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Amerikanische Kunst der 90er: Robert Gober – Mike Kelley – Christopher Wool
in der Pinakothek der Moderne (23.07.-24.10.2004)

Als eine Neudeutung von Pop und Minimal Art lässt sich jene Haltung in der amerikanischen Gegenwartskunst verstehen, die den gesellschaftspolitischen Anspruch der historisch gewordenen Richtungen (Warhol, Judd) offensiv fortführt und ihre Formensprache psychologisch besetzt. Zu den Exponenten dieser internationalen Strömung, als deren wesentlicher Wegbereiter Bruce Nauman anzusehen ist, zählen in den USA Robert Gober, Mike Kelley und Christopher Wool. Ihre Arbeiten zeugen von einer gespaltenen Lebens- und Gefühlslage, die von Bedrängnis, Zwängen und Ängsten beherrscht wird. Sie veranschaulichen die Gewalt, die eine normierte Welt den Menschen antut.

Bei Robert Gober spiegeln Alltagsgegenstände die Differenz zwischen kollektiven Erwartungen und individuellem Verlangen wider. Seine „Tissue Box“ (1994-95) ist auf die Größe eines Sargs aufgeblasen und wird von einem martialischen Kanalisationsrohr durchstoßen. Der unverhältnismäßigen Bedeutung, die einer Kleenexschachtel bisweilen beigemessen wird, entspricht deren monströses Abbild. In anderen Arbeiten Gobers wird das Leben als ständiger Prozess von Konsumieren und Ausscheiden, von Wegräumen und Vergessen präsent.

Für Mike Kelley liegen die Quellen der Inspiration abseits von allem Anerkannten. Sein Interesse gilt den Energien des Verdrängten, mit deren Hilfe er die Möglichkeit sieht, fragwürdig gewordene Bewertungen aufzubrechen. Unter einem riesigen Teppich „Lumpenprole“ (1991) zeichnen sich merkwürdige Körper ab, deren verborgene Kräfte ein unberechenbares Eigenleben entwickeln. „The Keep“ (1998) verwandelt den perfekten Kubus der Spätmoderne in den schäbigen Zufluchtsort eines Außenseiters, den eine Gesellschaft vielleicht mehr braucht als ihr lieb ist.

Auch die Malerei von Christopher Wool steht für die radikale Korrektur einer einseitig idealisierten Weltauffassung. Seine Bilder auf Emaille wirken wie gebrandmarkt oder gestempelt und scheinen brutale Befehle zu geben. Lesen und Sehen verschmelzen zu einer untrennbaren Einheit. Farbe, Worte und Zeichen werden zu plastischem und emotionalem Material. Diese Bilder haben ihre Unschuld verloren, die Kunstbetrachtung wird als physischer Prozess spürbar.

Die ausgestellten Werke stammen aus der Sammlung Udo und Anette Brandhorst, ergänzt um die Installation „Lumpenprole“ von Mike Kelley aus dem Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien.

Die Sammlungen in der Pinakothek der Moderne:
Haupttext: Pinakothek der Moderne (mehr)
Staatsgalerie moderner Kunst - Bayerische Staatsgemäldesammlungen (mehr)
Architekturmuseum der Technischen Universität München (mehr)
Die Neue Sammlung. Staatliches Museum für angewandte Kunst (mehr)
Staatliche Graphische Sammlung (mehr)

Die Sammlung Brandhorst eröffnet am 21.05.2009 (mehr)
Die Sammlung Brandhorst im Kontext (mehr)
Museum Brandhorst: Öffnungszeiten, Eintrittspreise, Barrierefreier Zugang (mehr)


Hier der Link auf die offizielle Website.

Kuratorin: Inka Graeve Ingelmann


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