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Sammlung Schack: 100 Jahre Schack Galerie München
Sammel-Begeisterung des 19. Jahrhunderts nach einer Verjüngungskur wieder fast komplett zu sehen

neu: der Kopiensaal ist wieder eröffnet und frisch renoviert (©Foto: Martin Schmitz)
neu: der Kopiensaal ist wieder eröffnet und frisch renoviert















©Fotos: Martin Schmitz
Vor 100 Jahren, am 18. September 1909, eröffnete die Schack-Galerie an der Prinzregentenstraße in München. Bauherr war seinerzeit Kaiser Wilhelm II., der auch die angrenzende Preußische Gesandtschaft errichten ließ.

Die Pläne, die auf einen ersten Entwurf von Adolf von Hildebrand zurückgehen, lieferte Max Littmann, der Architekt des Münchner Prinzregententheaters.

Die Sammlung Schack ist mit ihren umfangreichen Werkkomplexen von Moritz von Schwind, Anselm Feuerbach und Arnold Böcklin eine der wichtigsten Sammlungen zur deutschen Malerei des 19. Jahrhunderts.

Sie wurde durch Adolf Friedrich Graf von Schack (1815-1894) begründet, der neben Ludwig I. der bedeutendste Sammler zeitgenössischer Malerei in Deutschland war.

Bis zu seinem Tod im Jahr 1894 erwarb er rund zweihundert Gemälde von deutschen Künstlern und etwa achtzig Kopien nach Gemälden Alter Meister, von denen nach dem endgültigen Umbau der Sammlung Schack - einige Räume im zweiten Obergeschoss können erst nach Einbau eines neuen Fluchttreppe geöffnet werden - 2010 dann rund 190 Werke hier ausgestellt zu sehen sind..

Mit dem Tod des Grafen Schack fiel die Sammlung als Vermächtnis an den deutschen Kaiser, der 1909 das bestehende Galeriegebäude errichten ließ. 1939 ging sie in das Eigentum Bayerns über und wird seitdem durch die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen betreut.

Im Hinblick auf das Jubiläum wurden 2008 bereits die Galerieräume des Erdgeschosses renoviert. Die bisher hellen Säle und Kabinette erhielten einen Anstrich in dunkleren Farben, der die Bilder aus der Epoche der Romantik besser zur Wirkung kommen lässt.

Wände in kräftigem Blau und Rot bilden seither den Hintergrund für die Werke von Moritz von Schwind, Carl Rottmann, Friedrich Preller und Carl Spitzweg. Zugleich wurde ein neues Beschriftungskonzept realisiert, das die einzelnen Werke mit ausführlichen Erläuterungen versieht.

Die Beziehungen zwischen Malerei und Literatur, zwischen dem Sammler und Dichter Graf Schack und den Künstlern wie den Bildern seiner Sammlung werden auf diese Weise verdeutlicht.

Der Besucher erhält einen Einblick in die Bilder- und Geisteswelt des deutschen 19. Jahrhunderts, die in kaum einem anderen Museum so intensiv erfahren werden kann wie in der Sammlung Schack.

2009 wurde die Renovierung im 1. Obergeschoss fortgesetzt. Mit den Gemälden von Arnold Böcklin und Anselm Feuerbach sowie Franz von Lenbachs "Hirtenknaben" sind dort nun Hauptwerke der Sammlung ausgestellt.

Der größte Saal der Galerie, der nach dem Zweiten Weltkrieg lange Jahre als Sitzungssaal der benachbarten Bayerischen Staatskanzlei gedient hat, konnte zudem umgebaut und als "Kopiensaal" neu eingerichtet werden.

Hier bilden neunzehn überwiegend großformatige Kopien nach venezianischer Malerei der Renaissance gezeigt, die einen Schwerpunkt innerhalb der Sammlung.

Der Kopiensaal vereint Hauptwerke wie Giorgiones "Ländliches Konzert" im Louvre, Tizians Pesaro-Madonna in der Frari-Kirche und den Tempelgang Mariens in der Akademie in Venedig sowie das Bildnis Kaiser Karls V. im Prado.

Zu den Malern der Kopien gehört neben August Wolf und Ernst von Liphart vor allem Franz von Lenbach, dessen Tizian-Kopien für den Grafen Schack zu den besten Gemäldekopien des 19. Jahrhunderts in Deutschland zählen.

Damit wird ein in den Augen ihres Gründers wesentlicher Teil der Sammlung wieder in das Licht der Öffentlichkeit gerückt und zugleich die Münchner Museumslandschaft um einen einzigartigen Raum bereichert.

Der Umbau und die Einrichtung des Kopiensaales wurden durch privates Mäzenatentum ermöglicht und bilden einen besonderen Höhepunkt im Jubiläumsjahr.

Ebenfalls durch privates Mäzenatentum wurde die Installation einer neuen Fassadenbeleuchtung ermöglicht, die das Haus nun in den Abendstunden in neuem Licht erstrahlen lässt.

Die Renovierung und Wiedereröffnung des Hauses gab schliesslich auch den Anlass, auch den Namen zu ändern. Die rundum erneuerte Schack-Galerie heißt künftig an "Sammlung Schack".

Ab dem 18. November 2009 können die neu gestalteten Räumen besucht weden. In der Eröffnungswoche ist der Eintritt frei, MI 18.11. | 10.00 –20.00 | DO 19.11. bis SO 22.11 | 10.00 – 18.00

Thematische Streifzüge nehmen Sie mit auf eine 45-minütige entdeckungsreise in das 19. jahrhundert und in den Sammlungskosmos des Grafen Schack.

