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"Mosi, Daisy und ich - Sein Chauffeur Andreas erzählt"
Buchpräsentation in der Münchner "Hundskugel" am 21.11.2005


Andreas Kaplan, Co-Autorin Nina Rücker und Roberto Blanco (Foto: Martin Schmitz)
Andreas Kaplan, Co-Autorin Nina Rücker und Roberto Blanco


Schlange stehen und warten hieß es für die vielen Fotografen, denn vor dem Tisch mit Herrn Andreas und Roberto Blanco ging es eng zu (Foto: Martin Schmitz)
Schlange stehen und warten hieß es für die vielen Fotografen und Kamerateams in der Hundskugel, denn vor dem Tisch mit Herrn Andreas und Roberto Blanco ging es eng zu

©Fotos: Martin Schmitz

"So voll war es hier schon lange nicht mehr", war mein erster Gedanke, als ich gegen 15 Uhr die Hundskugel betrat. Na, zumindest nicht um die Tageszeit, denn auch am Abend ist die bayerische Gaststätte sehr beliebt.

Die Hundskugel, Münchens älteste Wirtschaft aus dem Jahre 1440, hatte Rudolph Moshammers gehört, um den es bei diesem Termin ging. Eine Tageszeitung hatte vorlaut vermeldet, jedermann könne bei dem Termin dabei sein, und so hatte die souveräne PR-Lady Gaby Hildenbrandt alle Mühe, wenigstens die Presse im Untergeschoss unterzubringen, während einige echte Fans draussen bleiben und hoffen durften, nach dem Rummel doch noch einen Blick auf die Akteure zu erhaschen.

Am selben Vormittag 4 Stunden zuvor hatte das Gericht Moshammers Mörder Herisch A. noch drei bizarren Prozesswochen zu "lebenslang" verurteilt und im gleichen Zug eine besondere Schwere der Schuld festgestellt.

Jungverleger Ronny Schneider hätte es also terminlich mit seiner Buchvorstellung am gleichen Nachmittag kaum besser treffen können: 2004 erst ist er mit seinem Anderbeck Verlag im Markt, hatte mit Sachbücher, Regionalia, Belletristik und Auftragswerken gestartet und jetzt seinen ersten Coup im Markt, der rund 18 Fotografen, 4 Fernsehteams und dazu noch zahlreiche Radioreporter und schreibende Kollegen zur Buchpräsentation in die Hundskugel lockte:

"Mosi, Daisy und ich - sein Chauffeur Andreas erzählt" heißt das Buch, dessen erste Auflage am 17.11.2005 in den Buchhandel kam und bereits nach nur einem Wochenende im Markt am 21.11.2005 (Montag) so weit vergriffen ist, das eine zweite Auflage sofort in Druck gegeben wurde. Aber sie können ja über den Link vorbestellen bei uns...

Nun also erfahren wir die Sicht der Dinge, erzählt vom Chauffeur, den wir inzwischen alle als "Herrn Andreas" kennen und der sich rührend um Daisy kümmert seit dem Ableben ihres Herrchen.

Als Chauffeur des berühmten Modezaren stand er nach dem gewaltsamen Tod des Modemachers von einem Tag auf den anderen selbst im Blitzlichtgewitter. Über sein Leben vor dem 14. Januar 2005 und über die folgenden Wochen, in denen das bis dato beschauliche Leben des braven Fahrers plötzlich in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit gerückt wurde, hat Andreas Kaplan ein Buch geschrieben.

"Das alles hat mein Leben um 180 Grad gewendet, ach was, um 360 Grad" - zumindest das erfahren und wissen wir seit der Konferenz und der scheue Herr Andreas weiß und wusste es wohl auch schon vorher: zum Redenhalten wurde er nicht geboren. Wie schön, das es die gefühlvolle Co-Autorin Nina Rücker gibt, welche seine auf Zetteln und Diktiergerätkassetten zusammengefassten Gedanken in eine Abfolge und ein dabei unterhaltsames wie spannend zu lesendes Buch schuf, das sich jetzt unter so manchem Weihnachtsbaum zu finden sein wird.

Auf 228 Seiten um mit zahlreichen Fotos lässt Andreas Kaplan mit Hilfe seiner Co-Autorin die 11 Jahre mit Rudolph Moshammer Revue passieren.

Entertainer Roberto Blanco schrieb dazu das Vorwort. Für Blanco ein Freundschaftsdienst für den Mann, der "meinem Freund Rudolph über ein Jahrzehnt verlässlich und diskret zur Seite stand".

Bei der Buchpräsentation bei Wirtin Barbara Sigg in Moshamers Gaststätte "Hundskugel" waren auch einige Wegbegleiter Moshammers anwesend: Leibarzt Dr. Arnulf Borchers, Haushälterin Erna, Werner Wittek ( mit seinen Bodyguards jahrelang an Moshammers Seite), "Muse" Veronique und auch Schauspielerin Beate Pfeiffer sowie zahlreiche Stammgäste der Hundskugel, die Moshammer meist noch kannten.

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Das Buch können Sie gleich hier bestellen:



Chauffeur "Herr Andreas" Kaplan (li.) war 11 Jahre für Rudolph Moshammer (re.) tätig (©Foto: Marikka-Laila Maisel)

Zum Inhalt

Der eine heißt Rudolph Moshammer. Er war der glänzende Stern der Münchner Bussi-Boheme, ein Meister der perfekten Selbstinszenierung, ein knallharter Geschäftsmann und ein verlässlicher Freund, dem nichts, aber auch gar nichts Menschliches fremd war. Alle nannten ihn Modezar und er war stolz darauf. Rudolph Moshammer wurde am 27. September 1940 in München geboren und am 14. Januar 2005 in seiner Villa in Grünwald ermordet.

