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Keep Surfing – Eine Welle, eine Leidenschaft. Ab 20. Mai 2010 im Münchner Kino




Björn Richie Lob - Regisseur und Produzent
© Gerald von Foris


München wild - Der Surfspot im Herzen der Stadt lockt auch internationale Surfer wie Eli Mack (rechts)

© pipelinepictures Eine Legende am Eisbach: Quirin Rohleder

In Anwesenheit von Regisseur Björn Richie Lob, Produzent Tobias N. Siebert („Die Geschichte vom weinenden Kamel“), Cutter Benjamin Quabeck („Nichts bereuen“, „Verschwende Deine Jugend“) und weiteren Teammitgliedern findet die Premiere von "Keep Surfing" am 20.05.2010 um 20.00 Uhr im City Kino München statt.

Alle Gäste erhalten ein Willkommensgetränk, nach dem Film wird das Team dem Publikum vorgestellt, steht für Fragen zur Verfügung und anschließend wird im Cord Club gefeiert. Mit der Kinokarte erhalten die Gäste dort ein ermäßigtes Getränk.

Nachdem Björn Richie Lob nicht nur in München mit seiner Lifestyle-Abenteuer über den Münchner Eisbach, die Menschen auf und um ihn herum und das Fluss-Surfen, für Furore gesorgt hat, sondern selbst Robert De Niro beim Tribeca Festival, New York, beeindruckte, kommt KEEP SURFING diesen Donnerstag endlich bundesweit in die Kinos!

Ein Kult wie er nur in München entstehen kann – Flusssurfen am Eisbach!  Der Regisseur Björn Richie Lob, selbst leidenschaftlicher Surfer, hat die Flussufer der ersten Stunde mit einer Kamera begleitet. Sein dokumentarischer Film erzählt die Geschichte der Eisbachwelle und wie sie zu einem festen Bestandteil Münchens wurde.

Ein Kult wird geboren

Surfen – nur mit einem Brett den Gewalten der Natur trotzen, dass ist Freiheit pur! Um sie zu genießen muss man nicht ans Meer fahren, die passionierten Flusssurfer der ersten Stunde nutzten die Wellen der Isar. Unzufrieden mit den Gegebenheiten lies sich „Hausmeister“ Walter Strasser etwas einfallen. Kurzerhand schloss er sich vor einigen Jahren mit Studenten der TU-München kurz und baute im Eisbach eine Konstruktion, die dafür sorgte, dass die Welle konstant blieb um ein dauerhaftes Surfvergnügen zu garantieren. So sind die begeisterten Sportler nicht mehr von den natürlichen Wasserständen abhängig und können ihrer Leidenschaft zu jeder Jahreszeit nachgehen.

Viele begeisterte Zuschauer verfolgen jeden Tag von der Eisbachbrücke aus die akrobatischen Fähigkeiten der Surfer, die sie immer wieder aufs Neue mit ihrem Können erstaunen.

Bald legal?

Bis vor kurzem noch war das Surfen auf dem Eisbach eine Ordnungswidrigkeit. Inzwischen ist dank eines Grundstückstausches mit dem Freistaat die Eisbachwelle in städtischer Hand, es darf gesurft werden.

Die Flusssurfer dürfen auf ein positives Ergebnis hoffen und dann heißt es einmal mehr – Have fun! Keep Surfing!

Ebenso wie Quirin Rohleder gehört „Hausmeister“ Walter Strasser zu den Begründern des Kults. Der Tankschutzmonteur lernte erst spät die Kunst das Brett zu beherrschen und überraschte damit die eingefleischten Surfer der Isar. Seine Konstruktion machte es erst möglich, dass die Welle im Eisbach konstant blieb. Lange Zeit versetzte er neue Surfer in angst und Schrecken, indem er sie in Wildwestmanier vertrieb. Heute lebt der „Surfphilosoph“ auf Sardinien und konstruiert Didgeridoos. Wie seine Surf-Kollegen zieht es ihn regelmäßig zurück nach München zur Eisbachwelle.

