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Nolde bis Beckmann - Jorn bis Richter
Die Kunsthalle in Emden zu Gast in München
Ausstellung in der Kunsthalle der Hypo Kulturstiftung 19.01.-15.04.2007


Henri Nannen

Eske Nannen führt auch heute noch die Stiftung











©Fotos: Martin Schmitz

Die Sammlung der Kunsthalle in Emden ist untrennbar mit dem Namen Henri Nannen (1913-1990) und dem seiner Frau Eske verbunden.

Neben seiner Sammlung an Werken der Klassischen Moderne bildet die Schenkung zeitgenössischer Kunst nach 1945 des Münchner Galeristen Otto van de Loo den zweiten Schwerpunkt des Museums.

Nannen ist in Deutschland zunächst als Gründer und langjähriger Chefredakteur (1949-1980) des Magazins „Stern“ bekannt.

Doch schon während seiner Münchner Studienjahre – von 1934 bis 1938 studierte er hier Kunstgeschichte – beginnt er Kunst zu sammeln und legt mit dem frühen Erwerb einer Nolde-Grafik nicht nur einen ersten Grundstein für seine spätere Sammlung, sondern definiert zugleich bereits deren Richtung und Schwerpunkt.

Von da an ist er gerade von den Künstlern der „Brücke“ und des „Blauen Reiters“ fasziniert, denen es um Expressivität, um malerische Gestik und sinnliche Ausdruckskraft ging.

Daneben bilden die Arbeiten der Neuen Sachlichkeit, die in ihrer unterschiedlichen stilistischen Ausrichtung eine realistische Tendenz offenbaren, einen weiteren Kernbereich der Sammlung.

Das einzigartige Konvolut von sieben Arbeiten von Hanns Ludwig Katz – insgesamt sind nur 25 nachweislich erhalten – wird durch Arbeiten prominenter Veristen, wie George Grosz und Otto Dix, ergänzt.

Realismus findet sich auch bei Künstlern wie Georg Kolbe, Josef Scharl oder Franz Radziwill ebenso wie im großen Block russischer Malerei, die der Sammler kurz vor und nach dem Fall des Eisernen Vorhangs für sich entdeckte.

Durch seine journalistische Tätigkeit war Nannen bereits früh in der Sowjetunion gewesen und hatte erste Arbeiten zeitgenössischer nonkonformistischer Kunst erworben.

In der spannenden Umbruchphase, die Gorbatschow seit 1986 mit seiner Politik der Umstrukturierung (Perestroika) und Offenheit (Glasnost) einleitete, streifte Nannen, neugierig auf das, was nun von den Künstlern geschaffen wurde, durch mehr als 50 Ateliers in Moskau und Leningrad und erwarb dabei eine Reihe von Gemälden. Hieraus entstand eine in ihrer Geschlossenheit einmalige Sammlung russischer Malerei der 1980er Jahre.

Nannens Sammelleidenschaft wurde weder von historischen Kategorien, wie bestimmten Entwicklungslinien oder Themen, noch von der Prämisse eines kontinuierlichen, Vollständigkeit anstrebenden oder systematischen Aufbaus eingeengt. Der Erwerb von Bildern erfolgte vielmehr spontan.

Rückblickend sagte er: „Ich war eben ein leidenschaftlicher Sammler und kaufte meist nur, was mich selbst interessierte und nicht etwa, was man teuer hätte weiterverkaufen können.“

Nannens 70. Geburtstag 1983 bedeutet einerseits den endgültigen Abschied vom „Stern“, gleichzeitig aber auch den Beginn eines neuen Lebensabschnitts: Eske, die 1942 in Emden geborene Tochter eines alten Schulfreundes, die er seit ihrer Geburt kennt, wird seine Lebensgefährtin und Frau.

In ihr findet er vor allem eine Gleichgesinnte in seiner Leidenschaft für die Kunst, aber auch durch ihr besonderes Organisationstalent eine tatkräftige Unterstützung bei allen Aktivitäten.

