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Karstadt Oberpollinger - Richtfest der Erweiterung


Dr. Helmut Merkel, Vorstandsvorsitzender der Karstadt Warenhaus AG und Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern begutachten das Planungsmodell (Foto: Martin Schmitz)
Dr. Helmut Merkel, Vorstandsvorsitzender der Karstadt Warenhaus AG und Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern begutachten das Planungsmodell

Münchens OB Christian Ude und Charlotte Knobloch
Thomas Mader, Geschäftsführer des Hauses Karstadt Oberpolliner begrüsst die Richtfest Gäste (Foto: Martin Schmitz)
Thomas Mader, Geschäftsführer des Hauses Karstadt Oberpolliner begrüßt die Richtfest Gäste
Grußworte von Münchens OB Christian Ude (Foto: Martin Schmitz)
Grußworte von Münchens OB Christian Ude

schon gut erkennbar: das großzügig gestaltete Atrium

©Fotos: Martin Schmitz

Am 30. Juni 2005 feierte Karstadt in München an der Kapellenstraße 5 Richtfest für die Erweiterung seines bestehenden Warenhauses Oberpollinger.

Die Fertigstellung des Anbaus mit 14.700 qm zusätzlicher Verkaufsfläche und seine Integration in die bestehende Warenhausfläche von 20.300 qm im Haupthaus Oberpollinger ist für den Herbst 2006 vorgesehen.

Bauherr ist die Oppenheim / Esch Gruppe zusammen mit der Karstadt Immobilien AG & CO.KG, mit dem Neubau und den Sanierungsarbeiten war die Firma Alpine Bau Deutschland GmbH beauftragt worden, die mit eigenen Planern, Statikern und Technikern für die Umsetzung dieses Generalunternehmer Auftrags verantwortet, während der Innenausbau von Karstadt selbst übernommen wird.

Der nach dem Richtfest beginnende Innenausbau umfasst ingesamt sieben Verkaufsetagen. Ein großzügig gestaltetes Atrium lässt in moderner Interpretation die Tradition großartiger Lichthöfe historischer Warenhäuser wieder aufleben.

Als besonderes Highlight wird im fünften Obergeschoss ein Restaurant mit Aussenterrasse entstehen. Das Restaurant wird über zwei Panorama Aufzüge erreichbar sein und damit auch für eine Abendnutzung außerhalb der Öffnungszeiten des Oberpollingers zugänglich. Die Einrichtungs- und Sortimentsplanung richtet sich, den Kunden des Metropolen Standortes München entsprechend, an einem, breiten und exklusiven Waren- und Dienstleistungsangebot aus.

Den Kunden wird dann ab Herbst 2006 in den drei Häusern von Karstadt Oberpollinger in München, mit dem erweiterten haupthaus, dem Wohnhaus am Dom und dem Sporthaus, über insgesamt rund 53.000 qm Verkaufsfläche verfügen können. Mit vollendeter Erweiterung ist das Oberpollinger neben dem KaDeWe in Berlin das zweitgrößte Warenhaus in Deutschland und gehört zu den größten undmodernsten in Europa.

Zuvor noch ist pünktlich zum Weihnachtsgeschäft im Jahr 2005 die Inbetriebnahme des sanierten Parkhauses mit insgesamt 410 Stellplätzen auf fünf Parkgeschossen vorgesehen. Damit wird die Erreichbarkeit für die Kunden weiter verbessert und ein zusätzlicher Beitrag für die Attraktivität des Karstadt Oberpollinger geleistet.

Das Richtfest für den Erweiterungsbau des Kaufhauses Karstadt-Oberpollinger nahm Oberbürgermeister Christian Ude zum Anlass für einige zeitgeschichtliche und aktuelle Hinweise.

So erinnerte der OB daran, dass das Kaufhaus Oberpollinger trotz der allgemein gelobten Fassade mit den drei charakteristischen Giebeln von Anfang an auch heftigen Anfeindungen ausgesetzt war.

So hieß es am Tag der Eröffnung am 14. März 1905 in einem Bericht der „Münchener Zeitung”: „Warenhäuser sind eine nationale Gefahr, Urheber des unlauteren Wettbewerbs, sie untergraben die Moral, die Begriffe von Treu und Glauben, die bisher im Geschäftsleben maßgebend waren. Buchhaltungen werden meist auswärts geführt, um eine Kontrolle hintanzuhalten. Die Warenhäuser zerstören den Sparsinn und haben die Kleptomanie der Frau großgezogen.

