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Die Region feiert den Advent mit urigen Weihnachtsmärkten Oberbayerns schönste Wintermärchen |
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Das Wichtigste ist nicht das Jesus-Kind. Auch nicht Maria, Josef oder die anderen Figuren. „Bei einer guten Krippe kommt es immer auf die Landschaft an“, sagt Seffi Pichlmaier. Die 80-Jährige hat in ihrem langen Leben schon rund 60 dieser weihnachtlichen Szenerien gebaut einzigartige Kunstwerke aus uralten Wurzeln, die mittlerweile weit über ihre Heimat Bernau am Chiemsee hinaus bekannt sind. Und manchmal noch ein bisschen weiter: Sogar Chinesen und Japaner waren schon mal da, um die Krippen von Seffi Pichlmaier zu sehen. Schlicht und ohne Schnickschnack baut die Bernauerin ihre Werke. „Jesus wurde in einer Höhle geboren“, glaubt die ehemalige Bäuerin und bildet den berühmten Unterschlupf seit 34 Jahren aus heimischen Wurzelstücken nach, die sie auf Bergwanderungen zusammengeklaubt hat. Die kleinste Krippe passt gerade mal in eine gewölbte Hand. Knapp drei Zentimeter messen die Figuren, die sich um das Neugeborene scharen. Über fast sechs Meter erstreckt sich dagegen die größte Krippe, die Seffi Pichlmaier jemals gebaut hat. Auf der Landschaft aus frischem Moos, Ästen, Flechten und Bäumchen stellen Figuren die verschiedenen Szenen der Weihnachtsgeschichte nach: Die Geburt Verkündung durch die Hirten, und die Flucht über das Gebirge. Zu bewundern gibt es dieses Exponat im Haus des Gastes in Bernau, wo vom 27. November bis 19. Dezember rund 40 Werke der 80-Jährigen ausgestellt werden. Allein der Aufbau der Krippen kostet sie eine knappe Woche. Länger als der schöpferische Prozess an sich, der meist nur wenige Tage dauert und den eine stimmungsvolle Bibellandschaft krönt. Ihre Werke sind übrigens unverkäuflich. Wer die Region rund um den Chiemsee trotzdem mit einer handgemachten Krippe im Gepäck verlassen möchte, sollte über die vielen kleinen Weihnachtsmärkte bummeln, auf denen heimische Künstler ihre Werke anbieten. Einer der bäuerlichsten und ursprünglichsten lockt am 9. und 10. Dezember nach Schleching. An den kleinen, erlesenen Ständen findet man unter den handgefertigten Schnitzereien und Stickereien die passende Kostbarkeit für den weihnachtlichen Gabentisch. Derweil sorgen die köstlichen Bio-Schmankerl der heimischen Landwirte für eine kulinarische Bescherung. Eine große Auswahl an feinstem Kunsthandwerk finden Besucher auch inmitten des Chiemsees: Auf der Fraueninsel reizt an den ersten beiden Advents-Wochenenden ein romantischer und exquisiter Chriskindlmarkt. Der Duft von Glühwein, kandierten Früchten und Kaiserschmarrn liegt in der Luft. Am Horizont glitzern die Lichter der Ufer-Gemeinden. Und wem das noch nicht genug Stimmung ist, kann am 2., 3., 9. und 10. Dezember um jeweils 16 Uhr bei Konzerten im Münster in Vorfreude auf das Weihnachtsfest schwelgen. Wer lieber ins Mittelalter eintauchen möchte, sollte das Schloss Amerang ansteuern. In dem 900 Jahre alten Gemäuer öffnet vom 1. bis 3. Dezember erstmals ein Weihnachtsmarkt seine Tore, der ganz im Zeichen des „dunklen Jahrhunderts“ steht. Über hundert Mitwirkende, darunter Gesangsgruppen und traditionelle Handwerker, verleihen dem Markt eine nostalgische Note. Mit historischer Kulisse schmückt sich auch der Traunsteiner Christkindlmarkt, der vom 1. bis 24. Dezember in die sanft beleuchtete Altstadt lockt. Beim Ruhpoldinger Bergadvent vom 8. bis 10. und 15. bis 17. Dezember wird dagegen ein Wintermärchen wahr: Schlittenfahrten durch die verschneite Berglandschaft, gemeinsames Weihnachtsschmuck-Basteln und ein kleiner Handwerkermarkt machen die Adventszeit zur entspannten Auszeit. So auch in Murnau in der Zugspitz-Region, wo man am 9. und 12. Dezember zwischen den denkmalgeschützten, festlichen Fassaden im Ortskern schlendert die schneebedeckten Hänge der nahen Alpen im Blick. Keine Spur von Weihnachtsstress auch im benachbarten Berchtesgadener Land, wo man den Advent auf dem majestätischen Königssee erleben kann. An Bord eines festlich beleuchteten Schiffes gleiten die Passagiere über das berühmte Gewässer nach St. Bartholomä. In der historischen Gaststätte wird zunächst ein