Im selben Jahr gründet Nannen eine Stiftung, die 1996 – kurz vor seinem Tod – in „Stiftung Henri und Eske Nannen“ umbenannt wird, um das gemeinsame Werk des Ehepaares Nannen zu betonen. 1984 wird der Bau der Kunsthalle, laut Nannen sollte es „eine lebendige Begegnungsstätte zwischen Bürgern und Bildern“ werden, in Angriff genommen und bereits zwei Jahre später mit einem Festakt eröffnet.

Nannen macht auch später immer wieder deutlich, dass die Kunsthalle nicht sein Werk allein sei.

Ohne die Mitwirkung seiner Frau Eske wäre das Museum nicht entstanden. Aus dem Wunsch, seine Leidenschaft für die Kunst mit der Öffentlichkeit zu teilen, stiftet er nicht nur seine umfangreiche Sammlung, sondern wendet auch sein gesamtes persönliches Vermögen auf, um die Kunsthalle in Emden errichten zu lassen.

1990 zeigt der Münchner Galerist Otto van de Loo seine Ausstellung „Am Anfang war das Bild“ in Emden. Einige der damals ausgestellten Werke finden im Jahr 2000 im Zuge der  großzügigen Schenkung des Galeristen, die über 200 Arbeiten umfasst, dauerhaft ihren Platz in der Kunsthalle in Emden.

Diese Zustiftung bildet in ihrer Tendenz zu einer expressiv gesteigerten Formensprache eine willkommene Ergänzung und kongeniale Fortführung des im Expressionismus liegenden Schwerpunkts der bereits bestehenden Sammlung.

So finden die großen Vertreter des „Informel“ ebenso wie Künstler der Gruppen „COBRA“ und „Spur“ ihren Weg in die Kunsthalle. Diese Kollektion von ganz eigenem Profil und hervorragender Qualität setzt in ihrer spezifischen Ausprägung eine Vielzahl neuer Akzente. Sie bereichert substantiell die Identität des Hauses und erhöhte seine Attraktivität.

Die Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung stellt mit über 100 Gemälden, Papierarbeiten und Skulpturen erstmals diese von persönlicher Leidenschaft geprägte Sammlung aus dem hohen Norden Deutschlands in München vor.

Während der Ausstellung können die Bestandskataloge der Kunsthalle in Emden erworben werden. Parallel zur Ausstellung ist in den Räumen der Kunsthalle ein filmisches Porträt von Henri Nannen zu sehen.

Das Begleitprogramm wird durch Vorträge zu einigen der Schwerpunkte der Sammlung abgerundet.

Zur Ausstellung erscheint kein zusätzlicher Katalog. Es können die Sammlungskataloge der Kunsthalle in Emden an den Kassen der Kunsthalle erworben werden


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Nolde bis Beckmann - Jorn bis Richter Die Kunsthalle in Emden zu Gast in München .
Ausstellung in der Kunsthalle der Hypo Kulturstiftung
19.01.-15.04.2007
Theatinerstraße 8
80333 München 
Eröffnung: 18. Januar 2007 (für geladene Gäste)

Die Ausstellung ist täglich von 10-20 Uhr geöffnet.

Privatführungen Di-Fr von 10-20 h und Sa 10-13 h nur nach vorheriger Anmeldung.
Exklusivveranstaltungen mit Sonderführungen außerhalb der Öffnungszeiten können unter Tel.: 089-22 44 12 gebucht werden.
Kinderführungen, Mi 15-16 Uhr, Anmeldung: 089-22 44 12

Eintrittspreise: Regulär: Euro 7,-
Gruppen ab 10 Personen und Rentner: Euro 6,-
Schüler/Studenten/Arbeitslose: Euro 3,50,-
Schüler klassenweise (Ausnahme Fach-/ Berufsschüler): Euro 0,50

Blauer Montag:
An jedem Montag, der nicht auf einen Feiertag fällt, halbieren sich alle Eintrittspreise.

Internet www.hypo-kunsthalle.de


MVV/MVG:
U4/U5: Odeonsplatz, U3/U6: Marienplatz und Odeonsplatz, S-Bahn: S1 - S8: Marienplatz, Straßenbahn Linie 19: Theatinerstraße, Bus Linie 100: Odeonsplatz


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