Eröffnung des neuen Eisbärengeheges im Tierpark Hellabrunn am 04.08.2010
„Servus dahoam“ – die Eisbären „Yoghi“ und „Giovanna“ sind wieder zuhause

Eisbär Yoghi beim ersten Bad im neuen Eisbärengehege (Foto. Martin Schmitz)
Eisbär Yoghi beim ersten Bad im neuen Eisbärengehege
Dank der Erweiterung und neuer Fenster ist nun auch ein Blick unter Wasser möglich (Foto: MartiN Schmitz)
Dank der Erweiterung und neuer Fenster ist nun auch ein Blick unter Wasser möglich
Eröffnet wurde das neue Gehege am 04.08.2010 von Zoochef Dr. Andreas Knieriem und Münchens 2. Bürgermeisterin Christine Strobl (Foto: MartiN Schmitz)
Eröffnet wurde das neue Gehege am 04.08.2010 von Zoochef Dr. Andreas Knieriem und Münchens 2. Bürgermeisterin Christine Strobl

Helmut Kern ist Revierleiter des Polariums und hat für die Eisbären viele neue Spielzeuge






Fotos & Videos: Martin Schmitz
Am 04.08.2010 konnte Münchens beliebter Tierpark Hellabrunn nach nur 287 Tagen Bauzeit endlich seine neue Eisbärenanlage eröffnen. Erst ein wenig zögerlich trat Eisbär Yoghi ins Licht, die Kameras klickten, unbeeindruckt davon ging er zugleich auf Entdeckertour. Immer wieder mit einem Stopp, die Nase hochgereckt, Witterung aufnehmen.

Vieles dürfte ihm bekannt vorgekommen, lebte er doch genau hier schon seit Mai 2007 bis zum Somer 2009. Doch jetzt hat er richtig Platz, und vielleicht das Schönste für ihn, noch ganz allein für sich, denn die Eisbärin Giovanna wird erst in ein paar Tagen ebenfalls ins neue Außengehege dürfen.

Noch werden die letzten Details bearbeitet, so dass der normale Zoobesucher sich noch bis Samstag, 07.08.2010 begnügen muss, dann dürften auch die Reste der Baustelle beseitigt sein die man zur Eröffnung noch hinter Zäunen verbergen muß..


Video: Eröffnung Eisbärengehege am 04.07.2010

Fotos Eisbärengehege Eröffnung am 04.08.2010 mit Eisbär Yoghi, Index Seite 1, 2, 3, 4, 5, 6, (©Foto: Martin Schmitz)

Am 20. Oktober 2009 hatte mit dem Spatenstich der Tierpark Hellabrunn Aufsichtsratsvorsitzenden und 2. Bürgermeisterin Christine Strobl der offizielle Baubeginn begonnen.

Ziel des Um- und Neubaus der Eisbärenanlage war die deutliche Vergrößerung der Anlage auf das Dreifache sowie eine naturnahe Gestaltung anstelle des vorherigen „Betonariums“.

Ermöglicht wurde dies durch die Eingliederung des einstigen Moschusochsen-Geheges, wodurch den Eisbären jetzt eine Fläche von 2.800 qm zur Verfügung steht. Dadurch kann sich Hellabrunn mit einer der größten und schönsten Eisbärenanlagen Europas präsentieren.

Die neue Anlage verfügt über zwei komplett unterschiedliche Erlebniswelten, einer Eis und Felslandschaft sowie einer Tundra- und Taigalandschaft, die den natürlichen Lebensräumen der Eisbären nachempfunden wurde. Die Tiere können ihren Aufenthaltsort nach Belieben wählen und sich gegebenenfalls auch aus dem Weg gehen.

Eine Abtrennung der einzelnen Bereiche ist bei Bedarf selbstverständlich auch möglich.

Die Neugestaltung der Anlage ist für die Eisbären eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensqualität. Die triste Betonarchitektur wurde durch eine Anlage, die heutigen Ansprüchen an eine artgerechte Tierhaltung eines wissenschaftlich geführten Tierparks entspricht, ersetzt.

Aber nicht nur für die Eisbären bedeutet die neue Anlage eine höhere Lebensqualität.

Auch die Besucher profitieren von dem Umbau: So können sie jetzt die Eisbären unter Wasser beim Schwimmen beobachten und auf einem Entdeckerpfad ist es möglich, den Tieren so nahe zu kommen, dass sie hier nur noch durch eine 3,2 cm dicke Glasscheibe von ihnen getrennt sind.

Äußerlich scheinbar unverändert, birgt die Glaswand erneut eine bahnbrechende Innovation: Die bestehenden Glasscheiben wurden durch ein neuartiges Vogelschutzglas, sog. Ornilux, ersetzt.

Ein für das menschliche Auge nahezu unsichtbares Gitternetz im Inneren der Scheiben reflektiert das Licht im ultravioletten Spektrum und macht dadurch die Verglasung für Vögel deutlich sichtbar. Dadurch können diese ausweichen und ein Fliegen gegen die großen Glasflächen kann vermieden werden.