köstliches 4-Gänge-Menü serviert. Anschließend versüßen klassische Klänge (16. Dezember) oder traditionelle Volksmusik (17. Dezember) in der Wallfahrtskirche das stimmungsvolle Erlebnis. Die „Bartholomä-Weihnacht“ kostet jeweils 85 Euro und kann auch als Pauschale mit zwei Übernachtungen für 150 Euro gebucht werden. Weihnachtsstimmung pur erwartet die Besucher auch im Bayerischen Staatsbad Bad Reichenhall. Über 50 Künstler aus ganz Europa stellen vom 8. bis 10. Dezember im Königlichen Kurhaus ihre schönsten Werke aus, darunter Salzburger Spiegelblumen, Patchwork, Tiffany, filigrane Strohsterne und vieles mehr, was sich als hochwertiges Weihnachtsgeschenk eignet. Nach einem Bummel durch die imposanten Ausstellungsräume lädt der beleuchtete Kurgarten dazu ein, in festlicher Stimmung am Glühwein zu nippen, den Klängen der Musikanten zu lauschen oder sich mit dampfenden Köstlichkeiten zu stärken. Oder wie wär’s mit einem Abstecher zum Reber-Christkindlmarkt, der vom 1. bis 31. Dezember zum Weihnachts-Shopping in die geschmückte Fußgängerzone lockt? Wer lieber die kleinen, aber feinen Geheimtipps der Region entdecken möchte, sollte sich den Weihnachtsmarkt in Anger (15. bis 17. Dezember) vormerken. Die beleuchteten Giebel und Fenster der umliegenden Häuser tauchen den urigen Dorfplatz in sanftes Licht. Über der stimmungsvollen Szenerie thront der riesige Christbaum. Wenn sich am 17. Dezember um kurz vor 18 Uhr die Dunkelheit über den Dorfplatz legt und sogar die Straßenlaternen ausgeschaltet werden, beginnt die traditionelle Angerer Herbergssuche: Ein Schauspiel, bei dem die Einheimischen die Weihnachtsgeschichte mimen klanglich untermalt von Chören und Musikgruppen. In die Welt der Heiligen drei Könige können Besucher am 10., 16. und 17. Dezember auf dem Weihnachtsmarkt in Piding eintauchen, wo ein orientalischer Basar samt Beduinen-Zelt seine Tore öffnet. Kleine heimelige Weihnachtsmärkte locken auch in das Tegernseer Tal. Im idyllischen Rottach-Egern etwa schimmert am 29.11., 06.12., 13.12. und 20.12.2008 die Festbeleuchtung des Adventsmarktes mit seinen kleinen Hütten über den See. Echte Bergweihnacht erlebt man dagegen in der Alpenregion Wendelstein, wo in Bayrischzell am letzten Novemberwochenende ein kleiner Handwerkermarkt öffnet. Im nahe gelegenen Fischbachau halten am 6. Dezember die Engel Einzug: Via Pferdeschlitten gleiten die himmlischen Gestalten auf den Dorfplatz. Während die Erwachsenen über den Markt bummeln, basteln die kleinen Gäste bunte Wunschzettel, die sie in der weihnachtlichen Poststelle direkt an den Weihnachtsmann schicken können. In eine Stadt der 100.000 Lichter verwandelt sich Bad Aibling, wo vom 2. bis 23. Dezember die Bäume rund um den Weihnachtsmarkt beleuchtet werden. Nur wenige Kilometer entfernt in Rosenheim lädt vom 28.11. bis 24.12.2008 der wohl größte Christkindlmarkt der Region ein. Apropos Superlative: Berühmt ist auch der Christkindlmarkt in der Isar-Metropole München mit dem größten Kripperlmarkt in Deutschland. Dort tummeln sich vom 28.11. bis 24.12.2008 Besucher aus der ganzen Welt. Einer der Ältesten seiner Art lockt vom 27. November bis 23. Dezember 2008 nach Ingolstadt, während der schönste und stimmungsvollste vom 28.11.-21.12.2008 im Wallfahrtsort Altötting steht. Wer schon mal dort ist, sollte einen Blick in die Kirchen werfen: Dort werden kunstvolle Krippen ausgestellt, darunter ein mechanisches Exponat bestehend aus 130 Figuren. 80 Krippen, zum Teil weit über 100 Jahre alt, gibt es während des Schongauer Weihnachtsmarktes vom 4. bis 14. Dezember 2008 im Pfaffenwinkel zu sehen. In Penzberg haucht man der Szenerie im wahrsten Sinne des Wortes Leben ein: Dort stellen Mensch und Tier am 30.11.2008 die biblische Weihnachtsgeschichte nach. Und auch auf dem Heiligen Berg in Andechs findet man vom 05.-07. Dezember 2008 auf dem altbayerischen Christkindlmarkt nicht nur die klassischen Krippen, sondern Schauspieler, die in die Rolle der alttestamentarischen Akteure schlüpfen. So auch in Kochel im Tölzer Land, wo Kinder auf dem Adventsmarkt am 29.11.2008 die heilige Nacht lebendig werden lassen. (Infos: Tourismusverband München-Oberbayern) |
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