Interview Björn Richie Lob

Stürmischer Wind und Sonnenschein, dass Wetter scheint sich den Gegebenheiten des Tages anzupassen. Der Regisseur Björn Richie Lob macht einen sympathischen Eindruck, braungebrannt und etwas abgehetzt treffe ich ihn mitten in München in einem gemütlichen Lokal.

Wie bist du auf die Idee gekommen ausgerechnet die Eisbachsurfer zu filmen?

R. L. Ich habe sehr viel Erfahrung mit der Lichttechnik gewonnen und konnte diese am Eisbach sehr gut umsetzten.Ich bin selber passionierter Surfer. Nachdem ich lange Zeit als „Mädchen für alles“ an verschiedenen Film-Sets gearbeitet habe, war die Zeit für ein eigenes Projekt gekommen. Dazu kam die Herausforderung im Wasser zu drehen, dass war der schwierigste Teil der Arbeit. Der Film ist etwas Besonderes, etwas ganz Neues.

Die Möglichkeit ganz nah an den Surfern zu filmen ist oft nur eine Momentaufnahme, die Bilder sind aber visuelle sehr anspruchsvoll. Extreme Highspeedaufnahmen waren hier kein Problem. Dadurch dass die Örtlichkeiten perfekt ausgeleuchtet werden konnten, waren Aufnahmen möglich, die am Meer nicht so gelungen wären. Ich habe einen besonderen Style kreieren können.

die Idee zum film entstand als ich den Eisbach entdeckte. mein guter freund Simon Ondrejka, der wusste das ich passionierter Meersurfer bin, rief mich eines Tages an und erzählte mir begeistert, das man in München aufm fluß surfen kann. Ich besuchte ihn kurze zeit später, probierte es aus und es war um mich geschehen. Ich arbeitete zu der zeit als Beleuchter beim film. die Grundidee damals war, dass man am Fluss die Möglichkeit hat Lampen drumherum aufzubauen und den Surfer ausleuchten kann und darüber hinaus so nah an ihn herankommt, das man Bilder vom surfen kreieren kann, die es noch nie gab, die am Meer so auch nicht möglich sind. ausserdem fand ich viele der Charaktere, die ich am Eisbach kennen lernte sehr interessant. also beschloss ich einen Drehbuch für einen Dokumentarfilm unter dem Motto: people are more interested in people than anything else“, zu entwickeln.

Die Finanzierung des Films gehörte zu den aufwendigsten Projekten. Hat es am Ende gereicht oder wäre mit höheren finanziellen Mitteln noch mehr möglich gewesen?

B. L. Am Anfang stand natürlich die Idee und der Traum eines großen Filmprojekts. Zu diesem Zweck habe ich einen Trailer aus Videomaterial geschnitten und über eine befreundete Produzentin eine aufwendige Bewerbung bei der Filmförderung eingereicht. Mit der Fördergeldern, die ich daraufhin erhalten habe, wurde es erst richtig professionell. Logischerweise reichten die Mittel nicht und die Suche nach Sponsoren und Produzenten begann. Ein Meilenstein war die der Einstieg von Tobias N. Siebert als Produzent. Viele denen ich bei ihren eigenen Projekten in der Vergangenheit geholfen hatte, kamen mit an Bord und unterstützten die Arbeit.

Du bist selber leidenschaftlicher Surfer, ihr seid eine Gemeinde für euch. Eigene Sprache, der Zusammenhalt...

B. L. (lacht) Das sind nicht nur wir Surfer. Jede Sportart, sei es Fußballer, Skater oder Leistungssportler, bilden eine eigene Gruppierung mit Vorstellungen und Regeln und eigener Sprache.

„Hausmeister“ Walter Strasser gehört zu den eher verschlossenen Menschen. Wie hast du den Zugang zu ihm gefunden?

B. L. Schwer war es nicht. Ich glaube es lag daran, dass ich mich wirklich für Walter und seine Geschichte interessiert habe. Ich habe nicht verstanden woher die Gerüchte kamen und so viele Menschen nicht mit ihm zurecht kamen. Ich habe ihn nicht ausgefragt, weil ich tolle Interviews für den Film haben wollte, sondern weil es mich einfach interessiert hat. Walter Strasser ist ein gradliniger Mensch, der ohne viel drum herum zu reden, sagt was er denkt. Das Besondere an ihm ist, das er ein Macher ist. Wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat dann versucht er alles es zu machen. Sonst wären die Rampe und auch die Konstruktion im Eisbach sicherlich nie entstanden. Nur durch Walters bauliche Veränderungen läuft die Welle konstant.

