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Maibaum Special: Tanz in den Mai und die Maibaumtermine 2012 in und rund um München |
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Alljährlich feiern die Burschenvereine, Feuerwehren und andere lokale Institutionen den 1. Mai mit Tanz und gelegentlich auch mit Maibau-Aufstellen. Wir stellem zum 1. Mai 2012 wieder wie in den Vorjahren wieder zahlreiche Termine für Sie zusammen, wo sie dem Aufstellen von Maibäumen in und rund um München beiwohnen können. 2007 hatten wir 55 Termine, 2008 wurden es es mehr als 51, 2009 wurden es es mehr als 55, letztes Jahr um die 40... Der 1. Mai fällt 2011 auf einen Dienstag, am arbeitsfreien 1. Mai werden die meisten Exemplare aufgerichtet, aber schon am Vortag und am Wochenende werden sicherlich einige Bäume aufgestellt.. Auch 2012 stellen wir für Sie wieder die wichtigsten Termine zusammen. Wenn sie einen kennen, schicken sie ihn bitte an info@ganz-muenchen.de Alljährlich feiern die Burschenvereine, Feuerwehren und andere lokale Institutionen den 1. Mai mit Tanz und gelegentlich auch mit Maibau-Aufstellen. 29.04.2012, Sonntag 30.04.2012, Montag
01.05.2012, Dienstag
um 09:00 Uhr Maibaumaufstellen in Geltendorf am Schaidter Platz
Nach dem 1.Mai 2012
Weitere Termine folgen
Maibaum aufstellen Innerhalb des Stadtgebietes München dürfen Maibäume schon seit gut 15 Jahren (eigentlich) nur noch per Kran aufgestellt werden, Konsequenzen aus einem tödlichen Unfall Anfang der 80er Jahre. Aber in manchen Umlandgemeinden hat sich der Brauch gehalten, den Maibaum mit Stangen in den Senkrechte zu heben. Die hiesigen Maibäume sind in der Regel weiß-blau gestrichen. Ein richtig geschnürter (bemalter) Baum hat hier in München die Spirale von unten links nach oben rechts gedreht. Als Vorlage dient dabei die bayerisch Raute, die unseren weiss-blauen Himmel darstellen. Andernorts bleiben sie im Naturzustand mit Rinde belassen. Oder, wie im Isarwinkel (Bad Tölz), sind nur "geschöpst" (entrindet - bzw. auch "geschäpst"). In Franken sieht man sie gar in weiß-rotem Streifendesign. Und auch in Oberbayern gibt es einen rot-weißen Sonderling: In Mühldorf am Inn wird der Maibaum stets rot-weiß gefärbt, da die Stadt früher zum Fürstbistum Salzburg gehörte und sich seitdem mit diesen Farben schmückt. Die Spitze krönt ein grüner Boschen, ein Wetterhahn oder eine Fahne. Seit 1992 wird in Pfrombach sogar ein auf einer Kuh reitender Postillion angebracht. Die Figuren oder Symbole auf den Quersprossen, die so genannten "Zunftzeichen", beziehen sich auf örtliche Gegebenheiten. Meist sind es die Embleme der Vereine, der Handwerksbetriebe oder Bilder bedeutender Gebäude wie der Kirche, des Wirtshauses oder des Rathauses. Nicht selten werden auf einem Schild die Namen des Stifters, der aufstellenden Gemeinschaft, das Jahr der Errichtung und ein mehr oder weniger sinniger Spruch verewigt. In Isareck war einmal zu lesen: Im Maibaum findet der Zusammenhalt und auch der Wohlstand eines Dorfes einen sichtbaren Ausdruck. Das erklärt dem alljährlichen Wettstreit, wo der höchste und prachtvollste Baum errichtet wurde. Höhen über 30 Meter sind keine Seltenheit. Seit 2005 Jahr müssen Maibäume, die länger als ein Jahr stehen, jährlich vom TÜV auf Standfestigkeit geprüft werden - die Gemeindekasse dankt. In München darf aus versicherungsrechtlichen Gründen ein Maibaum generell maximal fünf Jahre stehen. Der Monatsname Mai wurde im Deutschen nach dem lateinischen maius gebildet (vgl. mhd. meie, ahd. meio, ital. maggio, frz. mai). Als Namensgeber wird ein altitalischer Gott Maius vermutet, der Beschützer des Wachstums gewesen sein soll. Andere Bezeichungen: mensis Marie (Italien), Wunnimanoth, Winnemonat, Wonnemond. Der 1. Mai galt als offizieller Sommerauftakt. Geschichte des Maibaumes in Bayern Die Bauernburschen holten sich gewöhnlich im Staatsforst ihren Maibaum, woraufhin die kurfürstliche Regierung 1690 in Altbayern das Maibaumsetzen verbot. Erst König Ludwig I. erlaubte im April 1827 endgültig das Maibaum-Aufstellung in Bayern. "Da Wir Volksfeste lieben und Unsern treuen Untertanen mit wahrer Freude jede ehrbare Ergötzlichkeit gönnen, so wollen Wir hiermit erklären: es sey von nun an wieder erlaubt, nach uraltem Brauche am 1. Mai in jeder Gemeinde auf dem Lande einen Maibaum aufzusetzen. Wir vertrauen in die Einsicht und Klugheit Unserer Landesbehörden, daß zweckmäßigste Anleitung getroffen wird, um dem Landvolk dieses an sich unschädliche Vergnügen nach Unserer wohlmeinenden Absicht zu verschaffen und zu erhalten" Im ausgehenden 18. Jahrhundert entwickelt sich der Maibaum zu einem Symbol des neuen bayerischen Staatsbewusstsein. Die freien Gemeinden sahen in ihm geradezu ein Zeichen der erlangten bürgerlichen Selbständigkeit innerhalb des vom Minister Montgelas geschaffenen Staatsgebildes. "Masten, die auf Grund des Brauchtums errichtet werden" sind heute nach Artikel 63, Absatz 1, Ziffer 4 d der Bayerischen Bauordnung genehmigungsfrei. Maibaumstehlen Maibäume wurden früher in der Walpurgisnacht (30. April) geschlagen, an manchen Orten aber auch erst am Morgen des 1. Mai. Heute geschieht dies meist früher, um sie in Ruhe herzurichten, zu streichen und zusätzlich mit allerlei Dekoration und Ständesymbolen aufputzen zu können. Daraus folgt, dass sie in dieser Zeit streng bewacht werden müssen: Maibaumdiebe, die keine Mühe scheuen, lauern hinter jeder Ecke, und ist er erst geklaut, wird eine Auslöse fällig. Wie z.B. der Maibaum auf der Zugspitze, der erst in letzter Minute gegen Brotzeit und Freibier wieder herausgegeben werden konnte am 1. Mai. Der Maibaum Diebstahl unterliegt Regeln, zu denen ganz sicher auch gehört, dass die Polizei sehr kulant ist in der Verfolgung der "Straftat". Wer von sich aus als Bestohlener die Polizei einschaltet, hat Respekt und Achtung in den Nachbargemeinden schnell verloren, das gehört sich einfach nicht. Wann und wie darf nun geklaut werden? Zunächst muss das Objekt der Maibaumdiebesbegierde bereits gefällt sein. Ein noch fest verwurzelter Baum, von dem nur bekannt ist, dass er als Maibaum gewählt wurde, darf deshalb nicht entwendet werden. Liegt der Baum nach dem fällen, darf er dennoch nicht schon aus dem Wald gestohlen werden, das wäre immer noch Holzdiebstahl! Nach der Tradition dürfte er eigentlich nur in der Walpurgisnacht selbst geraubt werden, und nur, wenn er sich innerhalb des Ortes befindet, in dem er aufgestellt werden soll. Denn erst jetzt besitzt er die Kraft eines Fruchtbarkeitssymbols. Legt schließlich während des Klauversuches ein irgendwie doch noch aufgeweckter / aufgetauchter Maibaumwächter seine Hand auf den Baum und ruft "der bleibt do" ("da" gilt zur Not auch), darf der so geschützte Maibaum von Maibaumdieben nicht mehr angerührt werden. Das spart nebenbei dem Maibaumverein Geld und bringt der/dem mutigen Retter(in) daheim ewigen Ruhm... Auch wenn der Diebstahl noch während des Abtransportes innerhalb der Gemeindegrenzen entdeckt wird, muss der Baum zurückgegeben werden. Bereits aufgestellte Maibäume können ebenfalls nicht mehr gestohlen werden. Übrigens: Scheitern die Verhandlungen und wird der Maibaum nicht ausgelöst, stellen ihn die neuen "Besitzer" als Schandmal für das Nachbardorf / den Nachbarstadtteil und als zusätzlichen Segensbringer für ihren eigenen Ort auf. Nach einigen Wochen wird die Beute dann zersägt und versteigert. Oft wird an diesem "Schandbaum" dann eine Tafel befestigt, auf der die Maibaumdiebe ihre Enttäuschung durch Spottverse zum Ausdruck bringen. 