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Fiat 500 - Rückblick auf eine Ikone, die das Automobil-Bewusstsein einer ganzen Generation prägte


der neue FIAT 500 wurde am 4.7.2007 in Turin vorgestellt, ab 27.10.2007 steht er auch beim Münchner Fiat Händler (weiter)


©Fotos: Fiat


Autopremiere in München: der 500 Abarth wurde am Rande des Altstadtfestes am 19.07.2008 vorgestellt (mehr)

Mit nahezu vier Millionen zwischen 1957 und 1977 gebauten Exemplaren hat der Fiat 500 das Automobil-Bewusstsein einer ganzen Generation geprägt.

Sie schätzen besonders die Alltagstauglichkeit und wünschen sich zugleich ein Fahrzeug, das praktisch ist und Spaß macht, das umweltverträglich und erschwinglich, ansprechend und sympathisch ist.
Rückblende auf den 4. Juli 1957. Durch die Innenstadt von Turin rollt eine Autokarawane, die bei jedem Halt für Menschenaufläufe sorgt.

120 Exemplare des brandneuen Fiat 500 bringen die Passanten zum Staunen. Der Cinquecento, wie er in Italien genannt wird, schickt sich an, den Automobilmarkt zu revolutionieren.

Er hat alles, was man von einem Auto in den 50er Jahren erwartet: ausreichend Platz und einen zumindest im Stadtverkehr leistungsfähigen Motor. Damit folgt der Fiat 500 der gleichen Philosophie, die in diesem Zeitraum unter anderem das Goggomobil, den BMW Isetta, den NSU Prinz, den Citroën 2CV oder den Mini kennzeichnen.

Fiat hat einen Volltreffer im Zeitgeist gelandet. Prominente Schauspieler legen sich einen Fiat 500 zu, der mit seinem schicken Rolldach sogar perfektes Cabrio-Feeling verströmt.

Starregisseur Federico Fellini setzt ihm mit „Roma“ ein filmisches Denkmal. Der Mailänder Erzbischof Giovanni Montini gibt offiziell seinen Segen. Selbst der fünfmalige Formel-1-Weltmeister Juan-Manuel Fangio lässt sich das Erlebnis nicht entgehen, ein paar medienwirksame Runden zu drehen.

Der wirtschaftliche Erfolg lässt nicht lange auf sich warten. Schnell nimmt der Fiat 500 in Italien die Rolle ein, die ein paar Jahre später in der noch jungen Bundesrepublik der VW Käfer erfüllen wird – er mobilisiert eine ganze Nation. Bald beherrscht der Fiat 500 das Straßenbild in Turin, Mailand, Rom und anderen Städten südlich der Alpen.

Sein sympathisches Erscheinungsbild und seine unverwüstliche Vielseitigkeit machen ihn vielerorts zu einer Art Familienmitglied. Neben den kompakten Abmessungen (Länge 2.970 mm, Breite 1.320 mm) und dem Altstadt-gerechtem Wendekreis (8,60 m) ist der Preis ein weiterer Trumpf. Zunächst 465.000 Lire, nach ersten Änderungen dann 490.000 Lire (rund 3.000 Mark) kostet der Fiat 500. Das sind 150.000 Lire weniger als der größere Fiat 600. Damit kann sich auch der so genannte kleine Mann, der im beginnenden Wirtschaftswunder-Zeitalter allmählich besser verdient, endlich ein eigenes Auto leisten. Der – gerne mal mit drei und mehr Personen besetzte – Motorroller hat als bevorzugtes Beförderungsmittel allmählich ausgedient.

Chefkonstrukteur ist Dante Giacosa, der bereits den Vorläufer Fiat Topolino entwickelt hat. Er entwirft den Fiat 500 zunächst als Zweisitzer, um die interne Konkurrenzsituation zum viersitzigen Fiat 600 zu entschärfen. Als Motor sieht er einen luftgekühlten Zweizylinder-Zweitakter mit 480 Kubikzentimeter Hubraum vor, den er aus Platzgründen im Fahrzeugheck positioniert. Er leistet 13 PS, der den 370 Kilogramm schweren Straßenfloh auf 85 km/h beschleunigt.

