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Wahrlich.... vom 04.03.2006
41. Fischessen der Schwabinger CSU mit Ministerpräsident Stoiber am 03.03.2006








©alle Fotos: Martin Schmitz

„Kann denn einer noch einen Fisch verspeisen?“, schmunzelte der Bayer neben mir in seinen Vollbart hinein.

An diesem, so heimeligen Abend der Schwabinger CSU, beim 41ten Treffen zum Fischessen, schien diese Frage wohl keinen großen Stellenwert zu haben. Der Bayer hat saubere Flüsse ohne Nitrate, Puten ohne Vogelgrippe und Schweine ohne Pest.

Das einzige was einem bayerischen Schwarzen schlecht bekommt ist der Herr Ude und seine finanzschwache Politik und überhaupt alles was die Anderen- die „RotGrünGelben“ machen ist und bleibt eben ein „Schmarrn“. Erst wenn ein Christlicher auf dem OB-Thron residiert, wird alles besser und das rote Finanzloch in München – immerhin auf 4,8 Milliarden stolze Euro beziffert – kann sozial gestopft werden, so hört man.

Flammende Reden, Mundart-Gedichte und Eigenbeweihräucherungs-Vorträge schwabbelten durch den Hofbräusaal, die Gastro-Crew vom Chef Dr. Michael Möller hatte alle Hände voll zu tun, das Nahrungsmittel der Bayern aufzufüllen. Bier ist für den südlichen Bundesbürger eben eine Notwendigkeit und Eddy und Karin hatten noch nicht ihre Plätze eingenommen, da hielt er schon ein Weissbier in den Händen und durfte in die zahlreichen Kameras strahlen.

Den alkoholischen Schluck brauchte der Landesvater wohl auch. Denn so sehr seine Parteifreunde ihn auch verehrten und liebkosten, die Zukunft schaut eher trübe aus und wie weit sich die Forderung nach dem Bau eines Transrapids zwischen dem Hauptbahnhof und dem Flughafen durchsetzen wird, erscheint heute noch fraglich, gleich wie wünschenswert es seine Münchner CSU Freunde in Rathaus-Oposition es ihm den Rücken stärkend auch darstellten. Sollte dieses Thema für ihn zur Brechstange seiner Karriere werden?

Sicher ist jedoch, ein Bayer vergibt schlecht und das Debakel um seine Rückzug aus der großen Politik hat ihm manch kleiner Bürger bis heute nicht so recht verziehen. Warum auch: der Bürger quatscht doch die „BILD“- Parolen nach und kapiert sie letztlich sowieso nicht. Für den geht’s nur um das was im Geldbeutel übrig bleibt, menschlich zu verstehen, politisch nicht zu vertreten. 19 % Mehrwertsteuer wird dem Volk nächstes Jahr erst einmal verständlich rübergebracht werden müssen.

TRARA hin und TRARA her, Milliarden aufzubringen erscheint schwer.“*

Den Fischessenden war es an diesem Abend „Wurscht“….. Veränderungen sind immer notwendig und besonders welche, die Vorteile für die eigene Partei bieten und die da und dort ein kleines Pöstchen finden laßen…..

Wenn dann aber eines Tages der Ude in den Ruhestand geht, dann werden sie alle weinen, denn in Wirklichkeit sind sie alle Freunde und in Bayern gibt es letztlich nur einen große Gemeinschaft, die Gemeinschaft der „Christdemokraten-Bekämpfer“.

©04.03.2006 Daniela Boehme für ganz-muenchen.de

P.S. Das Schwabinger Fischessen wurde vor 40 Jahren mit Gaststar Franz-Joseph Strauss noch im Ex-"Schwabingerbräu" begründet, nach Umbau in Kaufhaus und Wegfall des Festsaales ging es ins Hofbräuhaus-"Exil" gleich neben Schwabing.

*P.P.S. TRARA = Transrapid


©Fotos: Martin Schmitz
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