Urlaub in Italien: Verona - Münchens Schwesterstadt
Verona, an der Etsch gelegen (Foto: Martin Schmitz)
Verona liegt an der Etsch
on dem Außenring der Arena stehen seit dem Erdbeben von 1117 nur noch 4 Bögen "L'ala" - der Flügel genannt (Foto: Martin Schmitz)
Von dem Außenring der Arena stehen seit dem Erdbeben von 1117 nur noch 4 Bögen "L'ala" - der Flügel genannt
Im Sommer finden die Opernfestspiele in der Arena statt, draussen warten Kulissenteile auf ihren Einsatz (Foto: Martin Schmitz)
Im Sommer finden die Opernfestspiele in der Arena statt, draussen warten Kulissenteile auf ihren Einsatz

Bibliothek der Literaturgesellschaft Società Letteraria


Ziel zahlloser Liebender: der Balkon der Julia (Foto: Martin Schmitz)
Ziel zahlloser Liebender: der Balkon der Julia
Vom vielen anfassen ist eine Brust der Statue schon ganz blank polier (Foto: Martin Schmitz)
Vom vielen anfassen ist eine Brust der Statue schon ganz blank poliert
Im Torgang verewigt man sich: tausende Liebesschwüre bedecken die Wände bis hoch oben (Foto: Martin Schmitz)
Im Torgang verewigt man sich: tausende Liebesschwüre bedecken die Wände bis hoch oben
Brunnen der Madonna Verona an der Piazza del Erbe (Foto: MartiN Schmitz)
Brunnen der Madonna Verona an der Piazza delle Erbe

Der "Münchner Kindl Brunnen" an der Piazza Bra

Stadtplan des alten Verona in Kupfer

Nachtleben an der Arena

©Fotos: Martin Schmitz
Verona (256.110 Einwohner, ca. 59 m über dem Meeresspiegel), zwischen Mailand und Venedig gelegen, steht aufgrund ihres Weltkulturerbes unter dem Schutz der UNESCO (Karte)

In Verona finden Sie mühelos leicht Zeugnisse der italienischen Geschichte - von der Römerzeit bis hin zu unseren Tagen, wobei nicht vergessen werden darf, dass sie im Mittelalter eine der bedeutendsten Städte Italiens war. Auch Shakespeare wählte Verona als Schauplatz eines Meisterwerks der Weltliteratur, die Geschichte von Romeo und Julia ist weltbekannt.

Im Übrigen ist Verona auch für die ghibellinische Architektur bekannt.

Verona ist heute wegen ihrer Lebendigkeit und ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten das zweite Zentrum in der Region Veneto und zugleich ein beliebtes Ziel des internationalen Tourismus.

Die sanften Windungen der Etsch, die die Stadt durchqueren und die Hügel, die sie im Norden umgeben, machen ihre Schönheit und ihre landschaftliche Harmonie aus. Durch ihre geographische Lage begünstigt, hatte die Stadt höchstwahrscheinlich schon einen rhätisch-etruskischen und euganeischen Kern, doch die ersten sicheren Nachrichten gehen auf das 4. Jh. v. C. zurück.

Zur römischen Zeit war hier ein großes politisches und wirtschaftliches Zentrum, wovon heute noch prächtige Spuren verbleiben: angefangen von der Arena bis zum Römischen Theater, vom Gavi-Bogen bis zum Stadttor Porta Borsari, von dem Archäologiegebiet der Porta Leoni bis zu den Scavi Scaligeri.

Dieser letztere Bereich, inmitten der Stadt, ein paar Schritte von Piazza Delle Erbe entfernt, wurde während des Mittelalters Sitz der politischen Macht und der Verwaltung, und dort findet man, harmonisch nebeneinander oder miteinander vermischt, die Spuren unterschiedlicher Epochen: ausgehend von den römischen Überresten bis hin zu den großartigen Palais des 18. und 19. Jh., über die mittelalterliche Architektur hinweg, die unter der Skaligerherrschaft blühte und die der Renaissance.

