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Das Bayerische Armeemuseum und das Bayerische Polizeimuseum Ingolstadt
Bayerisches Armeemuseum in Ingolstadt (©Foto: Marikka-Laila Maisel)
Bayerisches Armeemuseum in Ingolstadt
Bayerisches Armeemuseum in Ingolstadt (©Foto: Marikka-Laila Maisel)

Bayerisches Armeemuseum in Ingolstadt (©Foto: Marikka-Laila Maisel)




©Fotos: Marikka-Laila Maisel (3), Martin Schmitz (1)

In zwei bedeutenden historischen Wehrbauten aus dem 15. bzw. 19. Jahrhundert zeigt das Bayerische Armeemuseum in Ingolstadt einzigartige Bestände aus der Zeit des 15. bis 20. Jahrhunderts.

Das Museum wurde von König Ludwig II. auf Anregung General Friedrich von Bothmers und des Kriegsministers Joseph Maximilian von Maillinger als Königlich Bayerisches Armeemuseum in München im Jahr 1879 gegründet.

Infolge des Krieges von 1866 und der Reichsgründung von 1871 hatte Bayern erheblich an politischer Eigenständigkeit eingebüßt, so dass das Bayerische Armeemuseum als ein Versuch zu sehen ist, die politische Bedeutung Bayerns und den Stolz auf seine Armee zu dokumentieren.


Video: Impressionen Bayerisches Armeemuseum und das Bayerische Polizeimuseum Ingolstadt

War das Museum zunächst im Zeughaus in der Lothstraße untergebracht, so zogen die Bestände 1905 in einen neu errichteten Monumentalbau im Hofgarten der Münchner Residenz an Stelle der Hofgartenkaserne ein.

Zusätzlich zum Museum waren hier auch die Armeebibliothek und das Kriegsarchiv untergebracht.

Nach der nahezu vollständigen Zerstörung des Gebäudes während des Zweiten Weltkrieges, dem große Teile der Sammlungen (auch durch Plünderungen) zum Opfer fielen, wurde das Armeemuseum dem Nationalmuseum angegliedert.

Das ursprüngliche Gebäude im Hofgarten fand erst in den 1980er und 1990er Jahren eine neue Nutzung als Bayerische Staatskanzlei.

1963 fiel die Entscheidung zur Widerherstellung der Einrichtung. Man entschloss sich für die Verlegung in die alte Festungs- und Garnisonsstadt Ingolstadt. Diese Stadt war seit dem 16. Jahrhundert zur bayerischen Landesfestung ausgebaut worden.

Nach der Schleifung der alten Festungsanlagen auf Geheiß Napoleons, ließ Ludwig I. ab 1828 die Landesfestung nach modernen Maßstäben neu aufbauen.

Darüber hinaus war die enge Verbundenheit der Ingolstädter mit dem Militär (bis heute ist hier eine große Pionierschule und eine Fachschule des Heeres für Bautechnik stationiert) ein Garant für die Akzeptanz dieses Spezialmuseums.

Wiedereröffnet wurde das Bayerische Armeemuseum schließlich 1972 in den Räumlichkeiten des umfassend renovierten Neuen Schlosses aus dem 15. Jahrhundert. Die Dauerausstellung umfasst die Zeit vom späten Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert und präsentiert sich in den prachtvollen Räumen des Hauptgebäudes.

Im Zuge der Landesgartenschau von 1992 entschloss man sich dazu, das Museum durch die Hinzunahme eines Baues der Landesfestung aus dem 19. Jahrhundert wesentlich zu erweitern.

Das Reduit Tilly, nach Plänen des Hofarchitekten Leo von Klenze (1784-1864) von 1828-1841 errichtet, wurde 1994 für die Öffentlichkeit geöffnet und beherbergt eine der größten Dauerausstellungen zum Ersten Weltkrieg in Europa.

Die Bestände des Bayerischen Armeemuseums sind vielfältig und bedeutend. Sie haben einen bayerischen Schwerpunkt, weisen jedoch eine europäische Dimension auf. Neben den in einem militärhistorischen Museum zu erwartenden Sammlungsbereichen wie Waffen, Uniformen und Ausrüstungsgegenständen aller Art, besitzt das Haus einen der bedeutendsten Bestände an Fahnen und Standarten in ganz Europa. Die ältesten Stücke stammen hier aus dem 16. Jahrhundert.

Darüber hinaus werden in den imposanten Räumlichkeiten Musikinstrumente, kunsthandwerk- liche Arbeiten von Soldaten, Gemälde, Grafiken, Textilien aller Art oder auch eine große Modellsammlung aus dem 17. Jahrhundert gezeigt.

Bei Jung und Alt besonders beliebt ist der so genannte Zinnfigurenturm, in dem auf vier Etagen tausende von Zinnfiguren in riesigen Diorahmen aufgestellt sind. Sie stellen verschiedene Schlachtenszenen vom Dreißigjährigen Krieg bis in das 19. Jahrhundert nach.

