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Ausstellung "Partners"
im Haus der Kunst, 07.11.2003-15.02.2004

Mit der Ausstellung "Partners" wird Ydessa Hendeles, Sammlerin, Kuratorin und Gründerin der Ydessa Hendeles Art Foundation in Toronto, ausgewählte Werke ihrer Sammlung erstmals international präsentieren.

Auf Einladung von Chris Dercon, dem neuen Direktor am Haus der Kunst, und Thomas Weski, dem neuen Hauptkurator, zeigt Ydessa Hendeles, von der die New York Times schreibt, sie sei eine "Sammlerin, die in der kleinen Gruppe Gleichgesinnter einen exklusiven Platz einnimmt, da sie auch als brillante Kuratorin gehandelt" werde, dass sich ihre individuelle kuratorische Handschrift auch in einem anderen, neuen Kontext behauptet. Partners ist inspiriert von der Geschichte des Hauses der Kunst und vermittelt Einblicke in – willkürliche wie schicksalhafte – Verbindungen und Partnerschaften und erzählt in drei Passagen eine Geschichte des 20. Jahrhunderts mit den Mitteln der Kunst.

Durch die metaphorische, allegorische Herangehensweise der Kuratorin ermöglicht die Ausstellung tiefe Einsichten in die Art und Weise, wie sich die persönliche und nationale Identität im Kontext der Geschichte herausbildet. Sie stellt Fragen und lässt Fragen offen, bietet Raum für neue Lesarten und Interpretationsmöglichkeiten und gibt dem Betrachter Gelegenheit zur aktiven Teilnahme und Selbstreflexion. Hendeles: "Ich mache Ausstellungen, die einen Kontext für die Werke schaffen, ohne dabei Themen oder Taxonomien vorzugeben. Der geschaffene Kontext lässt interessante Verbindungen zwischen den Werken sichtbar werden, die zeigen, was es heißt, in dieser Zeit zu leben."

Ydessa Hendeles wurde als einziges Kind jüdischer Eltern, die den Holocaust überlebten, 1948 in Deutschland geboren. Aufgewachsen in Kanada, begann sie 1980, zeitgenössische Kunst auszustellen und betrieb bis 1988 The Ydessa Gallery in Toronto, die bis heute als erfolgreichste Galerie der Vorstellung und Etablierung kanadischer Künstler wie Jeff Wall, Jana Sterbak, Ken Lum, Krysztof Wodiczko oder Rodney Graham gilt. 1988 gründete sie die Ydessa Hendeles Art Foundation und präsentiert seitdem regelmäßig Ausschnitte aus ihrer ständig wachsenden Sammlung, die zu den bemerkenswertesten weltweit zählt und zeitgenössische Kunst – Skulpturen, Installationen, Video – ebenso enthält wie historische und dokumentarische Aufnahmen, Pressefotos, private Fotografien und antike Spielzeuge.

Ydessa Hendeles’ Arbeit entzieht sich der gängigen Definition der Tätigkeit eines Kurators oder Ausstellungsmachers; ihre sorgfältig arrangierten Präsentationen erregen besonderes Aufsehen nicht nur wegen des hohen Standards der Multimedia-Installationen sondern vor allem wegen der Innovationskraft in Hendeles’ kuratorischer Arbeit. Ihre Ausstellungen sind geprägt von einem intelligenten, subtilen Dialog zwischen den gezeigten Objekten und von der unkonventionellen Art, mit der die Arbeiten kontrastiert werden. Ihr kuratorischer Ansatz eröffnet dem Betrachter ungewohnte Perspektiven, neue Lesarten und ermöglicht tiefgehende Einsichten in die gezeigte Kunst. Mit ihrer innovativen Arbeit als Sammlerin und Kuratorin sorgte Ydessa Hendeles in den letzten zehn Jahren immer wieder für internationale Aufmerksamkeit und tatsächlich ist heute in der Art und Weise, wie eine Reihe großer Museen Ausstellungen präsentieren, Hendeles‘ Einfluss deutlich spürbar.

