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simply droog: 10 + 1 Jahre Avantgarde-Design aus den Niederlanden
Eine Droog-Design-Retrospektive im Haus der Kunst vom 18. März - 23. Mai 2004

Schuhalter (Foto: Marikka-Laila Maisel)
Schuhhalter
Ausstellung (Foto: Marikka-Laila Maisel)

Zigarrenkiste (Foto: Marikka-Laila Maisel)
Zigarrenkiste
Vogelhaus (Foto: Marikka-Laila Maisel)
Vogelhaus
Tassen (Foto: Marikka-Laila Maisel
Tassen

© Fotos: Marikka-Laila Maisel (5),Haus der Kunst (1)

Das Design-Netzwerk Droog Design feiert sein zehnjähriges Jubiläum mit einer großen Ausstellung. 10 + 1 Jahre Avantgarde-Design aus den Niederlanden. Eine Droog-Design-Retrospektive präsentiert die Entstehungsgeschichte von Droog Design, die aktuellen Produkte und die Projekte bis 2003.

Das Haus der Kunst, als erste Station dieser internationalen Ausstellungsreihe, bietet mit seiner Geschichte und Architektur einen besonderen Rahmen. Mit der Öffnung des Hauses nach außen und innen und der damit verbundenen architektonischen Veränderung durch den "Kritischen Rückbau", mit dem Chris Dercon begonnen hat, erhalten die Exponate eine besondere Wirkung.

Die perfekte, kühle und glatte Innenausstattung im Haus der Kunst steht auf der einen Seite im Einklang mit der Definition des Wortes droog, nämlich sachlich und nüchtern zu sein, auf der anderen Seite besteht ein starker Gegensatz zur ideellen Umsetzung.

Denn droog bedeutet auch: trockener Humor und die Philosophie, Dinge des alltäglichen Lebens mit mehr Seele, mehr Bedeutung und mehr Inhalt zu erschaffen.

Droog ist aber auch die Auseinandersetzung mit der Frage des Konsums, die Frage nach Luxus im materiellen und immateriellen Kontext. Denn Luxus ist heute nicht mehr nur eine materielle Angelegenheit, sondern vielmehr eine intellektuelle Herausforderung.

Luxus in der heutigen Zeit bedeutet das Erzeugen von Aufmerksamkeit, aber auch das aufmerksame Betrachten, aufmerksame Benutzen und aufmerksame Beurteilen. Luxus ist eine Frage der Aufmerksamkeit! Droog ist Luxus!

Die Ausstellung besteht aus zwei Bereichen. Teil 1 widmet sich der Entstehungsgeschichte von Droog, dokumentiert durch Textinstallationen, Fotografien, Videos, Zeichnungen, Modelle und fertige Produkte. Ein Shop, in dem man Alltagsprodukte kaufen und Objekte hautnah erleben kann, ist integriert.

In Teil 2 visualisieren zehn Themenräume folgende Droog-Themen: 'Wiederverwendbarkeit', 'Vertraut – nicht vertraut', 'Offenes Konzept', 'Unumgängliches Ornament', 'Einfachheit', 'Ironie', 'Tastbarkeit', 'Erfahrung', 'Hybride' und 'Form und Prozess'. Jeder Raum zeichnet sich durch atmosphärische Dichte aus und verfolgt einen eigenen Ansatz.

Die Auseinandersetzung mit der 'Wiederverwendbarkeit' war in den Jahren 1993/94 und auch später ein wichtiges Thema. Droog hat sich mit Produkten auseinander gesetzt, die alt, abgenutzt, außer Mode geraten sind, oder aus anderen Gründen nicht mehr in die Umgebung passen.

Die von Droog gestellte Frage: "Warum sollten diese Produkte kein zweites Leben bekommen?" ließ Objekte entstehen wie den Lumpensessel von Tejo Remy, die Sprechende Kaffeemaschine von Eibert Draisma oder die Lampe Do-Reincarnate von Martí Guixé.

Der Themenraum 'Vertraut – nicht vertraut' folgt der Beobachtung, dass sich Menschen mit Dingen umgeben, die sie lieben und die ihnen vertraut sind. Aber mit der Gewöhnung scheint die Aufmerksamkeit für diese Dinge zu schwinden, so dass sie fast unsichtbar werden und sich der Wahrnehmung entziehen. Werden nun Veränderungen an diesen gewohnten Objekten vorgenommen, dann erscheinen sie uns zwar vertraut, aber gleichzeitig auch fremd und neu.