Ude weiter: „Den Angriffen aus den Reihen des Einzelhandels und Kleingewerbes gegen die unliebsame Kaufhauskonkurrenz folgten später die Hetzparolen der Nazis gegen die völlig aus der Luft gegriffene ,marktbeherrschende Stellung jüdischer Warenhauskönige‘. Der Boykottaufruf ‚Wer im Warenhaus kauft, ist ein Lump!‘ wurde skandiert. Zur Ächtung und Drangsalierung der Unternehmer und der Kunden kam die Diffamierung der Beschäftigten, die zum Großteil Frauen waren und dem Nazi-Ideal des ständig gebärenden und unmündigen Heimchens am Herd so ganz und gar nicht entsprachen. Mit der völligen Zerstörung durch einen Bombenangriff am 8. Januar 1945 kam dann der Tiefpunkt in der Geschichte des Kaufhauses Oberpollinger.

Zur aktuellen Situation führte der OB aus: „Seit gut einem Jahr ist nun dieser Erweiterungsbau im Gange, auf dem Areal unmittelbar neben dem Oberpollinger-Stammhaus, dort, wo einst die ehemalige Münchner Hauptsynagoge stand, von 1887 bis zu jenem 9. Juni 1938, an dem sie – auf den Tag genau fünf Monate vor der Reichspogromnacht – auf Anordnung von Adolf Hitler abgerissen wurde.

Dieses Grundstück, das die Stadt München 1964 von der Israelitischen Kultusgemeinde erwarb, sollte ja für alle Zeit unbebaut bleiben. Nur ein Gedenkstein wurde errichtet, um an die brutale Zerstörung der Münchner Hauptsynagoge und an den Holocaust zu erinnern. Der Gedenkstein wird auch künftig hier stehen, zwischen Neubau und Künstlerhaus.

Das Grundstück aber wurde im Einvernehmen mit der Israelitischen Kultusgemeinde und auf Anregung von Frau Präsidentin Charlotte Knobloch als Baugrund veräußert, und das hatte natürlich einen triftigen Grund. Denn der Verkaufserlös ist voll und ganz der Finanzierung des neuen Jüdischen Zentrums am Jakobsplatz zugute gekommen.

Nur so war es möglich, dieses längst überfällige Projekt auf eine gesicherte finanzielle Grundlage zu stellen und die jüdische Gemeinde Münchens über 60 Jahre nach dem Ende des Krieges und der Befreiung vom NS-Terror aus der Abgeschiedenheit eines Hinterhofdaseins endlich wieder dorthin zurückzuholen, wo sie hingehört: in die Mitte unserer Stadt, an einen herausgehobenen Ort, an dem jüdisches Leben, jüdische Kultur und jüdische Religiosität für alle sichtbar und erfahrbar werden, für die Mitglieder der jüdischen Gemeinde, aber auch für die gesamte Münchner Stadtgesellschaft.

Es war deshalb ein Glücksfall für München, dass die Karstadt Quelle AG das Angebot der Stadt und der IKG zum Erwerb dieses Grundstücks angenommen hat und das Kaufhaus Oberpollinger hier um einen stattlichen Anbau mit 13.000 Quadratmetern Geschossfläche erweitert.

Mit dem Projekt von Karstadt-Oberpollinger sei aber nicht nur die Anschubfinanzierung für das Jüdische Zentrum erreicht worden, sondern auch eine 70 Millionen-Euro-Investition in schwieriger Zeit und ein Attraktivitätszuwachs für die Münchner Innenstadt. „Die Stadt soll ja ein Magnet sein und bleiben, der sich erfolgreich behauptet gegen die kommerziellen Zentren draußen auf der grünen Wiese, die nur mit dem Auto erreichbar sind. Gerade auch hier im Herzen Münchens wollen wir ein pulsierendes städtisches Leben, und dazu leistet der Ausbau des Kaufhauses Oberpollinger zu einem der modernsten und attraktivsten Kaufhäuser Europas und zum repräsentativen Flaggschiff von Karstadt einen ganz maßgeblichen und dankenswerten Beitrag.

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