Die Toscana in den Valdarno Hügeln – viel Kultur, Shopping und Natur


Der schiefe Turm von Pisa

Kaiser Friedrich II. errichtete diesen Turm in San Miniato

Trüffelsuche , organisiert von der "Tartufotheka" in San Miniato

Safrananbau bei Montopoli

malerisch gelegen: Ristorante Montevecchio in Montopoli

Geburtshaus von Vincenzo Galilei, dem Vater des berühmten Galileo Galilei, in Santa Maria a Monte

Santa Maria a Monte

Ledergerbereien im Valdarnotal

©Fotos: Monika Küspert

Ja, die Toscana, da denken viele immer noch hauptsächlich an essen und trinken in wunderschöner hügeliger Landschaft.

Aber weit gefehlt: Natürlich muß man erst einmal das kulturelle Pflichtprogramm in Pisa absolvieren – den Besuch des berühmten schiefen Turms. Auch wenn er ständig von Touristen übersäht ist, es lohnt sich wirklich dieses wunderschöne Ensemble aus Dom, Taufkapelle und Turm zu besuchen.

Den Turm kann man derzeit wieder besteigen. Er wird allerdings ständig restauriert.

Pisa liegt gerade einmal knapp 1 1/2 Stunden per Air Dolomiti entfernt von München, Italien ist ja geradezu von Regionalflughäfen überzogen. Aber auch im Auto ist die Entfernung München - Pisa bequem in 6-7 Stunden zu schaffen.

Valdarnotal

Das einzigartige und malerische Valdarnotal zwischen den bekannteren Städten Pisa und Florenz, in dem sich Ortscaften wie San Mineato, Montopoli und Santa Maria a Monte befinden, war das erste der Toskana, welches besiedelt wurde.

Heute ist das Valdarnotal berühmt für seine Ledergerbereien. Feinstes Luxusleder für Marken wie z.B. Prada und D&G wird hier produziert.

In den dortigen Outlets kann man günstige Lederprodukte aller Art erwerben.

San Miniato

Unbedingt besuchen muß man das mittelalterliche Städtchen San Miniato, ungefähr eine halbe Autostunde von Pisa entfernt. Es gilt nach Alba als zweite Trüffelhochburg, in der Toscana gelegen.

In Corazzano gibt es eine  „Tartufotheka“, ein Trüffelmuseum mit Verkostung und der Möglichkeit mit einem Trüffelhund auf Trüffelsuche zu gehen.

Bei unserem Versuch fand Trüffelhund „Nevi“ – eine Promenadenmischung, dem die Trüffelsuche allerdings in den Genen liegt – in einer halben Stunde 5 Trüffel mit einem Durchschnittsgewicht von 7 bis 30 Gramm pro Trüffel.

Vorwiegend am Waldrand und in Gräben findet man die Luxuspilze, die bis zu 30 cm unter der Oberfläche wachsen.

San Miniato ist auf drei Hügeln im Val d’Arno – dem Tal des Arno – gelegen und noch sehr ursprünglich. Ab 783 entwickelte sich der heutige Ort rund um die Kirche, die dem christlichen Märtyrer und Namenspatron San Miniato geweiht war. Im Jahr 962 ließ Kaiser Otto I. hier eine Burg errichten.

San Miniato wurde Sitz der kaiserlichen Landvogte, die die Gerichtsgewalt über die gesamte Toscana hatten. Die Burg beherbergte 1178 Kaiser Barbarossa und später Friedrich II., der dort 1240 die Festung mit seinem Turm errichten ließ. Der Turm den man heute besichtigen kann ist ein Nachbau aus den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts, da das Original 1944 von Minen zerstört wurde.

Die zweite Sehenswürdigkeit ist die Kathedrale San Miniatos mit schönen Skulpturen.

Die Stadt ist Mitglied der Cittaslow, einer 1999 in Italien gegründeten Bewegung zur Entschleunigung und Erhöhung der Lebensqualität in Städten.

Montopoli

Auch Montopoli ist im Mittelalter entstanden. Wie in San Miniato finden sich hier ebenfalls Spuren aus etruskischer und römischer Zeit. Ein Spaziergang durch die alten Gassen versetzt einen Jahrhunderte zurück.

Vom Turm „San Matteo” sieht man am besten was den Reiz der hügeligen toscanischen Landschaft ausmacht.

Im ganzjährig geöffneten, malerisch gelegenen Restaurant Montevecchio der gleichnamigen Residenz können sie typische Gerichte aus der Toskana probieren (www.ristorantemontevecchio.com).

Etwas außerhalb wird vom Agriturismo Bramasole e Ginestra (www.agriturismobramasole.it) auch versuchsweise Safran angebaut.

Das Bauernhaus mit landswirtschaftlichen Nebengebäuden und antikem Steinofen (Ende 18. Jahrhundert), der noch heute gut erhalten ist und zum Pizza oder Brot backen genutzt wird, ist eingerahmt von der typisch toskanischen Hügellandschaft, welche mit Olivenhainen, Zypressen, Akazien- und Maulbeerbäumen übersät ist.

Das Gewürzgras Safran, mit dessen Anbau man sich hier seit einigen Jahren beschäftigt, ist sehr kostbar: 1gr Safran kostet 25 Euro. Safran ist somit kostbarer als Trüffel.  Im Moment liegt hier die Jahresproduktion bei 200 gr, die man aber langsam erhöhen möchte.

Ferien auf dem Bauerhof kann man hier auf dem mit 4 Ähren klassifizierten Gut verbringen. Das Gut erstreckt sich auf einer Gesamtfläche von etwa 10 ha Land und schließt zwei Olivenhaine entlang der Gebirgskämme, ein Waldstück sowie zwei Täler mit ein. Wer einfach nur die Sonne geniessen will: ein Swimmingpool (10x5 m, 1,20-1,40 m Tiefe) lädt zum Baden ein.

Letzter Punkt unserer Toscana Rundreise: Santa Maria a Monte

Der mittelalterliche Ort Santa Maria a Monte hatte seine Blütezeit vom 8. bis zum 15. Jahrhundert und bietet eine architektonische Besonderheit: Die Gassen ziehen sich spiralförmig von außen zum inneren Stadtkern. Das heißt, ein durchgehender Rundweg führt vom äußeren Ring nach zum Zentrum auf dem Hügel.

In Santa Maria a Monte steht auch heute noch das Haus von Vincenzo Galilei, dem Vater des berühmten Galileo Galilei.

Monika Küspert

Mehr Infos unter:

12.05.2007

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Weitere Informationen:
Tourismusverband SÜDTIROLs SÜDEN
Pillhofstraße 1
I-39010 Frangart (BZ)
Telefon: 0039/0471/633488
Fax: 0039/0471/633367
www.suedtirols-sueden.info
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