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Ausstellung „Die Wittelsbacher und das Reich der Mitte. 400 Jahre China und Bayern“ im Bayerischen Nationalmuseum vom 26. März bis 26. Juli 2009

Pagode, Kanton, 1.Hälfte 19. Jhdt. aus Elfenbein (Foto: Marikka-Laila Maisel)
Pagode, Kanton, 1.Hälfte 19. Jhdt. aus Elfenbein
Gala-Uniform, China, 2. Hälfte 19. Jhdt., Goldbrokat, Metall, vergoldet (Foto: Marikka-Laila Maisel)
Gala-Uniform, China, 2. Hälfte 19. Jhdt., Goldbrokat, Metall, vergoldet
Erdglobus: Vincenzo Coronelli, Venedig, 1688 (Foto: Marikka-Laila Maisel)
Erdglobus: Vincenzo Coronelli, Venedig, 1688


links: Marmorplatte mit den Drei Gestirnsgottheiten. China, 17./18. Jhdt.,  Farben auf marmoriertem Stein (Foto: Marikka-Laila Maisel)
links: Marmorplatte mit den Drei Gestirnsgottheiten. China, 17./18. Jhdt., Farben auf marmoriertem Stein




Highlight: Wand mit erst kürzlich entdeckten Seidentapeten (Foto: MartiN Schmitz)
Highlight: Wand mit erst kürzlich entdeckten Seidentapeten
im Vordergrund: Schreibsekretär, Atelier Hendrik van Soest zugeschrieben,  Antwerpen, um 1705, verschiedene Hölzer, Zinn, Schildpatt, Messing(Foto: Marikka-Laila Maisel)
im Vordergrund: Schreibsekretär, Atelier Hendrik van Soest zugeschrieben, Antwerpen, um 1705, verschiedene Hölzer, Zinn, Schildpatt, Messing

Fotos: Marikka-Laila Maisel (9), Martin Schmitz (1)

Passanten auf der Proinzregentenstrasse hatten schon einige Tage neugierig den Blick auf den Straßenrand geworfen, standen dort doch in mannshohen Lettern im kaiserlichen Rot einige chinesische Schriftzeichen. "Willkommen" bedeuten sie und sind zugleich Einladung und Eyecatcher für eine Ausstellung, diezeigt, dass die Asienbegeisterheit in Bayern nun schon mehr als 400 Jahrhunderte anhält und beiderseitig zur kulturellen Verständigung führte.

Denn schon seit über 400 Jahren existieren zwischen Bayern und China erstaunliche Beziehungen.

Bereits die bayerischen Herzöge des 16. Jahrhunderts erlagen der Faszination des asiatischen Kunsthandwerks und sammelten fortan diese Exotika für die Münchner Kunstkammer mehr als vier Jahrhunderte lang.

Das Bayerischen Nationalmuseum dokumentiert nun diese Sammelleidenschaft vom 26. März bis 26. Juli 2009 in der Ausstellung „Die Wittelsbacher und das Reich der Mitte. 400 Jahre China und Bayern“ unter der Schirmherrschaft des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer und Seiner Königlichen Hoheit Herzog Franz von Bayern.


Video: Impressionen Bayern-China Ausstellung im Bayer. Nationalmuseum

Im 17. Jahrhundert schickten sie selbst Erzeugnisse bayerischer Werkstätten an den Hof des Kaisers von China, nicht nur als Empfehlung für die dort tätigen Jesuitenmissionare, sondern auch als Demonstration der Kunstfertigkeit der Augsburger und Münchner Meister.

Die Bewunderung der chinesischen Kaiser für die europäischen Werke führte dazu, dass bayerische Jesuiten hohe Positionen am Astronomischen Amt in Peking erlangten und die bayerischen Regenten eine Zeitlang hofften, auf diese Weise die Einführung des Christentums in China zu unterstützen.

