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60. Frühlingsfest München - Gastrofrühling 2026 im Hippodrom am 20.04.2026Der Gastrofrühling 2025 fand am Montag, den 28. April 2025, in der Festhalle Hippodrom auf dem Münchner Frühlingsfest statt. Vor rund 2.500 Branchenvertretern präsentierte der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband ein eindrucksvolles Bild der Geschlossenheit. Landesgeschäftsführer Dr. Thomas Geppert begrüßte eine Gästeliste, die von Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sowie Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber und Sozialministerin Ulrike Scharf angeführt wurde und bis zu internationalen Delegationen aus Österreich, Südtirol und Italien reichte.
Politische Kernforderungen und die „Rettungsweste“ der Branche In ihrer Grundsatzrede forderte DEHOGA-Präsidentin Angela Inselkammer die Politik auf, den Kurs der Unterstützung beizubehalten und den Betrieben mehr Eigenverantwortung zuzutrauen. Sie bezeichnete den reduzierten Mehrwertsteuersatz auf Speisen als eine unverzichtbare „Rettungsweste“, die viele Betriebe über Wasser gehalten habe.
Inselkammer mahnte jedoch vor neuen steuerlichen Belastungen und bürokratischen Hürden, die sie als gefährliche „Bleigurte“ für die Gastronomie beschrieb. Ein zentrales Anliegen war ihr die Flexibilisierung der Arbeitszeit: Sie plädierte leidenschaftlich für die Einführung einer Wochenarbeitszeit anstelle der starren täglichen Begrenzung, um den modernen Anforderungen der Branche gerecht zu werden. Ein besonderer Dank galt dabei neben dem Ministerpräsidenten auch Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger für die geschlossene Unterstützung der Staatsregierung in Berlin.
Söder: Bekenntnis zur Systemrelevanz und Absage an Zusatzsteuern Ministerpräsident Dr. Markus Söder antwortete mit einem klaren Bekenntnis zur Systemrelevanz der Gastronomie und Hotellerie. Er bezeichnete das Gastgewerbe als die bayerische „Seelenbranche“, die maßgeblich für das Heimatgefühl und den sozialen Zusammenhalt im Freistaat verantwortlich sei. Söder versicherte den anwesenden Wirten, dass es in Bayern unter seiner Führung keine Bettensteuer und keine Verpackungssteuer geben werde. Den Erfolg bei der Beibehaltung der 7-Prozent-Mehrwertsteuer reklamierte er als Ergebnis „fränkischer Sturheit und bayerischen Charmes“, mit dem man sich gegen Widerstände auf Bundesebene durchgesetzt habe. Er dankte explizit den Koalitionspartnern für die politische Einigkeit in diesen für das Gastgewerbe existenziellen Fragen.
Tradition trifft Moderne: Regionale Genussbotschafter Die enge Verknüpfung von Landwirtschaft und Gastronomie wurde durch die Anwesenheit zahlreicher regionaler Produktköniginnen verdeutlicht. Namentlich begrüßt wurden unter anderem die Fränkische Weinkönigin Angelina Seiler und die 1. Deutsche Destillatkönigin Anna Steinmann. Söder betonte in diesem Zusammenhang, dass bayerische High-Tech zwar wichtig sei, das Land aber ohne seine Wirtshauskultur und regionale Identität seinen Kern verlieren würde. Das Treffen im Hippodrom verdeutlichte, dass die Branche trotz globaler Herausforderungen auf ihre traditionellen Wurzeln und eine starke politische Flankierung durch die gesamte Staatsregierung baut.
Ein besonderes Highlight war die Auszeichnung „Ausgezeichnetes Festzelt“, die auch in diesem Jahr wieder an das Festzelt Hippodrom und die Festhalle Bayernland verliehen wurde ein starkes Zeichen für die enge Zusammenarbeit der bayerischen Gastronomie mit der Land- und Ernährungswirtschaft. Neben Ministerpräsident Dr. Markus Söder, CSU-Fraktionschef Klaus Holetschek und Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber befanden sich unter den 2.500 Gästen im Hippodrom zahlreiche weitere einzeln begrüßte Persönlichkeiten. Aus der Politik waren unter anderem CSU-Generalsekretär Martin Huber, der Bürokratieabbau-Beauftragte Walter Nussel sowie Vertreter der Grünen wie Martin Schöffel und der FDP wie Martin Hagen und Albert Duin vor Ort. Die enge Verzahnung mit der Erzeugerebene und dem Handwerk unterstrichen zudem Bauernpräsident Günther Felßner, IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Manfred Gößl sowie Handwerkskammer-Präsident Thomas Pirner. Die internationale Bedeutung des bayerischen Gastgewerbes wurde durch die Anwesenheit der Präsidenten der Partnerverbände aus Österreich (Walter Veit), Südtirol (Klaus Berger) und Italien (Giorgio Venturelli) deutlich. Mit dabei auch Lorenz Kalb, Präsident des Bayerischen Landesverbandes der Marktkaufleute und Schausteller, sowie Jürgen Wild (Geschäftsführer), Peter Winter (Präsident des Bayerischen Blasmusikverbandes), Barbara Stadler (Heimatpflegerin) und Rainer Braun (Landesinnungsmeister des bayerischen Fleischerhandwerks) Abgerundet wurde die prominente Gästeliste durch Persönlichkeiten wie Sternekoch Alexander Herrmann und „Mister Brettl-Spitzen“ Jürgen Kirner.
Das Münchner Frühlingsfest selbst läuft vom 17. April bis 10. Mai 2026 auf der Theresienwiese und bietet neben den Festzelten zahlreiche Fahrgeschäfte, Buden und ein buntes Rahmenprogramm.
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