Streifzüge: SA 21.11. | 10.30 »Mythos« | 11.30 »Dichtung« | 16.00 »Ferne« SO 22.11. | 10.30 »Musik« | 11.30 »Dichtung« | 16.00 »Kopie«

In den Konservatorenführungen erhalten Sie einen exklusiven einblick in die Konzeption der räume.

Konservatorenführungen mit Herbert W. Rott SA 21.11. | 14.30 »Alte und neue Meister in der Sammlung Schack« SO 22.11. | 14.30 »Die Sammlung Schack: Kunst und Politik«

Weitere Termine bis Jahresende

Kinderworkshop »Museumsforscher« in der Sammlung Schack für 6- bis 12-Jährige | mit Kristine Oßwald MI 04.11. | DO 05.11. | FR 06.11. | 10.00 –14.00 | Treffpunkt: Palais Pinakothek
Kostenbeitrag 15 Euro | Beschränkte Teilnehmerzahl

Seminar »Ungleiche Schwestern« | Sammlung Schack und Neue Pinakothek im Vergleich: privates und staatliches Sammeln im 19. Jh. | mit Jochen Meister SA 28.11. | 14.30 –17.00 | Treffpunkt: Neue Pinakothek Kostenbeitrag 20 Euro | mit Jahreskarte 15 Euro | Beschränkte Teilnehmerzahl

Anmeldung erbeten unter: T (089) 2 38 05-198 oder palais@pinakothek.de Führungen ohne Anmeldung
MI 18.11. | MI 02.12. | MI 16.12. | jeweils 18.30 | SO 13.12. | 11.00

Aus Anlass der Hundertjahrfeier erscheint ein neuer Publikumskatalog: Sammlung Schack. Katalog der ausgestellten Gemälde von Herbert W. Rott. Mit einem Vorwort von Klaus Schrenk und einem Beitrag von Eva Ortner. Herausgegeben von den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München. Hatje Cantz Verlag, 288 Seiten, ca. 165 farbige Abbildungen
Im Buchhandel 29,80 €, im Museumsshop 19,80 €
ISBN 978-3-7757-2504-0

Öffnungszeiten
Mi.-So. | 10.00-18.00
Geschlossen: Montag, Dienstag, Neujahr (01.01.), Maifeiertag (01.05.), Christi Himmelfahrt (21.05.), Fronleichnam (11.06.), Heilig Abend (24.12.), 1. Weihnachtstag (25.12.), Silvester (31.12.) Geöffnet: Ostermontag (13.04.), Pfingstmontag (01.06.)

Eintritt
2,50 Euro | ermäßigt 1,50 Euro
Sonntagseintritt 1 Euro

Tagesticket 12 Euro (die drei Pinakotheken, Museum Brandhorst, Schack Galerie)
5-er-Ticket 29 Euro (die drei Pinakotheken, Museum Brandhorst, Schack Galerie)
Sonderausstellungen sind nicht inbegriffen.

Jahreskarte für die drei Pinakotheken, das Museum Brandhorst, die Schack-Galerie und die Zweiggalerien der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen:
90 Euro | ermäßigt 60 Euro

Alle Informationen finden Sie auch auf der Homepage www.sammlung-schack.de

Über Adolf Friedrich vob Schack

  • 1815 Adolf Friedrich von Schack wird in Schwerin geboren.
  • 1856 Nach seinem Abschied aus dem Mecklenburgischen Staatsdienst und der Berufung in den Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst durch König Maximilian II. übersiedelt Schack nach München. Hier beginnt er, eine bedeutende Sammlung zeitgenössischer Malerei mit Werken von Moritz von Schwind, Arnold Böcklin und Anselm Feuerbach aufzubauen. Zugleich beschäftigt Schack junge Künstler wie Franz Lenbach, die für ihn vor allem Kopien nach venezianischer Malerei der Renaissance schaffen.
  • 1874 In der Überzeugung, eine Sammlung von bleibendem Wert und nationaler Bedeutung geschaffen zu haben, vermacht Schack seinen Bilderschatz dem deutschen Kaiser.
  • 1894 Schack stirbt im Alter von 79 Jahren in Rom.
  • 1909 Kaiser Wilhelm II. lässt für die Sammlung Schack ein neues Galeriegebäude an der Prinzregentenstraße in München errichten. Angrenzend wird die Preußische Gesandtschaft gebaut.
  • 1945 Die Schack-Galerie und die ehemalige Preußische Gesandtschaft haben den Zweiten Weltkrieg ohne größere Schäden überstanden. Das Gesandtschaftsgebäude wird Sitz der Bayerischen Staatskanzlei.
  • 1950 Die Schack-Galerie wird als eines der ersten Museen Münchens nach dem Zweiten Weltkrieg wieder eröffnet. Der größte Saal der Galerie im ersten Obergeschoss wird bis 1993 als Sitzungs- und Kabinettssaal der Bayerischen Staatskanzlei genutzt.
  • 2009 Aus Anlass der Hundertjahrfeier wird die Galerie renoviert und der ehemalige Kabinettssaal als Kopiensaal neu eingerichtet. Hier werden erstmals seit Jahrzehnten wieder Hauptwerke der Kopiensammlung gezeigt.
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Sammlung Schack in der Schack-Galerie
Prinzregentenstraße 9
D-80538 München
T 089 23805 224
Homepage www.sammlung-schack.de

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