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Ausstellung "So ein Ding muss ich auch haben". Gegenwartskunst aus den Sammlungen der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und der KiCo Stiftung im Lenbachhaus ab 19.05.2015

Im Zentrum der neuen Präsentation steht die raumgreifende Installation „Laden 1975–2015“ des Künstlers Hans-Peter Feldmann (©Foto: Martin Schmitz)
Im Zentrum der neuen Präsentation steht die raumgreifende Installation „Laden 1975–2015“ des Künstlers Hans-Peter Feldmann
Im Zentrum der neuen Präsentation steht die raumgreifende Installation „Laden 1975–2015“ des Künstlers Hans-Peter Feldmann (©Foto: Martin Schmitz)

Kuratorin Eva Huttenrauch neben Untitled (Sheep), 2013 von Judith Hopf  (©Foto: Martin Schmitz)
Kuratorin Eva Huttenrauch neben Untitled (Sheep), 2013 von Judith Hopf
Ausstellung "So ein Ding muss ich auch haben". Gegenwartskunst aus den Sammlungen der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und der KiCo Stiftung im Lenbachhaus ab 19.05.2015  (©Foto.Martin Schmitz)

Ausstellung "So ein Ding muss ich auch haben". Gegenwartskunst aus den Sammlungen der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und der KiCo Stiftung im Lenbachhaus ab 19.05.2015  (©Foto.Martin Schmitz)

Ausstellung "So ein Ding muss ich auch haben". Gegenwartskunst aus den Sammlungen der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und der KiCo Stiftung im Lenbachhaus ab 19.05.2015  (©Foto.Martin Schmitz)

Kuratorin Eva Hüittenlauch mit Museumsdirektor Mathias Mühling im Raum mit dem Werkkonvulat der Gruppe SPUR (©Foto.Martin Schmitz)
Kuratorin Eva Hüittenlauch mit Museumsdirektor Mathias Mühling im Raum mit dem Werkkonvulat der Gruppe SPUR
Ausstellung "So ein Ding muss ich auch haben". Gegenwartskunst aus den Sammlungen der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und der KiCo Stiftung im Lenbachhaus ab 19.05.2015  (©Foto.Martin Schmitz)

Ausstellung "So ein Ding muss ich auch haben". Gegenwartskunst aus den Sammlungen der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und der KiCo Stiftung im Lenbachhaus ab 19.05.2015  (©Foto.Martin Schmitz)

Ausstellung "So ein Ding muss ich auch haben". Gegenwartskunst aus den Sammlungen der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und der KiCo Stiftung im Lenbachhaus ab 19.05.2015  (©Foto.Martin Schmitz)


Martin Schmitz

Zwei Jahre nach der Wiedereröffnung des Lenbachhauses wurde der Bereich „Kunst nach 1945“ komplett neu konzipiert und ab 19. Mai 2015 präsentiert. Aus der umfangreichen Sammlung des Lenbachhauses sollen künftig im Wechsel von zwei Jahren neue Werke gezeigt werden, die dem Publikum bislang weitgehend unbekannt sind.

Im Zentrum der neuen Präsentation steht die raumgreifende Installation „Laden 1975–2015“ des Künstlers Hans-Peter Feldmann (*1941).

Echte Kuckucksuhren aus dem Schwarzwald, schwule Hochzeitspaare aus Plastik, knall-bunte Nippes-Highheels, rote Porsche 911 im Miniformat neben der quietsch-gelben Plastikente und der Londoner Telefonzelle – dies alles und noch tausend kleine Objekte sind seit 19. Mai 2015 im Lenbachhaus zu sehen.


Ausstellung Lenbachhaus: "So ein Ding muss ich auch haben.." (ab 19.05.2015)

Während Feldmann in seinem 1975 in der Düsseldorfer Altstadt eröffneten Laden anfangs vor allem technische Antiquitäten wie Nautica, Photographica, Geodätica und altes Spielzeug angeboten hat, erweiterte er ihn in den achtziger Jahren um Sammlerartikel und Souvenirs, die man oft nur dort erhalten konnte.

Da der Laden sehr erfolgreich war, gab Feldmann sein Dasein in der Kunstwelt sogar für zehn Jahre auf, um sich ganz dem Geschäft zu widmen. Feldmann beendet nun nach vierzig Jahren den Betrieb seines Ladens, um ihn im Lenbachhaus als Kunstwerk in einen Museumszusammenhang zu überführen.

„Laden 1975–2015“ knüpft in zweifacher Weise an die Sammeltradition des Lenbachhauses an. Einerseits führt er die Geschichte des Environments und der Installation fort, die im Lenbachhaus mit Joseph Beuys beginnt und sich über Anna Oppermann und Ilya Kabakov bis hin zu Gerhard Richters Raum für Blinky Palermo spannt.

Zum anderen gibt es einen inhaltlichen Bezug zum Topos des künstlerischen Kosmos und der künstlerischen Enzyklopädie durch das Sammeln von biographisch ausschlaggebenden Gegenständen oder visuellen Eindrücken.

Feldmann führt mit „Laden 1975–2015“ diese Richtung weiter, die in unserer Sammlung mit Richters „Atlas“ begonnen wurde und einen wichtigen Schwerpunkt in der Sammlung Gegenwartskunst des Lenbachhauses bildet.

