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Gärtnerplatz München: Schmuckplatz im Glockenbachviertel wiederhergestellt
neugestalteter Gärtnerplatz (Foto: Martin Schmitz)
neugestalteter Gärtnerplatz
Staatstheater am Gärtnerplatz (Foto: Martin Schmitz)
Staatstheater am Gärtnerplatz



©alle Fotos: Martin Schmitz
Der Gärtnerplatz ist ein städtebauliches Juwel aus der Zeit des Historismus. Er war im Jahr 1866 der erste so genannte Schmuckplatz Münchens.

Auch wenn er damals mit seiner reichhaltigen Ausstattung – den blühenden Gehölzen, den aufwändig geformten Teppichbeeten, dem Brunnen und den Denkmälern – dem Zeitgeist entsprechend nur zum Anschauen und nicht zum Benutzen hergestellt wurde, erfreute er sich dennoch bei der Bevölkerung großer Beliebtheit.

Der geometrisch angelegte Gärtnerplatz leitete eine entscheidende Wende ein in der Gestaltung der Stadtplätze in München.

Alle zuvor angelegten öffentlichen Plätze, wie Karlsplatz oder Maximiliansplatz, waren als reine Stadtplätze mit Rieselbelag und teilweise mit Baumreihen konzipiert.

Über Jahre hinweg war der Gärtnerplatz kein Schmuckplatz mehr, sondern Partyzone und Liegewiese. Wegen einer Pilzerkrankung mussten etliche der großen Kastanien gefällt werden. Die Teppichbeete waren sehr viel kleiner und schmuckloser als in der historischen und jetzt realisierten Planung.

Dafür nahm die Rasenfläche viel Platz ein und Trampelpfade führten in die Mitte zum Brunnen und quer über den Platz.

Der Gesamteindruck und die Art der Nutzung des Platzes waren nicht mehr tragbar.

Bei der Neugestaltung des unter Ensembleschutz stehenden Gärtnerplatzes lag es daher nahe, die historische Gestaltung des Platzes wieder aufzugreifen.

Aus allen vier Himmelsrichtungen führen nach der Neugestaltung nun 1,40 Meter breite, mit Kopfsteinpflaster belegte Wege in die Mitte des inneren Rondells des Gärtnerplatzes. Dorthin, wo noch heute der Originalbrunnen aus der Zeit um 1866 steht und für Erfrischung sorgt.

Die Denkmäler der beiden berühmten Baumeister, Friedrich Wilhelm von Gärtner und Leo von Klenze, wurden in die Achse der Klenzestraße versetzt und nehmen nun wieder ihre angestammten Plätze wie in der Anfangsphase des Gärtnerplatzes ein. Allerdings nur noch in Form von nachgegossenen Büsten.

Am 17. September 2006 wurde der Gärtnerplatz unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Christian Ude offiziell eingeweiht.

Das Gärtnerplatzviertel ist die zweite und eine der bedeutendsten Stadterweiterungen des spätklassizistischen Städtebaus in München, entstanden durch die Initiative privater Investoren. Es war damit auch die erste bürgerliche Planung.

Die drei streng geometrisch angelegten Achsen der Klenze-, Cornelius- und Reichenbachstraße und der im Mittelpunkt dieser Achsen liegende Gärtnerplatz sowie die Bebauung mit dem dominierenden Gärtnerplatztheater bilden ein städtebaulich perfekt aufeinander abgestimmtes Ensemble.

Erstmals war eine Grünanlage in der Stadt nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern gleichrangig mit der Architektur.

Nach seiner Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde der Gärtnerplatz zunächst provisorisch begrünt und später neu gestaltet, die Gebäude und auch das Staatstheater waren schwer beschädigt worden.

Mit der Sanierung der Theaterfassade 1983 und nach einer umfassenden Renovierung der Gebäudefassaden 1984 kehrte die alte Pracht auf den Gärtnerplatz zurück.

Das innere Rondell allerdings war lange Zeit kein Schmuckplatz mehr. Bis vor zehn Jahren dominierten hier noch die alten rotblühenden Kastanien. Wegen der relativ schattigen Verhältnisse wurden die Schmuckbeete verkleinert und auf die Mitte konzentriert. Dann mussten in den letzten Jahren nacheinander alle Kastanien wegen einer Pilzerkrankung gefällt werden.

Seitdem belagerten immer mehr Sonnenhungrige die Rasenfläche, Trampelpfade entstanden, der zurück gelassener Unrat musste aufwändig beseitigt werden.

Außerdem hatten die zunehmenden nächtlichen Partys ihre Spuren am Gärtnerplatz hinterlassen. Der Gesamteindruck und die Art der Nutzung waren nicht mehr tragbar und wurden auch von Bürgerinnen und Bürgern kritisiert. Der Bezirksausschuss beschäftigte sich mit den Problemen bereits seit längerer Zeit und organisierte zum weiteren Vorgehen einen runden Tisch.

Der jetzt realisierte Entwurf zur Neugestaltung lehnte sich erkennbar an das von Symmetrie geprägte historische Vorbild an und erinnert mit seinen tropfenförmigen Schmuckbeeten stark an eine überdimensionale Blüte.

Der Brunnen bleibt weiterhin zugänglich und zwar auf 1,40 Meter breiten, mit Granitpflaster belegten Wegen, die aus allen vier Himmelsrichtungen in die Mitte des viergeteilten Rondells führen. Die zwölf spitzovalen Schmuckbeete mit wechselnder Blumenpracht sind zum Weg hin durch eine etwa 30 Zentimeter hohe Beeteinfassung abgegrenzt.

Zwölf kleinkronige Rotdorn-Bäume und eine niedrige Kornelkirschenhecke rahmen das Rondell zur Straße hin und sollen die Bildung von Trampelpfaden, wie in der jüngeren Vergangenheit üblich, verhindern.

In den lang gestreckten Ausbuchtungen der vier Rasenstücke laden zwölf Holzbänke zum Verweilen ein (Info: Baureferat München) .

Der Gärtnerplatz mit seinem Staatstheater bildet den pulsierenden Mittelpunkt des liebenswerten Glockenbachviertels. Eine multitkulturelle, tolerante und lebendige Gegend.

Hier gibt es vielfältige Gastronomie, zahlreiche Kneipen, Restaurants, gute Bars und Clubs, Galerien wie auch angesagte Mode- und Plattenläden. Von der Müllertraße bis zur zm Gärtnerplatz führenden Reichenbachstraße ("Deutsche Eiche") lebt Münchens schwul-lesbische Szene. Auch viele Esoteriker fühlen hier seit den 70ern offenbar die besten Schwingungen.

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