Andere Konstruktionsmerkmale (z. B. Achsen, Bremssystem) erbt der Neuling vom großen Bruder Fiat 600. Dank hervorragender Traktion klettert der Heckmotor-Flitzer bis zu 23 Grad steile Anstiege hinauf.

Doch die Ingenieure haben die Rechnung ohne Italiens Autofahrer gemacht. Sie fordern zusätzlichen Dampf unter der steilen Motorhaube - und mehr als zwei Sitzplätze. Die Fiat Entwicklungsabteilung reagiert schnell.

Schon im Herbst 1957, wenige Monate nach der offiziellen Präsentation, erhält der Fiat 500 in der Variante „Normale“ (in Deutschland „Luxus“) eine hintere Sitzbank, herunterkurbelbare Seitenfenster und 15 PS Leistung. Dadurch steigt die Höchstgeschwindigkeit auf 90 km/h, der Verbrauch bleibt bei 4,5 Liter pro 100 Kilometer. Die Urversion wird als Fiat 500 Economica (in Deutschland „Standard“) weiterhin gebaut.

Mit seinem für heutige Verhältnisse winzigem Hubraum ist der Fiat 500 nicht alleine. In vielen Ländern werden sparsame und preiswerte Fahrzeuge dieser Kategorie gebaut. Logisch, dass der Konkurrenzkampf auch auf den Rennstrecken ausgetragen wird.

Fiat trägt den Anforderungen seiner besonders sportlichen Kunden Rechnung und präsentiert 1958 die Version „Sport“. Statt des Rolldachs sorgt ein festes Blechdach für bessere Aerodynamik und höhere Stabilität. Die Motorleistung steigt dank des auf 499,5 Kubikzentimeter – das erlaubte Maximum in der Halbliter-Klasse – erweiterten Hubraums auf 21,5 PS.

Die Serienvariante des ausschließlich in Weiß mit roten Streifen, ab 1959 dann auch mit kleinem Faltdach lieferbaren Fiat 500 Sport erreicht 105 km/h. Sie wird offiziell in Deutschland nie verkauft, ist heute auf dem Oldtimermarkt eine entsprechend gesuchte Rarität.

1960 wird eine Kombiversion des Fiat 500 präsentiert, die den traditionellen Namen „Gardiniera“ erhält. Neben einem bei umgelegter Rückbank durchaus üppigem Laderaum bietet der 500er Kombi einen technisch revolutionären Unterflurmotor. Dazu wird das Triebwerk des Fiat 500 Sport um 90 Grad zur Seite geneigt unter der Ladefläche eingebaut.

Auch die Limousine, die nun den Namen Fiat 500 D trägt, erhält fortan den 499-Kubikzentimeter-Motor als Standard. Die Leistung beträgt bei beiden Versionen allerdings reduzierte 17,5 PS.

Äußerlich auffallend sind außerdem die geänderten Frontblinker, die an Stelle der bisher verwendeten Lüftungsschlitze treten. Die Rücksitzbank ist umklappbar. Damit lässt sich der Platz hinter den Vordersitzen noch besser als Laderaum nutzen. Mit neuen Ausstattungsdetails (z. B. Innenraumleuchte, automatisch rückstellende Scheibenwischer) erhöht sich der Komfort für die Insassen.

Diese Verbesserungen tragen entscheidend dazu bei, dass der Fiat 500 zahlreiche Liebhaber auch im Ausland findet. In Deutschland entwickelt er sich als ernstzunehmender Konkurrent zur einheimischen Kleinwagenflotte. Immer mehr Deutsche freunden sich mit dem flotten Italiener an. Sie lieben das außergewöhnliche Design, die kompakten Abmessungen und das südländische Flair des Fiat 500. Und sie nehmen Eigenarten wie das unsynchronisierte Viergang-Getriebe in Kauf, das präzises Doppelkuppeln und Zwischengas beim Herunterschalten erfordert.