Die Neupräsentation der Kunst nach 1945 setzt aber noch weitere Schwerpunkte: Die Münchner Malereigeschichte von der Nachkriegszeit bis in die unmittelbare Gegenwart wird in maßgeblichen Beispielen ausgestellt, angefangen bei der Gruppe SPUR, von der das Lenbachhaus ein wichtiges Werkkonvolut besitzt, und die politisch wie ästhetisch so wichtige Impulse für die Kunstgeschichte der Stadt München, aber auch international gegeben hat.

Flankiert wird die SPUR von Malerinnen und Malern wie Jacqueline de Jong und Asger Jorn, die zur gleichen Zeit in München aktiv waren, und mit denen gemeinsam der Film „So ein Ding muss ich auch haben“ (Regie: Albert Mertz) entstand, der dieser Sammlungspräsentation den Titel gibt.

Die Münchner Malerei setzt sich fort bis zu jüngsten Positionen wie etwa Hedwig Eberle oder Andy Hope 1930.

Die Sammlung des Lenbachhauses wurde in jüngster Zeit signifikant erweitert durch neueste konzeptuelle Positionen unter anderem von Andrea Büttner, aber auch von Charlotte Posenenske, womit das Lenbachhaus zwei prominente Neuzugänge im zeitgenössischen Bereich erhielt.

Demgegenüber stehen sowohl Klassiker der US-amerikanischen Concept Art wie Robert Morris' großformatige Filzarbeit, die viele Jahre nicht zu sehen war, als auch der Münchner Land Art gewidmete Räume, in denen man eine jüngste Schenkung von Hannsjörg Voth zeigen kann sowie Werke von Michael Heizer, die während seines Münchenaufenthalts in den siebziger Jahren entstanden.

Die Neupräsentation fußt somit auch auf der Sammlungshistorie des Lenbachhauses, in der es immer wichtig war, das Werk einzelner herausragender Künstler eingehend zu verfolgen und deren Schaffen in Werkgruppen darzustellen.

Ebenso ist es gängige Praxis des Lenbachhauses, junge Künstler in Dialog mit den älteren Positionen zu bringen und somit inhaltliche Rückbezüge und Möglichkeiten der Auseinandersetzung innerhalb der Sammlung herzustellen.

Das große Werkkonvolut der Gruppe SPUR, das nach langer Zeit wieder zu sehen sein wird, war Anlass, die Edition Lenbachhaus Nr. 2 den Manifesten und Programmschriften dieser für München so wichtigen Künstlergruppe der späten fünfziger und frühen sechziger Jahre zu widmen.

Die Texte werden erstmals zweisprachig deutsch-englisch publiziert, so dass sie auch einem internationalen Publikum zugänglich gemacht werden, wobei man mit großem Gespür für den revolutionären Ton der Künstler darauf geachtet haben, dessen Duktus im Englischen zu erhalten.

Eine Kooperation der Städtischen Galerie im Lenbachhaus mit Munich Re
munichre.com/corporateart

Kuratorin: Eva Huttenlauch, Sammlungsleiterin Kunst nach 1945,
Lenbachhaus München
Fotogalerie Ausstellung "So ein Ding muss ich auch haben", Teil 1, 2, 3, (©Foto.Martin Schmitz)Zur Ausstellung "August Macke und Franz Marc. Eine Künstlerfreundschaft" ist ein umfangreicher Katalog mit 360 Seiten und 332 Abbildungen erschienen zum Preis von 34 €.

Di – So, 10 – 21 Uhr
An allen Feiertagen (Faschingsdienstag, Karfreitag, Ostermontag und 1. Mai) geöffnet.

Letzter Einlass in die Sonderausstellung ist um 20 Uhr.

Tickets ab jetzt im Lenbachhaus oder online unter www.lenbachhaus.de/tickets und an allen Vorverkaufsstellen von München Ticket

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG "SO EIN DING MUSS ICH AUCH HABEN"

Gegenwartskunst aus den Sammlungen der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und der KiCo Stiftung

Mo, 18. Mai 2015

19 Uhr Öffnung der Ausstellung
20 Uhr Begrüßung und Reden

Josef Schmid
Bürgermeister der Landeshauptstadt München

Matthias Mühling
Direktor des Lenbachhauses

Eva Huttenlauch
Kuratorin der Ausstellung und Sammlungsleiterin „Kunst nach 1945“

Musik: DJ Hedwig & Max

Die Ausstellungsräume sind bis 22 Uhr geöffnet. Aus Sicherheitsgründen ist in der Ausstellung nur eine begrenzte Besucherzahl zulässig. Eventuelle Wartezeiten beim Einlass bittet man deshalb zu entschuldigen.

Alle Infos: Lenbachhaus

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Werke von Rupprecht Geiger (©Foto: Martin Schmitz)
Werke von Rupprecht Geiger
Gruppe SPUR (©Foto: Martin Schmitz)
Gruppe SPUR

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Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau
Luisenstr. 33/Königsplatz
80333 München
Logo MVG
U-Bahn Linie 2 (Haltestelle Königsplatz), Trambahn 27 (Haltestelle Karolinenplatz)
Internet: www.lenbachhaus.de

Telefonische Ansage: 089 233 320 02

Hinweise für behinderte Besucher auf der Homepage

Dienstag bis Sonntag und Feiertag 10 – 18 Uhr

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