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"Die Wolke"
Ab 16.03.2006 im Kino, Premiere am 7.3.2006 im Münchner Gloria Kino


Paula Kalenberg und Franz Dinda spielen die beiden Hauptrollen in "Die Wolke" (Foto: MartiN Schmitz)
Paula Kalenberg und Franz Dinda spielen die beiden Hauptrollen in "Die Wolke"

Premierengast Josef Vilsmeier mit Familie
Zu Gast bei der Premiere im Gloria Filmpalast am 7.3.2006: Barbara Rudnik inmitten von Greenpeace (Foto: Martin Schmitz)
Zu Gast bei der Premiere im Gloria Filmpalast am 7.3.2006: Barbara Rudnik inmitten von Greenpeace
Alexandra Polzin bei minus 5 Grad auf dem roten Teppich (für die Fotografen muss man auch mal frieren..) (Foto: Martin Schmitz)
Alexandra Polzin bei minus 5 Grad auf dem roten Teppich (für die Fotografen muss man auch mal frieren..)
Hauptdarstellerin Paula Kalenberg (Foto: Martin Schmitz)
Hauptdarstellerin Paula Kalenberg

©alle Fotos: Martin Schmitz

Der 1988 mit dem deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnete Roman von Gudrun Pauswang stellte die Vorlage für Gregor Schnitzler dar, der ab Donnerstag, den 16. März deutschlandweit auf die Kinoleinwände kommt. Wie schon der Roman beschreibt auch der Film die katastrophalen Folgen eines fiktiven Reaktorunglücks in Deutschland und zeigt so auf eindringliche Weise, wie aktuell die Frage nach den möglichen Gefahren von Atomkraft für jeden einzelnen von uns ist.

Der Kinofilm erzählt die Geschichte von Hannah (im Film dargestellt von Paula Kalenberg), die in der kleinen Stadt Schlitz bei Fulda mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder Uli (Hans-Laurin Beyerling) lebt. Hannah ist ein ganz normales Mädchen, 16 Jahre alt, genervt von der Mutter und der kleinbürgerlichen Enge ihres Heimatortes. Nur Elmar (Franz Dinda), der Klassenneuling interessiert sie. Doch gerade als Elmar sie zum ersten Mal küsst, ertönt die Alarmsirene, und zwar nicht nur zur Übung…

Ein Störfall in einem Kernkraftwerk östlich von Frankfurt löst Panik aus. Hannah, die gerade an diesem Tag alleine auf Uli aufpassen soll, da die Mutter auf einem Kosmetikkongress in Schweinfurt ist, ist ratlos und beschließt schließlich mit dem Fahrrad zum nächsten Ort zu fahren um von dort aus mit dem Zug weiterzufahren. Denn die Zeit drängt: Einen radioaktive Wolke, die aus dem Kernkraftwerk ausgetreten ist, kommt näher und näher.

Angsterfüllte Hektik bricht aus, die Menschen versuchen der Gefahr zu entkommen, bald sind alle Straßen verstopft und frühere Nachbarn Freunde versuchen ohne jede Rücksicht aufeinander nur noch sich selbst zu retten. In der immer größer werdenden Panik überfährt ein Auto Uli, ohne auch nur anzuhalten. Hannah bleibt verzweifelt und unter Schock zurück.

Ohne zu wissen was vor sich geht wird Hannah von einer Familie aufgelesen und im Auto nach Bad Hersfeld gebracht. Am völlig überfüllten Bahnhof werden Polizisten von aufgebrachten Mensche entwaffnet, Anarchie greift um sich, es gibt kein Halten mehr, jeder ist sich selbst der Nächste – und mittendrin Hannah, voller Schmerz und am Ende ihrer Kräfte. Völlig vergeistert verlässt Hannah den Bahnhof, erleidet einen Nervenzusammenbruch und verliert schließlich mitten im Wolkenbruch das Bewusstsein.

Als sie die Augen wieder öffnet, befindet sie sich in einem Sanatorium, um sie herum anderer Kinder, die ebenfalls dem radioaktivem Fallout ausgesetzte waren.