Einen interessanten und weniger bekannten Part bilden die Stadtmauern, von denen man noch bemerkenswerte und sehr gut erhaltene Stücke vorfindet; ihr jeweiliger Umfang wird immer größer, je nachdem, in welcher Epoche sie errichtet wurden.

Sie verleihen der Stadt ein besonderes Aussehen und ermöglichen es uns, die Stadtgeschichte zu rekonstruieren. Von den ersten beiden nacheinander von den Römern errichteten Stadtmauern ist wenig erhalten (nur ein kurzes Stück der ersten entlang der heutigen Via Diaz, und ein Teil der Mauer des Kaisers Gallienus, in der Nähe der Arena), die kommunalen Stadtmauern zwischen Castelvecchio und der Aleardi-Brücke, die nach den Fluten von 1239 wieder aufgebaut wurden, sind noch in sehr gutem Zustand.

Die von der Skaligerherrschaft errichtete Stadtgrenze, die im Januar 1325 fertig gestellt wurde und die eine Fläche von 450 Hektar umschloss, wurde im Wesentlichen von den Venezianern im 16. Jh. bestätigt und danach auch im 19. Jh. von den Österreichern, die Verona zu einer der befestigten Städte des Festungsvierecks machten.

Verona ist Sitz der Literaturgesellschaft Società Letteraria, der ältesten Leihbibliothek Italiens, gleich vis à vis der Arena gelegen (www.societaletteraria.it) an der Piazzetta Scalette Rubiani 1, 37121 Verona.

Im Sommer 2006 erst wurde hier die oberste Etage grundlegens saniert, u.a. mit der Hilfe der bei Verona ansässigen Fluggesellschaft Air Dolomiti, die im Gegenzug hin und wieder die Räume für eigene Veranstaltungen nutzten darf.

Die Arena von Verona (Arena Di verona) ist ein gut erhaltenes römisches Amphitheater und ist nach dem Kolosseum in Rom das zweitgrößte erhaltene Amphitheater. Die Arena hat eine Länge von ca. 138 Metern und eine Breite von ca. 110 Metern.

Das Theater wurde etwa im Jahr 30 n. Chr. errichtet und lag damals außerhalb der römischen Stadtmauer Veronas. In römischer Zeit fasste die Arena über 30.000 Zuschauer und wurde für Gladiatorenkämpfe und Wettkämpfe genutzt. Die Außenfassade war mit weißem und rosa Kalkstein verkleidet.

Nach einem Erdbeben im Jahr 1117, bei dem der größte Teil des Außenrings zerstört wurde, diente die Arena als Steinbruch für die wachsende mittelalterliche Stadt. So mache Steinquader in den Aussenmuern diverser Kirchen lassen vermuten, dass hier Teile der Arena mit verbaut wurden.

Heute sind nur noch 4 Bögen des ehemals die Arena vollständig umfassenden Außenrings erhalten. Sie werden von den Veronesern "l'ala" - der Flügel - genannt.

Seit der Renaissance wurde das Monument mehrfach restauriert und die gesamten internen Stufenreihen wiederhergestellt. Vor einigen Jahren wurde ein großer Wiederherstellungsplan aktiviert, um die Erhaltung und die Architektur zu gewährleisten.

Während der Renaissance auch gab es erste Bestrebungen, das Bauwerk wieder als Theater zu nutzen. Dies geschieht aber erst seit 1913 wieder regelmäßig, aufgrund der hervorragenden Akustik konnte sich die Arena schnell als Konzertstätte etablieren.

Heute finden vor allem in den Monaten Juni, Juli und August Opernaufführungen statt. Mehr als 6 Mio. Zuschauer haben seitdem in mehr als 400 Vorstellungen die besondere Atmosphäre der Arena geniessen können.

Während im Sommer die meisten vergleichbaren Städte vor sich hindämmern, kommen auf die 250.000 Veroneser rund 600.000 Touristen im Juli und August.

