerfamilie Marika und Paul Buchner und aus öffentlichen Münchner Institutionen werden gezeigt. Auf besonders signifikante Ereignisse wird hingewiesen.

Hier konnten die Münchner bereits wenige Monate nach der Entdeckung der Röntgenstrahlen eine Demonstration der ersten Maschine verfolgen, hier sprach Graf Zeppelin über sein Luftschiff, hier wurde der 1. Bayerische Frauentag eröffnet.

Der Adel feierte Hochzeiten, Vereine hatten ihre Stammtische und die Künstler und Literaten von Franziska von Reventlow, Erich Mühsam, Frank Wedekind bis hin zu Ludwig Thoma tagten und feierten hier. Gleich nebenan stellten in der Galerie Goltz die KünstlerInnen des Blauen Reiter aus und Gemälde von Egon Schiele waren dort erstmals außerhalb Österreichs zu sehen.

Alle schauten natürlich ins Luitpold herein. Über das politische, soziale und kulturelle Weltgeschehen konnten sich die Gäste in den 200 internationalen Zeitschriften und Magazinen, die hier auslagen, täglich informieren und gleich darüber debattieren.

Das Leben im Luitpoldblock war bunt. Hier frönte man dem Kaffee und der Konversation, die Honoratioren kehrten tagsüber ein, die feinen Damen der Gesellschaft, die Möchtegerns und die intellektuelle Elite, die bürgerlichen Vereine von der "Kleingeflügelzucht" bis hin zur Faschingsgesellschaft, die provokanten KünstlerInnen der Avantgarde ließen bei ihren nächtlichen Streifzügen selten das Luitpold links liegen.

Das Cafe Luitpold und der Luitpoldblock sind untrennbar mit der Münchner Kulturgeschichte verbunden, es folgten die fulminanten 20er Jahre mit den großen Salon-Orchestern, hier war eines der fühen Lichtspieltheater Münchens beheimatet, die düstere Ära des zweiten Weltkriegs endete mit der Zerstörung des Blocks.

Dann zog die neue Avantgarde 1962 wieder mit Marika und Paul Buchner ein und in einem neuen Ambiente konnten die Münchner den ersten Business Lunch in einem hypermodernen Ambiente einnehmen und die neu eröffnete Confiserie verführte mit Torten und Pralinen. Wieder fanden sich alle ein von den Sternchen des Show-Bizz, die gute Gesellschaft, die Aufreißer und die geistige und kulturelle Elite.

Es sind gerade die zwei Stationen, die Zeit um 1900 und die 60er und 70er Jahre, die beispielhaft für lebendige Kommunikation und Austausch im Kaffeehaus sind und den Bogen in die Gegenwart schlagen, hin zur Luitpold Lounge, wo prominente Denker, anerkannte Architekten und Künstler über wichtige kulturelle Themen der Zeit neue Aspekte einbringen

Die Künstler und Künstlerinnen stehen keinesfalls zuletzt. Ihre Reflexionskraft und ihre sinnlich wahrnehmbaren Arbeiten sind es, die die Luitpold Lounge zu einem wichtigen Ort in der zeitgenössischen Szene gemacht haben.

Konkret waren es in der aktuellen Ausstellung Sonja Alhäuser, Mark Formanek und Regina Pemsel, die mit ihren neuen, für die Luitpold Lounge konzipierten Installationen weit über den konkreten Ort hinausgehen. Vergänglichkeit und Poesie kennzeichnen die Raumarbeit von Regina Pemsel.

Mark Formanek griff verstärkt den Aspekt der Kommunikation heraus und Sonja Alhäuser präsentiert Pralinenobjekte...Nicht alles Schokolade....

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Café Luitpold - die Terrasse (Foto: Martin Schmitz)

Cafe Luitpold Palmengarten München
Terrasse (80 Plätze), Palmengarten mit Brunnen
Brienner Str. 11
80333 München
Tel: 089 2428750
MVV/MVGS-Bahn
MVG/MVV: U-Bahnen, Bus Odeonsplatz

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