Besonders wertvolle Objekte sind ein Plattenharnisch aus der Zeit um 1350, von dem es wohl nur eine Handvoll vergleichbarer Stücke in Europa gibt.

Aber auch die Sammlung von einem Dutzend Reiterharnischen aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts (so genannte Pappenheimer) ist in seiner Fülle und Präsentation einmalig. Einen großen Raum nehmen Beutestücke aus der Zeit der Türkenkriege des 17. und 18. Jahrhunderts ein. Herausragend ist hier sicherlich das 1687 in der Schlacht von Mohacs (Ungarn) erbeutete Zelt des Großwesirs des Osmanischen Reiches Suleimann.

Darüber hinaus findet sich eine Auswahl von Uniformen aller bayerischen Könige von 1806 bis 1918 in der Dauerausstel- lung, die auch die Verflechtungen Bayerns mit den europäischen Königshäusern des 19. Jahrhunderts zeigen.

Konzentriert sich die Ausstellung im Neuen Schloss auf die eher klassischen Gebiete eines militärhistorischen Museums wie z.B. kunsthandwerklich bedeutende Waffen und Har- nische bzw. eine Auswahl von Uniformen hochadeliger Träger, so ist die Abteilung Erster Weltkrieg gänzlich anders und moderner gestaltet.

Hier findet sich der Besucher in einer eher beklemmend gestalteten Ausstellung wieder. Nachbauten von Unterständen und Schützengräben simulieren die bedrückende und beengende Situation des Grabenkrieges während des Ersten Weltkrieges. Hunderte von Exponaten (vom Artilleriegeschütz bis zu Fahnen aus dem russischen Zarenreich), zeigen die Grausamkeit und Brutalität des Krieges ebenso wie die zunehmende Technisierung, die Mangelwirtschaft in der Heimat, die Propaganda der Kriegsparteien oder den Einsatz von Tieren im Krieg.

Die Bandbreite der Themen ist sehr groß und nähert sich der Thematik „Der Mensch im Krieg“ auf eine außergewöhnliche Weise, die den Besucher nicht unbeeindruckt lässt.

Neben den Dauerausstellungen sind die in unregelmäßigen Abständen wechselnden Sonderausstellungen in den verschiedenen Häusern sehenswert. Das Museum widmet sich in jüngster Zeit verstärkt Themen des 20. Jahrhunderts.

Zusätzlich zog im Jahr 2007 die polizeigeschichtliche Sammlung der Bayerischen Polizei aus Bamberg in das Reduit Tilly ein, einem weiteren Festungsbauwerk des 19. Jahrhundert.

Hier wird die Geschichte der bayerischen Polizei von der Revolution 1918 bis zur Gegenwart gezeigt werden.

Sie enthält Historisches über die bayerische Gendarmerie, die bayerische Polizei während der Zeit des Nationalsozialismus und allgemein die Entwicklung der Gemeinde- und Stadtpolizei sowie der Landes-, Wasserschutz-, Grenz- und Bereitschaftspolizei.

Die Themen der polizeigeschichtliche Sammlung der Bayerischen Polizei reichen von der Polizeiausbildung im Dritten Reich bis zur Grenzsicherung im Kalten Krieg. Die Ausstellung gibt Einblicke in das Innenleben der Polizei, sie zeigt verschiedenste bekannte und unbekannte Ausrüstungsgegenstände ebenso wie überraschende, persönliche Dokumente.

Am 1. Februar 2010 trat Ansgar Reiß den Posten als neuer Museumsleiter an. Innerhalb kurzer Zeit gelang ihm eine Neuausrichtung des Museums, die sich insbesondere in den Sonderausstellungen manifestiert.

Wurden zuvor oft militärgeschichtliche Themen isoliert unter wehrtechnischen oder uniformkundlichen Gesichtspunkten dargestellt, so wird nun Heereskunde im sozialgeschichtlichen Kontext begreifbar gemacht.

Nach einer Ausstellung über afroamerikanische US-Soldaten in der Besatzungszeit gastierte bis September 2011 die Wanderausstellung der „Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ zum Thema NS-Militärjustiz.

geplante Sonderausstellungen

Internat. Figurenbörse

Herzog von Bayern 2012
mit Wettbewerb und Vortrag
Herzog von Bayern 2012 mit Wettbewerb und Vortrag
über den Russlandfeldzug 1812

Neues Schloss
Dauer: 27. bis 29. April 2012

Ordnung und Vernichtung
Die Polizei im NS-Staat

15. Juni bis 23. September 2012
Reduit Tilly

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Bayerisches Armeemuseum
Paradeplatz 4
85049 Ingolstadt
www.armeemuseum.de

Ostermarkt mit Osterbrunnen auf dem Paradeplatz, Ingolstadt (23.03.-09.04.2012). Ostern im Münchner Umland (Foto:Marikka-LailaMaisel)

gleich nebenan auf dem Paradeplatz vom 23.03.-09.04.2012: Ostermarkt 2012 mit Osterbrunnen auf dem Paradeplatz, Ingolstadt (mehr)



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