Ein absolutes Highlight der Anlage ist die neue Felsenhöhle, deren Grundidee es ist, den Besuchern das Beobachten der Eisbären beim Schwimmen unter Wasser zu ermöglichen.

Dazu wurde ein neues Wasserbecken gebaut, das besucherseitig komplett verglast ist. Durch die schattige Lichtstimmung in der Felsenhöhle wird die Einsehbarkeit auch bei Sonneneinstrahlung unterstützt, so dass die Eisbären bei jedem Wetter gut zu sehen sind.

Feine Luftblasen, die zeitweise aus dem Boden des Beckens strömen, sollen die Neugier und den Spieltrieb der Eisbären wecken. Unterhalb des Beckens wurde die neue Technikzentrale errichtet.

Damit das Wasservolumen ständig umgewälzt und gereinigt wird, wurde hier eine leistungsstarke Pumpen und Filtertechnik eingesetzt, so dass auch während der im Sommer natürlich vorkommenden Algenblüte möglichst klare Sicht in allen Becken herrscht. Die Filterung erfolgt dabei rein mechanisch; auf den Einsatz von Chemikalien wird zum Wohle von Umwelt und Tieren prinzipiell verzichtet.

Der neue Mutter-Kind-Bereich ist deutlich vergrößert und verfügt über zwei Wurfboxen, die natürlichen Geburtshöhlen nachempfunden sind.  

Ein getrennter Außenbereich, bisher befanden sich bisher ein Nebengehege sowie der Stall der Moschusochsen, ermöglicht Mutter und Kind die nötige Ruhe und lässt die Besucher an der Jungenaufzucht teilhaben.  

Sowohl in der Natur als auch in Zoos ist es für Eisbärenmutter und -kind sehr wichtig, die Wochen unmittelbar vor und nach der Geburt absolut ungestört verbringen zu können.

Diesem Aspekt wird architektonisch dadurch Rechnung getragen, dass die Wände des Gebäudes schallisoliert sind und die Wurfboxen komplett abgedunkelt werden können. Ein schmaler Gang zu den Boxen sowie eingebaute Kameratechnik ermöglicht es den Pflegern, das Wohl von Mutter und Kind im Auge zu behalten.

Von den Wurfboxen gelangen die Eisbären zunächst in einen „Spielflur“ innerhalb des Mutter-Kind-Hauses. Vor dem Gebäude liegt ein kleiner Freibereich, der durch Schiebetore von der restlichen Anlage abgetrennt werden kann.

Für die Besucher sehr gut einsehbar, entsteht so eine Fläche von ca. 30 qm, auf der Mutter und Kind von anderen Eisbären erst einmal ungestört sind. Der Boden dieses Bereichs ist mit Naturboden aus Hackschnitzel ausgelegt, was für Eisbärentatzen sehr angenehm ist.

Dieser Bereich ist nicht nur Verbindungsstelle, sondern auch der schmalste Bereich der Eisbärenanlage, was Besucher  besonders nahe an die Eisbären heranführt und deshalb als Entdeckerweg gekennzeichnet ist.

Da die Glaswand auch im neuen Gehegeteil kontinuierlich fortgesetzt wird, trennen nur 3,2 cm Panzerglas die Besucher von den Bären. Weitere Entdeckerwege, also Bereiche intensiver Tuchfühlung, entstehen entlang des Wassergrabens der neuen Tundra- und Taigalandschaft.

Durch die Verwendung von Findlingen und Baumstämmen sowie durch gleichartige Bepflanzung wie in den Gehegeflächen, entsteht der Eindruck eines nahtlosen Übergangs vom Gehege zum Besucherbereich. Für eine behinderten- und rollstuhlgerechte Nutzung sorgt ein 2,5 m breiter Wegstreifen aus „Olympiamastix“, der parallel zu einem Weg aus Natur-Pflastersteinen läuft.

Bürgermeisterin Christine Strobl freut sich, die Eisbärenanlage eröffnen zu können: “Durch die neue Anlage können wir den Münchner Bürgern und allen Besuchern wieder ein zusätzliches Highlight in unserem schönen Tierpark bieten. Ich danke den Verantwortlichen für die termingerechte Fertigstellung dieser wunderschönen Eisbärenanlage.“

Die Planung und Neugestaltung der Eisbärenanlage übernahmen Lanz Architekten + Generalplaner. Das Architekturbüro Peter Lanz erbaute auch die bisherige Eisbärenanlage, die ebenfalls für die damalige Zeit Maßstäbe setzte.

Die Landschaftsarchitekten Teutsch Ritz Rebmann gestalteten die Tundra- und Taigalandschaft sowie den Besucherbereich (Entdeckerwege/Fußwege/Pflanzungen).

Die Gesamtkosten der Anlage belaufen sich auf 5,2 Millionen Euro. Die Finanzierungerfolgt ausschließlich über die Baurücklage des Tierparks, die sich aus Spenden und Erbschaften zusammensetzt.