Wir werden von Matthias, einem Surfer-Kollegen unterbrochen. Der junge Mann gesellt sich gerne in die Runde.

B. L. Matthias ist einer der Akteure des Films. Er hat auch das ein oder andere Interview gegeben. Er ist der Surfer auf dem Long-Board, er macht die waghalsigsten Stunts auf dem Brett.

Björn, du kommst ursprünglich aus Köln und hast einen Film gedreht, der einen Münchner Kult manifestiert.

B. L. So kann das nicht gesagt werden. An diesem Film haben so viele Menschen, Kollegen und Freunde mitgewirkt, dass es ein großes Gemeinschaftsprojekt geworden ist. Jeder hat auf seine Art seinen Teil mit dazu gegeben und seine Ansichten mit uns geteilt. Wenn wir gemeinsam etwas mit dem Film bewirkt haben, können wir stolz darauf sein. Wenn die Kinozuschauer aus „Keep Surfing“ hinausgehen, danach nicht mehr alles zu eng sehen, vielleicht ihre Träume anpacken, um sie zu verwirklichen, dann haben wir wirklich etwas erreicht und bewirkt.

Bist du selber auch so?

B. L. Auf jeden Fall. Ich sehe das Leben nicht so eng und möchte mich auch nicht in die Zwänge der Gesellschaft pressen lassen. Freiheit ist mir wichtig. Wir helfen einander innerhalb unserer Gruppe, sind eng befreundet und leben unseren Traum, das ist sehr wichtig.

Ihr könnt die Welle bei Bedarf abschalten. Der Weltmeister Kelly Slater musste die bittere Erfahrung machen, dass er nicht auf der Eisbachwelle surfen durfte. Warum?

B. L. Ein bisschen hat es mit Revierverhalten der anderen Surfer zu tun. (Björn Richie Lob holt sich seinen Freund Matthias zur Hilfe.) He, Matthias, warum durfte Kelly Slater nicht surfen?

Matthias: Eine Gute Frage. Von mir aus gab es kein Problem. Ich gebe Björn recht, sicherlich hatte das eher etwas mit Revierverhalten zu tun. Eigener Stolz innerhalb der Gruppe. Zwischenmenschliche Schwächen gibt es überall.

Wird der Surfsport eher immer noch von Männern dominiert?

Matthias: Frauen gibt es schon seit Längerem in diesem Sport. Hier in München haben sie sich längst etabliert. (er zwinkert mit den Augen) einmal war ich ganz alleine mit mehreren Frauen auf dem Eisbach. Ich muss zugeben das Frauen das Brett teilweise besser beherrschen als wir Männer. Unsere Bewegungen sind anfänglich oft sehr hölzern weil wir versuchen die Balance mit Muskelkraft zu halten, während Frauen einfach ein besseres Körpergefühl haben.

Die Stadt München sieht eueren Sport als Ordnungswidrigkeit an. Wie kommt ihr damit zurecht?

B. L. Es gab eine Zeit da wurden von der Polizei regelrechte Verfolgungsjagden auf die Surfer veranstaltet. Laut einer überlieferten Geschichte, haben sie einen Surfer mit gezogenen Waffen bis in den Englischen Garten verfolgt. Er ist unerkannt im Eisbach verschwunden. Inzwischen hat die Stadt München verstanden, dass es ein Publikumsmagnet ist und greift nicht mehr ein. Die Schilder am Eisbach wurden zur rechtlichen Absicherung der Stadt aufgestellt, die damit aus der Haftung entlassen ist. Heute schauen uns die Polizisten zu.

Ich danke dir für deine Zeit. Viel Spaß auf Bali!.

Interview: Tanja Lugert

Die offizielle Filmseite: www.keep-surfing.de

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