Die logische Konsequenz für Droog ist, beides zu kombinieren oder das Vertraute auf neue Weise zu verwenden. 'Vertraut – nicht vertraut' präsentiert Objekte wie die Baumstammbank von Jurgen Bey, die Digitale Kuckucksuhr 'Nest' von Cynthia Hathaway oder die Milchflaschenlampe von Tejo Remy.

Eine der Besonderheiten dieser Ausstellung sind interaktive Elemente: Möbel und Produkte zum Ausprobieren und Selbstgestalten. Zum Beispiel die Wandlampe Do Scratch von Martí Guixé. Sie kann individuell bearbeitet werden. Durch Einritzen der schwarzen Lackschicht wird der darunter liegende, Licht gebende Schirm sichtbar; so erhält jede Lampe ihre eigene Zeichnung und spendet auf eigene Weise Licht. Weitere Designmöbel, wie der Sessel Rag Chair von Tejo Remy oder der Stuhl Private Rocking Chair von Martí Guixé, kann der Besucher der Ausstellung ausprobieren.

Der 1965 geborene niederländische Designer Jurgen Bey zeichnet für das Ausstellungsdesign ver-antwortlich. Seine pragmatische Herangehensweise entspricht der Droog-Design-Philosophie.

Seine nüchterne Aussage, dass ein Hochhaus nicht ohne einen Fahrstuhl funktioniert, beschreibt dies ganz klar. Bey entwirft Inneneinrichtungen, entwickelt Design für den öffentlichen Raum und angewandte Kunst, er sieht sich aber nicht nur als Pragmatiker, sondern auch als Eroberer, der die Welt mit ihren Kuriositäten erforscht – als jemand, der eine Mission zu erfüllen hat, der Fragen stellt und Verbindungen schafft.

Im Haus der Kunst präsentiert der Münchner Stardesigner Konstantin Grcic auf Einladung von Droog Design und Chris Dercon seine Installation 'White Noise'. Grcic hat eine sehr emotionale Bindung zu Droog, seit er deren erste Präsentation in Mailand gesehen hat. Er sieht die Formensprache von Droog Design mit ihrer Selbstverständlichkeit, ihrer Einfachheit und ihrer besonderen, anderen Sichtweise als eine energiegeladene Definition von zeitgemäßem Design. Aus dieser ersten Präsentation ging eine Designbewegung hervor, die Konstantin Grcic als "ein ziemliches Beben, dessen Nachwirkungen uns Designern als White Noise, als sanftes Rauschen, auf Ewigkeit in den Sinnen bleiben wird", bezeichnet hat. Seine Installation, die aus Biertischen besteht, sieht er als persönlichen Beitrag zu Droog: ein interaktiver Raum, in dem es Informationen über Droog gibt und Designer am Telefon zu hören sind – ein Raum, in dem sich die Menschen treffen, etwas trinken und miteinander kommunizieren können.

Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Kinderworkshops, Rundgängen, geführt von Designexperten, und ein Symposium begleitet die Ausstellung in München.

Mit freundlicher Unterstützung der Droog Design Foundation, des Generalkonsulates des Königreichs der Niederlande, dem HGIS Kulturprogramm, Programm für internationale kulturelle Beziehungen des Niederländischen Außenministeriums und des Niederländischen Ministeriums für Bildung, Kultur und Wissenschaft, der Mondriaan Stiftung und der Premsela Stiftung für Niederländisches Design.

Zur Geschichte von Droog - Infos und Hintergründe (mehr)

Überblick und Archiv: aktuell und vergangene Ausstellungen im Haus der Kunst (mehr)


Text : Haus der Kunst.

Haus der Kunst
Prinzregentenstraße 1
80538 München

MVG/MVV U-Bahn Lehel oder Odeonsplatz
Eintritt:
Euro 7,00 / erm. Euro 5,00 / Jugendliche unter 18 J. Euro 2,50 // Dauerkarte:
Euro 15,00 / erm. Euro 12,00 // Kinder unter 12 Jahren: freier Eintritt

Kostenlose Führungen: Sonntag 15 Uhr/ Mittwoch 18 Uhr (an diesem Tag Führungen durch Designexperten wie Konstantin Grcic und Dominik Wichmann; Info: 211 27 123). Sonderführungen: Euro 80 nach VereinbarungTel 089 / 211 27 - 113, Fax 089 / 211 27 157



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