Herr Dr. Knieriem, zoologischer Direktor und Vorstandsvorsitzender der Münchener

Tierpark Hellabrunn AG: „Zunächst möchte ich mich ganz herzlich bei dem Berliner Zoo und dem Tierpark Berlin Friedrichsfelde bedanken, die unsere Eisbären „Giovanna“ und „Yoghi“ während der Umbauarbeiten in Hellabrunn beherbergt und alles getan haben, um ihnen ihren Ausflug so angenehm wie möglich zu gestalten. Wir freuen uns, jetzt den beiden eine der modernsten Eisbärenanlagen der Welt bieten zu können. Hoffentlich fühlen sich „Giovanna“ und „Yoghi“ in ihrem neuen Zuhause so bärig wohl, dass sie es uns bald mit einer kleinen Eisbaärenüberraschung danken werden“.

Wohnen werden hier

  • Eisbär „Yoghi“ geboren am 29. November 1999
  • Eisbärin „Giovanna“ geboren am 28. November 2006

Fotos Eisbärengehege Eröffnung am 04.08.2010 mit Eisbär Yoghi, Index Seite 1, 2, 3, 4, 5, 6, (©Foto: Martin Schmitz)
Fotos Eisbären Halloween am 29.10.2010 mit Eisbär Yoghi & Giovanna, Index Seite 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 (©Foto: Martin Schmitz)

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erste Schritte im neuen Eisbärengehege

Text: Tierpark Hellabrunn & Martin Schmitz


Tierpark München Hellabrunn - Das Special (mehr)

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Besuchszeit:
April bis September von 9 - 18 Uhr
Oktober bis März von 9 - 17 Uhr
Täglich geöffnet!

Die Tierhäuser schließen eine halbe Stunde vor Ende der Besuchszeit !

Tageskarte

  • Erwachsene 14,00 €
  • Kinder von 4-14 Jahren 5,00 € (Kinder bis 4 Jahre frei)
  • Schüler und Studenten (gegen Vorlage eines Ausweises), Senioren (Ausweis) 10,00€
  • Schwerbehinderte (mit Ausweis) bis 90% GdB, Erwachsene 10,00 €, ab 90% GdB freier Eintritt, bei Vermerk auf dem Ausweis "Begleitperson nötig", dann Begleitperson frei
  • Kleine Familienkarte (umfasst einen Erwachsenen und dessen eigene bzw. unter gleicher postalischer Adresse lebende Kinder (4.-14. J.)) EUR 17,00
  • Große Familienkarte (umfasst zwei Erwachsene und deren eigene bzw. unter gleicher postalischer Adresse lebende Kinder (4.-14. J.)) EUR 30,00

Kinder unter 15 Jahren dürfen sich auf dem Tierparkgelände nur in Begleitung einer volljährigen, aufsichtspflichtigen Person bewegen.

Ab sofort können Eintrittskarten für den Münchner Tierpark Hellabrunn auch über das Internet bestellt werden. Sie sind erhältlich über www.muenchenticket.de

Internationaler Eisbärentag am 27.02.2014 in Hellabrunn (mehr)

Ostern im Tierpark Hellabrunn (mehr)


MVV/MVG

U-Bahn und Bus:
U3 (ab Marienplatz) bis U-Bahn-Station Thalkirchen,
zum Isar-Eingang des Tierparks ca. 3 Minuten Fußweg.

Buslinie 52 ab Marienplatz bis Endstation „Tierpark“
(Allemannenstr.), nur 2 Minuten vom „Flamingo-Eingang“ entfernt.

Mit dem Auto:
Schattige Parkplätze (Gebühr EUR 3,00) direkt bei den Eingängen! (P1 und P2)

Zuschauen: Hellabrunner Eisbären-Baby am 19.03.2014 erstmals in der Öffentlichkeit (©Foto. Tierpark Hellabrunn)
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Zwei Eisbär-Babys für „Giovanna“ - am 09.12.2013 stellt sich der Münchner Nachwuchs ein  (©Foto: Tierpark Hellabrunn)
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Wieder vereint – die Eisbären „Yoghi“ und „Giovanna“ geniessen Liebesglück zu zweit (Foto: Hellabrunn)
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Die Eisbären „Yoghi“ und „Giovanna“ im Tierpark Hellabrunn feiern Halloween (Foto: Martin Schmitz)
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Fotos Eisbären Halloween am 29.10.2010 mit Eisbär Yoghi & Giovanna, Index Seite 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 (©Foto: Martin Schmitz)

Saisonstart Tierpark Hellabrunn 2011 Humboldtpinguine bezogen eine neue Südamerika-Landschaft und das Giraffenbaby ist auch zu sehen. Fotos & Video (©Foto: MartiN Schmitz)
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Neue Landschaft für Humboldpinguine, Flamingos und umgebautes Schildkrötenhaus im Tierpark Hellabrunn 19.04.2011, Index Seite 1, 2, 3, 4 (©Foto: Martin Schmitz)
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