Doch inmitten dieses Albtraums von Tod, Krankheit und Hoffnungslosigkeit kommt Elmar der Hannah auf den Listen des Roten Kreuzes entdeckt hat. Er selbst ist noch gesund, beschließt aber zusammen mit Hannah im Sanatorium zu bleiben, auch auf die Gefahr hin sich selbst damit in Lebensgefahr zu bringen. Doch auch er ist nun kontaminiert…

Die Geschichte endet damit, dass Elmar und Hannah in einem klapprigen Auto eine Landstraße entlangfahren, beide unheilbar erkrankt.

Doch dafür sind sie zusammen und glücklich…

Wer den Roman Von Gudrun Pausewang kennt, weiß, dass dieses Kinderbuch auch für Erwachsenen unbedingt lesenswert ist. Und genau dies trifft auch auf den Film zu: Der Zuschauer erlebt mit Hannah den Supergau und das Leben nach der Katastrophe.

Im Mittelpunkt stehen die Veränderungen in der Gesellschaft und auch Hannah verändert sich im Laufe des Films, wird vom unbeschwerten Teenager zur Frau.

Die technischen Hintergründe des radioaktiven Störfalls treten dabei in den Hintergrund. Denn nun ist es nur noch wichtig zu überleben, mit den eigenen Verlusten leben zu lernen und sich an ein für immer verändertes Leben zu gewöhnen: ohne eigene Kinder, mit der Gewissheit radioaktiv verstrahlt zu sein, auf der Suche nach essbaren Lebensmittel und alles inmitten einem Chaos in dem eine ganze Bevölkerung für immer aus ihrem alltäglichem Leben gerissen wurde.

Der Film nach dem Drehbuch von Marco Kreuzpainter nimmt der Romanvorlage durch die im Vordergrund stehende Liebesgeschichte sicherlich ein ganzes Stück ihrer Hoffnungslosigkeit, was den Film aber nicht unbedingt „schlechter“ macht als das Buch, sondern lediglich den Schwerpunkt ein wenig verlagert.

Denn auch im Kontext der Liebesgeschichte, die deutlich macht, dass auch das schlimmste Unglück im Angesicht der Liebe erträglich wird, gelingt es dem Regisseur Gregor Schnitzler und seinem Team ein eindringliches Bild davon zu zeigen wie oder wie ähnlich ein Supergau in Deutschland ablaufen könnte.

Wegen seiner Botschaft, dass Atomkraftwerke für alle ein nicht zutragendes Risiko darstellen, trägt der Film das Prädikat „approved by Greenpeace“.

Wenn auch keine ganz leichte Kost, unbedingt sehenswert!!

Maria Kraxenberger

P.S. Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden hat den Spielfilm DIE WOLKE mit dem Prädikat "besonders wertvoll" versehen.

P.P.S. Unter den Premierengästen am 7.3.2006 im Münchner Gloria Filmpalast u.a. Regisseur Josef Vilmeier mit Frau Eva Vavrova sowie seinen Töchtern Theresa, Hosephina und Jamina, Schauspielerin Barbara Rudnik, Regisseurin Caroline Fink und Premiere Moderatorin Alexandra Polzin (in einem Kleid von Sonja Kiefer).

Kinostart: 13.04.2006 im Verleih der Constantin Film

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Die Wolke
Drama, Deutschland 2006
102 Minuten
FSK ab 12 J.
Drehbuch: Marco Kreuzpaintner
Regie: Gregor Schnitzler
mit: Paula Kalenberg (Hannah), Franz Dinda (Elmar), Hans-Laurin Beyerling (Uli), Carina Wiese (Paula), Karl Kranzkowski (Dr. Salamander), Richy Müller (Albert Koch), Tom Wlaschiha (Hannes), Gabriela Maria Schmeide (Tante Helga), Jennifer Ulrich (Meike), Ulrike Arnold (Röschen), Claire Oelkers (Ayse), Daniel Rösner (Lars), Roland Schreglmann (Gustav), Lion Sokar (Oliver)
Produzent: Aurelio De Laurentii


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