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Neue Räume: Thomas Struth / Stephen Shore
in der Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne

Größere Fotos sind von Thomas Struth zu sehen (Bild: Martin Schmitz)

Größere Fotos sind von Thomas Struth zu sehen (Bild: Martin Schmitz)

Größere Fotos sind von Thomas Struth zu sehen (Bild: Martin Schmitz)

Eher kleinformatige Fotos sind in einem Raum zu sehen, der Stephen Shore gewidmet ist (Bild: Martin Schmitz)
Eher kleinformatige Fotos sind in einem Raum zu sehen, der Stephen Shore gewidmet ist
Eher kleinformatige Fotos sind in einem Raum zu sehen, der Stephen Shore gewidmet ist (Bild: Martin Schmitz)

Eher kleinformatige Fotos sind in einem Raum zu sehen, der Stephen Shore gewidmet ist (Bild: Martin Schmitz)
Alle Fotos: Martin Schmitz

Im Rahmen einer Sammlungspräsentation aus den Beständen Fotografie der Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne werden herausragende Arbeiten des amerikanischen Künstlers Stephen Shore (*1947 New York) und des Deutschen Thomas Struth (*1954) gezeigt. Zugleich werden erstmals Werke aus der Dauerleihgabe der Sammlung "Allianz Private Krankenversicherungs-AG" vorgestellt.

Thomas Struth (*1954) studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie zuerst Malerei bei Gerhard Richter, dann Fotografie bei Bernd Becher. Er zählt seit den späten 80er Jahren zu den bekanntesten deutschen Künstlern, die die Fotografie mit farbigen, großformatigen Arbeiten in internationalen Ausstellungen und Museumssammlungen als zeitgemäßes künstlerisches Ausdrucksmittel durchgesetzt haben.

Mit einer sachlich-dokumentarischen Bildsprache legt Struth die vielfältigen Bedingungen des modernen Lebens offen, die durch Gegensätze wie Vergangenheit und Gegenwart oder Individuum und Gesellschaft bestimmt sind. Kennzeichnend für sein Werk ist die Konzentration auf ausgesuchte Themenbereiche wie Museumsfotografien, Familienporträts, Stadtansichten und Naturaufnahmen, die der Künstler oftmals über Jahre entwickelt und kontinuierlich erweitert.

Erste internationale Erfolge stellten sich mit den seit 1987 entstandenen Museumsfotografien ein, zu denen auch „Musée d’Orsay 2“ aus dem Jahr 1989 zählt. In seinen Museumsbildern spürt der Künstler der ungelösten Spannung zwischen Betrachter und Kunstwerk im öffentlichen Raum nach.

In einer vierteiligen Serie dokumentiert Thomas Struth 1990 die „South Lake Street Apartments“ in Chicago. Vergangenheit und Gegenwart in ihren komplexen kulturellen und gesellschaftlichen Bezügen, eingeschrieben in die Architektur der Städte, ist ein zentrales Thema im Werk von Thomas Struth, das er zu monumentalen Farbaufnahmen der zeitgenössischen Stadt erweitert hat, so in der Arbeit „Hilo Street, Jiyu Gaoka, Tokyo“ von 2003.

1991 erhält Thoma Struth den Auftrag, die Krankenzimmer des Spitals am Lindberg im schweizerischen Winterthur mit Fotografien auszustatten, zugleich Auftakt seiner intensiven Auseinandersetzung mit der Landschaftsfotografie. Er entwickelt ein Konzept, nach dem er jedes Zimmer mit ein bis zwei Pflanzenstudien und einer Landschaftsaufnahme aus der Umgebung ausstattet. Während die dokumentarisch gehaltenen Landschaften eine Reminiszenz an das Leben außerhalb des Krankenhauses darstellen, sind die Pflanzendetails durch Unschärfe und extreme Nahsicht ungewöhnlich verfremdet, eine gewisse Instabilität andeutend, die die Verfassung der Kranken reflektiert.

Die Idee der Familie, das Familienbild als Versuchsanordnung zur Bestimmung des einzelnen in seiner gesellschaftlichen Stellung, ist ein Thema, das der Künstler seit den 80er Jahren verfolgt. Die Porträts entstehen in einem engen Austausch zwischen Modell und Künstler und setzen beiderseits Vertrauen und Offenheit voraus. Einen Höhepunkt innerhalb seines Schaffens erreicht der Fotograf mit dem Porträt der „Familie Gerhard Richter 1“, das den Künstler und früheren Lehrer Thomas Struths mit seiner jungen Frau und den beiden kleinen Kindern in seinem Kölner Privathaus zeigt.

Der Amerikaner Stephen Shore zählt mit seinem Landsmann William Eggleston zu den profiliertesten Vertretern der künstlerischen Farbfotografie. Zentrales Thema in seinem Werk ist die amerikanische Alltagskultur, die er in sachlichen, wirklichkeitsnahen Bildern dokumentiert.

Der in New York City  geborene und aufgewachsene Künstler unternimmt 1972  seine erste Überlandreise durch die Vereinigten Staaten, die ihn von der Ostküste bis nach Amarillo in Texas führt. Vom Beifahrersitz aus sammelt er Eindrücke, die er mit Hilfe einer Kleinbildkamera, einer Rollei 35, festhält: „Es war ein Schock. Ich fand mich in einem öden Niemandsland dieser Erde wieder; dann und wann lief ich draußen herum oder wir rollten auf einer Strasse dahin, und plötzlich fiel Licht auf etwas, und für ein paar Minuten war alles verändert.“

In Form eines visuellen Tagebuchs fotografiert Shore das ihm fremde und doch vertraute Land, das sich seinem unvoreingenommenen Blick vor allem in Details erschließt: namenlose Hotelzimmer, kleinstädtische Straßenecken, in die Jahre gekommene Ladeneinrichtungen bis hin zu beliebig wirkenden Gebrauchsgegenständen, wie einem geöffneten Kühlschrank oder einem Grill. Eine Auswahl aus der über 200 Bilder umfassenden Serie wurde 1972 unter dem Titel „American Surfaces“ in der New York Light Gallery ausgestellt.

Seit 1973 nimmt die Auseinandersetzung mit dem amerikanischen Alltagsleben den zentralen Stellenwert in Shores fotografischer Arbeit ein. Er wechselt von der Kleinbildkamera auf eine 8 x 10 inch-Kamera (20,3 x 25, 4 cm) und stellt Kontaktabzüge seiner Aufnahmen her. Diese 1:1 Kopien des Farbnegativs zeichnen sich durch größtmögliche Schärfe, technische Präzision und Detailreichtum aus. Wie in seiner ersten Serie sind es die beiläufigen, scheinbar nicht bildwürdigen Motive, die seine Aufmerksamkeit fesseln.

Durch den gezielten Einsatz natürlichen Tageslichts gelingt es ihm, die Farbwerte des Colorfilms zu steigern und brilliante Kompositionen von großer Dichte zu schaffen. In den Bildern verschränken sich Vergangenheit und Gegenwart, Landschaft und urbane Siedlungsformen, das Gewöhnliche und das Besondere zu einer Ansicht des gegenwärtigen Amerikas, die aus heutiger Sicht bereits historische Momente in sich birgt. Die auf mehreren Reisen durch die USA entstandenen Bilder veröffentlicht er 1982 unter dem Titel „Uncommon Places“, das zu einem Klassiker der jüngsten Fotogeschichte avanciert.

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Hier der Link auf die offizielle Website.

Kuratorin: Inka Graeve Ingelmann


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