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Dan Flavin | Retrospektive in der Pinakothek der Moderne (verlängert bis 08.04.2007)













©Fotos: Martin Schmitz

Dan Flavin | Retrospektive ist die erste umfassende Werkschau des großen amerikanischen Künstlers Dan Flavin in Deutschland und die größte Ausstellung der Pinakothek der Moderne seit ihrer Eröffnung vor vier Jahren.

Dan Flavin (1933-1996), dessen Todestag sich am 29.11.2006 jährte, ist eine Schlüsselfigur der Kunst des 20. Jahrhunderts und mutiger Wegbereiter eines vollkommen neuen künstlerischen Terrains.

Dan Flavins Kunst ist bestechend einfach. Ihre Wirkung hingegen ist von radikaler Sprengkraft für Wahrnehmung und Bewusstsein.

Was für den Ikonenmaler die Verwendung von Gold bedeutete, für die Impressionisten die Varietät des Tageslichtes, für Matisse die Leuchtkraft der reinen Farbe – das ist die Leuchtstoffröhre für Dan Flavin. Die banale Handelsware, die jeden Supermarkt in demokratischer Gleichmäßigkeit ausleuchtet, war seit 1963 sein ausschließliches Arbeitsmaterial.

Durch die Verwendung von Leuchtstoffröhren hat er die Qualität und den Ausdrucksgehalt von Licht ebenso umfassend wie überraschend untersucht und zugleich die Grenzen von Malerei und Skulptur neu definiert. Seine Arbeiten öffnen der Wahrnehmung gegebener Räume neue Dimensionen.

Eine solch einzigartige Verwandlung erfährt auch die Pinakothek der Moderne, in der mehr als die Hälfte der Galerieräume des Obergeschosses der Präsentation dieses herausragenden Lebenswerkes gewidmet sind:

Entlang der 140 Meter langen Mittelachse der Pinakothek der Moderne sind 24 »>monuments< for Vladimir Tatlin« aufgebaut.

Nie zuvor wurden die Variationen dieser vornehmlich in den 1960er Jahren entstandenen Werkgruppe so eindrucksvoll und zugleich umfassend präsentiert wie jetzt in München.

Form und Farbe dieser Arbeiten agieren im Sinne Flavins so spannungsgeladen, dass der gesamte erste Stock der Pinakothek zu pulsieren scheint.

Im Verlauf des weiteren Rundgangs wird das Oeuvre des Künstlers entfaltet. Dabei ist es ein besonderer Glücksfall, dass die vollständige Gruppe von Flavins frühesten Experimenten mit künstlichem Licht, acht zwischen zwischen 1961 und 1964 geschaffenen »Icons«, den Auftakt bilden.

Seit ihrer Entstehung waren diese höchst fragilen und kostbaren Werke aus der Frühzeit der Minimal Art nicht mehr zusammen zu sehen. Von einer Ausnahme abgesehen, befinden sich die eigentlich als nicht ausleihbar geltenden Exponate in Privatsammlungen, zwei davon waren im Besitz von Flavins Freund Donald Judd, heute Judd Foundation.

Einen weiteren Höhepunkt bildet die Rekonstruktion einer Flavin-Ausstellung, die 1968 in der einflussreichen Münchner Galerie von Heiner Friedrich stattfand.

Diese und weitere Werke, in denen Form und Farbe der Leuchtstoffröhren in Zusammenwirkung mit der Architektur subtil erkundet werden, stehen im spannungsvollen Wechsel mit monumentalen Installationen, die Räume aggressiv versperren oder ihr Inneres mit Farbe überfluten.

Die Pinakothek der Moderne unterstreicht durch diese kapitale Ausstellung einen Schwerpunkt ihrer Sammlungsarbeit. 2002 gelang es, den 1970 von Dan Flavin konzipierten, aus vier Wandarbeiten bestehenden und bis dahin bei verschiedenen Besitzern zerstreuten ">monument< for Vladimir Tatlin"-Raum dauerhaft in der Sammlung zu verankern.

2004 folgte als großzügige Leihgabe von Flavins Sohn Stephen der 1968 für die Documenta 4 in Kassel realisierte Raum mit ultraviolettem fluoreszierendem Licht, der für München originalgetreu rekonstruiert wurde.

Diese fulminanten Werke, die zugleich die Vielfalt des Künstlers exemplarisch vertreten, sind in der ständigen Präsentation dialogisch vernetzt mit zentralen Erwerbungen der letzten Jahre, große Rauminstallationen von Donald Judd und Fred Sandback – ein Ensemble, das die Pinakothek der Moderne heute zu einer der wichtigsten Stätten für die Begegnung mit der amerikanischen Minimal Art macht.

Dan Flavin | Retrospektive wurde zusammen mit der New Yorker Dia Art Foundation und der National Gallery of Art in Washington D.C. als letzte, um rund 40 % erweiterte und somit bei weitem umfangreichste Station einer Ausstellungstournee vorbereitet, die neben amerikanischen Museen auch in der Londoner Hayward Gallery und im Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris zu sehen war

Dank der großzügigen Unterstützung der Philip Morris GmbH | Kunstförderung sowie eines Mäzens, der ungenannt bleiben möchte, konnte die Ausstellung in München realisiert werden. Weitere Förderung erfuhr die Ausstellung durch eine Kooperation mit Zumtobel Lighting GmbH.

Auf amerikanischer Seite wurden Ausstellung und Katalog gefördert von der Terra Foundation for American Art, The Henry Luce Foundation und The Andrew W. Mellon Foundation sowie von der Lannan Foundation und dem National Endowment for the Arts.

Kuratoren der Ausstellung: Corinna Thierolf (Oberkonservatorin Pinakothek der Moderne, München), Tiffany Bell (Autorin des Werkverzeichnisses von Dan Flavin), Michael Govan (seit März 2006 Direktor des L.A. County Museum, Los Angeles,  zuvor Direktor der Dia Art Foundation New York)

Die Sammlungen in der Pinakothek der Moderne:
Haupttext: Pinakothek der Moderne (mehr)
Staatsgalerie moderner Kunst - Bayerische Staatsgemäldesammlungen (mehr)
Architekturmuseum der Technischen Universität München (mehr)
Die Neue Sammlung. Staatliches Museum für angewandte Kunst (mehr)
Staatliche Graphische Sammlung (mehr)

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