Panzernashorn-Baby in Hellabrunn: Rapti brachte kleinen Nashornbullen zur Welt im Münchner Zoo - jetzt hat er Ausgang und darf die Anlage erkunden
Nashornbaby Rapti durfte am 09.09.2015 erstmals ins Gehege (©Foto:Marikka-Laila Maisel)
Nashornbaby Rapti durfte am 09.09.2015 erstmals ins Gehege


Panzernashornbaby (©Foto. Ingrid Grossmann)

Panzernashornbaby (©Foto. Ingrid Grossmann)

Panzernashornbaby (©Foto. Ingrid Grossmann)

Panzernashorn-Baby in Hellabrunn: Rapti bringt kleinen Nashornbullen zur Welt im Münchner Zoo Foto: Tierpark Hellabrunn
Panzernashorn-Baby in Hellabrunn: Rapti brachte am 31.08.2015 einen kleinen Nashornbullen zur Welt im Münchner Zoo

©Foto: Tierpark Hellabrunn (1), Ingrid Grossmann (3), Marikka-Laila Maisel (4)

Weltjahrespremiere im Münchner Tierpark Hellabrunn: Mit dem Panzernashornbaby, das am 9. September der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, können die Münchner das bisher einzige 2015 in Menschenhand geborene Panzernashorn-Jungtier weltweit besuchen.

Seit 09.09.2015 sind Nashorn-Mutter Rapti und ihr Jungtier für die Besucher auf der Außenanlage und im Nashornhaus zu sehen.

Er ist einer der letzten seiner Art, doch diese Bedeutung ist dem kleinen Nashornbullen – zum Glück – nicht bewusst. Er rennt und tollt ausgelassen auch zur Freude der Besucher - die hier sicherlich in den nächsten Monaten eine ganz besondere Attraktion kennenlernen möchten - über die Außenanlage, genießt die Sonne und versucht Nashorn-Mama Rapti mit kleinen Schubsereien und Remplern zum Spielen zu bewegen.


Münchner Panzernashorn Baby vorgestellt @ Tierpark Hellabrunn am 09.09.2015

Wie bei kleinen Nashornkindern üblich, folgen auf diese Sturm- und Drangphasen immer auch wieder ruhige Momente, in denen sich das kleine Nashorn hinlegt und ausruht.

Der noch namenlose Jungbulle ist am 31.08.2015 um 09:01 Uhr nach 492 Tagen Tragzeit im Tierpark zur Welt gekommen, schätzungsweise 60 kg brachte der "Kleine" dabei auf die Waage.

Seine 26-jährige Mutter Rapti kümmert sich seitdem sehr fürsorglich und geduldig um ihn. So kann er sehr regelmäßig bei ihr trinken und bekommt viel Körperkontakt. Seinen Vater Niko, der auch in Hellabrunn lebt, hat er bisher noch nicht kennengelernt.

Drei Tage nach der Geburt hatte das Nashornbaby plötzlich einen geschwächten Eindruck gemacht. Deshalb hatten sich Tierärzte, Kuratoren und die Tierparkleitung kurzfristig dazu entschlossen, Mutter und Kind noch länger hinter den Kulissen zu belassen und mit einer intensiven Behandlung zu beginnen.

Seitdem wurde er rund um die Uhr von den Tierpflegern überwacht und mehrmals täglich von den Tierpark-Veterinären untersucht und behandelt. Das Jungtier ist sehr schnell wieder auf die Beine gekommen, und so konnte am Wochenende Entwarnung gegeben werden. Die Ursache für die Infektion war vermutlich der versehentlich durch Rapti abgerissene Nabelschnurrest des Jungtiers.

Die Tierpark-Besucher haben die Möglichkeit, Namensvorschläge für das Jungtier abzugeben. Einzige Bedingung ist, dass der Name mit dem Buchstaben „P“ beginnen muss, da alle 2015 im Tierpark Hellabrunn zur Welt gekommenen Tiere diesen Anfangsbuchstaben haben.

Außerdem wünscht sich der Tierpark einen Bezug des Namens zu Raptis Herkunftsland Nepal. Die Namen werden von der Redaktion der Tageszeitung Münchner Merkur gesammelt und ihren Lesern zur Wahl gestellt.

Weltweit leben nur noch knapp 3.000 Panzernashörner, davon etwas mehr als 200 in menschlicher Obhut. „Der Nashorn-Bulle ist für das weltweite Erhaltungszuchtprogramm von sehr großer Bedeutung“, unterstreicht Hellabrunns Direktor Rasem Baban die Wichtigkeit der Nachzucht für die Arterhaltung. „Er wird in seinem Leben hoffentlich sehr viele Kinder haben“, so Baban weiter.

Neben dem Lebensraumverlust wird den Nashörnern vor allem die Jagd auf ihr Horn zum Verhängnis. Ihr Nasenhorn ist in der traditionellen asiatischen Medizin hochgeschätzt, hat aber nachweislich keinen medizinischen Nutzen, da es größtenteils aus Keratin besteht, genau wie menschliche Fingernägel.