Für die Ausstellung Partners im Haus der Kunst hat Ydessa Hendeles Werke von Diane Arbus, Maurizio Cattelan, James Coleman, Hanne Darboven, Walker Evans, Luciano Fabro, On Kawara, Paul McCarthy, Bruce Nauman, Giulio Paolini, August Sander, Jeff Wall und Lawrence Weiner sowie Serien von Pressefotografien, anonymen Amateurfotografien und Alltagsgegenständen miteinander kombiniert. Die Werke sind in drei Passagen arrangiert, die den Besucher sanft durch die Ausstellung führen und ihn im Gehen von einem Werk zum anderen einen narrativen Prozess physisch durchschreiten lassen.

Jede der drei Passagen mit ihren Stationen vereint Kunstwerke verschiedener Techniken und Zeitabschnitte in einer eigenen Dramaturgie – aufgrund ihres Inhalts, nicht eines Themas. Sie sind für den Betrachter sowohl einzeln als auch in ihrer Summe aufschlussreich und bewegend.

Partners ist demnach keine Präsentation einer Sammlung im Haus der Kunst, sondern eine Ausstellung von Ydessa Hendeles, einer innovativen, ungewöhnlichen Sammlerin und Kuratorin, die sich ganz bewusst auf diesen Ort eingelassen hat, um erstmals eine große, internationale Ausstellung mit Werken aus ihrer Sammlung zu kuratieren. Für Partners hat sie im Sinne eines "Kritischen Rückbaus" des Hauses viele Um- und Einbauten der letzten Jahre entfernen lassen, die Architektur wieder freigelegt und lesbar gemacht. Sie hat damit einen Prozess intensiviert, der vom neuen Team des Hauses der Kunst begonnen wurde und in den nächsten Jahren behutsam und von öffentlicher Diskussion begleitet fortgeführt werden wird.

Mit einigen anderen Privatsammlern, wie etwa Ingvild Goetz, verbindet Ydessa Hendeles die besondere Fürsorge für die Werke in ihrem Besitz, die über das übliche Maß konservatorischer Maßnahmen weit hinausgeht. Für Partners im Haus der Kunst hat sich Ydessa Hendeles bereit erklärt, die Ausstellung täglich (außer montags) sieben Stunden für das Publikum zu öffnen, so dass sie Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr zu sehen sein wird. Hendeles’ besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem Schutz der fragilen Fotografien aus dem Familienalbum, die in Partners ausgestellt werden sind und die sie für kommende Generationen bewahren möchte. Das Haus der Kunst bleibt weiterhin jeden Tag von 10 bis 20 Uhr geöffnet.

Zur Ausstellung Partners erscheint ein Katalog mit Texten von Ydessa Hendeles, Ernst van Alphen und Carol Squiers. Zur Installation Partners (The Teddy Bear Project), 2002, die in der Ausstellung zu sehen ist, erscheinen zwei Hardcover Bände im Schuber beim Verlag der Buchhandlung Walter König, Köln.

Im Rahmen einer Performance zur Eröffnung der Ausstellung am 6. November um 19 Uhr singt Wolfram Harmuth, alias Chris Jones, als Elvis Presley mehrere Lieder, darunter auch "Teddy Bear".

Im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung Partners wird die international bekannte Kulturtheoretikerin Mieke Bal am Dienstag, 9. Dezember um 20 Uhr den Vortrag Affective Syntax: Translating Emotion and World Memory halten. Mieke Bal ist Professorin für Literaturtheorie und Gründungsdirektorin der Amsterdamer Schule für kulturelle Analyse, Theorie und Interpretation (ASCA) an der Universität Amsterdam.

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Text: Haus der Kunst.

Haus der Kunst
Prinzregentenstraße 1
80538 München

MVG/MVV U-Bahn Lehel oder Odeonsplatz


Eröffnung: 06.11.2003, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 07.11.2003-15.02.2004

Öffnungszeiten der Ausstellung: Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr

Eintritt in die Ausstellung: Euro 7,00, ermäßigt Euro 5,00.



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