2007 hatte es wieder mal den Maibaum vom Wirtshaus Leiberheim erwischt: Die Maibaumdiebe des Perlacher Burschenvereins "Die Gmütlichen" hatten sich herangeschlichen und den 25m Maibaum entwendet. Schon den letzten Maibaum hatten die Perlacher dem Leiberheim gemopst, und so harrt man nun auf eine Brotzeit vom Wirt, die als Auslöse sicherlich fällig ist. Am 1. Mai wird der Maibaum dann sicherlich im Leiberheim aufgestellt. Gestohlen wurde Anfang April auch der Ramersdorfer Maibaum, dieses Mal von den Putzbrunnern. Es gibt sogar ein Video und Fotos davon - zeitgemäß zu sehen bei google.video (mehr) Im Wirtshaus und Biergarten Leiberheim hatte es 2004 schon einmal einen Entführungsfall gegeben, am Münchner Flughafen klauten den Airbräu Maibaum gar die Kollegen der Flughafen Polizeiwache selbst. Sie waren den Feuerwehrleuten zuvor gekommen, die sonst immer ihren Biergarten beraubten... Das gibt es nur in Bayern. Der Michaeligarten Maibaum war 2003 ein Entführungsopfer: kaum war er nach dem Einholen am Donnerstag vor Ostern in Buch eingetroffen, klauten ihn schon in der ersten Nacht die Kollegen von der Freiwilligen Feuerwehr Baldham-Dorf (unterstützt vom Burschenverein Vaterstetten e.V.). Er wurde schnell ausgelöst und zurückgebracht, so daß dem Aufrichten im Michaeligarten nichts mehr entgegenstand. Mit einem Schild am Traktor bedankten die sich bei dem unfreiwilligen "Spender" und erhielten schöne Tische im Michaeligarten, als dann der Maibaum aufgestellt wurde. Fotos vom Maibaumaufstellen Michaeligarten 2004: Teil 1, Teil 2, Teil 3 Die Veranstalter müssen sicherstellen, dass alle Helfer und Zuschauer abgesichert sind. Denn jedes Jahr ereignen sich Maibaum-Unfälle. Ist der Veranstalter ein Verein, haftet im Ernstfall der Vorstand mit seinem Privatvermögen. Der Verein Deutsches Ehrenamt e.V. (www.deutsches-ehrenamt.com) informiert die Vereinsvorstände und sichert sie gegen das persönliche Haftungsrisiko ab. Wenn etwas passiert, trägt der Veranstalter die Verantwortung. In den meisten Gemeinden ist das ein Verein. Doch oft greift die gesetzliche Haftpflichtversicherung nicht. Denn versichert ist nur, was dem Vereinszweck dient. Und das Maibaum-Aufstellen gehört, außer bei einem Maibaum-Verein, nicht zu den satzungsgemäßen Aufgaben. Um als Verein auf der sicheren Seite zu sein, sind eine Reihe von Zusatzversicherungen nötig. Fehlen die Zusatzversicherungen, kann das für den Verein und seinen Vorstand teuer werden. Im Ernstfall haftet der Vorstand mit seinem Privatvermögen. 2008 wurde beispielsweise in Riedenburg kein Maibaum aufgestellt. Wegen komplizierter Haftungs- und Versicherungsfragen brach der jahrlang zuständige Verein mit dieser Tradition. Der Grund: In einem bayerischen Ort kam es beim Maibaum-Aufstellen zu einem Unfall. Eine Haltestange brach und verletzte ein Kind, das bleibende Schäden davontrug. Der Vorsitzende des agierenden Vereins muss dem Kind nun eine lebenslange Rente bezahlen. Damit sich alle über den geschmückten Maibaum freuen, rät Deutsches Ehrenamt e.V. den Vereinen die folgenden Aspekten zu berücksichtigen:
ARCHIV 2003-2005:
Auch am 1. Mai 2005 waren wir mit der Digicam unterwegs zu Maibäumen:
02.05.2005, Montag Wenn sie Fotos von anderen neuen Maibäumen haben, die wir hier umsonst für Sie im Rahmen des Specials veröffentlichen können, schicken sie diese einfach mit Angabe welcher Maibaum, wann wo aufgestellt, und wer war der Fotograf, an info©ganz-muenchen.de |
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1. Mai 2012
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