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Zur Sache, Schätzchen! Die Musical-Version des Kinohits „Tootsie“ Europäische Erstaufführung im Gärtnerplatztheater


Der sonst so seriöse Bariton zeigt - huch! - sein Brusttattoo. Der Hauptdarsteller trägt Paillettenkleid und High Heels. Und da ist noch die leicht-hysterische Frau, die ihr Kleid kreischend mit den Zähnen zerreißen will. Ein Publikum außer Rand und Band beim Schlussapplaus. Aber hallo, was geht denn hier ab? It’s „Tootsie“-Time! Den Komödienspaß von der Leinwand - unvergessen mit Dustin Hoffman als gescheitertem Schauspieler, der erst als Frau verkleidet Erfolg hat - gibt es nun auch als Musical. Wurde auch langsam Zeit für diese Story aus dem Theatermilieu, die eigentlich nur so nach einer Bühnenversion schreit!

Im April 2019 war am Broadway Premiere. „Tootsie“ („Schätzchen“ oder „Schnuckelchen“, eher abschätzig gemeint)  ist sofort ein Zuschauerhit und wird mit Tony Awards ausgezeichnet - bis im darauffolgenden Januar ein kleines Virus den Riesenerfolg stoppt.

Armin Kahl (Michael Dorsey / Dorothy Michaels),  (Foto: Jean_Marc Turmes / Gärtnerplatztheater)
Armin Kahl (Michael Dorsey / Dorothy Michaels),

Aber jetzt! Das Gärtnerplatztheater konnte die Show am 7. Juli 2022 als europäische Erstaufführung präsentieren. Und schnell wird klar, dass diese Inszenierung für künftige Aufführungen in anderen Städten (London, Singapur und Hongkong stehen bereits in den Startlöchern) die Messlatte sehr hoch gelegt hat.

Dafür hat Staatsintendant Josef E. Köpplinger aus dem Schatzkästchen des Theaters für alle „Gewerke“ seine Hochkaräter hervorgeholt: Orchester (Musikalische Leitung: Andreas Partilla), Bühnenbild (Karl Fehringer und Judith Leikauf nutzen die Drehbühne horizontal und vertikal), Licht von Michael Heidinger, Kostüme (Alfred Mayerhofer), Choreograph Adam Cooper, Regisseur Gil Mehmert und natürlich die Künstler (mit den Kammerschauspielern Dagmar Hellberg und Erwin Windegger in Nebenrollen)  - im Zusammenspiel gelingt ein unvergesslicher Theaterabend. 

Bettina Mönch (Julie Nicholas), Armin Kahl (Michael Dorsey / Dorothy Michaels),  (Foto: Jean_Marc Turmes / Gärtnerplatztheater)
Bettina Mönch (Julie Nicholas), Armin Kahl (Michael Dorsey / Dorothy Michaels),

Der größte „Schatz“ ist sicher Armin Kahl in der Rolle des „Michael Dorsey“ bzw. dessen Alter ego „Dorothy Michael“ und eigentlich nonstop auf der Bühne. Er ist der erfolglose Schauspieler, der in Frauenkleidern zum Casting geht, einen Job gewinnt und sein Herz an die Sängerin „Julie“ verliert. Ob Armin Kahl spricht oder singt - die Stimme passt zum jeweiligen Geschlecht. Und wenn er kraftvoll den letzten Ton hält, gibt’s wohlverdienten Beifall.

Ebenfalls großartig besetzt sind die anderen Hauptpartien: die angeschmachtete Sängerin „Julie“ (gespielt von Bettina Mönch) hat nicht nur Power in der Stimme, sondern die längsten Beine im Ensemble. Toll: ihr jazziges Solo als Barsängerin im 2. Akt. Köstlich überdreht ist Julia Sturzlbaum. Sie ist Michaels „Ex“ und hätte so gerne genau die Rolle gehabt, die eine gewisse „Dorothy“ bekommen hat. Gleich zweimal hat sie einen Grund für einen mega-hysterischen Auftritt - samt wütendem Kleid-Zerreissen.