Im 18. Jahrhundert wiederum erwarben die Pracht liebenden Wittelsbacher Kurfürsten kostbare chinesische Porzellane und Lackarbeiten und lösten mit ihren Aufträgen zur Nachahmung derartiger Originale für die Ausstattung ihrer Residenzen die China-Mode in Bayern aus.

So entstand ein florierender Markt für luxuriöse Möbel, Porzellane und Textilien im chinoisen Stil, für den die produktiven Augsburger und Nürnberger Verlage über die Grenzen Bayerns hinaus vielfältige Kupferstich-Vorlagen lieferten.

Als im frühen 19. Jahrhundert der idealisierte Blick auf das ferne Reich der Mitte einer eher wissenschaftlich geprägten Anschauung wich, war es erneut ein bayerischer Regent, König Ludwig I., der nach dem Erwerb bedeutender chinesischer Sammlungen ein Museum der Weltkultur plante, in dem China den Ausgangspunkt bilden sollte.

Weitere Werke der chinesischen Kultur gelangten nach München mit der Reise des Kronprinzen Rupprecht 1903 zur berühmten Kaiserinwitwe, deren Geschenke letztmals auf der Ostasien-Ausstellung 1909 gezeigt wurden.

Die Ausstellung "Die Wittelsbacher und das Reich der Mitte" beleuchtet in fünf Abteilungen die Geschichte der Wahrnehmung Chinas in Bayern, die von der Faszination des Exotischen über die Begeisterung für die andersartige Ästhetik chinesischer Luxuswaren und die Idealisierung des unbekannten Reichs der Mitte bis hin zu einem nüchternen Blick auf die Großmacht im Fernen Osten führt.

Gezeigt werden rund 300 hochkarätige Exponate internationaler Leihgeber (so aus Peking, Florenz, Kopenhagen und Wien), darunter Spitzenleistungen des Kunsthandwerks.

Die erstmals in dieser Zusammenschau präsentierten Werke führen die intensiven Beziehungen von China und Bayern vor Augen und verdeutlichen die wechselseitige Beeinflussung der beiden Kulturen.

Eines der versteckten Highlights ist sicherlich eine Wand, an der man innehalten sollte: denn diese ist tapeziert mit einigen Bahnen einer Seidenrolle, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts in China gefertigt wurde und seit ihrem Kauf und der Lieferung nach München unberührt noch aufgerollt im Bestand der alten Hoftapeziererei die Jahrhunderte überdauert hatte.

Erst vor einigen Jahren hat man sie gefunden: man kann in der Ausstellung nur deren Farbenpracht und Motivreichtum in allen Facetten geniessen.

Gerade anhand der gleich daneben platzierten Stühle mit ähnlichen Seidenüberzügen, die im Laufe der Zeit verblasst sind, kann man erkennen, warum man sich seinerzeit schon so sehr für die kunsthandwerklichen Meisterwerke aus China begeistern wollte.

Fragil: eine sehr ins Detail gehende Pagode aus Elfenbein aus Kanton, eine Leihgabe des Staatlichen Museum für Völkerkunde München, die eigens für die Ausstllung restauriert wurde und nun im frischen Glanz Teil der Ausstellung.

Eine Ausstellung des Bayerischen Nationalmuseums mit Unterstützung der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen und dem Staatlichen Museum für Völkerkunde.

Eintrittspreis € 7, ermäßigt € 6

Führungen für Gruppen können unter tel. (089) 21 12 42 16 gebucht werden

Ein Ausstellungskatalog, ca 600 Seiten, erschienen im Hirmer Verlag, ist im Bayerischen Nationalmuseum erhältlich zum Preis von € 48.

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Ausstellung Bayern China (Foto: Marikka-Laila Maisel)

Bayerisches Nationalmuseum
Prinzregentenstraße 3
80538 München
www.bayerisches-nationalmuseum.de
Tel. 089 - 211 24-01 (allgemein)
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr, Donnerstag 10 bis 20 Uhr, Montags geschlossen


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