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Aschermittwoch der Künstler 2012 und andere Gottesdienste zum Aschermittwoch in München

Am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Seit Ende des elften Jahrhunderts werden die Katholiken an diesem Tag in den Gottesdiensten mit einem Aschenkreuz bezeichnet. Die aus geweihten Palmzweigen gewonnene Asche gilt als äußeres Zeichen für Trauer und Buße. Das Aschenkreuz symbolisiert den Beginn der Bußzeit und zugleich die Hoffnung der Christen auf die Auferstehung.

Seit dem fünften Jahrhundert rückte während der Vorbereitungszeit auf Ostern das Fasten in den Mittelpunkt. Da an Sonntagen jedoch nicht gefastet werden durfte und sie deshalb nicht als Fastentage gezählt werden, wurde der Beginn der Fastenzeit offenbar im sechsten oder siebten Jahrhundert vom sechsten Sonntag vor Ostern auf den vorhergehenden Mittwoch zurückverlegt.

Der Aschermittwoch ist neben dem Karfreitag der einzige Tag, der in der katholischen Kirche als strenger Fastentag gilt. Das Kirchenrecht schreibt Abstinenz und Fasten vor. Die deutschen Bischöfe sehen den Sinn der am Aschermittwoch beginnenden Zeit darin, sich selbst und seinen Lebensstil «so zu ändern, dass durch Besinnung und Gebet, heilsamen Verzicht und neue Sorge füreinander Christus wieder mehr Raum» im Leben gewinnen könne.


Beginn der 40tägigen Fastenzeit
„Aschermittwoch der Künstler“ im Liebfrauendom

Mit dem Aschermittwoch beginnt die 40tägige Fastenzeit zur Vorbereitung auf das Osterfest. Bei allen Gottesdiensten in den katholischen Kirchen wird die Asche gesegnet und das Aschenkreuz ausgeteilt.

Zum „Aschermittwoch der Künstler“ feiert der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, am Aschermittwoch, 22. Februar, um 16.00 Uhr im Münchner Liebfrauendom ein Pontifikalamt. Weihbischof Wolfgang Bischof nimmt daran teil. Der Gottesdienst wird vom Bayerischen Fernsehen direkt übertragen.

Die Künstlerrede beim anschließenden Empfang gegen 18 Uhr in der Muffathalle, Zellstraße 4, hält der Schriftsteller und Büchner-Preis-Träger Martin Mosebach.

Vor dem Gottesdienst interpretiert von 15 Uhr an auf dem Domvorplatz eine Compagnie aus elf Tänzern in einer Choreographie von Alberto Franceschini und David N. Russo den Übergang vom Karneval über den Aschermittwoch hinein in die Fastenzeit, die 40 Tage der vorösterlichen Buße und der Besinnung. In kleinen Szenen nehmen sich die Tänzer gegenseitig ihre Karnevalsmasken ab als Symbole für menschliche Schwächen wie Neid, Missgunst oder Eifersucht, um sich anschließend gegen 15.30 Uhr im Dom tänzerisch mit den Themen Asche, Aschermittwoch, Zeit der Buße, Umkehr und Reue auseinanderzusetzen.

Während der künstlerischen Darbietung auf dem Domvorplatz und im Dom, beim Gottesdienst während der Ascheauflegung im Dom sowie beim anschließenden Empfang in der Muffathalle wird die Auftragskomposition „Phoenix“ für gemischten Chor und Zuspielband von Helga Pogatschar uraufgeführt. Die musikalische Leitung übernimmt Domkapellmeisterin Lucia Hilz, Ausführende sind die Mitglieder der Capella Cathedralis München.

Auf Einladung des Erzbischofs treffen sich nach dem Gottesdienst Vertreter der Kirche mit Kunst- und Kulturschaffenden in der Muffathalle zum Austausch. Nach einer Begrüßung durch Rainer Hepler, Künstlerseelsorger der Erzdiözese München und Freising, hält Mosebach die Künstlerrede. Bei dem Empfang zeigen zudem Dokumentationsvideos einen Querschnitt von im vergangenen Jahr im Auftrag der Erzdiözese München und Freising entstandenen Kunstwerken.

Der Aschermittwoch der Künstler wurde von dem katholischen Schriftsteller und Diplomaten Paul Claudel nach dem Zweiten Weltkrieg in Paris begründet. Er wird mittlerweile in mehr als 100 Städten weltweit gefeiert, in München bereits zum 57. Mal. Mit dem Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Fastenzeit als Zeit der Umkehr und Vorbereitung auf Ostern. Wie bei allen katholischen Gottesdiensten an diesem Tag wird Kardinal Marx im Liebfrauendom mit dem Ritus der Aschenauflegung an die österliche Bußzeit erinnern. Während er den Gläubigen ein Aschenkreuz auf die Stirn zeichnet, spricht er die Worte aus dem Buch Genesis: „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst“. (ck)

Aschermittwoch gibt es in München zahlreiche Lokale, die voll auf Fisch setzen. Unser Faschingsplaner hält für den 22.02.2012 etliche Termine parat (weiter).

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