In der Rolle des Chauvi-Regisseurs gibt Alexander Franzen Vollgas (erinnert optisch irgendwie an Star-Regisseur Dieter Wedel) und für Gunnar Frietsch als schrulligem Spezl vom Hauptdarsteller gilt: Stille Wasser sind tief und manchmal muss man nach Charme graben. Und - da schau her: sein „Jeff“ hat Schwung in den Hüften und ist „born to dance“ (er weiß es nur nicht.)…

Daniel Gutmann (Max Van Horn), Bwttina Mönch (Julie Nicholas), Armin Kahl (Michael Dorsey / Dorothy Michaels), Alexander Franzen (Ron Carlisle) und das Ensembe des Staatsteaters am Gärtnerplatz (Foto: Jean_Marc Turmes / Gärtnerplatztheater)
Daniel Gutmann (Max Van Horn), Bettina Mönch (Julie Nicholas), Armin Kahl (Michael Dorsey / Dorothy Michaels), Alexander Franzen (Ron Carlisle) und das Ensembe des Staatsteaters am Gärtnerplatz

Traumstimme im Traumkörper - das gilt für Daniel Gutmann. Der Bariton ist als charmanter „Freddy“ in „My Fair Lady“ oder als „Papageno“ der „Zauberflöte“ dem Publikum am Gärtnerplatz bereits ein Begriff. Aber dass unter dem Kostüm ein Sixpack steckt, erfährt man erst in seiner Rolle als selbstverliebten „Max Van Horn“ (mit Wadlstrümpf’ und Austria-Akzent hat er was von Andreas Gabalier). Ist eben alles vorhanden, wenn man während des Musikstudiums Zehnkampf trainiert hat.

„Tootsie“ ist beste Unterhaltung mit vielen kleinen Gags und Anspielungen auf Klischees des Schauspielerberufs - aber auch zum Nachdenken über die Geschlechterrollen. Während die US-Autoren das Bühnenstück bearbeiteten, gab’s den Skandal um Film-Produzent Harvey Weinstein und die MeToo-Bewegung entstand.

Es ist aber auch - so Regisseur Gil Mehmert - eine „Hommage an alle Kulturschaffenden, die die Bürden eines unsteten und unkalkulierten Berufslebens auf sich nehmen, um vielleicht einmal Teil einer künstlerischen Sternstunde zu sein“. Alles für ihren Traum geben - und damit die Menschen im Zuschauerraum zu unterhalten.

Der Abend mit „Tootsie“ vergeht wie im Flug und macht viel Spaß - umso berührender ist die letzte Szene, bei der es ganz leise wird - bevor der Applaus-Orkan losbricht!

Zur Sache, Schätzchen geht es wieder am 13., 21. und 24. Juli .

Gaby Hildenbrandt, ©Fotos: Gärtnerplatztheater Jean-Marc Turmes

Tootsie - Das Musical

  • Musik: David Yazbek
  • Buch: Robert Horn
  • Deutsche Übersetzung: Roman Hinze

Europäische Erstaufführung am 7.7.2022

Aufführungstermine, Tickets: www.gaertnerplatztheater.de

Detaillierte Informationen zu dem Spielplan und Preisen sind auf der Website des Theaters unter www.gaertnerplatztheater.de zu finden. Tickets sind telefonisch und online erhältlich unter Tel 089 2185 1960 oder www.gaertnerplatztheater.de.

Staatstheater am Gärtnerplatz
Gärtnerplatz 3
80469 München
Infos: 089/20241-1

U-Bahn: U1/U2/U7/U8, Station Fraunhoferstraße
Tram: Linien 17 und 18, Haltestelle Reichenbachstraße, Linie 27, Haltestelle Fraunhoferstraße
Bus: Linie 52 und 152, Haltestelle Gärtnerplatz, Linie 131, Haltestelle Fraunhoferstraße

Im Internet: www.gaertnerplatztheater.de.

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