Umso wichtiger ist die Erhaltungszucht in zoologischen Gärten. In Deutschland kann man nur in insgesamt fünf Zoos Panzernashörner beobachten. Gerade Mutter Rapti, die aus Nepal stammt, ist für den Genpool der in Menschenobhut lebenden Panzernashörner besonders wichtig. Ihre Gene konnte sie nun erfolgreich an den kleinen Bullen weitergeben. Der kleine Nashornbulle

Rapti ist eine tolle Mutter, die sehr entspannt und fürsorglich mit ihrem Nashornbaby umgeht“, erläutert Hellabrunns Direktor Rasem Baban. „Wir geben dem Jungtier jetzt alle Zeit, die es benötigt, um sich an seine neue Umwelt zu gewöhnen. Deshalb sind Mutter und Kind in den nächsten Tagen für die Besucher noch nicht zu sehen“, so Baban weiter.

Bei den ersten zwei Trächtigkeiten der Nashornkuh gab es Komplikationen: Im September 2012 kam bereits ein kleiner Nashornbulle zur Welt, der aber am dritten Lebenstag an einer Infektion, die er sich vermutlich bereits im Mutterleib zugezogen hatte, verstarb. Die Ursache konnte auch mittels ausführlicher pathologischer Untersuchungen nicht geklärt werden.

Vor zehn Jahren hatte die Panzernashorn-Mutter als Erstgebärende eine Totgeburt. Bei Erstgeburten sind die Überlebenschancen jedoch allgemein, in Zoos wie auch in der freien Wildbahn, eher gering.

neugierig, der Kleine. Raptis Panzernashorn-Baby hatte am 09.09.2015 seine Premiere:  erstmals vor Publikum - die Presse und die Besucher ware begeistert von dem Jungtier. (©Foto: Marikka-Laila Maisel)
Ein wenig neugierig war er, der Kleine. Raptis Panzernashorn-Baby hatte am 09.09.2015 seine Premiere: erstmals vor Publikum - die Presse und die Besucher ware begeistert von dem Jungtier.
neugierig, der Kleine. Raptis Panzernashorn-Baby hatte am 09.09.2015 seine Premiere:  erstmals vor Publikum - die Presse und die Besucher ware begeistert von dem Jungtier. (©Foto: Marikka-Laila Maisel)

Wir freuen uns sehr, dass Hellabrunn mit der Zucht des kleinen Panzernashorns einen wichtigen Beitrag zur Arterhaltung leisten kann“, unterstreicht Aufsichtsratsvorsitzende und Bürgermeisterin Christine Strobl die Bedeutung der Geburt für das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP).

Der Wildbestand an Panzernashörnern wird auf nur noch etwa 2.750 Tiere, in kleinen voneinander getrennten Rückzugsgebieten, geschätzt.

Neben dem Lebensraumverlust wird den Nashörnern vor allem die Jagd auf ihr Horn zum Verhängnis. Ihr Nasenhorn ist in der traditionellen asiatischen Medizin hochgeschätzt, hat aber nachweislich keinen medizinischen Nutzen, da es größtenteils aus Keratin besteht, genau wie menschliche Fingernägel.

Umso wichtiger ist die Erhaltungszucht in Zoologischen Gärten. In Deutschland kann man nur in insgesamt fünf Zoos Panzernashörner beobachten. Gerade Rapti, die aus Nepal stammt, ist für den Genpool der in Menschenobhut lebenden Panzernashörner besonders wichtig.




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Besuchszeit:
April bis September von 9 - 18 Uhr
Oktober bis März von 9 - 17 Uhr
Täglich geöffnet!

Die Tierhäuser schließen eine halbe Stunde vor Ende der Besuchszeit !

Tageskarte

  • Erwachsene 14,00 €
  • Kinder von 4-14 Jahren 5,00 € (Kinder bis 4 Jahre frei)
  • Schüler und Studenten (gegen Vorlage eines Ausweises), Senioren (Ausweis) 10,00€
  • Schwerbehinderte (mit Ausweis) bis 90% GdB, Erwachsene 10,00 €, ab 90% GdB freier Eintritt, bei Vermerk auf dem Ausweis "Begleitperson nötig", dann Begleitperson frei
  • Kleine Familienkarte (umfasst einen Erwachsenen und dessen eigene bzw. unter gleicher postalischer Adresse lebende Kinder (4.-14. J.)) EUR 17,00
  • Große Familienkarte (umfasst zwei Erwachsene und deren eigene bzw. unter gleicher postalischer Adresse lebende Kinder (4.-14. J.)) EUR 30,00

Kinder unter 15 Jahren dürfen sich auf dem Tierparkgelände nur in Begleitung einer volljährigen, aufsichtspflichtigen Person bewegen.

Ab sofort können Eintrittskarten für den Münchner Tierpark Hellabrunn auch über das Internet bestellt werden. Sie sind erhältlich über www.muenchenticket.de

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MVV/MVG

U-Bahn und Bus:
U3 (ab Marienplatz) bis U-Bahn-Station Thalkirchen,
zum Isar-Eingang des Tierparks ca. 3 Minuten Fußweg.

Buslinie 52 ab Marienplatz bis Endstation „Tierpark“
(Allemannenstr.), nur 2 Minuten vom „Flamingo-Eingang“ entfernt.

Mit dem Auto:
Schattige Parkplätze (Gebühr EUR 3,00) direkt bei den Eingängen! (P1 und P2)


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