Der andere heißt Andreas Kaplan. Er ist 45 Jahre alt, stammt aus dem thüringischen Saalfeld und ist Chauffeur. Das Schicksal hatte ihn nach der Wende zu Rudolph Moshammer verschlagen. Als „Herr Andreas“ diente er ihm so diskret und verschwiegen, wie einst seinem Stasi-Obristen bei der Hauptverwaltung Aufklärung in Ostberlin. Beinahe täglich war der Chauffeur an Rudolph Moshammers Seite – am Steuer des Rolls Royce, als Hausmann, als Gärtner und Maler, als Butler, als Hundeführer und als Beschützer in der Not. Elf lange Jahre stand er treu im Dienst seines Herren, bis er ihn an einem eiskalten Januartag in der ersten Etage seines Hauses vor dem Schlafzimmer auf dem Boden liegend fand – ermordet.

Seither wurde im beschaulichen Leben des braven Chauffeurs das Unterste zu oberst gekehrt. Plötzlich er, und nicht sein Chef, im Blitzlichtgewitter der Medienmeute. Und überall sollte er über das ungewöhnliche Leben des Rudolph Moshammer erzählen. Doch er behielt das meiste für sich. Bis jetzt. Nun endlich will er davon berichten: Von den tagelangen Fahrten übers Land, den nächtlichen Feiern und Auftritten, den Küchengesprächen und Hotelaufenthalten, den Freundschaften, den Ängsten und den Leidenschaften des Rudolph Moshammer.

Wer, wenn nicht er? Denn in diesen elf Jahren sind sich die beiden so unterschiedlichen Männer vertrauter geworden, als in vielen Familien Vater und Sohn. Rudolph Moshammer besuchte Andreas Kaplan daheim, er traf sich mit seiner Familie, lernte Andreas Freundin kennen und überließ seinem Chauffeur bei längerer Abwesenheit sogar die Schlüssel zu seinem Allerheiligsten – der Privatvilla in Grünwald. Im Jahre 2002 setzte er seinen Chauffeur mit einer Notariatsurkunde sogar als Generalbevollmächtigten ein. Der Chauffeur sollte entscheiden, wann im Krankheitsfall lebensverlängernde medizinische Geräte abgeschaltet werden mussten, wie der Modezar beerdigt werden sollte und er übertrug ihm die Verantwortung für das Testament.

Pflichtbewusst, wie es immer seine Art war, hat Andreas Kaplan diese Bürde auf sich genommen. Still und verschwiegen kümmerte er sich um die Hinterlassenschaften seines Chefs, organisierte den Geschäftsbetrieb in der Nobelboutique „Carneval de Venice“ in der Münchner Maximilianstraße, bereitete die Trauerfeier vor, ließ Sterbebildchen drucken, koordinierte die Gästeliste, bestimmte den Trauerzug durch Bayerns Hauptstadt, wählte allein die Blumengebinde und die passende Musik für die Trauerzeremonie aus. „Das waren die schlimmsten Stunden meines Lebens. Ich wollte doch alles so gut machen, wie es Herr Moshammer gemacht hätte ...“, sagt er über diese Zeit.

Die Trauerfeier für Rudolph Moshammer und seine Beisetzung auf dem Münchner Ostfriedhof im Familiengrab neben der Mutter, glichen einem Staatsakt. Tausende Münchner und nahezu fünf Millionen TV-Zuschauer begleiteten ihren Modezaren an diesem eiskalten Wintersamstag auf seinem letzten Weg. Voller Verehrung, voller Bewunderung, voller Neugier, voller Faszination.

Aber wer war dieser Mann mit den schrill hochgestellten rabenschwarzen Haaren, den knalligen Seidenkrawatten und dem kleinen weiß-braun-grauen Yorck-Shire-Hündchen in der Luis-Vitton-Tasche? Wie eroberte er sich die Zuneigung so unterschiedlicher Menschen, schaffte, wovon viele Politiker träumen und wonach sich Show-Sternchen sehnen? Warum flogen ihm, dem Kaufmann aus kleinbürgerlichem, später ärmlichem Hause, die Herzen der Menschen im Vorübergehen zu? Wie holte er Adel und Show-Biz, Politik und Wirtschaft, Arme und Reiche an seinen Mittagstisch als wäre es gar nichts?

Mit Hingabe versorgte er die Obdachlosen unter den Münchner Isar-Brücken, plauderte mit kindlicher Lust bei Thomas Gottschalk über Mode, Hunde, Freundschaft und das Geheimnis der ewigen Jugend. Er zelebrierte den Verkauf einer „Volkskrawatte“ in seiner Boutique als wäre sie ein Rolls Royce und sang schrecklich schräg auf dem Oktoberfest und im deutschen Vorausscheid für den Grand-Prix. Er machte sich selbst zu Deutschlands komischster Werbefigur - für den Autoverleiher Sixt und den Food-Giganten McDonalds. Er warb für Hundefutter und für das Münchner Obdachlosen-Magazin „BISS“.

Haare, Hund, Rolls, Samt, Seide, Obdachlose, die unendliche Mutterliebe, seine ständige Angst vor dem Alter und seine lebenslange Persiflage auf das nie offiziell eingestandene Schwulsein – nichts an diesem Rudolph Moshammer war mainstream, alles verstieß gegen den ausgemacht guten Geschmack. Und dann eben doch wieder nicht.

Bibliografische Angaben:

Andreas Kaplan/Nina Rücker
Mosi, Daisy und ich - Sein Chauffeur Andreas erzählt
Ca. 250 S., zahlr. Fotos, Taschenbuch EUR 12,90 ISBN 3-937751-26-2 (lieferbar ab 20.11.2005)

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