Als preiswerte Alternative (Preis in Deutschland 1960: 3.090 Mark) punktet der Fiat 500 nicht nur bei der Parklatzsuche in Innenstädten oder als pfiffiger Zweitwagen. Auch am Gardasee und an der Riviera tauchen vor allem im Sommer immer häufiger Fahrzeuge mit D-Kennzeichen auf. Die Deutschen entdecken Italien als Urlaubsland. Und der Fiat 500 bringt sie hin.

Auch mit zahlreichen Spezialversionen macht der Fiat 500 von sich reden. Tuner wie Carlo Abarth oder Domenico Giannini realisieren knapp 40 PS. Genug, um auf der Rennstrecke zahlreiche Klassensiege zu feiern und Geschwindigkeitsrekorde aufzustellen. In Österreich implantiert Steyr-Puch der 500er Karosserie eigene Antriebseinheiten, die mit auf 660 Kubikzentimeter aufgebohrtem Hubraum sogar über 40 PS leisten.

Karosserieschneider wie Autobianchi und Vignale bauen Spider auf Basis des Fiat 500. Ghia bestückt die vom Dach komplett befreite Gardiniera mit Gartenstühlen und schickt sie als Taxi in die italienischen Urlaubsorte. In Deutschland fertigt NSU-Fiat verschiedene Varianten mit der Technik des italienischen Tausendsassas.

Die nächste technische Überarbeitung bedeutet 1965 das Ende eines charakteristischen Merkmals des Fiat 500 – die hinten angeschlagenen und dadurch nach vorne öffnenden Verschläge weichen konventionellen Türen. Geänderte Sicherheitsvorschriften machen diesen Schritt nötig.

Gleichzeitig werden einige Details von Ausstattung (z. B. Ablagekästen aus Kunststoff statt Blech) und Technik (z. B. größerer Tank, geschweißtes statt geschraubtes Dach) modifiziert. Untermalt werden diese Maßnahmen durch die Vergabe eines neuen Namens – ab 1965 heißt der italienische Stadtflitzer Fiat 500 F.

Ab 1968 erhält der Fiat 500 F einen besser ausgestatten Bruder, der am Namenszusatz L (für „Lusso“) zu erkennen ist. Auffälligstes Merkmal sind Chrombügel über den vorderen und hinteren Stoßstangen sowie Chromleisten an der Regenrinne und der Heckscheibe. Innen verfügt der Fiat 500 L (Preis 3.850 Mark) über einen neuen Instrumententräger, ein Lenkrad mit Metallspeichen, Teppichboden und verstellbare Rückenlehnen an den vorderen Sitzen. Außerdem steht als Karosseriefarbe erstmalig auch Schwarz zur Auswahl.

Mit dem Fiat 500 L erreichen die Verkaufszahlen neue Bestwerte. In Italien werden jährlich etwa 350.000 Exemplare verkauft, in Deutschland knapp 12.500 (1971). Dieser Trend hält an, als Fiat 1972 die unwiderruflich letzte Version präsentiert.

Der Fiat 500 R (für „Rinnovata“) wartet mit dem Motor des gleichzeitig vorgestellten Nachfolgers Fiat 126 auf, der aus 594 Kubikzentimeter Hubraum 18 PS produziert. Das Getriebe ist nun synchronisiert. Die optischen Änderungen dagegen sind minimal, verschwunden sind allerdings die Chrombügel über den Stoßstangen.

Nach knapp zwei Jahrzehnten hat der Fiat 500 endgültig Kultstatus erreicht. Bis zum Produktionsende des Fiat 500 Gardiniera 1977 rollen im Werk Mirafiori am Stadtrand von Turin insgesamt 3.702.078 Exemplare des „Sexiest Car in the World“ vom Band.

Beim Münchner Fiat Händler steht der neue Fiat 500 seit dem 26.10.2007 im Showroom.


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