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BFW Bayern: Mietwohnungsneubau gezielt unterstützen Immobilie in geförderte Altersvorsorge einbeziehen Bayern von Kürzungen besonders betroffen |
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![]() BFW-Landesvorsitzender Josef L. Kastenberger |
„Die ersten drei Monate von Bundeskanzlerin Merkel im Amt sind vorbei und bislang fehlen die positiven Impulse für die Immobilienwirtschaft. Die Bundesregierung hat durch die Abschaffung der Eigenheimzulage und die Streichung der degressiven Abschreibungsmöglichkeiten die Rahmenbedingungen der Immobilienwirtschaft nachhaltig verschlechtert. Wir brauchen Verlässlichkeit und schlagen daher die Einbeziehung der Immobilie in die geförderte Altersvorsorge ebenso vor wie eine Anhebung der linearen Abschreibung im Mietwohnungsneubau auf 3 Prozent“, erklärt Josef L. Kastenberger, Vorsitzender des BFW Bayern (Landesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen), nach der ersten Zwischenbilanz der schwarz-roten Regierung. Dem Boom im Immobiliensektor zum Ende des Jahres 2005 stünde ein massiver Nachfragerückgang im 1. Quartal 2006 gegenüber. Die Auswirkungen des Wegfalls der Eigenheimzulage und vor allem der Wegfall der degressiven Abschreibung zum 1. Januar 2006 hätten dazu geführt, dass Immobilienpläne noch im alten Jahr realisiert wurden. Der Wegfall der Eigenheimzulage sei nicht überraschend - aber mit dem plötzlichen Wegfall der degressiven Abschreibungsmöglichkeiten für die Kapitalanleger hatten weder Marktteilnehmer noch Immobilienkäufer gerechnet. Hier sei nicht nur bei den BFW-Mitgliedern, den Bauträgerunternehmen, sondern vor allem auch bei den Käufern - also den Privatleuten - wieder ein gutes Stück Vertrauen in die Politik verloren gegangen. Die neue Regierung hätte hier sehr viel von ihrem Startkapital eingebüßt. Der Bürger auf der Straße frage sich doch bei so tiefgreifenden und plötzlichen Gesetzesänderungen zu seinem Nachteil, worauf er überhaupt noch vertrauen könne. Schlimm sei aber nicht nur dieser Vertrauensverlust, sondern auch die mittel- bzw. langfristige Auswirkung auf den Mietwohnungsmarkt. Jede Mietwohnung, die die Mitgliedsunternehmen weniger verkaufen, führt dazu, dass in Ballungsräumen wie München das Angebot knapper wird. Die Folge sind steigende Mieten. Noch in den neunziger Jahren haben unsere Mitgliedsunternehmen jede dritte Wohnung an Kapitalanleger zur Vermietung verkauft. Dieser Anteil war durch die Mietrechtsprechung und diverse Gesetzesänderungen zu Lasten der Vermieter in den letzten Jahren ohnehin auf eine von neun oder zehn Wohnungen gesunken. „Nach dem Wegfall der degressiven Abschreibungsmöglichkeiten befürchten wir das komplette Wegbleiben des Kapitalanlegers. Wenn die Regierung nicht erkennt, dass Wohnen ein Grundbedürfnis ist, führt dies zu chaotischen Zuständen auf den Mietmärkten der Ballungsräume. Bayern wird besonders betroffen sein, weil die Wirtschaft hier schnell an Fahrt aufnimmt. Lebensmittel werden seit Urzeiten mit einem stark ermäßigten Mehrwertsteuersatz vom Staat subventioniert, die steuerliche Förderung von Wohneigentum ist deshalb nur konsequent“, so Kastenberger. Immobilienbesitzer häufen das meiste Vermögen an Solange die Einbindung der Immobilie in die private Altersvorsorge nicht unkompliziert und wenigstens gleichwertig zu anderen Anlageformen geregelt sei, werde sich die Gesamtsituation auch nicht bessern. Die Erfahrung der letzten Jahrzehnte so Kastenberger habe gezeigt, dass Immobilienbesitzer am ehesten Vermögen ansparen und deshalb auch am besten für das Alter gerüstet seien. In einer Zeit, in der die Unsicherheit der staatlichen Rente wieder in aller Munde ist, sollte die Bundesregierung hier dringend tätig werden und Anreize schaffen zur Vorsorge durch Immobilieneigentum. Der BFW Bayern erwarte für das zweite Quartal 2006 bereits wieder ein deutliches Anziehen der Nachfrage auf dem Kaufmarkt aufgrund der Zinsanhebung. Auf dem Mietmarkt würden die Mieten mittelfristig steigen, da zu wenig Mietwohnungen gebaut würden. Die Mehrwertsteuererhöhung schließlich habe im Handwerkssektor sicher dramatischere Auswirkungen als bei den Immobilienunternehmen, der BFW Bayern gehe aber von einem gewissen "Vorzieheffekt" von Investitionen aus, der ab dem dritten Quartal dieses Jahres spürbar sein wird.“ |
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Im BFW Bayern sind rund 200 freie Immobilien- und Wohnungsunternehmen im Freistaat zusammengeschlossen. Ihr Schwerpunkt ist das klassische Bauträger-Geschäft für Eigenheime, Eigentumswohnungen und Gewerbebau. Sie haben im vergangenen Jahr rund 19.800 Wohn- und Gewerbeeinheiten mit einem Investitionsvolumen von 4,6 Mrd. Euro fertig gestellt. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder nach außen und dient der Information und Beratung sowie dem Meinungsaustausch. Vorsitzender ist Josef L. Kastenberger, Inhaber der J.K. Wohnbau GmbH in München. |
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