Das Festival Lirico der Fondazione Arena di Verona findet in diesem Jahr zum 90. Mal statt - vom 14. Juni bis zum 08.09.2013. Aida, Nabucco, La Traviata, Il Trovatore, Messa da Requiem, Rigoletto, Romeo und Julia stehen 2013 auf dem Programm der Arena von Veron

Vor 40 Jahren besiegeln München und Verona ihre Städtepartnerschaft. Sichtbares Zeichen dafür ist in München die Figur der Julia am Alten Rathaus, die die Cassa di Risparmio di Verona der Stadt 1974 anlässlich des gemeinsam mit der Stadtsparkasse München begangenen 150-jährigen Jubiläums gestiftet hat. Nur selten trägt die Bronzestatue keinen Blumenstrauß.

Verona erhielt als Gegengeschenk der Stadtsparkasse München den Münchner Kindl Brunnen an der Piazza Bra, in dessen Nähe unter Bäumen sich auch ein Gedenkstein für die in deutsche KZs verschleppte Italiener befindet.

Der Besuch des Balkons am Haus der Julia in der Via Capello nahe derPiazza delle Erbe gehört zum Pflichtprogramm der Touristen, die Statue an der Brust zu berühren (oder zu betatschen) scheint ebenfalls für die meisten Touristen ein absolutes Muß zu sein. Entsprechend abgewetzt ist die rechte Brust der erst in den 70er Jahren vom Veroneser Bildhauser Nero Costantini gestalteten Statue unter dem Balkon.

Im Inneren des Hauses hat man versucht, den Eindruck eines Wohnhauses aus dem XIV. Jahrhunderts zu rekonstruieren, zudem befindet sich hier eine wertvolle Sammlung mittelalterlicher Keramik.

Im Torbogen zum Innenhof mit dem Balkon verewigen sich an den Wänden Generationen von Besuchern mit Zetteln oder direkt auf der Wand. Die unzähligen Liebeschwüre gibt es in allen Sprachen der Erde, und wer auf sich hält, befestigt den seinen so hoch wie möglich.

Am Abend trifft man sich in den zahllosen Cafés an der Piazza delle Erbe an dem es heute allerdings kaum noch, wie der Namen verspricht, Gemüse gibt, sondern mehr und mehr touristisches, vom Ballack T-Shirt bis zum Romeo & Julia Aschenbecher, wenigstens Ost haben einige der Stände noch im Angebot: hier kann man auch Becher mit gekühlt aufbewahrten fertig geschnittenen Fruchtstücken erwerben.

Doch am Abend sind die Stände zugeklappt, auf deren kupfernen Deckeln spiegelt sich der Brunnen mit der Madonna Verona, die Jugend kommt auf ihren Vespas und die Plätze vor den Cafés füllen sich. Zeit für einen Caffe oder einen Spritzer Aperol, zum Beispiel im Cafe MezzaParte.

Verona Card

Die VeronaCard ist eine in zwei Versionen erhältliche ermäßigte Sammelkarte, die erste (15 Euro) ist zwei Tage gültig. Damit kann man die öffentlichen Verkehrsmittel der AMT benutzen, sie ermöglicht freien Eintritt in Museen, Denkmäler und in die an diese Initiative gebundenen Kirchen und berechtigt zu einer Eintrittsermäßigung bei anderen touristisch wichtigen Stätten der Stadt, die zweite (20 Euro) bietet die gleichen Möglichkeiten an fünf aufeinander folgenden Tagen ab Gültigkeitsdatum.

Die VeronaCard ist in Museen, Denkmälern, Kirchen und bei allen der Initiative angegliederten Stellen erhältlich. Die Initiative VeronaCard wurde von der Gemeinde Verona, von der Vereinigung Associazione Chiese Vive und vom AMT realisiert.

Von München hinfliegen:

3 x täglich fliegt die Air Dolomiti von München nach Verona/Villafranca, insgesamt verbindet die Air Dolomiti hier an ihrem Heimatflughafen täglich mit 41 Flügen deutsche Destinationen mit Verona.

www.airdolomiti.de

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Bühnenbild Madame Butterfly in der Arean di Verona (Foto: MartiN Schmitz)
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